Tisch mit Anschlag für den Bohrständer

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Da mein sehr alter Proxxon-Bohrständer nur eine kleine Grundplatte besitzt und meine Fräsplatte, die auch nicht viel größer ist, kam ich auf die Idee, endlich dem Bohrständer eine größere Arbeitsplatte zu verpassen.

Zudem kam auch noch, daß die Fräsplatte auch noch sehr umständlich an dem Bohrständer befertigt werden mußte. Auch sollte der neue Tisch auf meiner Werkbank und auch auf meinem Multifunktions-Arbeitstisch ohne großem Aufwand montiert werden können.

Ein paar Ideen habe ich mir bei der amerikanischen Zeitschrift Shop Notes abgeschaut. Im Heft 57, von Seite 10 bis 15 wird ein Bohrständertisch beschrieben.

Die benötigten Holzteile habe ich mir aus meinem "Restelager" zusammengesucht, daher auch die „ungraden“ Maße der Basisplatte und der oberen Platte. Ich wollte nicht auch noch daran rumschnibbeln.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Oberfräse
  • Deltaschleifer
  • Tischkreissäge
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Geodreieck
  • Winkel
  • Dorn
  • Hammer
  • Ratsche mit 10er Nuß
  • Holzbohrer 3 mm
  • Holzbohrer 4 mm
  • Holzbohrer 5 mm
  • Holzbohrer 6 mm, 8 mm und 9 mm
  • Holzbohrer 8 mm
  • Holzsenker
  • Puksäge mit Holzsägeblatt
  • Schraubzwingen
  • Raspel
  • Holzfeile
  • Spaxbits
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x Obere Platte | Spanplatte beschichtet (16 x 706 x 331 mm)
  • 1 x Basisplatte | Tischlerplatte (19 x 505 x 343mm)
  • 1 x Basisplatte des Anschlags | Laminat (9 x 706 x 78 mm)
  • 1 x Abdeckung für Anschlagplatte | Laminat (9 x 706 x 80 mm)
  • 1 x Anschlagplatte | Tischlerplatte (19 x 706 x 83 mm)
  • 2 x Abdeckungen | Laminat (9 x 706 x 11 mm)
  • 4 x Gewindeschrauben | Stahl (M6 x60 mm)
  • 4 x Muttern | Stahl (M6)
  • 4 x Unterlegscheiben | Stahl (6 mm Innendurchmesser)
  • 4 x Schloßschrauben | Stahl (M8 x 80 mm)
  • 4 x Unterlegscheiben | Stahl (8 mm Innendurchmesser)
  • 4 x Handräder | Holz (70 mm Durchmesser, 20 mm stark)
  • 4 x Einschlagmuttern | Stahl (M8 Innengewinde)
  • 2 x Senkschrauben | Stahl (M5 x 40 mm)
  • 2 x Unterlegscheiben | Stahl (5 mm Innendurchmesser)
  • 2 x Muttern | Stahl (M5)
  • 2 x Handräder | Holz (35 mm Durchmesser, 20 mm stark)
  • 20 x Kleine Nägelchen | Metall (0,9 x 13 mm)
  • 6 x Spaxschrauben | Metall (4 x 50 mm)
  • 4 x Spaxschrauben | Metall (4 x 40 mm)
  • 8 x Spaxschrauben | Metall (3 x 20 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Vorarbeiten

Zunächst habe ich den Bohrständer auseinandergebaut, d.h., die Grundplatte von der Säule abmontiert. Die Säule mit der Maschinenaufnahme legte ich erstmal zur Seite.  

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Die Basisplatte

Eine Tischlerplatte 19 x 505 x 343 mm bildet die Basisplatte. Ich habe die Mitte an der hinteren Kante angezeichnet und übertrug sie auch auf die Unterseite. Dann wurde die Platte des Bohrständers genau mittig mit der Hinterkante der Basisplatte ausgerichtet.


