Vogelhaus der etwas anderen Art

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Vor einigen Wochen wurde hier ein Projekt vorgestellt, das mich sofort reizte nachzubauen.
Leider wurde das Projekt ohne Beschreibung, dafür mit einem externen Link zu einem Blog eingestellt, und bekam dafür auch entsprechend böse Kommentare.
Seis drum, mich hat das Projekt trotzdem fasziniert, und ich hab mir vorgenommen es als Geburtstagsgeschenk nachzubauen.
Es handelte sich um einen Zwitscherkasten, ein "Vogelhäuschen" für ausgewachsene Männer.
Ich habe lange überlegt, wie ich es bauen würde: so wie im vorgestellten Projekt?
Nein! Ich hab es für meine Zwecke abgeändert. Hier ist nun das Ergebnis.
Ich musste zum Beispiel andere Gläser nehmen, weil die, die im anderen Projekt verwendet wurden waren mir zu teuer. Andere Gläser bedeuteten natürlich auch andere Befestigung. Aber auch dafür ist mir eine, wie ich finde, sehr gute Lösung eingefallen. Aber jetzt genug der Worte, Hier kommt die Beschreibung.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Tischkreissäge
  • Oberfräse
  • Bandschleifer
  • Schwingschleifer
  • Abricht- und Dickenhobelmaschine
  • Hammer
  • Bohrer
  • Feile
  • Streichmaß
  • Messschieber
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Materialliste
  • 0,4 m x Stahlkette | Stahl
  • 1 x Magnetverschluss
  • 2 x Hakenschrauben | Stahl
  • 0,1 m x Rundstab | Buche (20x100mm)
  • 2 x Schaniere | Metall
  • 3 x Buchenholzbretter | Buche (200x400x18)
  • 2 x Buchenholzbretter | Buche (200x250x18)
  • 1 x Buchenholzbrett | Buche (200x350x18)
  • 1 x Buchenholzbrett | Buche (70x350x25)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Leimholzbretter herstellen

Eigentlich wollte ich mir bei diesem Projekt die ganze Hobel- und Leimarbeit sparen. Da ich aber in den Baumärkten meiner Umgebung nur stabverleimte Buchenbretter minderer Qualität finden konnte, hab ich mich entschieden doch wieder den weiten Weg über die Hobelmaschine und die Leimhilfen zu gehen. Also Ab in den Brettvorrat meines Vaters, schöne Buchenbretter ausgesucht und wieder ab nach Hause. Die Einzelnen Brettchen auf den großen Stücken angezeichnet und mit der Handkreissäge grob vorgeschnitten.
Anschließend mit der Tischkreissäge feiner nachgeschnitten, damit das Hobeln schneller geht. Danach wieder alle Einzelteile auf der Hobelmaschine zweiseitig, rechtwinklig abgerichtet und auf 18 mm Dicke gehobelt. Jetzt kommen wieder meine Leimhilfen zum Einsatz. Damit ist es mir möglich, die ganzen Einzelteile für zwei Zwitscherkästen (ich hab gleich zwei gebaut, ich musste auf einen 40. und einen 80. Geburtstag, und jeder der beiden Jubilare sollte einen bekommen) auf einmal zu verleimen.

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Ablängen auf Fertigmaß

Mit der TKS werden jetzt die einzelnen Teile aufs fertige Maß geschnitten. Der Boden und das Dach werden im 90° Winkel, die beiden Seitenteile mit nach hinten abfallender Schräge und die Rückwand mit einem schrägen Winkel an der Stirnseite geschnitten.

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Verleimen des Grundkörpers

Zur Verbindung der einzelnen Teile hab ich Runddübel verwendet. Die Positionen der einzelnen Bohrlöcher hab ich mit der Dübelhilfe zuerst senkrecht in die Stirnflächen der Seitenteile gebohrt, und anschließend mit Zentrierspitzen auf die Rückwand übertragen. Genau so hab ich es auch mit dem Boden und dem Dach gemacht. Nachdem ich alle Löcher gebohrt hatte, hab ich die Teile zusammengesteckt und mit Leim eingestrichen. Das Ganze mit Zwingen versehen und für eine Stunde im Heizraum aushärten lassen.

Dabei hab ich auch festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, die Einzelteile bündig zu verleimen, weshalb ich mir für das zweite Häuschen eine Flachdübelfräse gekauft hab (aber leider gibt es zum zweiten Häuschen keine Bilder; es wird aber noch genug Gelegnheiten geben, meine neue Errungenschaft hier vorzustellen)

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Gläseraufnahme

Hier kam die erste Schwierigkeit. Wie befestige ich die Gläser in der Frontplatte, dass sie im vertikalen UND horizontalen Zustand fest sitzen? nach einigem Probieren mit diversen Hakenlösungen kam ich auf die Idee mit dem schmalen Falz, in dem ich die Gläser klemmen könnte. Also erst mal mit einem Abfallstück ein Probeteil gefräst. Ergebnis positiv, also ab ans richtige Werkstück.
Damit die Gläser richtig sitzen, mussten die Aufnahmen schräg gefertigt werden, damit sie nicht aus ihrer Halterung fallen können.
Die Schnitte hab ich mir auf dem Werkstück angezeichnet, und an der TKS gerade vorgeschnitten. Den Rest hab ich mit der Stichsäge herausgeschnitten. Anschließend hab ich die einzelnen Nester mit der Feile nachgearbeitet, damit alle auf der gleichen Höhe sitzen. Danach hab ich auf der Unterseite der Gläserhalterung noch einen Absatz gefräst in dem später der Glasbauch sitzen sollte. Die Klemmung erfolgt an dem übrig gebliebenen Steg, in den die Glastaillie eintaucht.

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Montage Glashalter

Auch den Gläserhalter hab ich mit Runddübeln auf der Frontplatte montiert. Dazu wieder die Löcher in den Gläserhalter bohren, die Zentrierspitzen einstecken (hier mit Tesa Krepp fixiert) und auf die Frontplatte übertragen. Dübel einleimen und alles miteinander verleimen.

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Endmontage

Zuletzt wird die Frontplatte fertig montiert und an den Grundkörper befestigt.
Dazu werden die Scharniere auf beiden Teilen befestigt. Der Magnetverschluss angepasst und verschraubt, sowie die Haltekette auf Maß gebracht (sollte so lange sein, dass der Deckel im geöffneten Zustand ca. 90° zum Grundkörper hat) und mit den Hakenschrauben an beiden Teilen verbunden.

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Optische Aufwertung und Öffnungsgriff

Damit das ganze auch noch aussieht wie ein richtiges Vogelhaus noch schnell mit einem Forstnerbohrer ein Vogelloch angedeutet, und eine Sitzstange eingeleimt. Die Sitzstange dient gleichzeitig als Öffnungsgriff.

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Schleifen und lackieren

Damit mein Geschenk den richtigen Glanz bekommt, hab ich es nochmal mit einem 240er Schleifpapier abgeschliffen und entstaubt. Danach mit Schnellschliefgrundierung lackiert. Nochmal Schleifen, diesmal mit 320er Schleifpapier, entstauben und mit Glanzlack nochmal lackieren. Jetzt ist es fertig und glänzt.

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Fertiges Projekt

Diese Bilder entanden bereits vor dem Lackieren.
Ich denke, hier muss ich nichts mehr kommentieren.


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