Vakuumkammer zum stabilisieren von Holz

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Beim Stabilisieren von Hölzern wird eine Flüssigkeit (Oel oder ein Flüssigkunststoff) mit Hilfe von Unterdruck in das Holz gepresst, eigentlich ist es so, das durch den Unterdruck die Luft dem Holz entzogen wird und dann beim Aufbau des normalen Druck die Flüssigkeit ins Holz gepresst wird. Es gibt diese Kammern fertig zu kaufen, meist im Laborhandel unter dem Namen "Exsikkator" diese sind jedoch recht teuer und haben meist nicht die Möglichkeit grössere Stücke zu bearbeiten.

Weitere Projekte von mir findet Ihr hier.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • TRA001
  • DW621K
  • GTB 16/12 R+L A
  • BAS 317
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Materialliste
  • 1 x KG Rohr | Kunststoff (160x500mm)
  • 1 x KG Rohr Deckel | Kunststoff (160mm)
  • 1 x Plexiglas | Plexiglas (8x170x400mm)
  • 1 x Manometer
  • Verschiedene Nippel 1/4" | Messing

Los geht's - Schritt für Schritt

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1. Material

Als Kammer dient ein KG Rohr mit einem Durchmesser von 160mm incl. einem Blinddeckel. der obere Deckel wird aus Plexiglas gemacht, damit ich auch sehen kann was im Inneren passiert. Dazu dann noch ein Manometer, ein Kugelhahn, eine Schnellkupplung und ein T-Stück, alles mit 1/4" Gewinde.

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2. KG-Rohr bearbeiten

Am KG Rohr habe ich die Seite die später den Deckel mit Dichtung aufnehmen soll an der Bandsäge abgeschnitten, somit bekomme ich eine Flache Auflage und die Dichtung wird nicht so sehr eingeschnitten.

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3. Schleifen

Die abgesägte Fläche habe ich dann noch etwas geschliffen, damit auch alles schön dicht wird.

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4. Der Deckel

für den Deckel habe ich mir an der Bandsäge 2 Scheiben geschnitten die ich dann mit Sekundenkleber verklebt habe, somit ist mein Deckel dann 16mm Stark. Mit der Oberfräse, einem Fräszirkel und einem 6mm Spiralnutfräser habe ich dann eine Nut für die Dichtung eingefräst.

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5. Gewinde schneiden

Die Kante des Deckels habe ich mit einem 1/4 Stab Fräser r=6mm abgerundet und in die Mitte ein 1/4" Gewinde geschnitten.

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6. Die Dichtung

In die Nut vom Deckel habe ich dann Silikon eingebracht und mit einem kleinen (selbstgebauten) Spachtel das Silikon abgezogen, so das die Dichtung glatt wird und ich eine kleine Vertiefung habe um das Rohr an zu setzen.

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7. Die Armatur

Die Armaturteile wurden mit Teflonband miteinander verschraubt und dann in den Deckel geschraubt.

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8. Probelauf

Für den Probelauf habe ich ein Stück Ahorn genommen, zuerst habe ich das Stück für 2 Tage in schwarzer Beize gelassen, das Ergebniss, die Beize war zu etwa 2 mm ins Holz eingedrungen. Für den Test mit der Unterdruckkammer habe ich das Holz mit einer Schraube in der Beize versenkt und das Glas dann in die Kammer gestellt. Nach 30 Minuten bei 850m Bar Unterdruck kahmen keine Bläschen mehr so dass ich dann wieder Druckausgleich hergestellt habe, die Beize ist nahezu vollständig ins Holz eingedrungen.

Der Behälter ist auch sehr Dicht, nach 48 Stunden Unterdruck in der Kammer sind kaum Druckabweichungen festzustellen.


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