Aufbau Anlehngewächshaus

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    4000 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Ein Gewächshaus, das wollte ich schon immer. Lange haben wir gesucht, uns div. Modelle angesehen, Standorte diskutiert, Größe und Ausführungen abgewogen, bis wir endlich den für uns idealen Standort gefunden hatten. Und auch die Suche im Netz war erfolgreich. Das für uns ideale Gewächshaus, an dem für uns idealen Platz, in der idealen Größe, zu einem Preis - na ja .... lassen wir das. Größe des Anlehnhauses: 268x381cm, Seitenhöhe 180cm, Firsthöhe 244cm.
Doch seht selbst, was daraus geworden ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Bohrhammer
  • Winkelschleifer
  • Wasserwaage
  • Schraubendreher
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Materialliste
  • viel x Erde
  • viel x Split
  • zig x Platten
  • 2 x Zement

Los geht's - Schritt für Schritt

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Auspacken, Sortieren, erster Überblick

Obwohl es so angekündigt war, hat uns doch die Größe und Menge der Packstücke überrascht.
Also auspacken und jedes Teil mit dem Lieferschein vergleichen.

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Erdarbeiten

Wir haben uns für ein Anlehnhaus der Firma *pieps* (wer das wissen möchte schreibt ne PN) entschieden.
Standort ist hinten an der Garage. Dazu muss das vorhandene Mineralgemisch auf min. 50cm abgetragen werden. Drei Punktfundamente für den Fundamentrahmen müssen ebenfalls ausgehoben werden. Der Aushub des Mineralgemisches wird direkt am Hochbeet angefüllt. Dort ist noch ein kleiner Absatz, der nun bodengleich angefüllt wird.

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Vorrichten der ersten Giebelwand

Zeitlich sind wir Anfang November und deswegen wurden die Arbeiten nach entsprechender Wetterlage erledigt. Schlechtes Wetter=Vorrichten div. Teile.
Zuerst wurden alle benötigten Teile bereitgelegt, dann die BA noch einmal genaustens studiert um anschließend den ersten Giebel zu montieren. Wer eine IKEA Beschreibung kennt und meint das ist nicht verständlich, dem schicke ich gern mal diese Aufbauanleitung. Man muss schon mehrmals lesen um zu verstehen was der Autor einem sagen will.
Die Garage wurde, damit an den Aluprofilen nichts zerkratzt wird, mit alten Decken und Laken ausgelegt. Und nein - die Winni Puuh Bettwäsche ist nicht von mir.

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Vorrichten zweite Giebelwand

Der erste Giebel hat über 4 Std. gedauert. Aber so langsam lernen wir die BA zu lesen. Bei der zweiten Giebelwand sind wir nach knapp 2 Std. fertig.

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Vorrichten der zweigeteilten Türen

Wir haben auf jeder Seite eine zweigeteilte Tür bestellt, die ebenfalls vorgerichtet werden können. Zweigeteilt deshalb, damit zusätzliche Lüftungsmöglichkeiten für den Sommer vorhanden sind.
Bei der Montage der Türen gehe ich zu vorsichtig vor, was mich beim späteren Einbau kurz vor ein Rätsel stellen wird. Dazu später mehr.

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Verschalung für die Punktfundamente

Im Lager waren noch alte Spanplatten von meinem Werktisch. Ideal um daraus die Verschalung für die Punktfundamente zusammen zu schrauben.

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Fundamentrahmen grob einpassen

Der Fundamentrahmen wird zusammengeschraubt und grob eingepasst.

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Genaues Ausrichten des Fundamentrahmens

Jetzt kommt die allerwichtigste Arbeit. Das genaue Ausrichten des Fundamentrahmens. Dieser muss nicht nur in Waage sitzen, sondern auch exakt winkelig. Minimalste Abweichungen summieren sich auf die Länge und das gesamte Haus steht nicht mehr im Winkel. Somit ist diese Arbeit min. zu zweit auszuführen. Wir waren zu dritt. Meine Frau, ich und der Grieche Pythagoras.

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Betonieren

Nach dem Ausrichten wird sofort betoniert. Beton einschaufeln und verdichten. Auch dies geht zu zweit deutlich besser. Wenn alle Fundamente gefüllt sind werden noch einmal die Waagerechte sowie die Winkligkeit kontrolliert. Letzte Chance etwas zu ändern.

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Kantensteine setzen

Nur die Hälfte des Gewächshauses wird mit einem Erdbeet ausgestattet. Für die restliche Fläche habe ich noch alte Terassenplatten vom Nachbarn. Dort sollen Kübelflanzen, der Pflanztisch und ein Regal aufgebaut werden.
Zur Abgrenzung werden noch vorhandene Rasenborte eingebaut.
Wie immer, wenn wir solche Arbeiten machen, ist danach Starkregen angesagt. Deswegen wird alles mit Plane abgedeckt.

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Ausschalen und Isolieren

Spannender Moment, als die Plane abgedeckt wurde. Hält alles, ist der Beton angezogen? Sind die Fundamente ordentlich verdichtet?
Alles Top.

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Isolieren der Beetfläche

Um die Beete vor zu starkem Frost zu schützen, wird außen mit 6 cm Styrodur isoliert. Zum Einpassen muss sehr viel geschnitten werden.

