Weihnachtliche Geschenkbox

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    4 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Heute zeige ich euch ein kleines Geschenk zur Weihnachtszeit welches sich auch hervorragend für Wichtelspiele u.ä. eignet. Gefertigt habe ich es in zehnfacher Ausfertigung für die ArbeitskollegInnen meiner Frau für die Firmenweihnachtsfeier.

Das Geschenk besteht aus:
2 x zerlegbaren Teilen Christbaumschmuck (Kugel und Stern)
1 x Aufbewahrungsbox mit weihnachtlicher Dekoration

Arbeitszeit bezieht sich auf alle Teile (insgesamt 10 komplette Sets). Ich habe alle drei Arbeiten in einem Projekt zusammengefasst.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Tischbohrmaschine
  • Schleifgeräte, -mittel
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Materialliste
  • 1 x Sperrholzplatte 4mm | Buche (100x100cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Christbaumanhänger "Kugel", Vorarbeiten

Als erstes machte ich die kugelförmigen Christbaumanhänger. Die Vorlage dazu fand ich im Netz. Nachdem ich die Vorlage auf die verwendete Holzdicke (vier anstatt 3 mm) angepasst hatte wurde sie mehrmals ausgedruckt. Ehe ich mit der Arbeit begann wurden Holzstärke und Vorlage nochmals überprüft (Bilder 1+2).

Die Vorlage wurde in passende Teile zerschnitten (Bild 3). Ein Stück der Platte wurde entsprechend der Vorlagenbreite angezeichnet, auf der Deku zugeschnitten, von Hand geglättet und mit Paketband beklebt (Bilder 4-7). Die Vorlagen wurden darauf mittels Sprühkleber befestigt (Bild 8).

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Christbaumanhänger "Kugel", Fertigung

Ein zweites Stück Sperrholz wurde zugeschnitten und mittels kleiner Nägel mit dem Vorlagenbrett verbunden. Auf der Tischbohrmaschine machte ich die Bohgrungen für die Innenschnitte (1mm-Bohrer) (Bilder 1+2).
Die Rückseite wurde nochmals geglättet und der Streifen in handlichere Teile zersägt.

Jetzt konnten die Innenschnitte gemacht werden (Bilder 3+4). Danach sägte ich die Außenkontur (Bild 5).

Achtung:
Da ich nur Vorlagen mit Aufhängering verwendete muss beim zweiten Pärchen dieser Ring abgetrennt werden. Die Aussparung wird bei diesen Teilen in der oberen Hälfte gemacht!

Sind die Teile gesägt können die Vorlagenreste abgezogen werden (Bild 6). Ein erstmaliges Zusammenstecken zeigt ob alles passt oder nachgearbeitet werden muss. Passt (Bild 7)!

Aus einer Papierfeile (Kosmetikbedarf) und einem Stück Schleifpapier schnitt ich kleine Streifen (Bild 8). Diese gewährleisten, dass ich auch in die kleinsten Ausschnitte schleifen konnte.

Ist alles geschliffen und entstaubt wird großzügig Pflegewachs aufgetragen (Bild 9). Mit einem Heißluftgebläse (Fön geht auch) wird das Wachs erwärmt damit es tief in die Poren eindringen kann. Danach mit einem weichen Lappen (ausgemusterte Stoffwindeln eignen sich da hervorragend!) wird das Holz poliert.

Zum Abschluss kommt eine passende Schnur als Aufhänger und fertig ist einer von vielen Christbaumanhängern (Bild 10).

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Christbaumanhänger "Stern"

Der zweite Christbaumanhänger hat die Form eines Sterns (Steve Good lieferte die Vorlage) und ist ebenfalls zerlegbar. So kann er gemeinsam mit dem ersten Anhänger in der kleinen Box (gleich mehr dazu) bis zu den nächsten Weihnachten aufbewahrt werden.

Zur Fertigung gibt es nicht viel Neues zu sagen. Alle Arbeitsschritte sind ident zu denen der Kugel. Nur schnell zwei Bilder zur Fertigung.

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Aufbewahrungsbox, Vorarbeiten

Zum Aufbewahren der Anhänger zwischen den Zeiten bastelte ich dazupassende Boxen. Ebenfalls aus 4mm Buchensperrholz, wobei die Größe sich nach den Anhängern richtet (Innenmaße müssen so groß sein dass beide Anhänger samt Aufhängung reinpassen).

Ich trennte ausreichend breite Streifen von der Platte ab. Wie man sieht geht das auch mit der Deku ohne Probleme (Bild 1). Diese Streifen sägte ich in passende Stücke. Einige davon bekamen eine Lage Paketband (Bild 2), darauf kam die Vorlage. Je zwei Platten wurden zu einem Stapel verbunden (man könnte ohne weiteres auch drei oder vier nehmen) (Bild 3).

