• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Da bei uns im Haus, im Eingangsbereich, jahrelang Möbel vor der Treppe standen und sich dahinter unweigerlich eine kleine Rumpelecke entwickelte, musste jetzt Abhilfe geschaffen werden.

Dazu mussten die alten Schränke weichen und der Raum unter der Treppe sollte zur eigenständigen Kammer umfunktioniert werden.
 

Du brauchst

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Materialliste
  • -1 x Ständerwerk
  • -1 x Gipskarton
  • -1 x Spachtelmasse
  • -1 x Schrauben
  • -1 x Dübel
  • -1 x Farbe

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorher / Abbau

Der erste Schritt war das vorsichtige Entfernen der Vertäfelung im und um den Treppenbereich.

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Treppe und Wand

Zunächst mussten die Unterbaulatten gekürzt werden, da die Vertäfelung außen wieder angebracht werden soll. Maßgabe dafür war die rechte Außenseite des Sicherungskastens. Kreuzlinienlaser und PMF 350 CES waren dabei recht hilfreich.
Da die Treppe schon gute 40 Jahre auf dem "Buckel" hatte, habe ich sie auch erst mal durch Zuhilfenahme von vielen, vielen 5x50er Torxschrauben erfolgreich "entknarzt".
Anschließend wurden die Stufen mit Gibskarton verkleidet, überstehende Schraubenköpfe wurden auf den Rückseiten der Platten ausgespart um ein Durchdrücken oder Brechen zu verhindern.

In der unteren Ecke habe ich noch eine kleine Vorsatzschale gezogen um die Wand zu begradigen.
Die Treppenwangen wurden leicht angeschliffen, damit später der Lack besser hält, das Mauerwerk wurde von Tapetenresten und Farbe befreit und letztendlich sauber verspachtelt.

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Ständerwerk

Jetzt ging es an den ersten Teil der Ständerwerkes. Da dieses hart am Sicherungskasten verläuft, musste die Platte vorher verschraubt und dann im Ganzen zur Wand geschoben und dort verdübelt werden. 50er Ständerwerk musste hier reichen, da es bei diesem Projekt um jeden Zentimeter ging, mit Gipsplatten kam ich dann auf 75mm Wandstärke.

Die Gipsplatten für die Vorderseite habe ich im Vorfeld schonmal angehalten und den Bogen der Treppe übernommen, da dies sehr genau sein musste und später nicht mehr so gut möglich war.
Danach habe ich unter der Treppe ein Schaumstoff-Vorlegeband angebracht, damit sich minimale Bewegungen der Treppe nicht auf die Gibswand übertragen.
Auf das Vorlegeband montierte ich dann das Blechprofil so, dass die spätere Gipsplatte bündig mit der Treppenwange abschließt.

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Möbel

Da noch alles offen war habe ich erstmal die später benötigten Möbel aus Buche-Spanplattenresten hergerichtet und eingepasst, diese aber wieder entfernt, da die Wand noch gestrichen werden sollte.

Das Regal unter dem Sicherungskasten bekam zudem noch eine weiße Rückwand um das Hauptstromkabel zu kaschieren.

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weiter mit Ständerwerk

Jetzt ging es wieder ans weitere Beplanken des Ständerwerkes. An die seitliche Platte wurde vorher noch ein kleines Holzbrettchen befestigt da später an dieser Stelle der Türgong befestigt wird, dazu sind dann nur noch kleine Holzschrauben nötig.

Das Loch für die Tür wurde dann mit der PMF 350 CES grob ausgeschnitten, seitlich wurden zwei starke Holzleisten angebracht, da die Türzarge nicht verschäumt, sondern trocken verschraubt wurde. Für die Bandtaschen der Türzarge mussten zwei Aussparungen ausgeklinkt werden.

Die Decke wurde ebenfalls mit Trockenbauprofilen abgehängt.

Nun wurde auch die vordere Außenwand komplett beplankt, die Schnittkanten der Rundung habe ich mit Schleifpapier und Schleifklotz aufs Endmaß gebracht, diese stoßen dann exakt an das vortehende Schaumstoff-Vorlegeband und schließen sauber ab ohne dass ich Acryl oder Silikon brauchte (bin eh' kein Fan davon).

Von innen habe ich die Vorderwand zusätzlich mit 24mm starken Verlegeplatten verstärkt, dass ergibt eine höhere Stabilität ohne die Wandstärke zusätzlich zu erhöhen. Zusätzlich kann man von außen an fast jeder Stelle etwas anschrauben, falls nötig.
Auch für die Innenseite habe ich noch ein paar Spanplattenstreifen angebracht, da dort noch Haken montiert werden sollten.

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Tür

Für die Tür verwendete ich eine 61er Zarge, welche ich schon Jahre herumliegen hatte.
Die Zarge schnitt ich soweit herunter, dass sie innen noch ca. 3mm über stand. Der eigentlich dazugehörige Blendrahmen kam aus Platzgründen nicht zu Einsatz. Stattdessen habe ich auf die Schnittflächen Eiche-Kantenband geleimt, dieses hatte den Schmelzkleber schon drauf und konnte bequem mit einem Bügeleisen aufgebügelt werden.

Befestigt wurde die Zarge mittels Spax-Schrauben, welche von entsprechenden Kappen abgedeckt wurden, dazu musste aber im Vorfeld das Ständerwerk exakt ausgerichtet werden.

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Finish

Zu guter Letzt wurde alles ordentlich verspachtelt und gestrichen. Die vorher schon zugeschnittenen Eckleisten wurden unter die Treppenstufen geklebt.
Schrank, Schuhschrank, Regal, Hakenleiste und ein paar separate Haken auf der gegenüberliegenden Seite wurden angebracht.

Die Vertäfelung wurde außen wieder angebracht und die Abschlussleisten neu zugeschnitten.

Das Türblatt wurde noch eingehängt und eine neue Garderobe angebracht. Obwohl ich eigentlich Bedenken hatte, was den Platz in der Kammer anging, kann man sich dennoch ganz gut darin bewegen, für die Beleuchtung habe ich zwei Batterieleuchten mit Bewegungsmelder angebracht.


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