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Erde auffüllen

Bevor das eigentliche Haus aufgebaut wird, füllen wir mit Erde auf.
Dazu kommt nicht mein guter, alter Anhänger zum Einsatz sondern bereits die Neuanschaffung.

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Aufbau des Gerüstes

Die Erde wird mit einem Filz abgedeckt, um darauf besser und vor allem sauberer laufen zu können. Zum Aufbau kommen zwei Nachbarn und halten die Teile. Verschraubt wird von mir und meiner Frau. Schwer sind die Aluminiumteile nicht, aber bis alle Schrauben sitzen, ist es doch recht wackelig.

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Einbau Dachsprossen

Nächster Schritt ist der Einbau der Dachsprossen und die Querstreben für die drei Dachfenster. Zuerst aber kommt der große Wandriegel, der beide Giebel miteinander verbindet und dem Haus nun auch endlich ordentlich Stabilität gibt. Hier galt es einiges zu beachten. Wurde von uns übersehen und so haben wir den ersten Sparren sicher 6-7 Mal ein- und wieder ausgebaut.

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Wandbefestigung, Einbau Dachfenster und Dachverglasung

Der obere Querriegel wird mit der Garagenwand verschraubt. Giebel senkrecht ausrichten, festkeilen und dann die Löcher bohren.
Jetzt steht das Haus bombenfest. Als nächstes werden die vormontierten Dachfenster eingebaut und das Dach wird mit den 6mm- Doppelstegplatten verschraubt.
Warum Doppelstegplatte? Zur Auswahl standen noch Klarglas und Nörpelglas. Davon wurde uns aber seitens des Herstellers abgeraten. Des Weiteren hätten wir dann zusätzlich noch für Beschattung sorgen müssen.

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Weitere Verglasung

Nach dem Dach werden alle weiteren Flächen verglast. Dazu werden Profile auf die Doppelstegplatten gesteckt und in die aufgebauten Teile Dichtungen eingezogen.

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Einbau der Türen

Wie im Arbeitsschritt 5 schon angedeutet, waren wir beim Vormontieren der Türen wohl zu zaghaft.
Beim Einbau passte die Tür nicht. Sie war fast einen Zentimeter zu breit.
Da sonst alles absolut passgenau war, konnte der Fehler nur bei mir liegen und war auch schnell gefunden. Frei dem Motto nach fest kommt ab, haben wir die Teile zwar verschraubt, nicht aber genügend ineinandergefügt, wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist.

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Platten verlegen

Vom Nachbarn habe ich irgendwann mal 3 Paletten Platten bekommen.
Diese wurden schon an dem Streifen unter dem Holzschuppen verlegt.
Ein Rest lagerte noch in der letzten Ecke und müsste genau für die Fläche im Gewächshaus reichen. Platten mit HDR gesäubert, sämtliche Reste an Kies, Split und Sand als Untergrund eingefüllt und die Platten verlegt.

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Pflanzregale einbauen

Restliche Erde im Beet wird aufgefüllt und mit reichlich Komposterde angereichert. Nicht nur als optische Trennung werden 2 Reihen Mähkante verlegt. Aus dem Zubehör des Herstellers haben wir uns Pflanzregale mitbestellt. Diese werden zusammengebaut.
Winkelhalterungen werden an die Streben geschraubt. Da das Material der Streben dickwandig genug ist, bohre ich vor und schneide ein M6 Gewinde in die Streben.
Für die 2 Streben kommt als Auflage je ein Granitstein ins Beet.

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Außenanlage

Außen wird das Mineralgemisch verdichtet. Dann wird Basaltmehl aufgetragen und verdichtet. Zum Schluß noch Basaltsplit, der ebenfalls verdichtet wird.

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Letzte Innenarbeit und Pflanzen

Mittlerweile ist es Ende November. Im Gewächshaus wird noch ein Schwerlastregal für Töpfe, Eimer und sonstige Utensilien aufgebaut. Das stammt noch aus der ersten Wohnung unserer großen Tochter. Als Pflanztisch haben wir uns einen Edelstahltisch mit einem Einlegeboden bestellt. Warum Edelstahl? Weil es im Gewächshaus doch recht feucht ist.
Die ersten Pflanzen werden jetzt im Haus verstaut und natürlich muss auch noch was in die Beete gepflanzt werden. Kohl, Kohlrabi, Radieschen und zwei Salatsorten als Test über den Winter. Wir sind gespannt, ob das was wird.

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Was mir so gar nicht gefällt

Wir haben ein wirklich sehr stabiles und hochwertiges Gewächshaus erhalten. Es ist genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.
Nur eine Sache stört mich maßlos, das habe ich dem Hersteller aber auch geschrieben:
Die Doppelstegplatten werden mit Klammern gehalten. Damit diese später nicht sichtbar sind, gibt es dafür Abdeckprofile. Die haben wir ebenfalls mitbestellt. Allerdings stoßen diese Profile (fertige Zuschnitte) stumpf aneinander. Es sind riesige Lücken vorhanden. Das hätte ich mir bei dem Preis anders gewünscht.


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