Anschlag für Frästisch nach Guido Henn

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Seit mindestens 3 Jahren wollte ich mir einen Frästisch für meine Oberfräse bauen. Ständig kommt immer etwas dazwischen. Das Material für den Anschlag hatte ich mir damals auch zeitnah beim großen Biber-Baumarkt zurechtschneiden lassen. Als Vorlage diente nachstehnde Anleitung http://www.hobbywood.de/Fraestisch.pdf
und das "Handbuch Oberfräse" von Guido Henn.

ACHTUNG: Der Frästisch in der freien PDF von Guido Henn ist nicht mit dem Frästisch im "Handbuch Oberfräse" von Guido Henn identisch. Das habe ich auch erst später am "eigenen Leib" erfahren.

Im letzten Jahr 2015 habe ich mir jedoch eine bereits fertig gefräste Frästischplatte mit Führungsnuten online gekauft und auch noch den dazu passenden (sauteuren) Oberfräsenlift für mein Fest... OF 1400.
Im Frühjahr habe ich mir endlich dazu einen rollbaren Tisch dafür gebaut.

Wie oben schon erwähnt kommt dann immer etwas dazwischen. Frühjahr = die Gartensaison beginnt, Arbeiten am Eigentum. Einen Beruf hat man zum Glück auch noch und eine liebe kleine Familie. Alles braucht halt seine Zeit.

Aber nun sollte es endlich auch mit dem Fräsanschlag klappen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Oberfräse
  • Stichsäge
  • Winkel
  • Lineal
  • spitzen Bleistift
  • Zirkel
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Materialliste
  • 2 x Fräsanschlag | Multiplex 24mm (750mm x 125mm)
  • 4 x Winkelstützen | Multiplex 24mm (125mm x 101mm)
  • 2 x Anschlagsbacken | Siebdruckplatte 21mm (sofern verfügbar gerne auch 30mm( (510mm x 130mm)
  • 2 x Schlosserschrauben 8mm Gewinde mit Rundkopf in ausreichender Länge
  • 2 x Schlosserschrauben 8mm Gewinde in ausreichende Länge
  • 4 x Unterlegscheiben
  • 4 x Flügelmuttern für 8mm Gewinde

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material besorgen.

Das Material hatte ich (wie bereits weiter oben erwähnt) vor mehr als drei Jahren nach der freien PDF Liste besorgt und zurecht schneiden lassen. Verzogen hat sich da garnichs. Schön !!!
30mm Siebdruckplatte für die Anschlagsbacken waren damals im großen Biber-Baumarkt nicht verfügbar. Daher hatte ich mich für 21mm Siebdruckplatte entschieden. Geht auch.

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1. Ausschnitt am unteren Teil des Fräsanschlags

Am unterem Teil des Fräsanschlags habe ich mit Hilfe eines Zirkels mittig einen Halbkreis mit 10cm Durchmesser angezeichnet. Mit der Stichsäge habe ich diesen ausgesägt. Heieiei, schöne Brandspuren. Die Stichsäge habe ich auch noch verkantet. Sieht nicht schön aus.
Also Raspel und Feile raus und das Beste geben. Naja!

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Schlitze fräsen am unteren Teil des Frässchlags

Zunächst habe ich den Abstand der Führungsnuten der Frästischplatte ausgemessen und diese auf das Unterteil des Fräsanschlags übertragen. Dann habe ich mit meiner großen Oberfräse und einem 12mm Nutfräser gemäß der Anleitung aus dem Buch den ersten Schlitz links gefräst. Ging gut. Leider hat die Spannzange auf dem Holz aufgesetzt. Sieht halt kac.. aus. Was solls, ich will ja keine Schönheitspreis gewinnen.

Nun wollte ich den zweiten Schlitz fräsen. HAAAAAAAAALT.
Benötigt meine bereits fertig gekaufte Frästischplatte überhaupt einen so breiten Schlitz? Mal eine passende Schlosserschraube mit 8mm Gewinde raugesucht. Die passt prima in die Nut des Tisches.
Also reicht ein 8mm-Schlitz (plus etwas Spiel)!

Den rechten Schlitz habe ich also mit einem 8mm-Nutfräser gefräst.

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Kontrolle ob es passt

Nun erfolgt die Kontrolle ob es passt.

Passt, wackelt und HAT VIEL ZUVIEL LUFT !!!

MIST !!!

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Neukauf und von vorn.

Also schnell noch mal im Buch nachgeblättert welche Maße ich benötige, (Ich hätte ja messen können, hab ich aber nicht.)
Auf zum Baumarkt und einen neues passendes Multiplexstück gekauft und ab nach Hause.

