Altes Rennrad aufarbeiten

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So sah es am Anfang aus
Zwischenzeitlich so
Und nun so
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Das Rad ist schon etwas älter aber (für die Fachleute hier) mit einer guten alten Ultegra Ausstattung. Insgesamt ein solides Rad, was mir den Einstieg in diesen wunderbaren Sport ermöglicht hat.

Leider war irgendwann der Schalthebel kaputt und musste ersetzt werden. Die angepeilte Rechnung vom Radgeschäft war so hoch, dass ich fast vom Stuhl gefallen bin. "Na gut, dann mache ich das selbst!" - ein bisschen großspurig vielleicht... Das einzige was ich bisher getan hatte, war jedoch mal einen Reifen zu wechseln.
Also gut, da es für diese alte Übersetzung nicht mehr viele Schalthebel gab, habe ich mir den passenden raus gesucht und bestellt.

Auf gehts - soviel vorab - ich hab enorm viel über Räder gelernt und werde hier nicht jeden kleinen Schritt erklären, da ich so im "Alles ist neu und aufregend - Fieber" war und auch verdammt viele Erfahrungen anhand von Fehlern gemacht habe, die hier einfach den Rahmen sprengen würden. Bei Rückfragen - fragt mich einfach.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Jede Menge Spezialwerkzeug, hier tut es aber auch ein billiges Set fürs erste Mal

Los geht's - Schritt für Schritt

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Merken wo was hingehört

Kabelsalat am Lenker
Die Kabelführung unter dem Rahmen
Der Schaltzug am Hinterrad
Und Bremsen gibt es ja auch noch ... Zwei!

Ja, das war die erste große Aufgabe: Wenn ich so einen Schalthebel (der ja auch kombiniert mit dem Bremshebel ist) neu einbauen möchte, dann muss ich wissen wo alle Kabel hingehören. Also habe ich etliche Fotos gemacht um später nicht wieder zum Radladen rennen zu müssen. Beim stöbern fiel mir auf, dass ich direkt alle Leitungen und Züge tauschen könnte, die habe ich dann auch noch bestellt.

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Merken wo was hingehört

Ja, das war die erste große Aufgabe: Wenn ich so einen Schalthebel (der ja auch kombiniert mit dem Bremshebel ist) neu einbauen möchte, dann muss ich wissen wo alle Kabel hingehören. Also habe ich etliche Fotos gemacht um später nicht wieder zum Radladen rennen zu müssen. Beim stöbern fiel mir auf, dass ich direkt alle Leitungen und Züge tauschen könnte, die habe ich dann auch noch bestellt.

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Auseinanderbauen und dann kam die Idee

Einmal alles abbauen was ich zum Tausch brauche
So sieht ein Rad aus, wenn nichts mehr dran ist.... doofe Idee?

Ich habe dann das Lenkerband entfernt (und mir auch hier ein Video gedreht wie ich es am Ende wieder beim Schalthebel aufwickeln muss). Leider war das uralt und so musste ich auch hier ein neues kaufen. Als ich dann alles notwendige ab hatte, da kam ich auf den Gedanken, dass da ja gar nicht mehr so viel dran ist am Rad. Fragt mich nun bitte nicht warum, aber ich kam auf die Idee, dass ich den alten verkratzten Rahmen neu lackieren könnte. Also baute ich wirklich alles ab was dran war und es folgten noch viel mehr Fotos wo ich welches Teil und welche Schraube am Ende wieder anbringen muss.

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Auf gehts,

Der Rahmen und die Gabel abschmirgelt, angeschliffen und abgeklebt auf der Leine
Und in erster Runde lackiert

Die Kurbel bekam ich nicht ab, dafür musste ich nochmal in den Radladen fahren. Außerdem bestellte ich ein paar Aufkleber und kaufte im Baumarkt Lackierung und Farbe, nachdem ich mir ein Farbkonzept überlegt hatte.

Ewige Zeiten entfernte ich den alten Lack so gut es ging und klebte dann alles ab. Alles in Handarbeit mit viel nassem Schleifpapier. Eine äußerst meditative Arbeit.
Und dann ging es los und ich fing an der PFS 5000 E die erste Schicht aufzutragen. Eine äußerst doofe Idee, da der Lack einfach nicht halten wollte. Jaja, der billige Lack aus dem Baumarkt... Wer am falschen Ende spart wird NICHT belohnt. Der Lack hielt nicht gut und ich musste alles wieder abkratzen und schleifen.
Ab in den Fachhandel und eine ordentliche Grundierung gekauft incl. passenden Lacken. Und dann kam die neue Runde.

