Archäologischer Sensationsfund!

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen IC-send-mail Drucken IC-print-circle
Diese Bilder entstanden unmittelbar...
...nach Freilegung der Artefakte...
...durch die Archäologen...
...bei Ausgrabungen in der ägyptischen Wüste
Mit geöffnetem Deckel.
Rückseite...
...aus zwei Perspektiven.
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Von den meisten Massenmedien völlig unbeachtet, haben Archäologen vor geraumer Zeit bei Ausgrabungen in der Nähe des ägyptischen Ortes Lain-Fel-Denn eine mehrere tausend Jahre alte Schatulle entdeckt. Sie konnte nach eingehenden Untersuchungen auf die Zeit des Pharaos Mul-tii-t'uul in der 73. Dynastie bestimmt werden und besticht neben ihrem hervorragendem Erhaltungszustand durch eine für diese Zeit außergewöhnliche Herstellungsweise. Nun hat ein Team von internationalen Wissenschaftlern unter der Leitung des ägyptischen Experimental-Archäologen Hor' Nb 'ach in wochenlanger Arbeit die Entstehungsgeschichte dieses außergewöhnlichen Fundstückes rekonstruiert. Lesen Sie hier den spannenden und erkenntnisreichen Abschlussbericht.

Du brauchst

Icon my-product Icon--my-product-black-48x48
Werkzeuge
  • PHO 2000  - Hobel (elektrisch)
  • PMF 220 CE
  • PTA 2000  - Arbeitstisch
  • PPS 7 S  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • PST 900 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • *
  • GKS 12-26
  • GSR 18 LI-2
  • TE-RO 1255
  • 93896
  • GSR 10,8V-2-LI
  • *
  • TH-VC 1930 SA
  • Brandmalkolben
  • Japansäge
Icon confirmation Icon--confirmation-black-48x48
Materialliste
  • Palettenholz
  • Sperrholz | Pappel (4 mm)
  • Beize | schwarz
  • Revell Aqua Lack | gold
  • Photopotch
  • Rundholz (diverse)
  • Restholz | Buche
  • 2 x Nägel | Stahl (60 mm)
  • Pattex
  • Microfaserstoff

Los geht's - Schritt für Schritt

1 16

Analyse und Rekonstruktion

Aus dem Wissenschaftsbericht:

Der Fund wurde eingehend untersucht und analysiert. Neben mikroskopischen Untersuchungen wurden verschiedene Aufnahmen mit einem Computertomographen erstellt. Die hier zu sehenden Bilder zeigen, wie die alten Ägypter damals die handwerkliche Gestaltung vornahmen. Die Materialanalyse zeigte, dass die Schatulle hauptsächlich aus den Hölzern der Sorten Palettenbaum (lat. Arboris Palettikus) und Lagenholzpalme (lat. Ficus Schichtholzus) gebaut wurde.

Aus dem Heimwerkerbericht:
Nachdem die Idee für dieses Projekt zunächst lange in meinem Kopf gährte, habe ich einen Sketchup Entwurf erstellt, der mir in erster Linie die Proportionen verdeutlichen sollte. Insgesamt sollte diese Schatulle recht aufwendig und prunkvoll, ja fast schon an der Grenze zur Kitschigkeit werden. Vorallem sollten viele unterschiedliche und für mich zum Teil neue Verfahrensweisen angewandt werden. Dazu mehr in den einzelnen Arbeitsschritten.

2 16

Antike Malerei

4 mm Pappelsperrholz wurde zunächst mit 240er Körnung geglättet...
...und dann mit Hilfe von Probedrucken auf die benötigten Masse gesägt.
Die lasergedruckten Motive werden aufgepotcht ...
...und mit dem Fön getrocknet.
Versiegelung mit Sprühlack in zwei Schichten.
Mit Revell Lack noch den Rand vergoldet.

Aus dem Wissenschaftsbericht:

Eine Untersuchung der farbenfrohen Motive, welche die Schatulle verzieren, ergab, dass es sich hier um eine besondere Maltechnik handelt. Die Malereien wurden mit durch verschiedene Kristalle und Edelsteinen gebrochenes Licht erst auf Papyrus gebrannt und dann mit einer Paste aus verschiedensten Ingridenzien auf dünnes Holz übertragen. Warmer Wüstenwind sorgte hier für ein rasche Trocknung, so dass die Malerei anschließend mit einem luftverfächertem Firnis versiegelt werden konnte. 

