Weinregal - stapelbar

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Die Idee selbst stammt nicht von mir. Ich habe ein solches Regal in einem Möbelhaus gesehen und dachte mir: "Das kannst du auch". Schnell ein Foto gemacht und ab nach Hause.

Auf dem Heimweg überlegte ich mir, wie ich die Sache am Besten angehen könnte. Da ich ja mindestens zwei solche Regale machen wollte (zum einen, um zu sehen ob das mit dem Stapeln wie gedacht fiunktioniert, zum andern, um zwei verschiedene Materialien zu testen) lag die Lösung auf der Hand: Schablonen und Frästisch.

Mögen die Spiele beginnen.

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Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Oberfräse
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Materialliste
  • 1 x Restholz | massv oder Sperrholz (nach Größe)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Schablonen

Um beliebig viele immer gleiche Teile bauen zu können sind Schablonen ein geeignetes Mittel. Ich sägte diese aus Laminatbrettern, die ich vom Sperrmüll gerettet hatte.

Nachdem die Form gezeichnet war klebte ich zwei Laminatstücke mit Doppelklebeband zusammen und sägte die beiden Seitenteile in einem Arbeitsschritt mit der Dekupiersäge aus (Bild 1).

Mit einem 35 mm Forstnerbohrer bohrte ich (noch immer im Doppelpack) die Rundungen der Grifflöcher (Bild 2) . Den Steg dazwischen entfernte ich mit der Dekupiersäge (Bild 3).

Die beiden Längsteile wurden einzeln gesägt, da sie unterschiedliche Formen haben. Ein Teil bekommt kleine Einkerbungen (hier liegen später die Flaschenhälse auf) der andere breitere (für den breiten Flaschenkörper.

Nachdem alle Schablonen gesägt und geschliffen waren, suchte ich mir passende Reststücke zusammen (Bild 4). Ich machte ein Regal aus Massivholz (Leimholz), das zweite aus Sperrholz.

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Teile fräsen und schleifen

Die Schablonen werden mittels Doppelklebeband auf die Platten geklebt. Mit der Dekupiersäge die Konturen mit etwas Abstand ausgesägt (Bild 1). Mit einem Konturfräser werden die Konturen an die Schablone angepasst (Bilder 2+3).

Die beiden Seitenteile bekommen an der oberen Kante einen Stapelfalz gefräst. Die Breite des Steges richtete ich nach meinen vorhandenen Nutfräsern. In meinem Fall 8 mm.
Das hieß also, dass ich bei einem 8 mm breiten Steg bei 15 mm Brettstärke von beiden Seiten jeweils 3,5 mm wegfräsen musste. Nachdem ich an einem Reststück die exakte Höhe überprüft hatte wurden die Stege gerfäst (Bilder 4+5).

An der Unterseite wurde mittig eine Nut gefräst, deren Länge und Tiefe sich nach den Stegen richtete. Breite waren die 8 mm des Nutfräsers. Die Seitenteile können nun ineinandergesteckt werden (Bilder 6+7).

Alle Teile für ein Weinregal sind nun geräst und werden mal probehalber zusammengestellt (Bild 8).

Die beiden Seitenteile werden übereinandergelegt und bekommen Bohrungen für die Schrauben (auf den Bildern 6+7 schon zu sehen, da ich diese Bilder erst nachträglich gemacht habe).

Alle Teile werden nun geschliffen. Die Stegen und Nuten von Hand (Bild 9), der Rest mit dem Band- und Oszischleifer. Dabei verschwinden dannn auch die unschönen Brandspuren vom Fräsen, die sich auf dem Sperrholz zeigten (keine Ahnung, ob es an der falschen Geschwindigkeit lag, oder am stumpf werdenden Fräser...?).

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Zusammenbau und Endarbeiten

Die Teile können zum Regal zusammengebaut werden. Dazu gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

  1. Unsichtbare Verbindungen mit jeweils zwei Dübeln (um ein Verdrehen der Streben zu verhindern)
  2. Verbindung mit jeweils einem Dübel und einer Schraube
  3. Verbindung mit jeweils zwei Schrauben

Ich habe mich einmal für die Optionen 2 (Leimholz) und 3 (Sperrholz) entschieden. Bei beiden ist zu beachten, dass die Streben in einem Abstand von etwa 8-10 mm von der Unterkante angebracht werden müssen!

Die entsprechenden Löcher für die Schrauben (je nach Variante eines oder zwei) werden durch die Seitenteile in die Streben gebohrt und von außen angesenkt (Bild 1).
Bei Variante 2 bohrte ich zusätzlich je ein 8 mm Loch für den Dübel (Bild 2). Dieses wird auf die Seitenteile übertragen und dort ebenfalls ein Loch gebohrt (im Gegensatz zum Schraubloch aber nicht komplett durchgehend!).

Welche Variante auch immer, die Teile können nun zusammengebaut werden. Sollen die Regale fix sein kommt etwas Leim dazu, sollen sie zerlegbar bleiben kein Leim.

Nach dem Zusammenbau habe ich das Sperrholzregal lasiert (Bild 3). Die Teile aus Leimholz habe ich schon vorher mit mattem Klarlack besprüht.


Die Regale sind nach dem Trocknen fertig und können gestapelt und bestückt werden (Bild 4).

Aufgrund der vorhandenen Schablonen lassen sich jederzeit weitere Regale in beliebiger Anzahl passgenau nachbauen. Natürlich kann man bei Bedarf die Streben auch (fast) beliebig verlängern.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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