• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    2 h
  • Wertung

Unser Speisezimmer brauchte eine Auffrischung. Die Wände sollten rein weiß werden und zur afrikanisch angehauchten bisherigen Deko sollte etwas Passendes kommen. Auf einer Seite hängt das Jaguarbild. Fehlte noch etwas großes für den Bereich oberhalb der Sitzgruppe.

Beim stundenlangen Sägen am Fretworkbild konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Herausgekommen ist letztlich dieses Werk in der Größe von 150x52 cm.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Bandsäge
  • Handkreissäge
  • Tischbohrmaschine
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Materialliste
  • Sperrholzplatten 8mm | Birke
  • Farben | Wand-/Abtönfarbe
  • starken Draht |

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage erstellen

Eine erste Idee wurde noch während des Sägens zu Papier gebracht (Bild 1). Ich dachte an eine Szene in der afrikanischen Steppe, links im Vordergrund ein Leopard auf einem Ast, im Hintergrund diverse Pflanzen und Tiere aus Afrika. Das Ganze vor einer untergehenden Sonne.

Aus dieser Idee entstand am Computer eine Vorlage (Bild 2). Diese wurde in ein Posterprogramm geladen (Bild 3) und ausgedruckt (Bild 4).

Mittels scharfem Messer und Metallineal wurde die Vorlage zugeschnitten (Bild 5) und zusammengeklebt (Bild 6). Zusätzlich klebte ich auf der Hinterseite einen Streifen Malerkrepp (Bild 7). Damit war die Vorlage fertig (Bild 8).

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Motivplatte vorbereiten

Ein Reststück 8mm Birkensperrholz in passender Größe wurde fein geschliffen (Bild 1). Im Abstand von etwa 5cm vom unteren Rand zeichnete ich eine Linie an (Bild 2). Entlang dieser Linie klebte ich die Vorlage mittels Sprühkleber auf (Bilder 3+4).

Nachdem ich die Bohrungen für die Innenschnitte gemacht hatte wurde die Platte auf eine handlichere Breite zugeschnitten. Das ging einfach und schnell mit der Bandsäge (Bild 5). Die Schnittkante musste nicht besonders schön sein, da dieser Teil später sowieso wegfällt.

Die Platte hat eine Gesamtlänge von 150cm und ist damit klar zu groß für meine Hegner. Ich teilte sie in drei etwa gleich große Teile auf. Dazu stellte ich den Tisch der Deku schräg und teilte die Platte auf (Bild 6). Dabei verwendete ich ein Blatt #1 um später eine möglichst gute Passform der Teile zu erreichen. Den Schrägschnitt machte ich auch deshalb, um eine größere Klebefläche zum Zusammenfügen der Teile zu haben.

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erstes Teilstück

Tisch der Dekupiersäge wieder genau winkelig zum Blatt ausrichten und die Sägerei konnte beginnen. Stück für Stück arbeitete ich mich durch das erste Teil (Bilder 1-4).

Zum Entfernen der noch verbliebenen Vorlagenreste erwärmte ich diese mit dem Heißluftgebläse (Bild 5). Das erste Teilstück war gesägt (Bild 6).

Mit einem handlichen Schleifer wurden die Flächen geschliffen (Bild 7). Zum Schleifen der Kanten kamen zugeschnittene Papierfeilen und Schleifpapierreste zum Einsatz (Bild 8). Das dauerte etwas.

Das Teil wurde entstaubt und mit schwarzer Lacklasur gestrichen (Bild 9). Dabei darauf achten, dass die schrägen Flächen zum Stückeln nicht mitgestrichen werden!

Nur noch trocknen, und das erste Stück war geschafft (Bild 10).

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zweites Teilstück

Das zweite (= mittlere) Teil wurde im großen und ganzen auf dieselbe Art gemacht:
sägen (Bild 1), Vorlagenreste entfernen (Bild 2), schleifen (Bild 3) und lasieren (Bilder 4+5).

Allerdings gab es hier noch zwei zusätzliche Teile die beim Aufteilen der Platte angefallen sind und die nun angestückelt werden mussten. Diese wurden erst ausgesägt (Bild 6), angepasst (Bild 7) und angeleimt (Bild 8). Dazu verwendete ich Fix und Fest Gel, da sich die Teile schlecht mit Klemmen/Zwingen fixieren ließen.
Nach dem Trocknen wurden natürlich auch diese Teile lasiert.

