Überdachung der Außenkellertreppe

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    250 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Leider haben wir in unserem Keller an einer Außenwand ein kleines Feuchtigkeitsproblem, dass sich unter anderem in Salzausblühungen an einer Außenwand zeigt. Der Vorbesitzer des Hauses scheint sich des Problems auch bewusst gewesen zu sein, ist doch genau diese eine Wand die einzige, die gefliest ist. Motto: Ein Problem, das ich nicht sehe, gibt's nicht.

Wir haben das Problem durch eine Firma begutachten lassen, die sich auf die Sanierung feuchter Bauwerke spezialisiert hat. Deren Erfahrung nach tritt das Problem recht häufig im Bereich von Außenkellertreppen auf, da dort das Regenwasser schlecht versickern kann und dort auch häufig bei der Außendämmung geschludert wird. Deren Lösungsvorschlag war, in der Wand eine Lochmatrix zu bohren und ein spezielles Gel zu injizieren, welches die Wand abdichten soll. Da wären wir dann mit über 2.000 EUR dabei gewesen. Zusätzlich sollte man sich natürlich auch noch die Dämmung anschauen. Also schön alles (auch unter der Kellertreppe) ausschachten. Grmpf!

Unter der Hand meinte der Außendienstmitarbeiter, dass es bei uns noch nicht allzu schlimm ist und es wohl reicht, dafür zu sorgen, dass kein neues Wasser nachkommt. Dazu reicht es seiner Meinung nach, einfach die Außenkellertreppe zu überdachen. Na, das klang doch schon besser.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 1000 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • PBH 3000-2 FRE  - Bohrhammer (elektrisch)
  • Akku-Schrauber
  • Hammer
  • Ratschenkasten mit Nüssen
  • Zwingen
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Materialliste
  • 4 x Balkenträger | - (-)
  • 4 x Balkenschuhe | - (-)
  • 8 x Balken | Fichte (70 x 70 x 3000)
  • 6 x Balken | Fichte (60 x 40 x 3000)
  • 6 x OSB-Platten | - (-)
  • 1 x Fungizid-Grundierung | - (375ml)
  • 1 x Holzschutzlasur Nußbaum | - (700ml)
  • 1 x Wetterschutzfarbe | - (700ml)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Aufbau der Pfosten

Um die Pfosten vor Feuchtigkeit von unten zu schützen, habe ich sie in entsprechende Pfostenträger montiert, die auf dem Mauerabsatz unserer Kellertreppe geschraubt wurden. Damit alle Pfosten in einer Reihe stehen, habe ich zwischen dem ersten und dem letzten Pfosten ein Band gespannt und die dazwischen liegenden daran ausgerichtet. Dummerweise sind die Bohrungen für den ersten Pfostenträger nicht so geraten, wie ich es eigentlich geplant hatte, so dass dieser Pfosten nun etwas gedreht steht. 

Die Pfosten selbst sind alle mit einer Fungizid-Grundierung versehen und wurden anschließend im Farbton Nußbaum lasiert.

Beim Aufstellen der Pfosten habe ich mir mit Zwingen beholfen, die die Pfosten erst einmal an Ort und Stelle gehalten haben, bis sie dann genau senkrecht ausgerichtet und erst einmal provisorisch verschraubt waren. Auch hier habe ich zuerst wieder die beiden äußeren Pfosten befestigt und anschließend eine Schnur gespannt und die dazwischen liegenden Pfosten daran ausgerichtet. Dadurch waren sie praktisch automatisch senkrecht, was ich aber trotzdem jeweils mit der Wasserwaage kontrolliert habe.
 

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Höhe und Querträger

Bis dahin hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht, welche Höhe das Dach erreichen soll. Deshalb habe ich durch Anklemmen von Leisten einfach mal mehrere Höhen ausprobiert und bei der passenden dann entsprechende Markierungen am Pfosten gemacht und diese dort entsprechend gekürzt. Danach konnten die Pfosten endgültig mit den Pfostenträgern verschraubt werden.

