Terrassentisch mit Tischplatte aus Beton

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Was soll man machen, wenn man eine große Verwandtschaft hat, aber dafür der Terrassentisch zu klein ist? Man muss sich eben einen größeren bauen.
Da dieser Tisch ständig der Witterung ausgesetzt ist will ich zumindest bei der Tischplatte ein Material verwenden, das diesen Ansprüchen genügt: Beton!

Beton ist bestimmt eines der am langlebigsten formbaren Materialien die ich kenne.
2,8m lang, 1m breit, 4cm dick ergibt ca. ein Gewicht von 240kg, nur die Tischplatte!

Los geht's - Schritt für Schritt

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Tischplatte Unterseite bearbeiten

...die liegt jetzt noch oben...


Ich habe ca. 3 Wochen abgewartet bis ich die Tischplatte zu bearbeiten begann. Somit minimiert man das Risiko, dass die Ecken, etc. ausbrechen.
Schleifen ist nicht unbedingt notwendig, ich hab's aber trotzdem gemacht, um halbwegs angenehmen Oberfläche zu erzeugen, sollte mal wer unter dem Tisch greifen.

Damit Regenwasser kontrolliert abtropft und nicht komplett unter dem Tisch läuft, habe ich eine Tropfnase in die Tischplatte geschnitten.

Nachdem der Staub abgesaugt wurde, kann die Unterseite versiegelt werden.

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Oberseite bearbeiten

Trotzt intensiven Rüttelns waren einige kleine Lüfteinschlüsse im Beton. Deshalb habe ich die Tischplatte zuerst etwas abgeschliffen, den Staub abgesaugt und verspachtelt.

Nachdem die Spachtelmasse angezogen hat, habe ich diese ähnlich dem Verfugen beim Fliesen legen abgewaschen.

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Versiegeln der Tischplatte

bevor versiegelt wird, darf wieder mal geschliffen werden. Da es eine glatte Oberfläche werden soll, habe ich 240er Körnung dafür gewählt.

Nachdem der Schleifstaub abgesaugt wurde, kann die Farbrolle ausgepackt und versiegelt werden.

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Stahlrahmen schweißen

Bei 2,8m langer, 1m breiter und ca. 240kg schwerer Tischplatte sollte auf eine stabile Unterkonstruktion besonderen Wert gelegt werden. Der Tisch soll maximale Beinfreiheit garantieren. Ich mag keine störend Streben und anderwärtige Konstruktionen, die einem im Weg sind, wenn man nach dem Essen "alle Viere" von sich streckt. An jeder Ecke ein Bein muss genügen. Daher Stahl


Wie immer erfolgt zu Beginn der Zuschnitt mit der Bandsäge.

Damit später die Tischplatte auch perfekt auf den Rahmen passt, habe ich diesen direkt auf der noch mit der Unterseite oben liegenden Tischplatte zusammen gepunktet und schlussendlich verschweißt.
Dieser Schritt sollte auf keinen Fall an der Oberseite der Tischplatte geschehen, da hier die Schweißperlen unschöne Brandspuren hinterlassen!

Zum Schluss habe ich noch alles lackiert und zwar mit insgesamt 3 Schichten. Das sollte halten. Mattes Schwarz...

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Holzverkleidung aus Eiche

Zuerst werden rohe Bohlen besäumt, dann in etwa auf Breite geschnitten und schlussendlich gehobelt.


Die Tischbeine habe ich natürlich in Gehrung geschnitten.

Wenn alles fertig geschliffen ist, kann der Tisch mit einer Wetterschutzlasur gestrichen werden. 

Schlussendlich wird die Unterkonstruktion auf ihren Platz gestellt und die Tischplatte kann darauf gelegt werden.


Wie immer gibt es diesen Bericht mit wesentlich mehr Fotos und mehr Hintergrundinformationen auf auf meinem Blog:

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Gießform für Tischplatte

Um eine schöne Oberfläche zu erhalten wird die Schalung aus beschichteten Spanplatten gebaut.

Als Bewährung habe ich eine handelsübliche Baustahlmatte mit 6mm Stäben verwendet.
Bevor man nun Beton in die Schalung rein kippt, sollten noch die Ecken/Kanten versiegelt werden. Das geschieht mit Silikon. Abgezogen kann das Silikon entweder mit dem eigenen Finger oder mit einer Silikonspachtel geschehen. Ich habe mit für letzteres mit 45° Winkel entschieden.

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Tischplatte gießen

Unmittelbar bevor betoniert wird, sollte die Form noch ausgesaugt und mit Spülmittel gereinigt werden. Alles was sich danach noch in der Form befindet wird einbetoniert und leibt leider im Beton erhalten. Also: gründlich arbeiten!


Wichtig ist, die Schalung im ersten Schritt nicht bis obenhin anzufüllen, sondern nur bis zur Hälfte, da noch der Baustahl eingelegt werden muss. Ist der Beton auf volle Länge bis zur Hälfte gefüllt, kommt das Gitter in die Schalung und es kann bis oben hin betoniert werden.

Um Luftblasen im Beton bzw. zwischen Schalung und Beton zu eliminieren, sollte kräftig gerüttelt werden. Man nimmt dazu entweder einen Gummihammer, oder lässt den Flaschenrütter (=Betonrüttler) entlang der Schalung gleiten.

Um ein zu schnelles Austrocknen, und somit Rissbildung, zu verhindern, wird der Beton mit einer Plane abgedeckt. Zusätzlich kann die Platte noch nach einigen Stunden mit Wasser abgespritzt werden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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