Werkbank Renovierung

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Wie schon in meinem Thread versprochen nun die Dokumentation zur Wiederbelebung meiner Werkbank, die ich sozusagen vor dem Kamin gerettet habe. 
Zwischenzeitlich habe ich ebenfalls mit dem Gedanken gespielt sie in den Werkbankhimmel zu jagen aber mich dennoch eines besseren besonnen und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn es nicht komplett Metallfrei geworden ist... ;-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Oberfräse
  • Tischbohrmaschine
  • Bandschleifer
  • Akku-Schrauber
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Hobel
  • Stechbeitel
  • Nageleisen
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Materialliste
  • 1 x Balken | Fichte (78x78)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Befreiung und Zerlegen

Auf der Arbeitsfläche waren unsinnigerweise ein Brett und eine Leiste verschraubt die zuerst mal entfernt werden mussten. Im Anschluss erfolgte dann die Bestandsaufnahme und die Feststellung das es ein hartes Stück Arbeit werden würde...
Nach dem ersten Schliff mit dem Bandschleifer und 80er Papier fanden sich dann auch ein paar erste Nägel die im Laufe der Jahre ihren Weg tief ins Holz gefunden haben. Einige davon konnte ich entfernen wiederum andere lediglich tiefer versenken.

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Ausbau der Basis

Es sollte nicht nur die Werkbank geplant werden, sondern ich wollte meine ganz eigene Werkbank, die meinen Bedürfnissen angepasst ist. Vor einiger Zeit hatte ich mir bereits zwei Schränkchen gezimmert die zum Unmut meiner liebsten nicht im Schlafzimmer neben dem Bett sondern in meiner Werkstatt ihre Bestimmung fanden und die sollten nun die Werkbank ergänzen. Wie das aber so ist mit Dingen die zusammenkommen, sie müssen aneinander gewöhnt oder gepasst werden. Damit musste die Querverstrebung der "Beine" ein wenig nach unten versetzt werden und da ich keinesfalls auf die stabile Verzapfung verzichten wollte habe ich kurzerhand die Oberfräse angesetzt und wenige cm unterhalb der ursprünglichen die neuen Einlässe gesetzt und mit der Standbohrmaschine und einem Fräsbohrer die passenden 12mm Löcher für die Verschraubung gemacht. Natürlich auch geleimt aber doppelt hält besser.

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Die Zangen

Die Zangen der Werkbank waren eine größere Herausforderung. Nach der Bestandsaufnahme war klar das die Vordere zwar vorhanden und funktionsfähig war, aber die Backen etwas "ausgezehrt" also... Schleifen- Hobeln- Schleifen, einbauen.... Einbauen? Nicht wirklich denn wer nachmisst ist klar im Vorteil und stellt fest das die Schränkchen unter der Werkbank zwar schön, aber auch ziemlich hoch sind!!! also.... wieder runter die Decke und aussparen.
Die hintere Zange war leider nur in Teilen vorhanden, das heisst die Spindel fehlt und ist mit einem Durchmesser von 18 cm wohl etwas aussergewöhnlich und schwierig nach zu beschaffen, sie wird vielleicht zu Weihnachten durch eine neue ersetzt bis dahin... eben nicht.
Nach dem das Schränkchen also ausgespart war und die Vorderzange schön sauber gemacht und neu gefettet und wieder angebracht war an sauberen Backen... konnte der Deckel wieder drauf und dann passierte es....

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Dann passierte es....!!!!

eine solche Werkbank hat meist eine Werkzeugablage im hinteren Bereich, sie ist sinnig und zweckmäßig wenn man sie nicht beim alleine Rumwuchten kaputt macht... Uups... also raus was keine Miete zahlt denn Fluchen hilft nix. Da kam mit die Idee, besser gesagt die Not machte mich erfinderisch, denn ich hatte schlicht und ergreifend nicht das richtige Brett um die Scharte auszuwetzen, stattdessen hatte ich noch einen Balken rumstehen der eigentlich ganz gut passte. Also Flux abgelängt und eingesetzt und mich dann gefragt ob ich mir nicht eine Option offen halten sollte....
Eine Aussparung um ungehindert lange Schnitte zu mit der Handkreissäge zu machen wäre eine gute Sache wie ich fand, also nochmal mit dem Hobel drüber und nochmal und nochmal und nochmal.....
schließlich war das dann auch geschafft und ich war zufrieden und mit ein paar Zapfen, Leim und ein paar Schrauben zur Sicherheit wurde dann fixiert.

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Finish

Nachdem dann der letzte Hobelschritt mit einigen Schweisperlen und viel Gefühl gelungen war konnte ich dann endgültig glatt schleifen 80-120-240 und die erste Runde Hartwachsöl gehen. Eine Nacht trocknen - Schleifen 240 und die nächste Runde und nach einer weiteren Nacht die Reste verstreichen im 3. Gang.
letztlich sind die "Stellen" die das alter der Dame aufzeigen nun wieder sehr deutlich zu erkennen... macht aber nichts, denn es sind eben Zeichen der Zeit und hart erkämpfte Spuren. Die Oberfläche ist glatt aber nicht Spiegelglatt und vor allem eben. Das Hartwachs hat auch über die restlichen Metallteile die sich noch irgendwo befinden einen sauberen Film gelegt und die Gefahr des Zerkratzens ist für minimum ein Jahr gebannt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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