Absaugglocke für mein Fräsmodul

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich habe diese Absaugglocke gebaut, damit ich immer dann beim Fräsen absaugen kann, wo ich keinen Längsanschlag (klick hier) mit Absaugung zur Verfügung habe. Das passiert in der Regel dann, wenn ich mit Fräser arbeite, die ein Anlaufkugellager verbaut haben. Also beim Fase fräsen, Radien fräsen oder einen Falz fräsen u.s.w. Auserdem ist das gleichzeitig ein Fingerschutz, damit man bei dieser Arbeitsweise nicht so leicht in den Fräser greift. Die Absaugglocke kann in jeder erdenklichen Position über dem Fräser positioniert werden, und sorgt so für eine optimale Absaugung. Nach meinem ersten Fräsversuch musste ich feststellen, dass sehr viele Frässpäne nach hinten weggeschleudert wurden, und dadurch vom Saugstrom nicht erfasst wurden. Da kam ich dann auf die Idee, die Glocke unten auszuklinken. So entstand auf der Rückseite eine Prallwand. Und siehe da, es funktioniert viel besser. Eventuell werde ich die Saugglocke in der Höhe noch einkürzen, das muss sich aber erst noch in der Praxis beim Fräsen herausstellen. Eine zusätzliche Absaugung, die ich anschließen kann, könnte auch zu besseren Absaugergebnissen führen. Übrigens, ist nicht alles auf meinen Mist gewachsen, ich hatte mir Ideen aus dem Netzt geholt, und dann für mich optimiert und umgesetzt.

Und hier noch weitere interessante Projekte von mir

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • GBS 75 AE
  • PSR 18 LI-3 (1)
  • Kappsäge,  TGS 171
  • Hammer
  • Anschlagwinkel
  • Holzbohrer
  • Bleistift
  • Senker
  • Forstnerbohrer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Saugglocke herstellen

Mit Zentrierwinkel die Mitte des CD Deckels anzeichnen
Auf die gleiche Art und Weise den HT Stopfen DN 50 anzeichen
CD Deckel bohren mit Lochsäge 50mm Durchmesser
Hat wunderbar geklappt. Ein sauberes Loch
HT Stopfen in Maschinenschraubstock einspannen
Auch hier hat das gut geklappt
Den Innenlochdurchmesser noch etwas mit dem Dremel sauberschleifen
Die Wandung ist sauber und glatt
Auch passt der Stopfen einwandfrei in den CD Deckel
Nachdem ich den Außendurchmesser mit der Lochsäge geschnitten hatt, kam das innerer Loch dran
Der Holzring sitzt richt stramm auf dem Stopfen
Das Endergebnis

Zunächst zeichnete ich mit einem Zentrierwinkel die Mitte des CD Deckels an, und bohrte mit einer Lochsäge ein Loch von 50mm, das für die HT Verschlusskappe DN 50 vorgesehen ist. Danach zeichnete ich auf die gleiche Weise die Mitte der HT Kappe an, und bohrte ebenfalls mit einer Lochsäge ein größtmögliches Loch hinein. Anschließend habe ich den Rest der stehengeblieben ist, mit einem Dremel und einem Schmirgelschleifkörper bündig geschliffen. Nachdem ich die Teile der Saugglocke zusammen gesteckt hatte, fiel mir auf, das der Deckel doch recht wabbelig ist. Deshalb fertigte ich mit verschiedenen Lochsägengrößen schnell noch einen Holzring an, der dann das ganze sehr gut stabilisierte. Der CD Deckel hatte nun einen Anschlussstutzen DN 40. Mittels einem Reduzierstück DN 50/40 und einem flexiblen Schlauch, hatte ich dann alles so weit fertig, dass ich den Saugerschlauches anschließen kann.

