(Um)Bau einer Designerlampe oder aus 3 mach 1

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Im Essbereich in unserer Küche gibt es nur zwei Auslässe für Wandlampen und keinen Deckenauslaß. Das wurde beim Hausbau schon so konzipiert, wir empfanden es als ausreichend und hatten uns auch schon die Lampen ausgesucht: Nikita Wandleuchte Up & Down, 40cm.
Diese Lampen haben eine klare Form und geben das Licht blendfrei nach oben und unten ab. - Perfekt geeignet als Wandlampen.
Nach der Wandmontage mußten wir leider feststellen, dass eine der beiden 50 cm langen Lampen, an einer 3,8m langen Wand sehr verloren aussah.  
Deshalb beschlossen wir, eine eigene größere Version zu "designen".

Vom Bau der Lampe habe ich leider keine Fotos, hoffe aber, das mit Skizzen und einer ausführlichem Beschreibung kompensieren zu können.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischbohrmaschine
  • Schlagbohrmaschine
  • Bohrer für Edelstahl
  • Montagekleber
  • Schrauben, M3 mit Muttern und Unterlegscheiben
  • Japansäge
  • Schraubendreher
  • Schlagbohrmaschine
  • Tischbohrmaschine
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Materialliste
  • 3 x Lampen "Nikita" | Edelstahl
  • 1 x Blech | Edelstahl (2100 x 100 x 2)
  • 6 x Fassung, E14, mit Befestigungswinkel | Keramik
  • 2 x Leisten | Holz (2100 x 10 x 5)
  • 1 x Dreiadriges Kabel (2m)
  • 6 x LED-Leuchten, E14
  • 3 x Wago Klemmen, 5-fach

Los geht's - Schritt für Schritt

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Konzeption, Umrüstung auf E14, Kabelführung

Konzeption:
Um mehrere Lampen nebeneinander an der Wand zu haben, fehlten erstmal die Wandauslässe. Und ohne Strom funktioniert's nunmal nicht!
Da ich auf Schlitzen, Kabelverlegen, Zuspachteln, Tapezieren und Streichen incl. dem ganzen Dreck keine Lust hatte, kam recht schnell die Idee, für alle Lampen eine gemeinsame Grundplatte zu verwenden, auch um dahinter die Zuleitung zu verstecken.
Und am Besten eine aus Edelstahl, weil das wiederum zur einzln montierten Lampe an der rechten Wand passen würde.

Im Original besteht die Nikita-Lampe aus einer Edelstahl-Grundplatte mit den Maßen 500mm x 125mm und 2mm Stärke.
Die Blende - ebenfalls aus 2mm Edelstahlblech (abgekantet) - ist 400mm breit und wird von beiden Seiten am Lampenkörper festgeschraubt, der wiederum an die Grundplatte geschraubt ist. Das ist eine recht einfache Konstruktion, die leicht nachzubauen geht.

Unsere Version der Lampe sollte aus 3 Einzellampen mit gemeinsamer rückwärtiger Platte aus 2mm dickem Edelstahlblech bestehen. Die 3 Lampen sollten untereinander den Abstand von 400mm haben, da sie auch 400 mm breit sind und diese Wiederholung optisch sehr gut aussieht. Ausserdem sollte das Blech rechts und links wie beim Original noch 500mm überstehen.

Da wir nun insgesamt 4 Lampen benötigten, mußten zunächst noch 2 Lampen nachgeordert werden.
Das Edelstahlblech mit den Abmessungen 2010mm x 125mm und 2mm Stärke wurde ebenfalls online gekauft.

