Weinregal für die Küche mit Lamellofräse gebaut

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Nach dem Küchenbau bei meiner Tochter gibt es noch eine Lücke zwischen dem Amerikanischen Eisschrank und den Küchenmöbeln. Rund 18 cm - zu klein für einen gekauften Schrank, zu groß um die Lücke so zu lassen. Schaut einfach nicht schön aus. Mein Schwiegersohn dachte an ein schmales Weinregal und so habe ich übrig gebliebene Schrankbretter zu einem passenden Regal verarbeitet.

Das Besondere: Ich wurde als Produkttester für den Winkelschleifer PWS 1300-125 CE ausgewählt und ich habe diesen sogleich als Lamellofräse eingesetzt ...

Den Bau des Regals beziehe ich deshalb im Projekt gezielt auf die Lamellos.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung und Umbau zur Lamellofräse

Der Winkelschleifer macht zunächst einen sehr soliden Eindruck.
Der Koffer ist sehr stabil und bietet viel Platz für Zubehör.

Neben Schleifscheiben passen in die Fächer auch Ohrstöpsel und Schutzbrille. Die Maschine liegt ordentlich und gut verstaut im Koffer.
Man sieht sofort, hier ist ein absolut hochwertiges Gerät.

Zu dern Einzelheiten berichte ich in meinem ausführlichen Produkttest demnächst.

Ich habe vor einiger Zeit im Baumarkt im Schnäppchenregal einen Lamellovorsatz für Winkelschleifer erstanden. Statt 60 Euro habe ich nur 18 Euro gezahlt. Super! Das Anbauteil ist von Wolfcraft und hat mir schon oft gute Dienste geleistet, aber der Winkelschleifer bisher war ein Graus! Bisher hatte ich nämlich ein Billig-Mannesmann-Teil daran gebaut, allein der Schalter war ein Gefummele und laut war die Maschine auch noch. Also teste ich den neuen Winkelschleifer gleich an diesem Anbauteil. Der Umbau geht in 2 Minuten von statten, die Feinjustierung musste nicht angepasst werden.

Ein erster kurzer Test - die Maschine ist extrem leise und vibrationsarm. Durch die stufenlose Drehzahlregulierung kann man von sehr langsam auf höchste Geschwindigkeit justieren. Ein sehr großer Vorteil ist der Sanftanlauf. Die Maschine erhöht innerhalb Sekunden die Geschwindigkeit, was mit Sicherheit meinem Lamellovorsatz an den Lagern auch gut tun wird. Alleine schon der Umbau war ein Spaß, denn der Bosch-Winkelschleifer liegt gut in der Hand und beim ersten Anschalten war ich schon vom Schalter begeistert. Er ist leicht zu bedienen und super leicht zu arretieren. Und der Hammer: Es ist ein Wiederanlaufschutz eingebaut, so dass ich mit dem Sicherheitsschalter Staubabsaugung und Winkelschleifer ausschalten kann, aber beim Einschalten der Sauger zwar anläuft, der Winkelschleifer aber nicht. Ein eindeutiger Sicherheitsmehrwert, den man nie genug schätzen kann ...

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Bau des Regales

Ich verwende für die Seitenwände einen übrig gebliebenen Hochschranks. Der Vorteil: Es sind bereits Lochreihen vorhanden. 

Zunächst säge ich die Seitenwände des Korpus zurecht. Das Besondere ist der Eckausschnitt am Sockel (im Bild links zu sehen).

Mit der Kreissäge fällt es schwer Innenwinkel zu sägen, da das Sägeblatt kreisförmig ist. Um ein sauberes Schnittbild zu bekommen, säge ich die Einschnitte nicht komplett, sondern nur bis kurz vor die Innenecke. (Bild 2). Man sieht, dass ich nicht ganz zur Ecke säge, denn so würde auf der Brettunterseite zu weit gesägt werden! Damit ich nicht zu weit säge, mache ich mir Markierungen auf das Brett. Für diesen Abstand mache ich mir rasch ein ein Maßholz auf der Säge (Bild 3). Das Kantholz wird nur so weit eingesägt, bis das Sägeblatt die obere Kante gerade berührt.