Da meine Balken nur drei Meter lang waren, ich aber über vier Meter Länge zu überbrücken hatte, mussten zwei Balken miteinander verbunden werden. Dazu habe ich eine Überblattung geschaffen, die verleimt und von beiden Seiten verschraubt wurde.

Den fertigen Querbalken habe ich dann mit entsprechendem Überhang an beiden Enden mit den Pfosten verschraubt. Dazu habe ich mittels Doppelstufenbohrer von oben in den Querträger an den entsprechenden Stellen über jedem Pfosten ein Loch gebohrt und die beiden Teile miteinander verschraubt.

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Dachträger

Die Befestigung der Dachträger an der Wand habe ich mit Balkenschuhen gelöst. Diese haben unten eine ebene Fläche, der Dachträger wird dort aber mit einer Neigung eingeführt. Das führt dazu, dass der Dachträger im Balkenschuh nicht aufliegt. 

Da ich aber den Dachträger am Ende so abgesägt habe, dass er trotz der Neigung flächig an die Wand geführt wird, erhalte ich ein kleines Stück Holz, dass genau dem benötigten Winkel entspricht, um es unter dem Balken zu befestigen und damit eine ebene Auflage zu erhalten.

Schnell noch mit der Stichsäge eine Kerbe in den Dachträger gesägt, wo der Querträger lang geführt wird und schon kann der Dachträger am Querträger und in den Balkenschuhen an der Wand befestigt werden.

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Winkelverstrebungen

Um der ganzen Konstruktion noch ein wenig Fachwerkstil zu verpassen, habe ich aus den restlichen Balken noch entsprechende Winkelstücke gesägt, die die einzelnen Pfosten mit dem Querträger verbinden sollten. Als besondere Herausforderung habe ich mir hierbei vorgenommen, keine Verschraubungen sichtbar zu haben. 

Um die Winkelverstrebungen während der Arbeiten an der entsprechenden Position zu halten, habe ich auf der gegenüberliegenden Seite des Dachträgers ein 45°-Winkelstück platziert und die Winkelverstrebung mit Hilfe einer Zwinge dort gegen gepresst.

Bei den beiden inneren Pfosten war das an einer Seite jeweils recht einfach. Da konnte ich die Winkelverstrebungen einfach von der jeweils anderen Pfostenseite aus verschrauben. Die Schrauben wurden natürlich wieder mit dem Doppelstufenbohrer entsprechend versenkt. 

Bei allen Winkelverstrebungen wurde die obere Verbindung von oben durch den Querträger verschaubt. Auch das war kein Problem. Was sollte ich aber mit den restlichen Winkelverstrebungen machen, die an den beiden Außenpfosten waren bzw. bei denen die andere Pfostenseite bereits durch eine andere Winkelverstrebung blockiert war?

Ganz einfach: Dübel! Dazu habe ich in den betroffenen Pfosten vier Löcher gebohrt und diese Dübelpiekser (keine Ahnung, wie die heißen) eingesetzt, um die Löcher auf die Winkelverstrebung zu übertragen. Nach dem Bohren der Löcher in den Winkelverstrebungen habe ich sowohl die Dübel als auch die Winkelverstrebungen eingeleimt und am Pfosten angebracht.

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Dramatischer Zwischenfall

Während der Arbeiten kam es zu einem Unfall. Mein Akkuschrauber ist aus über 3 Meter Höhe auf den Betonboden am unteren Ende der Treppe gefallen. Neben dem 8er-Holzbohrer hat es natürlich auch den Akkuschrauber selbst erwischt. Das Gehäuse ist ordentlich gesprungen, was ich aber durch etwas Klebeband notdürftig beheben konnte. Die Funktion an sich schien nicht betroffen zu sein.

Dummerweise musste ich dann im weiteren Gebrauch leider feststellen, dass der Akkuschrauber merklich an Kraft eingebüßt hat. Obwohl er kurz vor dem Sturz frisch aufgeladen wurde, ließ sich nun so gut wie keine Schraube mehr festziehen.