Aus dem Heimwerkerbericht:
Ich habe hier erstmalig mit Photopotch gearbeitet. Die Motive selbst entstanden in stundenlanger Arbeit mit Photoshop. Diese lies ich dann gespiegelt auf einem Laserdrucker ausdrucken. Als Trägermaterial nahm ich Pappelsperrholz. Dieses wurde zuerst mit Delta sehr fein geschliffen und dann in die entsprechenden Größen gesägt. Dann wurden die Motive auf das Holz gepotcht und nach vollständiger Trocknung mit Sprühlack in seidenmatt versiegelt. Stellenweise hatte ich die Motive etwas zu klein gedruckt, keine Ahnung, wie das passiert ist. Eigentlich glaubte ich, die Masse vorher korrekt berechnet zu haben. Außerdem habe ich beim abrubbeln ein paar Fehlstellen produziert,  weshalb ich einige Motive zweimal machen musste. Um die etwas zu kleinen Masse zu kompensieren,  bekamen alle Bilder noch einen Rand mit goldenem Revell Lack.

3 16

Die Ecksäulen

Palettenholz...
...wird direkt auf 80 mm Breite gesägt. Da diese Bretter nicht verleimt werden...
...müssen sie auch nicht besäumt werden. Auf 12 mm Stärke gehobelt...
...folgen die Führungslöcher für die...
...Lochsäge.
Resultat: 40 Rundausschnitte.
Auf Gewindestange aufgezogen...
...in den Akkuschrauber eingespannt und geschliffen.
Jetzt noch mal das ganze in 4 mm Sperrholz...
...auch hier wieder in einer Rutsche geschliffen...
...und so fürs Lackieren bereit.
Schwarze Pulverbeize wird angerührt...
...und die größeren Rundstücke aus Palettenholz...
...im Tauchverfahren ebonisiert. Für eine gleichmäßige Färbung...
...waren zwei Durchgänge nötig.
Mit Karoscheiben als Abstandshalter, um ein Verkleben zu vermeiden, wurden...
...die kleineren Rundstücke auf die Gewindestange aufgezogen und...
...und mit Revell Lack in Gold lackiert.
Zur Verleimung wieder auf der Gewindestange aufgezogen.
Auf der TKS ein Viertel der Säulen entfernt.

Aus dem Wissenschaftsbericht:

Ein interessantes Ergebnis brachte die Analyse der Ecksäulen zutage. Anders als heute, wo man solche Formen drechseln würde, erstellten die alten Ägypter diese Säulen aus einzelnen, hölzernen Segmenten. Diese wurden zum einen in einer Tinktur aus ebonisierenden Essenzen getaucht. Andere Segmente wurden mit in natürlichen Bindemitteln gelöstem Goldstaub bestrichen, einer sehr frühen Form von Blattgold.

Aus dem Heimwerkerbericht:
Hier kam Palettenholz und Sperrholz zur Verwendung. Das Palettenholz wurde zunächst auf 12 mm Stärke gehobelt und dann mit der Lochsäge auf 44 mm Durchmesser geschnitten. Das 4 mm starke Sperrholz aus Pappel ebenfalls, aber im Durchmesser von 38 mm. Alle so entstandenen Scheiben wurden auf eine Gewindestange aufgezogen und in den Akkuschrauber eingespannt. So konnte ich alle Scheiben in einem Rutsch gleichmäßig schleifen. Da ich die später verleimten Säulen nur sehr schwierig hätte behandeln können, passierte das vor dem Verleimen. Die größeren Scheiben wurden im Tauchverfahren mit schwarzer Beize gefärbt. Die kleineren blieben auf der Gewindestange und wurden an den Kanten mit Revell Lack lackiert. Nachdem Lack und Beize getrocknet waren, wurden die Scheiben abwechselnd auf Gewindestange aufgezogen und verleimt. Nach der Durchhärtung habe ich aus jeder Säule ein Viertel mit der TKS per verdecktem Schnitt herausgetrennt.

