Altes Geländer mit Fermacell-Platten verkleiden

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Im Obergeschoss ist bei uns noch das Uralt-Metallgeländer aus den 60er-Jahren, das mir schon ewig auf den Geist ging. Deswegen habe ich das ganze nun mit Fermacell-Platten und einer Holzständerunterkonstruktion verkleidet. Die Seitenwände gestrichen und obendrauf Parkettboden geklebt, deren Trägerplatten abgehobelt wurden

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSB 750 RCA  - Bohrmaschine (elektrisch)
  • PLL 360  - Kreuz- und Linienlaser
  • PSS 250 AE  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • PMF 180 E  - Multifunktionswerkzeug (elektrisch)
  • POF 1200 AE  - Fräse (elektrisch)
  • Bohrhammer,  BHE 22
  • Akku-Bohrschrauber,  C 12 Li
  • Handkreissäge
  • Wasserwaage, Bleistift, Meterstab
  • Bi-Metallsägeblatt
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Materialliste
  • Konstruktionsholz Fichte (58*58)
  • Fermacell-Platten (625 * 1000 * 10)
  • Schlagdübel (120 mm)
  • Füllspachtel für Gipsfaserplatten
  • Vliestapete
  • Stahlwinkel (40 * 40)
  • Eckkantenschienen für Gipsfaserplatten | Alu (3500 * 10 * 1)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzunterkonstruktion - Teil 1

Das Geländer musste im ersten Schritt vom bestehenden Geländer, das die Treppe hochführt "gelöst" werden. Mangels Stichsäge habe ich das ganze mit einer normalen Handmetallsäge abgesägt. Geht tierisch auf die Knochen.
Danach habe ich auf dem Boden zwei Vierkanthölzer mit Schlagdübeln befestigt. Dazu habe ich die Position parallel zur Wand mit nem Laser auf dem Holz "angezeichnet". Anschliessend den Holzbohrer mit Tiefenanschlag soweit eingestellt, dass es der Dicke des Holzes plus der Dicke des Parkettbodens entspricht. Danach mit dem Bohrhammer die restliche Tiefe in den Betonestrich reingehämmert. Ich habe 120er-Schlägdübel von Fischer verwendet und diese im Abstand von 50 cm gesetzt. Zwischen Holz und Boden kommt noch so ein Filz-Klebeband.
Tipp: Achtet an der Stelle drauf, nur exakt "gerades" Holz zu verwenden. Meins war das billige aus'm Baumarkt und das war teilweise ganz schön "verzogen", was dann zu Lasten der Genauigkeit geht.

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Holzunterkonstruktion - Teil 2

Im nächsten Schritt habe ich an der Wand angefangen, weitere Vierkanthölzer mit einer Höhe von 90 cm zu montieren. Die beiden an der Wand habe ich ebenfalls mit Schlagdübeln befestigt und drunter ebenfalls das Filzklebeband untergeklebt. Die restlichen senkrechten Vierkanthölzer habe ich dann links und rechts jeweils mit Metallwinkeln festgeschraubt. Achtung: Vorbohren! Verwendet habe ich dazu ganz einfach die bereit liegenden Trockenbauschrauben.

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Holzunterkonstruktion - Teil 3

Danach wurden in die Zwischenabstände die entsprechenden Stücke zurechtgesägt und ebenfalls mit Winkeln befestigt. Dann noch Vierkanthölzer - quasi als Abstandshalter - zwischen die linke und rechte Seite nageln, dann bleibts waag- und senkrecht und es gibt auch mehr Stabilität.

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Beplankung mit Fermacell-Platten

Als nächstes kam die Verkleidung mit Fermacell-Platten dran. Dazu habe ich die normalen Ein-Mann-Platten genommen und diese mit dem Multitool (Staubsauger dranmachen!) und einem Bi-Metall-Sägeblatt entsprechend zurechtgeschnitten. Dranhalten, dranschrauben - zack, fertig. Dummerweise sind die popligen Baumarkt-Schnellbauschrauben wohl nicht so dolle für Fermacell + Holz geeignet. Ich hab' die Dinger mit 25 Nm angezogen, trotzdem konnten nicht alle Köpfe ordentlich versenkt werden. Nächstes Mal kauf ich gescheite Fermacell-Schrauben.
Die hinteren Platten hab ich erst mal nur drangehalten, dann mit dem Laser knapp über die vorderen Platten gepeilt und dementsprechend dann abgesägt. Damit war das dann auch wieder waagerecht.
Zum Schluss noch "Abdeckplatten" zurechtsägen und oben drauf schrauben.
Immer drauf achten, zwischen den Platten einen Abstand von ca. 5 mm zu lassen. Der wird dann später zugespachtelt.

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Verspachteln und tapezieren

Zum Verspachteln habe ich Spachtelmasse für Gipsfaserplatten genommen, bei der man keine Armierungsstreifen braucht.
Dann hab ich an den Kanten die Aluminiumprofile für Trockenbauwände zuerst mit Nägeln leicht fixiert und dann ebenfalls überspachtelt.
Die ganze Wand hab ich dann geschliffen, nachgespachtelt, wieder geschliffen und wieder gespachtelt, bis das ganze glatt war wie ein Babypopo - mit Ausnahme der "Schraubenpickel" (s. vorheriger Schritt), aber egal...
Zum Schluss wurde dann Haftgrund aufgebracht und nachdem der trocken war, hat die beste Ehefrau von Allen das ganze mit Vliestapete tapeziert (ich hasse tapezieren...) und weiss gestrichen.

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Parkettboden drauflegen

Von meinem Fussboden hatte ich noch einige Parkettdielen übrig, die ich oben drauf legen will. Dazu muss die Trägerschicht aber vorher entfernt werden, sonst kuckt die ja an der Seite raus. Nach etlichem hin und her mit dem Elektrohobel bin ich auf die Idee gekommen, mir eine Art Schablone zu bauen. Dazu habe ich die Umrisse einer solchen Diele auf einem 11 mm Nut- und Federbrett gezeichnet und dann mit der Oberfräse die gewünschte Tiefe (= Stärke der Nutzholzschicht) ausgefräst, in diesem Fall 6 mm. Dann die Diele da reinlegen und man kann wunderbar die Trägerschicht abhobeln. Das ganze wurde dann mit der Kappsäge abgesägt und mit Parkettkleber auf die Oberseite des Geländers geklebt.
Nach 48 Stunden das ganze noch mit der Oberfräse mit Abrundfräser geglättet und - Hurra fertig!


Rechtlicher Hinweis

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