Werkstattluftfilter

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    60 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Das Projekt stammt zwar aus dem Jahr 2014, aber bei einer Datensicherung vom Handy habe ich die Fotodokumentation wieder entdeckt. Obwohl es hier bereits einige Luftfiltersysteme gibt, möchte ich euch meins nicht vorenthalten.

Wer mit Holz arbeitet, entdeckt sehr schnell ein unschönes Abfallprodukt. STAUB!!! Meine Werkstatt befand sich bis letztes Jahr in einem 15m² großen Keller. Gerade beim Fräsen und Schleifen stand ich öfter in einer dichten Staubwolke. Also musste ein Luftfiltersystem her.
Meine neue Werkstatt umfasst zwar nun fast 30m², aber der Staub ist auch hier ein Problem. Die Fotos vom Bau sind noch in der alten kleinen Werkstatt/Keller, die letzten sind dann schon im größeren.

Der Filter war ursprünglich mit Staubsauger HEPA Filter geplant. Während der ersten Tests stellten sich diese jedoch als zu "luftdicht" heraus. Die drei Ventilatoren konnten keinen so  hohen Druck aufbauen, dass die Luft durch die Filter strömte. Stattdessen zogen alle drei Ventilatoren "Nebenluft" bzw. "Falschluft" (Siehe Abschnitt "Strömungsverhalten"). Ich habe mich dann während des Projekts dazu entschlossen, Filtermatten der Filterklasse G4 zu verwenden. Diese gibt es günstig auf Ebay.

Die Ventilatoren, Schalter und Kaltgerätebuchse habe ich bei Reichelt Elektronik bestellt. Ein Ventilator hat die Luftleistung von 145m³/h, was mal drei 435m³/h ergibt. Mein neuer Keller hat mit ca. 30m² und einer Deckenhöhe von 2,10m ein Volumen von 63m³. Das macht nach Adam Ries 8:40min, um einmal die gesamte Luft des Kellers durch zu saugen. Nehmen wir an, da ca. 25% Verlust durch Luftwiderstand vom Filter und "Falschluft" sind, kann man davon aus gehen, dass innerhalb von ~12min die gesamte Luft im Raum gefiltert wurde.

Die Ventilatoren werden mit 220 Volt betrieben, somit ist keine Vorschaltung eines Netzteils nötig.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Die Planung erfolgte in SketchUp. Die Maße der eingehend erwähnten Staubsauger HEPA Filter und die Lüfter waren die Grundlage der Abmaße. Die Filter habe ich mit eingeplant aber aus "Faulheit" nicht mit in das 3D Modell eingearbeitet.

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Verkabelung - Testlauf

Die Lüfter sind in einer Parallelschaltung angebracht. Das Video zeigt den ersten Testlauf nach dem Verkabeln und Isolieren.

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Zuschnitt und Zusammenbau

Der Zuschnitt erfolgte nach Schnittplan. Diesen habe ich leider nicht dokumentiert.

Nach dem Zuschnitt folgte der Zusammenbau. Alle Kanten sind mit Tesaschaumstoffdichtband abgedichtet.

Der Filterrahmen wird durch eine Klappe ins Gehäuse gedrückt. Die Aussparungen der Klappe sind mit einem Schutzgitter verschlossen. Hierzu habe ich Dachrinnenschutz-Gitter verwendet.

Die Ventilatoren wurden ebenfalls mit einem Gitter geschützt.

Auf den Abbildungen sind noch die HEPA Filter zusehen, die sich aber als unbrauchbar erwiesen. Dazu mehr im nächsten Arbeitsschritt.


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Strömungsverhalten

Wie eingehend schon erwähnt musste ich feststellen, dass für die verwendeten HEPA Filter die Ansaugleistung der Ventilatoren nicht ausreicht. Der Luft- bzw. Filterwiderstand war so groß, dass es zu "Nebenluft" bzw. "Falschluft" kam (Siehe Abbildung)

Ich entschied mich, den Rahmen der HEPA Filter zu behalten und verwendete Filtermatten der Klasse G4. Die Filterrahmen sind trotzdem wie zuvor herausnehmbar und austauschbar. Die Filtermatte wurde auf den Rahmen zugeschnitten und mit der Heißklebepistole befestigt.

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Einsatzort

Nach dem alle "Kinderkrankheiten" ausgemerzt waren, wurde das gesamte Gehäuse verleimt und verschraubt. Im Anschluss erfolgte die Schleifung mit 200 Körnung und die anschließende Lackierung mit Acyllack und Klarlack.

In meinem alten Keller war der Filter mit Gurten unter einem Sideboard über dem Arbeitsbereich angebracht.

In der neuen Werkstatt/Keller habe ich eine verstellbare Halterung gebaut und den gesamten Luftfilter unter die Decke gehangen. Hierzu habe ich noch eine zusätzliche Dose an die Decke verlegt, die mit der Beleuchtung geschalten wird.


Rechtlicher Hinweis

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