Anmerkung:
Wenn ich beim Aufteilen der Platte besser aufgepasst hätte wäre es durchaus möglich gewesen die Platte so aufzutrennen, dass diese beiden Teile am Baum verblieben wären. Aber wo bliebe der Spass, wenn nicht die eine oder andere Herausforderung ein Projekt spannend machte?

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Teilstück drei

Fehlt noch ein Motivteil. Die folgenden Bilder zeigen die schon bekannten Arbeitsschritte:
Innenschnitte sägen, Außenkonturen sägen, Vorlagenreste entfernen, Flächen und Kanten schleifen, entstauben und lasieren.

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Hintergrundplatte

Die Lasur trocknet an einem geschützten Platz. Zeit, sich der Hintergundplatte zuzuwenden.

Beim Zusägen derselben kam erstmals das Testgerät PKS 16 zum Einsatz. Als Führung verwendete ich eine schon vorhandene Schiene (Bild 1). Meine Erfahrungen mit der Multi Handkreissäge berichte ich im zugehörigen Testbericht.

Schnittkante und Flächen wurden geglättet (Bild 2+3). Ich legte die ersten Motivteile auf um zu sehen, ob die Höhe der Platte passt (Bild 4).

Aus einem Reststück sägte ich mit der Deku vier Teile für die Aufhängung (Bild 5). Diese wurden mit Leim bestrichen (Bild 6) und mit Hilfe eines Winkels ausrichten (Bilder 7+8). Jede Leiste bekam zwei angesenkte Bohrungen (Bild 9).

Ein starker Draht (Bild 10) wird zwischen den Leisten verspannt und verschraubt. Dazu wird er in den Schraubstock gespannt und verzwirbelt (Bild 11). Die so entstandene Öse wird in einem der äußeren Bohrlöcher angeschraubt, der Draht straff zur nächsten Schraube geführt und um diese gewickelt (Bild 12). Auf der zweiten Leiste erfolgt die Befestigung in umgekehrter Reihenfolge: erst wickeln, dann Draht kürzen, Öse bilden und anschrauben.

Von einer Latte eines ausgedienten Bettrostes sägte ich zwei Teile ab. Diese wurden auf einer Seite geschliffen um den Lack zu entfernen (Bild 13). Dann wurden die beiden Teile als Abstandshalter an der unteren Kante angeschraubt (Bild 14). Auf die Abstandshalter und die Aufhängung klebte ich ein dünnes Stück Filz als Wandschoner (Bild 15).

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Hintergrund bemalen

Auf dem PC versuchte ich testweise unterschiedliche Farbverläufe und Hintergünde (Bild 1). Das gab mir genügend Anregungen um den Sonnenuntergang bildlich zu gestalten.

Ich zeichnete am PC einen Kreis mit einem Durchmesser von 20cm. Ausdrucken und als Sonnenschablone ausschneiden. Die Sonne sollte hinter dem Geparden untergehen. Also legte ich das entsprrechende Motivteil auf und verschob die Schablone solange, bis ich mit deren Position zufrieden war (Bild 2). Ein paar Klebestreifen hielten die Schablone vorerst an ihrem Platz.

Zum Malen verwendete ich diesmal nur Abtön- und Wandfarbe. Mittels Schaumstoffwalze malte ich die Sonne mit weißer Innendispersion, welche vom Ausmalen des Speisezimmers übergeblieben war (Bild 3).

Nach und nach kamen weitere Farben dazu. Diese wurden teils mit der Walze, großteils aber einfach mit den Händen aufgetragen (Bilder 4-7).
Der Rand wurde an allen Stellen an die das Motiv grenzen wird schwarz lasiert (Bilder 8+9).

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letzte Schritte

Das Motiv wird auf den trockenen Hintergrund geklebt. Der Leim wird möglichst flächig aufgetragen (Bild 1) und die Teile platziert. Mittels diverser Helferleins (Klemmen, Zwingen, schwere Gegenstände) werden die Teile in Position gehalten (Bild 2+3).

Abschließend ging ich nochmals mit etwas Lasur und einer Schaumstoffwalze über die Flächen des Motivs um letzte Spuren zu beseitigen (Bild 4).
Dann war es geschafft und das Bild konnte an die Wand (Bild 5).


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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