4 16

Die Korpusteile

4 Stücke Palettenholz werden zunächst...
...im Besäumschlitten eingespannt...
...und an der TKS mit einer geraden Kante versehen...
...was dann so aussieht.
Dann erfolgt ein Zuschnitt auf 80 mm Breite.
Eine Seite wird ausgehobelt und geglättet...
...die andere Seite auf der TKS entfernt.
Diese Schnittseite wird noch mal am Hobel geglättet.
So sieht das erste der ca 9 mm starken Brettchen aus.
Nach Längenzuschnitt werden die Brettchen zu größeren...
...Brettern verleimt und verzwingt.
Die Korpuswände auf Mass gesägt.
Streifen aus Palettenholz werden...
...als Umrandung für die Motive...
...auf die Korpusteile geleimt.
Alle Leisten aufgeleimt und verschliffen.
Palettenholz einseitig gefräst und...
...in zwei Streifen gesägt. Das werden die Übergangsleisten.
Kurze Stellprobe, dann werden die Korpusteile...
...gewässert, geschliffen und gebeizt...
...was dann fertig so aussieht.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Hier konnten die Experimental Archäologen die Herstellungsweise sehr genau rekonstruieren. Rohes und abgelagertes Holz wurde in Form gesägt und mit metallenen Klingen geglättet. Dauerhafte Verbindungen erfolgten durch eine frühe Form der Verleimung.


Aus dem Heimwerkerbericht:
Palettenholz wurde zunächst vorsortiert und auf der TKS mit dem Besäumschlitten besäumt, um eine gerade Kante zu bekommen. Dann erfolgte ein Schnitt auf eine bearbeitungsfähige Breite von 80 mm. Nun ging es an der Hobelstation weiter. Entgegen früherer Palettenprojekte habe ich dieses Mal die Bretter nur einseitig glatt gehobelt. Mit dieser glatten Seite ging es zurück zur TKS, an der ich die Bretter in zwei Schnitten auf etwa 10 mm Stärke herunter sägte. Die gesägte Seite wurde dann am Hobel noch um 1 mm abgenommen um diese Fläche zu glätten. Mit dieser Verfahrensweise konnte ich dünneres (in diesem Falle eben ca. 9 mm) Palettenholz erstellen ohne dabei zentnerweise Hobelspäne zu produzieren. Und schneller ging es auch noch.
Die so entstandenen Bretter wurden passend gesägt und zu größeren Brettern verleimt. Nach dem der Leim getrocknet war, wurden die Brettchen auf die endgültigen Masse zurechtgeschnitten und mit dem Delta verschliffen. Für die Umrandungen der Photopotch-Motivplättchen wurde Palettenholz in 6 mm Stärke und 16 mm breite Streifen geschnitten und auf die zuvor erstellten Bretter geleimt. Für die Stöße in den Ecken musste ich anschliessend einen Teil wieder wegsägen, weil ich mich verrechnet hatte. Dann habe ich die aufgeleimten Leisten geschliffen, gewässert, wieder geschliffen und dann schwarz gebeizt.
Auf die Korpusvorderseite wird noch ein besonderes Zierelement hinkommen, deshalb ist dort noch eine Lücke zu sehen. Für einen schönen Übergang der linken und rechten Korpusvorderteile habe ich
an ein Stück Palettenholz eine Zierkante angefräst und dann daraus zwei Leisten gesägt.

5 16

Zusammenbau Korpus

Hier sind die Korpusteile miteinander verleimt.
Es folgen die Ecksäulen, mit Leim bestrichen...
...nehmen auch sie ihren endgültigen Platz ein.
Verleimtes Palettenholz ergibt das Passstück...
...welches zwischen die beiden Korpusvorderseiten kommt. Der Pfeil zeigt das Stützbrettchen.
Vergoldung der Zierleisten.

Als nächstes werden die Korpusteile miteinander verleimt, anschliessend die Ecksäulen angeleimt.
Für die Lücke an der Vorderseite fertigte ich ein Passstück aus zwei verleimten Palettenholzstücken an. Damit mir die Winkeligkeit bei diesen Arbeiten nicht verloren geht, habe ich temporär ein Stützbrett aus Sperrholz auf die Innenseite mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Dort wo später das Passstück eingeleimt wird habe ich schon mit Paketband eine Leimsperre angebracht, damit sich das Sperrholzbrett auch wieder lösen lässt. Die Zierleisten aus dem vorherigen Arbeitsschritt bekamen auch schon ihren goldenen Überzug.