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Lackieren die Zweite

Nun aber mit gutem Lack
Und ordentlich abgeklebt
Es wird so langsam

Grundieren, erste und zweite Lackschicht drauf, dann abkleben und dann die zweite Farbe noch in ein paar Schichten drauf. Scheiß Klebeband - es ist natürlich an ein paar Stellen unters Klebeband gelaufen, das ließ sich aber schnell ausbessern.

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Zusammenbauen! und Freuen - naja, noch nicht. ;)

Der erste Zusammenbau!
Und komplett fertig mit Decals, Lenkerband usw..
Erster Einsatz beim Triathlon

Dann ging es an den Zusammenbau. Das ganze geht wirklich gar nicht so schwer wie ich dachte und ziemlich zügig ging es voran. Mit vielen Youtube Tutorials kam ich Stück für Stück voran. Natürlich habe ich vorher alle Teile ordentlich gesäubert und poliert.

Die Schalthebel, Ritzel, Kurbel, usw waren schnell dran. Das Einfädeln der neuen Schalt- und Bremszüge ging auch einfacher als gedacht. Aber beim Einstellen der Schaltung kam ich desöfteren an meine Grenzen. Aber auch hier hab ich viel gelernt und Stück für Stück kam ich dem Ziel näher. Am Ende stand das Rad vor mir und ich war wirklich stolz. Das Ergebnis lässt sich doch sehen. Es lief nun alles wirklich super geschmeidig. Alles war gefettet und geölt, Verschleißteile getauscht und sauber eingestellt. Ich lag deutilch unter dem Kostenvoranschlag für den Schalthebeltausch und hatte dafür auch wirklich alles einmal getauscht.

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2 Jahre später

Alles wieder schleifen
Die Gabel grundieren
Rahmen grundieren

Inzwischen besitze ich ein neueres Rennrad - Mattschwarz mit glänzender Schrift, die man so nur im Sonnenlicht richtig gut sieht.


Ich hatte zwei Tage Zeit - also kam mir wieder mal die Idee es nochmal zu lackieren. Diesmal mit Dosen, da ich damit ein deutlich saubereres Ergebnis erzielen kann. Also: Dosen mit Autolack und Grundierung bestellt, Decals von der Original Marke und die Arbeit konnte beginnen - alles wieder auseinanderbauen und abschleifen.

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Lackieren und zusammenbauen

Alles frisch aus der Hauseigenen Lackierwerkstatt
Fertig Teil 2
Fertig und stolz!
Die Decals sind schwer auf dem Foto einzufangen
Sehen aber mega gut aus!
Dann war das Cityrad dran
Also alles nochmal von Vorne
Und auch mein Alltagsrad ist einmal wie neu.

Dann kam die schwarze Farbe drauf und dann ging es nach dem Trocknen wieder ans Zusammenbauen. Wunderbar, wieviel Routine man bei sowas entwickelt. Und nach 2 Nachmittagen stand das Rad wieder neu und fertig dort. Das Rad ist durch den Neukauf des Rennrades eher ein Spaßprojekt, aber ich mag es nicht hergeben.


So motiviert, musste kurz danach auch mein Stadtrad (ein Gravelrad) dran glauben, da der Lack durch den täglichen Gebrauch schon ordentlich lädiert war und die Gabel mir mit dem Blau auch nicht mehr gefiel. Außerdem knackten einige Stellen und neben dem Tausch von Kette, Kassette usw konnte ich so mal alles neu fetten beim Zusammenbau (vor den Erfahrungen am ersten Rad, hätte ich mich vieles hiervon gar nicht getraut). Außerdem hab ich hier noch die Bremsflüssigkeit der hydraulischen Scheibenbremsen nachgefüllt - wieder was gelernt. ;) Endlich greifen die auch wieder richtig. Vielleicht kommt beim nächsten Mal aber mehr Farbe ins Spiel. Aber nun sind alle meine Räder erstmal in der gleichen Farbe und ich finde es prima.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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