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Aufbewahrungsbox, Teile fertigen

Die Stapel wurden nach der Reihe gesägt (Bilder 1-3). Noch mit der Vorlage drauf probierte ich die Passgenauigkeit aus (Bild 4). Ein Gummiring half beim Halten.

Wenn soweit alles passt kann die Vorlage samt Paketband abgezogen werden (Bild 5). Wenn man die Teile der Box nun flach zusammenlegt zeigt sich gleich, wo es Ungenauigkeiten gibt (Bild 6).
Nach und nach wurden so die Teile für zehn Boxen gesägt (Bild 7).

Als ich alle Teile gesägt hatte ging es ans Schleifen. Unter Einsatz diverser Schleifmittel und -geräte wurden alle Flächen und Kanten geglättet (Bilder 8+9).

In die langen Seitenteile sägte ich Griffmulden (Bild 10). Diese dienen dazu später den eher stramm sitzenden Deckel leichter abnehmen zu können.
Die Griffmulden kann man natürlich auch kleiner machen (ich habe einen Holzfehler entfernt), sie auch mit einem Forstnerbohrer oder mit dem Oszi-Schleifer machen.

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Box

Die Teile für den Schachtelkörper sind gesägt und geschliffen. Nun können sie zur Box verleimt werden. Ein stabiler Winkel hilft dabei die Seitenwände gerade anzuleimen Bilder 1+2). Klemmen und ein Gummiring halten die Wände in Position, ein Gewicht fixiert den Boden (Bild 3).

Deckel
Die Deckelteile selbst wurden schon mit den anderen Boxenteilen gesägt. Was noch fehlte ist eine Verzierung und ein Inlay, das den Deckel in Position halten soll. So wird das gemacht:

Ich übertrage die Innenmaße auf ein Stück Sperrholz (Bild 4). Überstände abtrennen (Bild 5) und Passgenauigkeit überprüfen (Bild 6). Wenn's passt (Bild 7) die Schnittkanten leicht glätten und die Innenseite bemalen. Ich habe rote Abdeckfarbe verwendet (Bild 8). Es geht aber natürlich auch gut mit Acrylfarbe.

Während die Farbe trocknete zeichnete ich freihand die Schrift auf den Deckel. (Bild 9). Als ich damit zufrieden war (es wurde mehrmals radiert) malte ich die Schrift so aus wie ich sie sägen wollte (Bild 10).

Hinweis:
In den beiliegenden Bildern sieht man nur das Sägen der Schrift. Ich habe mich aber dazu entschlossen, jede Box ein klein wenig anders zu gestalten (wie ich es schon beim vorjährigen Geschenk, den Teelichthaltern, gemacht habe). Dazu habe ich auf jedem Deckel zusätzlich ein kleines Symbol (Stern, Christbaum, Komet...) angebracht.

Nachdem entsprechende Bohrungen gesetzt waren sägte ich mit einem Sägeblatt Niqua Fix Reverse #1 die Schrift aus (Bild 11). Nach dem Sägen die Kanten nachschleifen. Dann kann das Inlay an den Deckel geklebt werden.

Ich legte das Inlay in die Box (farbige Fläche nach oben!) und trug auf der Deckelrückseite Leim auf. Deckel auf die Box setzen und alles zusammen umdrehen. Wenn der Deckel ausgerichtet ist passt das Inlay automatisch. Mit einer Anreißnadel habe ich das Inlay angedrückt  und nach kurzer Wartezeit die Box nach oben abgehoben. Mit Klemmen wird alles zusammengehalten (Bilder 12-14), überschüssigen Leim mit einem Plastikhalm aufnehmen.

Ist der Leim trocken wird der Deckel aufgesetzt und die Box an den Außenflächen mit dem Bandschleifer geglättet und dabei alle Kanten "auf gleich" geschliffen (Bild 15).

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Letzte Schritte

Die Box wird innen und außen gewachst (Eigenbauwachs + Heißluftgebläse). Nach dem Aufpolieren wird sie mit Watte ausgelegt. In jede Box kommen ein (zelegter) Stern- und ein Kugelanhänger.
Fertig ist ein persönliches Weihanchtsgeschenk!

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Umbau zur Geldgeschenkbox, Ergänzung 05.03.2014

Heute kam unser zweites Enkelkind zur Welt. Für ein kleines Geldgeschenk bastelte ich eine weitere Geschenkbox. Allerdings gestaltet ich den Deckel diesmal etwas anders:
Anstatt zu sägen, malte ich ein passendes Motiv samt Namen auf den Deckel. Ich verwendete dazu einfache Filzstifte. Erst danach(!) wurde der Deckel gewachst.

Das soll eine kleine Anregung sein, denn auf ähnliche Weise kann man die Geschenkbox sicher auch für viele andere Gelegenheiten anpassen.


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