Ausklappbare Schreinerwinkelhalterung

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Inspiriert von chief und seinem Projekt Werkzeugordnung und dort speziell die Lösung der Schreinerwinkelaufbewahrung machte ich mich im Rahmen des Sondertests zum Werkstattsauger auch daran, mir so ein Teil zu basteln.


Meine Herausforderung bestand aber darin, dass ich verschiedene Schreinerwinkel besitze, welche sich in Länge und Dicke des Anschlages stark voneinander unterscheiden. Meine Halterung musste also an diese Vorgaben angepasst sein.

Wie ich das gemacht habe, mit all meinen Planungsfehlern, zeige ich euch nun:

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 1 x Boden- und Deckplatte | Sperrholz Birke 7mm
  • 1 x Rückwand | OSB-Rest
  • xy x Schrauben
  • 1 x Boden- und Deckplatte Korpus | Spanplatte furniert

Los geht's - Schritt für Schritt

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Größenfestlegung, Positionierung auf dem ausklappbaren Teil

alle Winkel hingestellt und positioniert
Ansicht von oben, man erkennt gut die unterschiedlichen Anschläge der Winkel
Zuschnitt auf der TKS

Dilettantisch habe ich mir aus dem Arbeitsschritt von chief die relevanten Ansichten aufgezeichnet. So ganz klar war mir der Mechanismus ja nicht, aber im Laufe der Arbeit kam ich dann schon drauf. Dies ist durch die Überschriften Planungsfehler gut erkennbar.


Also was brauche ich für den ausklappbaren Teil: zuerst einmal eine Bodenplatte, ausreichend breit, dass alle Winkel darauf Platz haben. Aus Birke Sperrholz schnitt ich mir 2 Teile auf der TKS mit meinem neuen Schiebeschlitten zu.

Sodann die Kurve gleich auf beiden Platten gezeichnet und mit der Bandsäge ausgeschnitten.

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Grundkörper des ausklappbaren Teiles fertigen

Boden und Seitenwände werden verleimt
Einpassung der Zwischenwände
Deckplättchen, da die Winkelschenkel ungleich hoch sind
beweglicher Teil mit den Zwischenstegen und Deckplättchen

Als nächstes hab ich die Bodenplatte mit den beiden Seitenwänden verleimt.


Während der Abbindephase des Leims schnitt ich mit dem Schiebeschlitten auf der TKS die Zwischenwände zu. Auf Bild 3 sieht man meine stümperhafte Skizze.

Immer mit jeweils einem Blatt Papier links und rechts des Winkels verleimte ich sodann die Zwischenwände. Papier deshalb, damit sich die Winkel später auch leicht im entstandenen Bereich ziehen lassen. Man glaubt nicht, wieviel 2 dünne Papierlage ausmachen können. 

Da bis auf 2 Winkel (die aus einem Satz stammen) alle unterschiedliche Schenkelhöhen haben, leimte ich auf der Bandsäge zugeschnittene Deckplättchen drauf.

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Planungsfehler der erste: Schlitze vergessen

verdammt, Schlitze vergessen. Angezeichnet hatte ich sie ja.
mit MuFu eingesäbelt

Ich war so stolz, dass bislang alles reibungslos verlief und die Winkel alle wunderbar in das Gehäuse passten. Eigentlich hätte mich das eh schon stutzig machen sollen, denn ohne Fehler läuft bei mir kein Projekt ab.


Ich hatte doch glatt vergessen, die Schlitze in die Bodenplatte zu sägen, bevor ich die Deckplättchen eingeleimt hatte. So gingen die Winkel natürlich nicht ganz in den Korpus hinein.

Nunja, man hat sich ja erst zu Weihnachten einen neuen Akkuschrauber gegönnt, der im Set mit einem Akkumultifunktionsgerät erhältlich war. Also hab ich die Schlitze mit diesem MuFu eingesägt und mit der Feile bisserl nachgearbeitet.

Passt, wackelt und hat Luft. 

Voila, Deckplatte draufgeleimt und angetackert.

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feststehender Gehäuseteil

die beiden Gehäuse, der Rundstab wird zum Drehstab

Dazu gibt es nicht viel zu schreiben: aus furnierter Spanplatte, welche als Rest von meinem Werkstattumbau übriggeblieben ist und somit optisch auch wunderbar nun zum Rest dazupasst, schnitt ich 2 Platten als Boden und Deckel zu. Als Rückwand verwendete ich einen OSB-Streifen, als seitlichen Abschluss noch ein Reststückerl der Spanplatte.


Alles zusammengetackert und verschraubt.

Nun beide Gehäuse ineinandergeschoben und den Drehpunkt durch try and error ermittelt. Mit einem 15er Forstnerbohrer durch Deckplatte 1, 2 ganz und Bodenplatte des beweglichen Teils ganz und Bodenplatte des feststehenden Teils halb gebohrt. Rundstab abgelängt und rein damit. 

Grandios, es dreht sich ohne wo anzuecken oder hängenzubleiben. Ich war begeistert. 

Die Ernüchterung folgt sogleich:

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Planungsfehler der zweite: Grundplatte des feststehenden Teils zu lang

fertiger Kasten - dachte ich
argh - Bodenplatte zu lang
Boden abgesägt
Umleimer zugesägt
Umleimer angepickt

Glückselig steckte ich alle Winkel ein, drehte das Teil raus - wunderbar. Doch irgendwas stimmte da nicht. Tja, Schlitze im beweglichen Teil hatte ich ja, aber durch die bündig abschließende Bodenplatte ließen sich die Winkel ja gar nicht ganz reinschieben.


Jetzt wurde mir klar, warum chief bei seiner Halterung die Bodenplatte kürzer gemacht hatte. 

Nun gut, was macht Woody? Richtig, Stichsäge und Platte kappen. Den Umleimer vom gekappten Teil hab ich dann mit der Bandsäge so schmal wie möglich abgeschnitten und auf die Schnittfläche angepickt. Sieht aus wie gewollt. Passt :)

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und wohin nun damit?

im geschlossenen Zustand
entnahmebereit, also aufgeklappt

Was ich mir überhaupt nicht überlegt hatte, wo ich denn meine fertige Halterung überhaupt befestigen sollte. 


Schlussendlich entschied ich mich für eine Montage unterhalb eines Hängekasterl in der Nähe der TKS und Arbeitstisch. Halbwegs staubgeschützt.

P.S.: wem das eine leere Fach irritiert, dort gehört ein Winkel mit 50cm rein, den finde ich aber zur Zeit nicht.


FÖRDIG.


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Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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