6 16

Deckel und Boden

Auch hier wieder: 5 x Palettenholz, ca 100 cm lang ...
..im Besäumschlitten einspannen...
...und mit einer geraden Kante versehen.
Dann auf 80 mm Breite sägen...
...und zum Hobeln bereit...
...was mit dem Hobeln auf 12 mm Stärke endet.
Dann werden die 5 Bretter zu einem großen Brett verleimt.
Nagellöcher verfüllt.
Nach dem Bandschleifer noch mit dem Exzenter geglättet.
Dann wurde die Platte halbiert.
Der Korpus wird auf die erste Platte aufgesetzt und die Konturen aufgezeichnet.
Innenradien erledigte ich mit dem 30 mm Forstner.
Dann wurde mit der Stichsäge ausgeschnitten.
Mit dem Delta wurden die Schnittkanten gesäubert...
...die zweite Platte wurde mit Hilfe der ersten (Schablone) zugesägt und verbunden.
Der Bündigfräser sorgte für Gleichheit...
...und der Abrundfräser für schöne Kanten.
Vertiefungen in den Ecken.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Deckel und Böden konnten in der wissenschaftlichen Analyse der gleichen Materialherkunft und Verarbeitungweise zugeordnet werden, wie auch die Korpusteile.

Aus dem Heimwerkerbericht:
Palettenholz wurde auf bekannte Art und Weise besäumt, gesägt, gehobelt und verleimt. Hierfür reichten 5 Stücke von je 80 mm mit einer Länge von rund einem Meter. So entstand ein Leimholzbrett von ca 100 x 40 cm. Die palettentypischen Nagellöcher wurden aufgebohrt und mit Rundholz verfüllt, anschliessend die Überstände mit dem PMF entfernt und die Platte mit dem Bandschleifer beidseitig geschliffen und mit dem Exzenter geglättet. Dann habe ich die Platte halbiert. Die genaue Größe und Formgebung habe ich dann auf eine der beiden Platten aufgezeichnet und dann sorgfältig mit der Stichsäge ausgesägt. Bei den Innenradien nahm ich einen Forstnerbohrer zu Hilfe. Die zweite Platte wurde nur grob in die richtige Form gesägt und anschliessend mit der ersten als Schablone mit dem Bündigfräser und der Oberfräse angepasst. Ein Abrundfräser sorgte dann für die schönen Kanten. Für eine spätere Verzierung der Ecken wurden dort noch mit dem 35 mm Forstner kleine Vertiefungen gemacht.


7 16

Holzscharniere

Ein Reststück Buche...
.. in 5 cm breite Stücke gesägt und...
...Scharnierunterteile, sowie...
...die Oberteile an der TKS zurechtgesägt.
Nach Bohren und Schleifen sieht das dann so aus.
Aussparungen für die Scharniere am Schiebeschlitten gesägt...
...und die Unterteile eingeleimt.
Deckel mit den Scharnieroberteilen verleimt, hier sind die...
..zwei Ecken schon herausgesägt ...
...und geschliffen.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Die Scharniere, mit denen der Deckel gehalten wird, stellen eine archäologische Besonderheit dar. Denn diese wurden aus dem Holz der europäischen Rotbuche gefertigt. Eine Baumart, die nachweislich im alten Ägypten nicht vorkam. Dieser Umstand stützt die These, dass es schon im Altertum Handelsbeziehungen zwischen Ägypten und Europa gab.


Aus dem Heimwerkerbericht:
Aus einem Reststück Buchenholz schnitt ich mit der TKS die benötigten Teile zurecht. Dann wurden die Scharnieroberteile mit Doppelklebeband mit den Unterteilen verbunden und die an der Standbohrmschine die Bohrungen für die Drehachse gemacht. Leider habe ich das nicht fotografiert. Als Drehachse fungiert ein Stahlnagel. Dann habe ich mit dem Dremel, einer Schlüsselfeile und etwas Schleifpapier die notwendigen Abrundungen eingeschliffen. Am Schiebeschlitten habe ich die Aussparungen am Korpus für die Scharniere eingesägt und dann die Scharnierunterteile eingeleimt. Nachdem der Leim getrocknet ist, wurden die Oberteile mit den Stahlnägeln eingesetzt und der Deckel mit den Oberteilen verleimt. Anschliessend mussten vom Deckel die beiden hinteren Ecken herausgesägt und geschliffen werden, weil sich der Deckel sonst garnicht hätte öffnen lassen.

