Werkstattausstattung: Fräszirkel für meine US-Oberfräse

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wenn ich bei Resthölzern Projekte erstelle, wo ich Kreise bzw. Radien fräsen muss, habe ich immer wieder das Problem mit dem Festzwingen des Werkstücks.

Mein CNC gefräster Radienzirkel ist für manche Projekte einfach zu groß, die Zirkel bei den Oberfräsen manchmal zu klein. Also konstruierte ich zuerst mit einem CAD-Programm kurzerhand einen neuen, der dieses Problem lösen sollte.

Materialkosten:
Madenschrauben Inbus mit Zapfen M6 x 8 mm: 10 Stück ab ca. 2,80 EUR (2 werden benötigt)
Sterngriff M6 x 15 mm: ca. 1,28 EUR

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Handkreissäge
  • Oberfräse
  • Tischbohrmaschine
  • Mess- und Anreißmittel
  • CAD-Programm
  • mein mobiler Frästisch (für Mustererstellung)
  • Kreuzschraubenzieher
  • M6 Gewindeschneider
  • 5 mm Metallbohrer (vorbohren für M6-Gewinde)
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x Grundplatte | Birke Multiplex (267 x 184 x 18 mm)
  • 1 x Schiebearm | ALU (203 x 25 x 12 mm)
  • 1 x Sterngriff | --- (M6)
  • 1 x Madenschraube Inbus mit Zapfen | Edelstahl (M6 x 8 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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vorhandenes Multiplex-Reststück zeichnen

Das Ausgangsmaterial war eine Birke Multiplexplatte mit den Maßen 267 x 184 x 18 mm. Auf dieser Platte zeichnete ich mir das gewünschte Design auf.

Dieser Fräszirkel soll später für meine Porter Cable US-Fräse sein, was ich beim Anzeichnen berücksichtigte.

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Arm- bzw. Schiebeleistemuster herstellen

Hier erstellte ich vorerst ein Muster der verstellbaren Leiste aus Rotbuche. Diese hat eine Länge von 203 mm, eine Breite von 25 mm und eine Dicke von 12 mm.

Dieses Muster wurde natürlich auch mit den von mir gewünschten Bohrungen versehen. Danach wurden mit einem Querlochsenker und Ständerbohrmaschine die Bohrungen nochmals bearbeitet, um die Schrauben zu versenken.

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Musterleiste fräsen

Damit aus der Musterleiste eine T-Leiste wird, kam mein mobiler Frästisch zum Einsatz. Dieser wurde als erstes exakt eingestellt, dann fräste ich das Muster.

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CAD-Zeichnung

Da ein Bekannter gerade eine Weiterbildung bei uns in der Schule in CNC macht, und für die Prüfung übt, dachte ich mir er könnte doch auch meinen Fräszirkel mit CNC fräsen...

Also erstellte ich eine CAD-Zeichnung, was meiner Grundplatte entsprach.

Die CAD-Zeichnung wurde dann mit Koordinaten bemaßt, die für eine CNC-Maschine benötigt wird.

Natürlich kann man den Zirkel auch ohne CNC mit Oberfräse und Zirkel sowie Kreissäge herstellen.

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Zeichnung des Arms

Hier habe ich die Zeichnung für den Arm, der natürlich nun aus Aluminium mit der CNC-Maschine gefertigt wird.

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Nachbohren

Hier habe ich nun die Bohrungen angepaßt.

Dabei habe ich zuerst die Gleitplatte mit Klebeband exakt positioniert befestigt. Somit hatte ich auch gleich eine Führung für den Bohrer.

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Das T-Stück

Hier ist nun das Aluminium-T-Stück, das als Schiebearm verwendet wird, um die Radien einzustellen.

Es fehlen nur noch die passenden Gewindebohrungen.
Da gabs nun auch kurzerhand Änderungen:

Änderung an den Gewinde: M4-Gewindebohrungen fielen weg. Alles nun M6-Gewinde.
Änderungen am T-Stück: Das T-Stück wurde um 3 mm, also auf 200 mm verkürzt.

Die Gewindebohrungen hat mir Ricc gefertigt. Hier noch einmal ein großes Dankeschön.

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Montage

Hier ist nun die Fräszirkelplatte mit aufgeschraubter Basis meiner US-Oberfräse.
Durch die angepaßten Bohrungen paßt nun alles wirklich exakt.

Auch die anderen Teile für den Schiebearm wurden nun montiert.

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Gleitplatte entfernen

Hier wurde nun die Gleitplatte entfernt und das Basisteil auf die gefräste Zirkelplatte aufgelegt.

Dabei musste ich feststellen, dass die Bohrungen nicht zu 100% passen. Auch der Aluminiumarm lässt sich nicht wirklich schieben, da zu exakt gefräst wurde.

Also heißt es nun, nacharbeiten...

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Zirkelplatte

Hier ist nun die fertige Zirkelplatte. Diese habe ich nach dem CNC fräsen noch etwas nachgeschliffen.

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Fertigprodukt

Hier nun der fertige Fräszirkel für meine Porter Cable Oberfräse.

Dieser ist nun wesentlich kleiner, als der, den ich mir im letzten Jahr in der Tischlerei fräsen ließ.

Nun kann ich auch sehr kleine Radien fräsen, wo ich mit den Anderen nicht weiterkam.


Rechtlicher Hinweis

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