Weltabbildung für die Wand

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Das hier aufgeführte Projekt war/ist für meine Freundin als Geburtstagsgeschenk gedacht. Da ich letztes Weihnachten nicht da sein konnte und dementsprechend das Geschenk nicht so spektakulär ausgefallen ist, wollte ich mir bei ihrem Geburtstag sehr viel Mühe geben. Ein Bekannter von mir hat etwas Ähnliches aus Metall für gemacht und ich war davon sehr beeindruckt. Da ich zusätzlich noch sehr gerne reise, habe ich mich dazu entschlossen das nachzumachen, aber aus Holz.

Die Planung und Abmessungen musste ich aus dem Kopf machen, da ich leider 3 Monate über den Winter in Florida verbringen musste (leider, haha :-P). Ich habe viel Zeit damit verbracht die richtige Vorlagen-datei zu finden die man detailreich genug auf Papier ausdrucken könnte. Zuvor habe ich mit A4-Papieren die Maße auf dem Fußboden aufgelegt um abzuschätzen ob das überhaupt an eine freie Wand passen würde, da ich dieses Projekt etwas größer (3000mm*1500mm) planen wollte um richtig Eindruck zu schinden! 

Weil meine Freundin natürlich nichts von dem Geschenk wissen sollte, habe ich mir einen Ort suchen müssen, an dem sie das Geschenk nicht vermuten würde: In ihrem Elternhaus! (Zum Glück wohnen diese nur 20 Minuten mit der U-Bahn entfernt). Ihr Vater war von Anfang an hellauf von meiner Idee begeistert und hat mir seine, fast schon professionell ausgestattete, Werkstatt angeboten und stand mir von Anfang an mit Rat und Tat (sowie einem großen Auto für die Fahrten zum Baumarkt) zur Verfügung! 
Da ich zwecks meiner Ausbildung in Frankfurt wohne und meine Freundin sowie ihre Eltern in Hannover, hatte ich natürlich nicht so viele Möglichkeiten daran zu arbeiten. Allerdings hatte ich noch 3 Monate Zeit und zwecks Unterrichts-und Testvorbereitung jeweils alle 5 Wochen 1 Woche Zeit in Hannover. Die Zeit habe ich natürlich vollends NICHT zur Unterrichtsvorbereitung ausgenutzt und bin jeden Tag, sobald meine Freundin aus dem Haus ging, zu ihren Eltern gefahren und kurz bevor sie nach Hause kam zurück gefahren und habe mich unschuldig aufs Sofa gepflanzt.

Das Ergebnis meines Geheimprojekts könnt ihr euch nun sehen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Schwingschleifer
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Handbohrer, Stift, Sägebank, Lineal, Leim
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Materialliste
  • 1 x Sperrholzplatte Europa | Birke (650x550x12mm)
  • 1 x Sperrholzplatte Südamerika | Birke (450x600x12mm)
  • 1 x Sperrholzplatte Nordamerika | Birke (1150x750x12mm)
  • 1 x Sperrholzplatte Asien | Birke (700x1050x12mm)
  • 1 x Sperrholzplatte Afrika | Birke (650x600x12mm)
  • 3 x Hintergrundplatten | Pappel (1500x1000x8mm)
  • 6 x Clean-Cut Stichsägenblätter
  • Viel x Schleifpapier 80-180 Rauheitsgrad
  • 40 x Astlochstopfen | Holz (25mm Durchmesser 10mm Dicke)
  • 12 x Dübel (5mm)
  • 12 x Schrauben (5mm)
  • 12 x Rosetten | Metall

Los geht's - Schritt für Schritt

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Profit!!

Die Freundin war begeistert und wollte es erst gar nicht glauben was ich ihr da gezimmert habe!

Laut ihrer Aussage ist es das tollste Geschenk das sie bis jetzt je bekommen hat und das macht einen schon Stolz! :-)

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Die Vorbereitung

Zuerst habe ich mir eine farbige Weltkarte mit einer sehr hohen Auflösung aus dem Internet geladen. Diese habe ich dann in ein Bildbearbeitungsprogramm (Gimp2) eingespeist und mit unterschiedlichen Filtern alles in komplett schwarz-weiß-Kontrast konvertiert. Da das natürlich nicht so perfekt geklappt hat wie ich mir das vorgestellt hatte, musste ich dann "per Hand" die nicht-benötigten Landmassen löschen. (z.B. sehr kleine Inseln) Daran habe ich locker einige Stunden gesessen und es immer wieder mit Google Maps abgeglichen, da sich natürlich auch Fehler eingeschlichen haben und teilweise auch Wassermassen geschwärzt waren die ich dann entfernen musste. Dann habe ich mit einem weiteren Filter das Bild auf alle Kanten reduziert und habe es auf 3000*1500mm skaliert um es direkt so ausdrucken zu können. Da es meines Wissens aber keinen so großen Drucker gibt (zumindest nicht in meinem Hausthalt), habe ich die einzelnen Kontinente ausgeschnitten und in eigene Dateien mit den Skalierungen von A0, A1 und A2 Blättern gepackt. Die Inseln habe ich dort hinzugefügt wo Platz war. Das mit den skalierten Blättern war wichtig, da ich diese ja zum plotten bringen wollte. Diese Dateien habe ich dann zu einem Plotter-Service gebracht und sie mir auf die entsprechenden Papiere drucken lassen! (Hier hat sich meine Zeichenrolle aus meinem Studium sehr bewährt zum Transport!)