8 16

Deckelzierat Teil 1 - Eckpyramiden, Rahmen und Hieroglyphen

Gehobeltes Palettenholz, in Streifen von 38 mm Breite gesägt, wurde...
...aufgedoppelt, also miteinander verleimt. So enstanden Hölzer mit...
...einem Querschnitt von 38 x 24 mm.
Diese bekamen mittig eine 16 mm breite und knapp 5 mm tiefe Nut eingefräst.
Nach dem Zuschnitt ergibt sich dann dieser Profil-Querschnitt.
44 x 44 mm Kantholz wurde zurecht gesägt, so dass...
...diese Form dabei heraus kam.
Auf einem Hilfsholz montiert konnte die Pyramiden mit dem Delta glattgeschliffen werden.
Die Leisten und die Füllungen für Brandmalerei auf Länge gesägt...
...und mit den Eckpyramiden zur Stellprobe aufgelegt.
Die Hiroglyphen wurden mit Blaupapier auf das Sperrholz übertragen...
...und mit dem Brandmalkolben eingebrannt.
Vergoldung der Eckpyramiden mit Revell Lack.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Der sehr aufwendig verzierte Deckel stellte die Wissenschaft zunächst vor einige Rätsel. Es dauerte eine Zeit, bis es den Archäologen gelang, diesen komplexen und mit verschiedensten Methoden hergestellten Teil zu rekonstruieren. Die Hiroglyphen wurden mit glühendem Eisen in Steifen Lagenholzpalme gebrannt.


Aus dem Heimwerkerbericht:
Zunächst wurde die Einrahmung für das Deckelmotiv erstellt. Zwei Leisten aus gehobeltem Palettenholz wurden zu einer Leiste von 38 mm Breite und 24 mm Stärke verleimt. Diese bekam eine Nut von 5 mm Tiefe und 16 mm Breite eingefräst. Dann wurde die Leiste nach vorher berechnetem Schema auf der TKS so zurecht gesägt, dass die Fräsung im 45° Winkel steht und gleichzeitig die Leiste eine schmale und flache Oberfläche und Vorderkante hat. Die Rückseite, bzw spätere Innenseite soll 90° betragen. Ich hoffe, dass das aus den Bildern schlüssig hervorgeht. Die pyramidalen Säulen in den Ecken entstanden aus 44 x 44 mm Kantholz und wurden gesägt und geschliffen und anschliessend mit Revell Lack angestrichen.
Die Hiroglyphen erstellte ich in Photoshop und druckte sie aus. Dann wurden diese mit Blaupapier auf geschliffenes und 4 mm starkes Pappelsperrholz übertragen. Diese Vorzeichnungen konnten dann mit einem Brandmalkolben nachgefahren werden. Diese Arbeit nahm recht viel Zeit in Anspruch.


9 16

Deckelzierat Teil 2 - Die Eck-Skarabäen

Vorlage auf Sperrholz aufgeklebt.
3 von 4 Skarabäen ausgesägt...
...auf Sperrholz aufgeleimt, gesägt und verschliffen. Hier "Vorher-Nachher".
Alle vier fertig geschliffen.
Anstrich mit goldenem Lack.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Im alten Ägypten war Gold trotz seines hohen Wertes ein häufig verwendeter Werkstoff. Schon früh perfektionierten die Meister die Kunst des Goldschmiedens. Auch an diesem Artefakt finden sich dafür zahlreiche Beispiele, unter anderem auch auf dem Deckel in Form kleiner Glückskäfer der Gattung Scarabaeus sacer.