Das war dann auch eine gute Gelegenheit, den Amazon-Gutscheincode von 1-2-do einzulösen und habe mir einen PSR 18 LI-2 bestellt. Bis der dann endlich geliefert wurde, hatte ich das Projekt aber bereits mit meinem Bohrhammer als Ersatz für den Akkuschrauber fertig gestellt. Das ging ganz schön in die Arme.

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Querverstrebungen

Erst wollte ich die Dachplatten direkt auf die Dachträger schrauben. Da dort aber die Auflagefläche zu gering war, hätte die Stabilität des Dachs deutlich gelitten. Also habe ich einige Leisten genommen, mit Wetterschutzfarbe bepinselt und quer über die Dachträger montiert. Nach den ersten Leisten war aber klar, dass diese das Gewicht der OSB-Platten, die ich für das Dach vorgesehen habe, nicht werden halten können.

Also noch mal in den Baumarkt und dickere Balken geholt. Diese wurden dann wieder lasiert und auf den Dachträgern verschraubt. Die Schwierigkeit dabei war, dass ich meine Leiter dann nicht mehr an der Wand anlehen konnte, sondern gezwungen war, diese an den Balken zu lehnen, der gerade befestigt werden sollte. Ein Stoppklotz, der mit Zwingen am Dachträger befestigt wurde, sorgte dann dafür, dass ich die Querstrebe nicht verschieben konnte, während ich mit der Leiter gegen lehnte.

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Dachplatten

Zur Abdeckung des Daches habe ich OSB-Platten genommen. Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte davon jede Menge auf dem Dachboden gelagert. Die müssen noch vor dem Eindecken des Daches dort hinauf gekommen sein. Durch die Luke haben sie jedenfalls nicht gepasst. Da konnte ich dann auf dem Dachboden bei lauschigen 386 Grad (gefühlte Temperatur) endlich mal meine Tauchsäge zum Einsatz bringen und sie auf das benötigte Maß sägen und dabei berücksichtigen, dass ich sie auch durch die Luke zum Dach bekomme.

Nachdem ich alle Elemente fertig hatte, wurden sie von allen Seiten mit Wetterschutzfarbe versehen. Da kommt zwar noch Dachpappe drauf, aber sicher ist sicher.

Zum Schluss wurden sie dann einfach auf das Gerüst geschoben und verschraubt. Durch die Querverstrebungen war der Einsatz der Leiter nur schlecht möglich, so dass ich nachdem ich die ersten beiden Platte befestigt hatte, dazu gezwungen war, das Dach einem Härtetest zu unterziehen. Ich habe also das Dach gleich mal mit meinem Körpergewicht belastet und es hat dem problemlos standgehalten. 

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Jetzt wird genagelt

Nein, nein - kein Schweinkram. Ich habe zum Schluss lediglich noch eine Rolle Dachpappe in zwei, sich überlappenden Bahnen auf das Dach genagelt und mit einem Cutter die Kanten begradigt. 

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Offene Punkte

Noch sind einige Punkte offen, bei denen ich noch nicht weiß, wie ich sie löse.

  • Zum einen frage ich mich, wie ich den Wandabschluss gestalte. Im Moment liegt die Dachpappe und darunter die OSB-Platte einfach direkt an der Wand an. Sollte Wasser an der Wand hinunterlaufen, wird es den geringen Zwischenraum sicherlich nutzen. Ich spiele mit dem Gedanken, dort einfach eine Silikonfuge zu erstellen.
  • Da es seit der Fertigstellung noch nicht wieder geregnet hat, wissen wir natürlich auch noch nicht, wieviel Wasser dort auf dem Dach landen wird und ob es sich lohnt, eine Regenrinne anzubringen und das Wasser zu sammeln. Das würde letztendlich wieder neue Fragen aufwerfen. Wohin mit dem Wasser? Für eine Regentonne hätten wir keine adäquate Stelle, wo sie nicht im Weg steht. Außerdem konnten wir uns noch nicht auf eine Regenrinne einigen. 
  • Und zu guter Letzt findet meine Freundin die Dachpappenkante noch nicht so schön. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.


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