Wer aufmerksam mitgelesen hat, wird schon wieder einen Fehler feststellen können.
Das Ausgangsmaterial hatte ich 18.HundertdickeMilch nach der PDF gekauft. Diese hat aber etwas andere Maße als die im Buch vorgegeben. Irgendwie hat es doch hingehauen, da ich damals mit etwas Übermaß gekauft hatte.

Anzeichnen. Aussägen, Schlitze mit 8mm fräsen + ein/zwei Zehntel Zugabe damit es nicht zu straff sitzt. Mit einem günstigen Set Schleifzylinder an der Säulenbohrmaschine den Ausschnitt schön geschliffen.

Auf dem letzten Bild kann man den Unterschied erkennen. Das vordere Teil ist das nicht so schöne und das hinteren das schönere Teil von beiden.

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Zweite Teil des Frässchlags

Gemäß´der Anleitung die Schlitze und den Ausschnitt in der Mitte anzeichnen. Diesmal lieber zweimal kontrollieren als einmal zu wenig.
Stichsäge und Oberfräse nacheinander angeworfen. Und wie es scheint ohne Fehler.

Yippie !!! Olè, olè !!!

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Flachdübelpositionen anzeichnen, Fräsen,Verleimen des Fräsanschlags

Nun konnten die Positionen für die Flachdübel festgelegt und angezeichnet werden. Dann die Flachdübelfräse rausgeholt und gefräst.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie fix das geht. Weiter oben hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich beim Neukauf des ersten Teils ein anderes Maß hatte. Also sind die Winkelstützen zu kurz bzw. das Unterteil des Fräsanschlags zu lang. Das ist aber nur ein optisches Problem, denke ich.

Nun ging es ans Verleimen des Fräsanschlags. Wie man sieht ist es immer gut, wenn man genug Zwingen hat. Was für ein  Zwingenwirrwarr.

Auf dem letzten Foto kann man drei Fräsungen zuviel erkennen. Fräsungen an Außenkanten sind einfach. Aber mit Flachdübelfräsungen an einer festen Stelle auf einer Platte - das ist noch nicht meins. Üben, üben und üben.

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Verleimen des Anschlags - Zweiter Teil

Nun wurden die äußeren Winkelstützen verleimt.
Wer sich über die unteren Zwingen wundert, dem sei gesagt: "Sie dienen in meinem Fall super um ein Kippeln des Fräsanschlags zu verhindern.

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Anschlagsbacken

An je einem Ende der zwei Anschlagsbacken habe ich mit der Kapp- und Gehrungssäge einen 45-Grad Schnitt vorgenommen. ACHTUNG: Auf der glatten Seite der Siebdruckplatten den spitzen Winkel sägen.

Dann wurden die Bohrungen angezeichnet, um die Anschlagsbacken am Fräsanschlag hin- und herschieben zu können.
Wichtig: Zuerst mit dem 25mm.Forstnerbohrer das Sackloch gebohrt und im Anschluss mit einem 8mm Holzbohrer das Loch für Rundkopfschlosserschraube durchgebohrt.

Vor dem Einschlagen der Schlosserschraube eine Passkontrolle. Sieht gut aus. Also die Rundkopfschlosserschrauben eingeschlagen.


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Montieren des Fräsanschlags auf dem Frästisch

Nun konnte der Fräsanschlag auf seinem Bestimmungsort montiert werden. Auf der Frästischplatte sind Führungsnuten eingelassen, in die 8mm Schlosserschrauben (wie oben schon erwähnt) passen. Also je Nut eine ausreichend lange 8mm Schlosserschraube gesteckt. Fräsanschlag aufgesteckt, Unterlegscheiben drauf und passende Flügelmuttern montiert. In diesem Fall hatte ich noch zwei passende Knebelgriffe vorrätig. Sieht schöner aus und ist funktioneller. Aber Flügelmuttern erfüllen den gleichen Zweck.

Auf den Fotos habe ich mal die Anschlagsbacken auseinander und wieder dicht zusammen geschoben. Wichtig für große oder eben kleine Fräser.

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Ausstehende Arbeitschritte nach dem Urlaub

Für die Absaugung am Frästisch muss ich später noch eine Klappe zwischen den beiden mittleren Winkelstützen montieren. Diese soll aufklappbar sein. Sie wird mit einem passenden Scharnier befestigt.

Außerdem möchte ich mir noch ganz bestimmte Andruckkämme besorgen.
Ich hoffe die passen in meine Alunutschienen, von den ich ein paar Reststücke habe. Für das Foto habe ich mal eine Nutschiene auf eine Anschlagsbacke gelegt. Diese sollen dann in einen Falz an den Anschlagsbacken montiert werden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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