Aus dem Heimwerkerbericht:
In den Vertiefungen, die ich in die Ecken des Deckels einbrachte, sollen insgesamt vier kleine, goldene Skarabäen (Singular: Skarabäus, auch Pillendreherkäfer genannt) platziert werden.
Diese sollten eigentlich aus Palettenholz entstehen, was aber nicht funktioniert hat. Stattdessen nahm ich Sperrholz in 4mm und 6 mm. Die Grundform entwarf ich in Photoshop, klebte den Ausdruck auf 6 mm Buchensperrholz auf und sägte mit der Laubsäge die Teile aus. Diese wurden dann auf 4 mm Pappelsperrholz aufgeleimt, randscharf ausgesägt und anschliessend am Bandschleifer abgerundet. Es folgte ein Anstrich mit dem goldenen Revelllack.

10 16

Deckelzierat Teil 3 - Die Pyramiden und Wächter

Die gepotchten Wächterfiguren wurden mit der Laubsäge ausgesägt...
..und die Schnittkanten schwarz gebeizt.
Zugeschnittenes Sandpapier für den Hintergrund.
4 mm Pappelsperrholz mit Kreppband belegt...
...und die Pyramiden Grundformen aufgeklebt...
...und am Stichsägetisch ausgesägt.
Die vordere mit der mittleren Grundform verleimt...
...und diese dann auf die hintere Grundform geleimt.
Erste Spachtelschicht aufgebracht.
Feinschliff nach der dritten Spachtelschicht.
Vergoldung der Spitzen mit Revell Lack.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Die Untersuchungen ergaben hier eine faszinierende Mischung an Materialien und Methoden. Der Hintergrund des Deckelmotives besteht aus Papyrus, das mit Saharasand belegt wurde. Die beiden Wächter sind in der gleichen Technik entstanden, die auch bei den anderen Malereien vorzufinden war. Eine Besonderheit stellen die Pyramiden dar, welche aus Kalksteinmehl hergestellt wurden.

Aus dem Heimwerkerbericht:
Als Untergrund klebte ich einen Bogen Schleifpapier ein, das soll an Wüstensand erinnern. Die beiden Wächter entstanden bereits zusammen mit den anderen Photopotchmotiven. Hier wurden aber zusätzlich einige Innenschnitte mit der Laubsäge gemacht und alle Kanten schwarz gebeizt.
Die Pyramiden waren eine Herausforderung. Ich wollte, dass sie so aus aussehen, wie sie nach wissenschaftlicher Erkenntnis wohl zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung ausgesehen haben müssen. Ich sägte also erst mal drei Grundformen (Vorne-Mitte-Hinten) aus 4 mm Sperrholz aus, verleimte sie von vorne nach hinten, so dass ich alle Kanten planschleifen konnte und spachtelte dann die Oberfläche mit weisem Molto Holzspachtel. Die Spachtelfläche wurde dann fein geschliffen und dieser ganze Vorgang solange wiederholt, bis die Oberfläche wie weißer Kalkstein aussah und vom Sperrholz nichts mehr zu erkennen war. Die Spitzen wollte ich eigentlich mit zurechtgeschliffenem Granit gestalten. Aber der Versuch, roten Granitsplit am Bandschleifer in Form zu bringen, wurde nach mehreren Versuchen als gescheitert erklärt. Stattdessen bekamen die Spitzen einen Anstrich mit dem goldenen Revell Lack. Dann versiegelte ich alles mit Sprühlack. .

11 16

Schatullenverschluss 1

Ausgangsmaterial: Ein Stück Kantholz.
Erstmal grob raspeln...
...dann am Bandschleifer verfeinern.
Der Skarabäus freihand aufgezeichnet.
Mit dem Dremel wird Stück für Stück...
...die Käferform herausgearbeitet.
Dann die Oberfläche schleifen...
Mit dem PMF eine umlaufende Ziernut gesägt.
Auch hier wurde die Oberfläche mit Revell Lack vergoldet.

Aus dem Wissenschaftsbericht

Die Analyse der Veriegelungsmechanik belegt, dass der Inhalt der Schatulle wohl nicht für jedermann zugänglich sein sollte. Denn der große , goldene Skarabäus an der Frontseite dient nur zur Täuschung und ermöglicht nicht, die Schatulle zu öffnen.

