Ankörnhilfe mit Lupe

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Ankörnhilfe
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Vor rund 30 Jahren habe ich mal einem Werkzeugmacher zugesehen, der sich eine Ankörnhilfe mit integrierter Lupe gebastelt hatte. Damals habe ich ihn belächelt (hab ja schließlich zwei Augen um zu gucken), inzwischen habe ich Erfahrung (Alter?) gesammelt und weiß auch solche Hilfsmittel zu schätzen. Also habe ich in meinem Gedächnis gekramt und etwas Ähnlich gebastelt. Entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, habe ich hier einfach drauflos gebaut, ohne irgendwelche Zeichungen zu machen, sondern frei nach Schnauze gebohrt, geklebt, gesägt und angezeichnet. Hier ist was dabei rausgekommen ist

Du brauchst

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Materialliste
  • 2 x Kantholz | Fichte (40x40)
  • 1 x Uhrmacherlupe | ebay (1€)
  • 1 x Körner (lang genug)
  • 2 x LED | weiß (5mm)
  • 1 x Bateriehalter | CR2032
  • 1 x Schiebeschalter
  • Litze

Los geht's - Schritt für Schritt

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Das Prinzip

So soll es funktionieren

Um die Spitze des Körners genau positionieren zu können, wird der Körner senkrecht geführt, und eine Lupe wird unter 45° auf die Spitze des Körners gerichtet, um sie einfach und sicher positionieren zu können.

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Die Realisierung

Block unter 45° in den Schraubstock eingespannt.
Loch gebohrt
Loch aufgefräst
That's it!

Als erstes habe ich bei der Uhrmacherlupe den Abstand zwischen Objekt und Linse gemessen, bei dem die Abbildung scharf ist. Bei meiner Lupe war das ca. 60mm. Dies ist also der Abstand in dem ich die Lupe zur Körnerspitze, wenn sie auf dem zu körnenden Objekt aufliegt, positionieren muss.
Als nächstes zeichne ich auf den Holzblock die Position des Lochs für den Körner an und unter 45° dazu das Loch, welches die Lupe aufnehmen soll. Das Loch für den Körner habe ich unter der Säulenbohrmaschine (wegen Rechtwinklichkeit) mit einem 4.1 mm Bohrer gebohrt (mein Körner hat einen Durchmesser von 4.0 mm). Danach habe ich den Block um 45° im Schraubstock verdreht und das Loch für die Lupe gebohrt, erst mit einem 25 mm Forstnerbohrer auf ganzer Tiefe und dann auf 26 mm mit einem Fräser aufgeweitet (Durchmesser der Lupe: 26mm). Beim Fräsen ist darauf zu achten, dass die Aufweitung des Loch nur so tief gemacht wird, dass die Lupe einen Tiefenanschlag hat um die 60mm Abstand zur Körnerspitze einzuhalten.
Der Rest ist dann nur noch "schön" machen: Flächen und Radien schleifen und das Ganze mit Leinöl einölen.


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Fertig ! (?)

Und so sieht es aus, wenn man durch die Lupe schaut.

Soweit, so gut, aber zu dunkel und starke Schattenbildung.

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Die Beleuchtung

Batterie, Batteriehalter, 2 LEDs, zwei Widerstände (150 Ohm), Schiebeschalter
ein paar Bohrungen und Nuten später: Hier der Schalter
Die Batterie
Es werde Licht!

ich muss für zusätzliches Licht sorgen, also noch mal nachdenken und in der Teilekiste graben.
Da ich keine Kabel für eine Stromversorgung an die Körnerhilfe anschliessen wollte, musste ich mir eine Batterielösung einfallen lassen. Problem dabei ist, dass weisse LEDs eine Spannung um 3V benötigen um zu Leuchten. Ich wollte aber weder grosse Batterien noch elektronische Schaltungen (Joule thief) = grosser Platzbedarf verwenden. Ich hatte aber noch ein paar low current LEDs in weiss, die auch bei knapp unter 3V noch leuchten. Also " etwas grenzwertig" bauen: eine Knopfzelle (CR2032) liefert nominal 3V und mit einem LED Vorwiderstand von 150 Ohm kann ich den Strom auf ein Mindestmass beschränken. Damit sollte die Batterie in der Lage sein, genügend Energie für einige Stunden Licht zu liefern.
Die LEDs leuchten zwar nicht superhell aber wegen dem geringen Abstand der LEDs zur Körnerspitze ist die Lichtmenge voll ausreichend.
Den Batteriehalter habe ich einfach an die eine Seite der Kõrnerhilfe geklebt, für den Miniaturschiebeschalter ein Loch in die andere Seite gefräst und auch ihn eingeklebt.
Die Löcher für die LEDs habe ich von Oben gebohrt und die LEDs in leichtem Winkel von unten eingeklebt (im Winkel, da der Strahlungswinkel recht klein ist und ich das Licht direkt auf der Spitze haben möchte. Die Widerstände sind direkt an die LEDs gelötet und dann mit Batterie und Schalter verbunden. Die Kabel habe ich in den Bohrungen und in mit dem Dremel gefrästen Nuten versteckt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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