Danach habe ich mit dem Bleistift sowohl die Grundplatte umrandet wie auch die 4 Befestigungslöcher markiert. Ich bohrte diese Löcher mit einem 6 mm Holzbohrer, anschließend versäuberte ich sie mit einem Holzsenker und versenkte sie auf der Unterseite.

Dann steckte ich 4 Machinenschrauben M6 x 54 mm von unten in die Löcher und probierte die richtige Position der Grundplatte. Danach erfolgte die endgültige Befestigung mit Unterlegscheiben und Muttern.

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Die obere Platte

Dann legte ich die obere Platte mit der Oberseite auf die Werkbank und übertrug die Umrisse der Bohrsäulebefestigung des Bohrständers mit dem Bleistift. Diese Markierung schnitt ich mit der Stichsäge aus und arbeitete mit der Puk-Säge und Raspel solange nach, bis die Platte passte.  

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Die obere Platte - weiter geht´s

50 mm von der Vorderkante entfernt zeichnete ich 2 Linien im Abstand von 17 mm. Hier wird später eine Nut für die T-Nutprofilschiene gefräst.


Diese Schiene (alte Gadinenleiste, die auch schon in meinem Frästisch Verwendung fand) längte ich mit der Puk-Säge (mit Metallsägeblatt) ab und feilte an den Enden den Grat ab.


 

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...immer noch die obere Platte....

Anschließend erfolgte die Fräsung der 17 mm breiten und 12 mm tiefen Nut in mehreren Arbeitsgängen. Als Hilfsmittel verwendete ich hierzu meine selbst gebaute Führungsschiene für die Handkreissäge und 2 Schraubzwingen. Dann klebte ich die Profilleiste mit Hilfe von einem 2-Komponentenkleber in die Nut und fixierte sie mit mehreren Schraubzwingen und Andruckklötzchen.  

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Der Anschlag

Mit Hilfe der Tischkreissäge sägte ich eine Tischlerplatte 19 mm stark, 706 x 83 mm zurecht, sie bildet die senkrechte Grundplatte des Anschlags. Anschließend folgte ein Rest Laminat 9mm stark, 706 x 80 mm, dieses ist der waagrechte Teil. Danach folgte ein Laminatstück 9 mm, 706 x78 mm, dieses schnitt ich in der Mitte längs durch.


Auf der Tischlerplatte zeichnete ich 35 mm von oben in Abstand von 10 mm 2 Linien. Mit Hilfe meines Frästisches, der Oberfräse und einem 8 mm Fräser fräste ich eine Nut von 10 mm Breite und 6 mm Tiefe. Dann wurde Holzleim auf die zuvor geschnitteten Laminatreste aufgetragen und diese dann mit kleinen Nägelchen so auf die Tischlerplatte befestigt, daß ein schmaler Streifen von 6 mm übrigblieb. Somit habe ich eine Möglichkeit geschaffen, auf der Anschlagplatte später auch sogenante Stop-Platten oder auch ein Befestigungssystem für die zu bearbeitenen Werkstücke zu fixieren.

 

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..immer noch der Anschlag...

Danach brachte ich von der Mitte ausgehend eine halbkreisförmige Markierung auf. Hierzu verwendete ich Bleistift und einen Deckel von einem Gläschen wo früher ein Kleinkinder-Menü drin war. Diese Markierung sägte ich dann mit der Stichsäge aus, die Nacharbeit folgte mit Raspel und Feile.


Auf die Oberseite des Anschlages habe ich wiederum eine Nut von 10 mm Breite und 6 mm Tefe gefräst. Danach habe ich 2 schmale Laminatstreifen 9 mm so aufgebracht, daß wieder ein Spalt von 6 mm übrigblieb. Dann sägte ich in der Mitte wo die Halbkreisförmige Aussparung war, die zwei Leisten mit der Puk-Säge durch.

 

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Jetzt kommt die untere Anschlagplatte dran...