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Gelenkarm herstellen

Nach dem ablängen der Dachlatten, diese noch auf dem Bandschleifer glattgeschliffen
Die abgerundete Ecken machen das ganze etwas harmonischer
Löcher für die Schrauben anzeichnen
Mit dem 20mm Forstnerbohrer erst die Bohrung für den Schraubenkopf absetzten
Mit einem 8mm Holzbohrer dann die Schraubenlöcher bohren
In manche Teile wurde der Vierkant der Kammerkopfschraube mit dem Hammer in die Bohrung getrieben. Dadurch dreht die Schraube nicht mit
So sind die Gelenkarme miteinander verschraubt
An der Kappsäge die Teile für die Bodenplatte ablängen
Das Schreinerkreuz anzeichnen, damit die Seiten nicht mehr vertauscht werden
In 1 Wangenteil die Schraube einschlagen
In die Grundplatte 4 Durchgangslöcher für die Spaxschrauben gebohrt und versenkt
Die 2 Wangenteile und der bewegliche Arm zusammenschrauben, und Holzleim auftragen
mit 4 Spaxschrauben werden dann die 2 Wangen zusätzlich verschraubt

Aus Dachlatten, Resten von Multiplex 18mm Stärke, fertigte ich die einzelnen Teile für den beweglichen Arm her. Die Grundplatte hatte eine Kantenlänge von 150mm. Darauf kamen 2 Wangenteile, die ich mit Holzleim und Spaxschrauben an der Grundplatte befestigt. Der Abstand der 2 Wangen wurde durch die Dachlattenstärke vorgegeben. Die Dachlatten habe ich mit dem Bandschleifer etwas glattgeschliffen. Kleine Rundungen an den beiden Enden der Dachlatten, die ich mit dem Bandschleifer geschliffen habe, sollten das ganze etwas harmonischer wirken lassen. Mit einem 8mm Holzbohrer habe ich die Durchgangslöcher für die Hammerkopfschrauben M8 gebohrt. Jeweils an einem Holzteil wurde der Vierkant der Hammerkopfschraube mit dem Hammer ins Holz geschlagen, damit sich die Schraube nicht mitdreht.

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Saugglocke mit Gelenkarm verbinden

Hier sieht man den Stehbolzen M8, wie er in der Schelle eingeschraubt ist
Gelenkarm auf den Stehbolzen stecken, und eine große Unterlegscheibe aufstecken
Mit einer Rohrschelle und einem Sterngriffmutter habe ich das ganze beweglich montiert
Das Endergebnis
Drehbefestigung Glocke am Arm
Befestigung des gesamten Galgens am Tisch mit Hebelzwinge
Anzeichnen der Ausklinkung
Mit der kleinen Flex herausgetrennt
fertiges Ergebnis
So steht die Glocke über dem Fräser
Ein Detailbild

Mit einer Rohrschelle für HT Rohre, habe ich die Glockenkonstruktion am Arm drehbar befestigt. Dafür musste ich folgendes vorbereiten. Bei einer Schraube M8 wurde mit der kleinen Flex der Kopf abgeflext. Den so entstandenen Stehbolzen habe ich mit einer Kontermutter in die Schelle geschraubt, und gesichert. An dem Ende des Gelenkarmes, hab ich mit dem Forstnerbohrer 20mm Durchmesser die Bohrung abgesetzt, damit die Kontermutter nicht so weit heraussteht, und die Schraube weit genug an der anderen Seite hervorsteht. Mit einer Unterlegscheibe und einem Sternknopfmutter M8 habe ich das ganze dann festgeschraubt. Nun kann ich durch verstellen der einzelnen Drehpunkte, die Höhe und die Ausladung einstellen. Funktioniert wirklich einwandfrei.
Dadurch, dass das Fräsmodul (klick hier) direkt an meiner Systemwerkbank (klick hier) befestigt ist, kann ich mit eine einfachen Festozwinge die gesamte Konstruktion durch die Werkbank festklemmen.

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Demonstration der Arbeitsweise der Saugglocke

Demonstration der Saugglocke

Und so funktioniert dann das ganze. Ich bin wirklich sehr zufrieden bis jetzt. Nachdem ich die Glocke unten ausgeklingt habe, bleibt viel mehr Schmutz innerhalb der Glocke.
So ich hoffe, euch das das kleine Projekt Spaß gemacht. Auf eure Bewertungen und Kommentare bin ich schon richtig gespannt.


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