Aus dem Heimwerkerbericht
Ursprünglich wollte ich tatsächlich den großen Skarabäus als Drehverschluss nutzen. Aber dann kam mir der Gedanke, dass es passender wäre, wenn es eine Art "Geheimverschluss" gäbe. Also wurde der Skarabäus nur zum Schein dort verbaut. Die eigentliche Verriegelung findet sich im nächsten Arbeitsschritt.
Ein Stück Kantholz wurde zugesägt, geraspelt und geschliffen. Die Struktur auf der Oberseite wurde aufgezeichnet und mit dem Dremel und dem PMF herausgearbeitet. Auch hier wurde anschließend mit Revell Lack der goldene Überzug aufgebracht. 

12 16

Schatullenverschluss 2 - Das Auge des Ra

Reststück Palettenholz aufgezeichnet...
...und am Stichsägetisch ausgeschnitten.
Das Auge des Ra, mit Bleistif aufgezeichnet...
...und mit dem Dremel herausgearbeitet.
Palettensperrholz, 9 mm...
...an der TKS seitlich gefalzt...
...mit Gehrung in drei Teile gesägt...
...am Stichsägetisch mit einem Langloch versehen...
...und einen stehenden Zapfen gebohrt...
Vertiefung an der Korpusinnenseite, in die dann...
...diese "Schliesszunge" greifen soll.
Die Zunge wird mit dem Riegel verleimt.
Der Mechanismus ist eingeleimt.
Ein Langloch im Deckel....
...eine Bohrung im Riegel für ein 8 mm Rundholz...
...das durch das Langloch geht und so den Riegel mit dem Ra-Auge verbindet.
Hier wurde das Gummiband eingebracht. Jetzt springt der Riegel immer die "Geschlossen" Position.
Aus diesen Teilen entstand die Abdeckung für den Verriegelungsmechanismus.
Die schmalen Streifen mit Pappe unterfüttert...
...um diese mit dem Deckel...
...zu verleimen.
Der Deckel hatte etwas zuviel Luft, also mit Pappe unterfüttert.
Jetzt sitzt er fest genug, lässt sich aber noch lösen.

Aus dem Wissenschaftsbericht

Um die Schatulle öffnen zu können, muss man das auf dem Deckel befindliche Sonnensymbol, das Auge des Ra, in die richtige Position verschieben. Hier befindet sich ein ausgeklügelter Mechanismus, welcher bereits 1932 vom berühmten Archäologen Dr. Henry Jones jr. in einer seiner Publikationen erwähnt wurde.

Aus dem Heimwerkerbericht
Aus einem Restholz Palette wurde eine Navetteform herausgesägt. Das Auge des Ra wurde mit Blaupapier aufgebracht und mit dem Dremel aus dem Material herausgearbeitet und anschliessend alles feingeschliffen. Die Behandlung mit Revellack erfolgt erst später.
Aus 9 mm Sperrholz wurde ein verschiebbarer Riegel gesägt, der an seinen Längseiten in 45° Gehrung geführt ist, ähnlich dem French Cleat System. Der Riegel wurde am Stichsägetisch mit einem Langloch versehen und mit dem Zapfenbohrer eine kleine, kreisförmige Vertiefung angebracht, so das ein stehender Zapfen entstand.  Durch den Deckel bohrte und sägte ich ein weiteres Langloch von 20 mm Länge. Durch dieses wird später der Riegel mit dem Sonnensymbol verbunden. An der Innenseite des Deckels brachte ich noch eine kleine  Schraube ein. Diese wird mittels Gummiband mit dem Zapfen am Riegel verbunden, so dass dieser immmer in den Zustand "Verriegelt" zurückspringt.
Die Innenseite des Korpus bekam an der Stelle, an der der Riegel einrasten soll, eine Vertiefung mit dem Dremel eingesägt. Aus einer Leiste sägte ich eine "Schliesszunge" und verleimte diese mit dem Riegel. Diese Zunge wird es sein, die dann in die Vertiefung durch das Gummiband gezogen wird. Die Riegelführung wird mit der Unterseite des Deckels verleimt. Der Mechanismus soll später bei geöffnetem Deckel nicht zu sehen sein. Deshalb wurde zu Beginn das Sperrholz seitlich gefalzt, um dort später einen Deckel drüber schieben zu können. Dieser Deckel entstand ebenfalls aus Palettenholz und bleibt abnehmbar, falls das Gummiband mal getauscht werden muss. Mit ein paar Streifen Pappe als Zwischenlage kann der Deckel über die Verriegelung geschoben werden und bleibt so fest fixiert, aber auch bei Bedarf abnehmbar.