Es folgte die Anzeichnung auf dem unteren Anschlagbrettchen auf der hinteren Seite mittig ausgehend eine halbkreisförmige Aussparung, die ich mit der Stichsäge aussägte. Diese ist für Säule des Bohrständers gedacht.

Danach markierte ich von beiden Seiten 100 mm lange und 5 mm breite Schlitze für die Befestigung, bohrte mit einem 5 mm Holzbohrer vor und sägte die Schlitze auch mit der Stichsäge aus.  

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Jetzt wieder die obere Platte

Auf der oberen Platte habe ich von der Hinterkante ausgehend jeweils 2   6 mm Löcher im Abstand von 90 mm und 170 mm gebohrt. Hier kamen Einschlagmuttern mit 5 mm Innengewinde rein.

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Die Fixierung des Anschlags

2 Rundreststücke von 35 mm Durchmesser und 20 mm Stärke schliff ich fein und steckte jeweils eine 5 mm Senkkopfschraube durch und befestigte diese mit Unterlegscheibe und Mutter. Mit den so geschaffenen Handräder wird später die Anschlagplatte auf die obere Platte fixiert.

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Die Befestigung des Anschlags

Für die Befestigung der  senkrechten Leiste auf die Basisplatte des Anschlags wählte ich Holzleim und Spaxschrauben 3 x 20 mm. Zuvor habe ich mit einem 3 mm Holzbohrer vorgebohrt und die Löcher versenkt. Danach schliff ich die Überstände mit dem Dreieckschleifer 60er und dann fein mit 120er Korn ab.  

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Bilder, Bilder

Hier noch ein paar Bilder des bis dahin fertig gestellten Tisches...

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Der Tisch wird komplett...

Dann schnitt ich mit der Tischkreissäge 2 Stück Leisten 35 x 31 mm aus Reststücken Tischlerplatte 19 mm zurecht und verschliff diese. Diese Leisten kommen als Abstandshalter und als Auflageleisten zwischen Basisplatte und oberer Platte.

Damit man die die für die Befestigung benötigten Spaxschrauben 4 x 50 mm von der Oberseite nicht sehen kann , bohrte ich die Leisten mit einem 4 mm Holzbohrer durch, versenkte die Löcher, nahm Holzleim und schraubte jeweils 3 Schrauben von unten in die obere Platte.

Die Befestigung der Basisplatte mit dem oberen Teil erfolgte auch mit Spax-Schrauben 4 x 40 mm, aber diesmal ohne Leim, damit man die Teile auch mal auseinanderbauen kann um zu reinigen.

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Die Handräder

in einem früheren Projekt habe ich diese mal vorgestellt Hiermit wird der Bohrständertisch befestigt  

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Die Befestigung des Tisches auf der Werkbank

  • Um den Tisch auf der Werkbank oder auf den Multifunktions-Arbeitstisch zu fixieren sind nachfolgende Arbeitsschritte notwendig:

  • 4 Schloßschrauben in die dafür vorgesehenen Löcher stecken
  •  
  • Bohrständer einsetzen, ausrichten und festschrauben
  •  
  • Tisch umdrehen
  •  
  • Spaxschrauben einsetzen und Tisch ausrichten
  •  
  • Spaxschrauben festziehen
  •  
  • alles umdrehen
  •  
  • Bohrständer-Tisch auf der Werkbank oder anderem Tisch ausrichten
  •  
  • Schrauben einführen
  •  
  • 4 Handräder aufsetzen und festschrauben
  •  
  • Fertig
  •   

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Befestigung auf dem Multifunktions-Arbeitstisch

Her noch ein paar Bilder...

Ich habe die Befestigung auf diesem Tisch absichtlich ziemlich nach hinten gesetzt.  Damit kann ich auch mal den Bohrständer ohne den Tisch benutzen um auch Löcher in senkrecht befestigten Werkstücken bohren zu können. Dabei wird die Bohrsäule mit dem Ausleger einfach umgedreht. Diese Vorrichtung muß ich auch noch bauen...


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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