Das nun entstandene Maß übertrage ich nun auf den Korpus (Bild 4) und ich säge mit der Kreissäge nur bis an diesen Strich. Eher kürzer. Der Rest wird dann mit der Handsäge abgesägt (Bild 5). So habe ich den Vorteil des geraden Schnittes und die Geschwindigkeit der Kreissäge genutzt.

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Lamellos fräsen

Sodann säge ich noch rasch die Einlegeböden und die Rückwand. Ich verwende hierzu Hochglanz-Dekorplatten der Küche. Schaut sehr hochwertig aus.

Dann geht es bereits zur Vorbereitung des Zusammenbaues. Es werden viele Fräsungen für die Lamellos gebraucht. Diese haben gegenüber Holzdübeln viele Vorteile: Einfach zu verarbeiten, leicht zu fräsen, gut zu verleimen, verwindungssicher, sehr stabil, haben enorm große Oberfläche und halten daher "bombenfest". Die Fräsung ist halbrund und entsprechen exakt der halben Form eines Lamellos. Etwas Leim ins Loch und Lamello hineingedrückt. Durch die halbrunde Form können auch über Eck Lamellos gesetzt werden (Stirn- und Langseite des Brettes) und in Winkel eingefügt werden. So wird die Verbindung sofort extrem stabil (Bild 3 und 4) und gleich rechtwinklig. Ich kann Lamellos nur empfehlen!

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Fast fertig

Ein erstes Probeliegen im Regal - standesgemäß sollte es schon ein echter Cahmpagner sein :-)

Der Leim muss noch trocknen. Und unten kommt dann nach dem Einbau noch der silberne Sockel dran. Obenauf kommt noch die Arbeitsplatte und fertig ist das edle Weinregal.

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Abschlussbericht

Das Regalprojekt hat etwa 3 Stunden gedauert. Ich bin wieder einmal begeistert. Die Lamellofräse ist ein super Handwerksgerät. Eine Profimaschine konnte/wollte ich mir nicht leisten. Aber das Zusatzteil für den Winkelschleifer kann ich nur empfehlen. Beim ersten Einsatz etwas schwierig, bis man heraushat, wie man anzeichnet und wie herum man fräst. Aber wenn man den Kniff raus hat, passt alles auf den Zehntel-Millimeter. Und alles ist solide und man braucht nicht eine einzige Schraube. So ein Regal ist dann tatsächlich Profi-Qualität.

Und mit einem guten Winkelschleifer macht es doppelt Spaß. Das Gerät ist nicht lauter als eine Stichsäge, mit Staubabsaugung ist die Werkstatt vollkommen sauber und durch den Wiederanlaufschutz nach "Strom-Aus" ist das Gerät sehr sicher. Ich kann den PWS 1300-125 CE mit bestem Gewissen weiter empfehlen.

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Das fertige Regal in der Küche

Heute habe ich das Regal fertig gemacht und (provisorisch) aufgestellt.
Das Problem: Die Arbeitsplatte am Nebenschrank ist zu kurz und so habe ich das Regal niedriger gebaut um aus Resten eine eigene Arbeitsplatte etwas niedriger einzupassen. Auch hier wieder ein Problem: Ich habe keinen rest mehr in der passenden Grüße. So habe ich jetzt den Herdausschnitt verwendet. Daraus zwei passende Stücke gesägt, aneinander verleimt (mit Lamellos), und aufgeschraubt. Da auch kein Umleimer mehr vorhanden ist und wegen 15 cm welchen kaufen - nicht mein Ding. Von einem Rest die Oberfläche vorsichtig abgesägt, Rückseite auf Bandschleifer abgeschliffen und auf die Stirnseite aufgeklebt. Die Restseiten habe ich mit anderem Umleimer vor Wasser geschützt.

Nun muss die Arbeitsplatte des Nebenschrankes noch etwas gekürzt und exakt an die Wand angepasst werden. Die Türen müssen noch genau justiert werden und das neue Regal etwas unterlegt und mit dem Nebenschrank verschraubt werden. Das Ergebnis lässt sich zeigen, Schaut wie so gekauft aus und passt hervorragend zur Küche. Lediglich die unterschiedliche Höhe der Arbeitsplatten stört, allerdings steht das ganze an einer Seite auf der nicht gearbeitet wird. Ich schätze, meine Tochter wird das passend etwas dekoratives finden. Oder es werden dort einige Flaschen stehen. Dann schaut es aus, als ob es so gewollt wäre.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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