Umrüstung auf E14
Wir verwenden im ganzen Haus konsequent nur LED-Leuchtmittel und ausschliesslich GU4-, GU10- oder E14-Fassungen. Lampen mit anderen Fassungen werden rigoros umgerüstet.
Diese "Standardisierung" vereinfacht auch den Nachkauf von Leuchtmitteln.
Jedenfalls hat die Nikita-Leuchte im Original 2 R7s-Fassungen, somit wurden alle 3 Lampen erstmal auf E14 "umoperiert".
Ich habe je 2 Keramikfassungen in jede Lampe eingebaut. Die Keramikfassungen werden incl. kleiner Winkel geliefert, die Löcher mit M4-Gewinde haben. Damit ließen sich die Fassungen sehr gut am Lampenkörper festschrauben.

Kabelführung
Damit war das Problem der Kabelverlegung aber noch nicht gelöst.
Da ich die Zuleitungen nicht lose hinter das Blech klemmen wollte, habe ich noch zwei Leisten à 5 x 10 x 2000 mm besorgt, schwarz angepinselt und von hinten an das Blech geklebt. Zwischen den beiden Leisten wurden dann die Zuleitungen zu den Lampen verlegt und punktuell mit Klebeband fixiert.
Gleichzeitig sorgen die Leisten noch für eine schmale Schattenfuge und kaschieren, dass die Wand ein wenig wellig ist.

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Zusammenbau und Wandmontage

Zusammenbau
Zunächst wurden auf der neuen Grundplatte pro Lampe 3 Löcher gebohrt.
Je ein Loch (10mm) für die Durchführung der Zuleitung, 
je 2 Löcher für die Schrauben zur Wandbefestigung. Diese Schrauben werden von vorn in den Lampenkörper gesteckt und ziehen ihn an die Grundplatte.

Als Bohr-Schablone habe ich eine der alten kurzen Grundplatten benutzt.
Die beidseitig (zum Schutz) auf der neuen Grundplatte aufgeklebte Folie hatte ich noch nicht abgezogen, weil sich u.a. darauf besser markieren läßt, als auf einem blanken Edelstahlblech.

Beim Bohren habe ich Bohrer für Edelstahl verwendet und mit niedriger Drehzahl und Schneidöl gearbeitet.

Bei einem vorherigen Versuch (anderes Projekt), Edelstahl zu bohren, sind mir einige Stahlbohrer ausgeglüht, weil ich noch nicht wußte, dass es Spezialbohrer für Edelstahl gibt. - Versuch macht kluch ...

Jetzt konnten die Dübellöcher in der Wand gebohrt werden. Die gebohrte neue Grundplatte diente hier als Schablone zum Anzeichnen der Löcher und wurde mit der Wasserwaage über dem Wandauslaß ausgerichtet.

Im nächsten Schritt wurde die Schutzfolie entfernt, die Lampenkörper provisorisch auf der Grundplatte positioniert und mit Paketklebeband fixiert.

Danach habe ich die Kabel (3-adrig) passend abgelängt und im Wandauslaß und an den Lampenkörpern angeklemmt.

Wandmontage:
Jetzt konnte das Konstrukt an die Wand geschraubt werden. Die 6 Wandbefestigungsschrauben wurden von vorn durch die Lampenkörper in die Dübel gesteckt und angezogen. - DAmit war die Lampe schon halb zusammengebaut.

Zum Testen habe ich alle 6 LED-Lampen eingeschraubt, um nicht erst nach der kompletten Montage feststellen zu müssen, dass eine nicht funktioniert. - Es war aber alles OK.

Zum Abschluss wurden die 3 Blenden an die Lampenkörper geschraubt und unser selbst gebaute Designerlampe war fertig.

Die Lampe paßt sehr gut zu den unseren selbstgebauten Möbeln (Esstisch und Lowboard) und zur Kücheninsel, die alle eine Kante in Edelstahloptik haben.

Nachtrag: Die verwendeten E14-Kerzen sind leider etwas lang, so daß sie sich in der Mitte treffen. Wenn man die Fassungen aber minimal nach oben und unten auslenkt, ist das kein Problem und auch nicht zu sehen.


Rechtlicher Hinweis

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