13 16

Oberflächenbehandlung

Anfeuchten mit einem Schwamm.
Beizen des Korpus...
...des Bodens...
...und des Deckels.
Vor der zweiten Schicht noch schnell zwei Löcher...
...verschliessen...beinahe vergessen...
Die Füße wurden angeleimt.
Die erste Schicht Sprühlack ist drauf.
Das Auge des Ra nach der Vergoldung.

Sämtliche noch blanken Holzoberflächen wurden geschliffen,  angefeuchtet, nochmals geschliffen und dann schwarz gebeizt. Eine zweite Lage Beize kam ein paar Tage später drauf. Nachdem die Beize getrocknet war, habe ich die Füße  (4 Stücke Rundholz, die ich schon bei den Ecksäulen mit erstellt hatte) festgeleimt und alle Teile mit matten Sprühlack versiegelt. Die Teile, an die später noch Leim kommt, habe ich mit Kreppband geschützt. Das  "Auge des Ra" bekam noch seinen goldenen Überzug.

14 16

Auskleidung

Ausgangsmaterial Microfaser im Antik Look.
Passend zurecht geschnitten.
Pattex wird auf....
...den Innenseiten des Korpus verstrichen...
..und der Stoff mit Hilfe eines Rakels verklebt.
Am Boden der Schatulle ebenso.

Aus dem Wissenschaftsbericht:
Das Innere der Schatulle ist ausgekleidet. Wenig überraschend konnte das hierfür verwendete Material als gegerbtes Ziegenleder identifiziert werden. Ein Material, das im alten Ägypten mannigfaltig verwendet wurde.


Aus dem Heimwerkerbericht:
Für die Auskleidung nahm ich Reste von Polsterstofflaschen, die ich mal an Land ziehen konnte. Es handelt sich um Microfasergewebe im schwarzen Antiklook und erinnert sehr an antikes Leder. Das Material wurde passgenau zugeschnitten und mit Pattex eingeklebt.

15 16

Finaler Zusammenbau

Die Nägel für die Holzscharniere abgelängt.
Das "Wüstensand-Papyrus" bekommt einen kleinen Ausschnitt und...
...wird in den Deckel geklebt.
Es folgt das "Auge des Ra"...
...die Pyramidengruppe...
...die Wächter und die brandgemalten Holzstreifen...
...dann die Eckpyramiden...
...und die Eck-Skarabäen.
Korpus und Boden werden mit Schrauben und Zwingen unterstützt, verklebt.
Als nächstes die beiden Übergangsprofile.
Dann rundherum die Photopotch Motive.
Zum Schluss der große Front-Skarabäus.

Jetzt endlich konnte ich alle Einzelteile final zusammenbauen. Die Stahlnägel, die als Drehachsen für die Scharniere fungieren, wurden auf endgültige Länge gesägt. Damit habe ich bewusst bis zum Schluss gewartet, weil ich sie während des Baues unzählige Male rein und raus nehmen musste. Die Photopotchmotive und die brandgemalten Hiroglyphen wurden eingeleimt. Ebenso die Eckpyramiden und kleinen Skarabäen auf dem Deckel. Das Schleifpapier wurde mit Patex eingeklebt, genauso die Wächter und "Kalkstein-Granit" Pyramiden. An der Vorderseite kamen noch die beiden Profilleisten und der große Skarabäus dran.

16 16

Ungelöste Rätsel

Ihr guter Stern auf allen ägyptischen Straßen...?
...noch mehr ???...
...was könnte das bedeuten...?
...und was gibt es da zu grinsen?
Man beachte die Ausschnittsvergrößerung...
...was hält der da in der Hand?

Trotz intensivster Analyse, Nutzung modernster Technik und der Zusammenarbeit der renomiertesten Wissenschaftler unserer Zeit, offenbarte die Schatulle nicht alle ihre Geheimnisse. Sowohl in den Malereien als auch in den Hiroglyphentexten zeigen sich Motive und Symbole, die nicht erklärt werden können. Sie sehen diese Rätsel auf den Bildern.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der