Die Vorlagen habe ich dann in mühseliger Kleinstarbeit mit einer Schere ausgeschnitten und mit Tesafilm umgekehrt auf die Rückseite (SEHR WICHTIG!!!) der Holzplatte geklebt. Das mit der Rückseite und dem spiegelverkehrten aufkleben ist deswegen wichtig, da die Stichsäge ja die Seite aufreißt, auf die man während dem sägen guckt. Um die Sichtseite nicht zu zerstören muss man dementsprechend andersherum denken. Die Vorlagen habe ich dann mit einem Bleistift umrandet und wieder vom Holz entfernt.
Damit war der erste Schritte schonmal getan!

Weiter geht es im nächsten Schritt

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Die eigentliche Arbeit

Mit den Vorlagen fertig auf dem Holz aufgezeichnet geht es nun weiter zur eigentlichen Arbeit.

Dieser Schritt passt perfekt in den Aufgabenbereich einer Dekupiersäge, die ich allerdings nicht hatte, weswegen ich eine Stichsäge dafür nehmen musste. Man muss aber darauf achten, dass man die Extra Clean-Cut Sägeblätter nimmt, um die Kurven so ordentlich wie möglich sägen zu können.
Jetzt mag der ein oder andere erfahrene Handwerker denken: "Eine Stichsäge?!?! Der Junge spinnt doch! Was für eine Heidenarbeit!"
         Richtig gedacht. Das war es! 
Also nahm ich mir zuerst eine Insel vor um meine Fertigkeiten zu testen. Madagaskar bot sich da ganz gut an. Nach ca. 20 Minuten sägen mit der Stichsäge war es dann so weit: das Holz hatte einigermaßen die gewünschte Form. Sofort habe ich mir Schleifpapier geschnappt und auf beiden Seiten alle Kanten ordentlich abgeschliffen. Ich war direkt von diesem Projekt begeistert! "Das macht ja richtig Spaß" war einer meiner Gedanken als ich das Foto von Madagaskar gemacht habe. Nach diesem handwerklichen Erfolg (Ja, auch das ist für mich ein Erfolg da ich sowas ja noch nie gemacht habe), habe ich mich direkt an Australien gewagt. Nach ca. 2 Stunden war ich auch da mit dem Sägen und schleifen fertig. Aaaaber es war Zeit nach Hause zu fahren. Die Misses hat bald Feierabend und darf ja nichts von meiner Abwesenheit erfahren!
Also aufgeräumt und ab nach Hause, am nächsten Tag konnte ich ja weiter machen!

So ging das dann insgesamt 9 Tage an denen ich jeweils 6-8 Stunden mit Sägen und schleifen beschäftigt war. Zum Glück war größtenteils gutes Wetter, sodass ich die meiste Zeit draußen verbringen konnte. Für die Great Lakes, sowie das kaspische/rote Meer habe ich jeweils mit einem Handbohrer Löcher gebohrt und die Stichsäge dort angesetzt. Das ging sehr gut, allerdings war das schleifen hier elendig anstrengend.

Nach 9 Tagen (verteilt auf 2 Monate) sah das ganze schon ziemlich akzeptabel aus! Alle Teile waren ausgesägt und geschliffen, der (vor)letzte Schritt stand bevor und die Spannung stieg: Das anleimen an die Hintergrundplatten.

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Gestalten des Hintergrundes

Ich habe die drei Pappelholzplatten also aneinander gelegt und die Kontinente darauf ausgerichtet. (Hier natürlich wieder ALLES SPIEGELVERKEHRT!!!) Nun habe ich mit einem Bleistift schön schwungvoll in einem gewissen, willkürlichen Abstand eine Umrandung gezogen und an dieser entlang gesägt...
-> Alles wieder geschliffen und zurück auf den Wohnzimmerboden.

Nun ging es ans anleimen. Als Abstandshalter habe ich hier Astlochstopfen gekauft. Davon habe ich eine willkürliche Anzahl an wichtige Stellen auf Rückseite der Kontinente und Inseln geleimt und diese dann auf die Hintergrundplatte aufgeleimt. Fertig war das Ganze, es muss nur noch an die Wand!

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An die Wand bringen

Hier habe ich leider keine Fotos gemacht, da wir unter Zeitdruck standen aber das ist auch nicht so wirklich kompliziert und wahrscheinlich je nach Wandmaterial etwas unterschiedlich.

Ich habe in jede der 3 Hintergrundplatten an 4 strategisch sinnvollen Punkten 6mm Löcher gebohrt. Dann habe ich die mittlere Platte an der Wand ausgerichtet, die beiden oberen Punkte durch die Löcher an die Wand gezeichnet und dort in die Wand mit einem 5,5mm Bohrer gebohrt. Dort habe ich einfache Dübel reingehämmert und die Mittelplatte dann mit Schrauben und Unterlegrosetten aus Metall an die Wand geschraubt. Die anderen Platten habe ich dann auf ähnliche Weise angepasst und an die Wand gehängt. Fertig!


Rechtlicher Hinweis

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