Terrassendach - Von Alt nach Neu

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1000 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Mein neuestes Project ist/ war der Ersatz des alten Terrassendaches. Dieses hatte es im letzten Winter durch die enormen (für diese Region) Schneelasten "entschärft".
Da die Vereinbarung der Finanzierung (Vermieter) etwas Zeit in Anspruch nahm, wir aber eine Überdachung für den Eingangsbereich brauchten hatte ich erstmal ein Provisorium gebaut.
Nun ist ist endlich geschafft und das neue Dach ist fast fertig. Rechtzeitig zur neuen "Naß"Saison. Benutzt in diesem Fall (im Gegensatz zu meinem letzten Projekt - "Piratenturm") wurden nur neue Hölzer (KVH und Leimbinder). Die Planung fand ausschließlich in meinem Kopf statt, unterstützt von etlichen Recherchen im Internet bezüglich Datails zu Holzverbindungen, Grundgerüst und Dachhaut. Am Ende fügte sich Alles zusammen wie geplant, ist stabil und sieht super aus.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Säbelsäge
  • Akku-Schrauber
  • Handkreissäge
  • Tischkreissäge
  • Handwerkzeug: versch. Schraubendreher, Stechbeitel und Hammer, Zugmesser, Schleifmittel, Pinsel, Schraubenschlüssel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Tag 1 - Vorbereitung der Hölzer

Nachdem ich die notwendigen Hölzer beschafft habe (Baumarkt) wurden erstmal alle mit Holzschutz versehen. Wir hatte uns - passend zum Rest des Hofes - für Pallisander entschieden.
Die Dachlatten wurden auf einer Seite mit Weiß gestrichen (auf Empfehlung vom Dachhersteller), um die Hitzeentwicklung durch die Sonne zu reduzieren und ein Einbrennen in die Wellplatten zu verhindern. Wie man sieht hatten wir tatkräftige Unterstützung von einem meiner Jungs.

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Tag 2 - Zuschnitt and Anbau Wandpfette

Eines der schwierigsten Unterfangen war die Anbringung der Wandpfette, da das Haus sehr alt ist und wir nicht genau wußten welche Wandanker wie halten werden.
Aber als erstes wurden alle Zuschnitte erledigt.
Ich wollte für das neue Dach möglichst wenig Metall verwenden und alte Fügetechniken nutzen. Die Aussparungen für die sieben Dachsparren mit HKS eingeschnitten und dann mit Stechbeitel und Hammer herausgehauen. Nachbearbeitung mit Zugmesser und Schleifpapier.
Abschließend wurden die Ausschnitte wieder mit Holzschutz versehen.
Für die Verankerung in der Wand nahmen wir 10er Rahmendübel 200 lang und für Stellen wo wir keinen Halt damit fanden nahmen wir 14er 210 lang. Jetzt hält es.

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Tag 3 - Pfosten (KVH) und freitragende Pfette (Liembinder) (Hofseite)

Als nächstes war der Freiträger für die Hofseite dran. Ich habe mich entschieden nur zwei Trägerpfosten zu verwenden (das alte Dach hing mit Stahlseilen and der Hauswand und war ohne Pfosten - sehr angenehm für Auge und Durchgang) und die Dimensionen der Einzelteile darauf abzustimmen - Pfosten = 120x120 KVH, Pfette =80x160 Leimholz wg. Verdrehungen. Die Pfosten wurden oben ausgeschnitten (Säbelesäge, Stichsäge, Zugmesser)), um die Pfette aufzunehmen. Die Pfette wurden an der Verbindung eingeschnitten (wieder mit HKS, Stechbeitel und Nachbearbeitung), um eine glatte Blattung und Überdeckung der beiden Holzteile zu erreichen. Am Vortag wurden noch die beiden U-Bodenanker mit Beton eingelassen, damit sie trocknen können und beim Aufbau belastbar sind. Dann wurden die drei Teile zusammengefügt mit 10er Schloßschrauben 140 lang , je eine pro Verbindung. Um eine feste Verbindung zu schaffen wurden vor dem Bohren/ Schrauben die Teile mit Gurten verspannt. Danach wurde alles verschraubt und mit Hilfstützen ausgewogen und aufgestellt - wieder mit tatkräftiger Unterstützung der Jüngsten. :-)

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noch Tag 3 - Fertigstellung Unterkonstruktion

Nachdem nun Alles stand legten wir alle Sparren auf, um sie zu vermessen - Länge und Auflagepunkte. Die beiden an den Enden der Pfette wurden zuerst befestigt. Die Auflageflächen wurden aus den Sparren herausgeschnitten, um die möglichst größte Auflage zu erreichen (leider kein Detailfoto). Danach wurden alle anderen Sparren zugeschnitten und angebaut, jeweils mit einer Holzbauschraube 8x100 pro Verbindung (Pfette-Sparren). Ausgerichtet wurde der Überhang über die vordere Pfette (Hofseite), da dies später die sichtbare Kante wird. Danach wurden die Dachlatten (38x53x2500) im entsprechenden Abstand befestigt (weiße Seite oben), jeweils mit einer Holzschraube 6x80 pro Verbindung (Sparren-Latte). Sieht doch schon fast nach einem Dach aus, oder? Da wir noch auf die Lieferung der Wellplatten (Acryl, Sinus, Wabenstruktur 3mm) warteten, aber Regen angesagt war, kamen die alten Platten nochmal drauf, um trockene Füße zu behalten.

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Tag 4 - Dachhaut und Abschluß

Die Platten kamen am Freitag Nachmittag und wir legten, ob der fortgeschrittenen Stunde, sofort los. Schließlich wollte mein "Helfer"/ Mitbauer los. Die alten Platten wieder runter und die neuen Platten erstmal alle aufgelegt, um abzuschätzen, ob wir nochmal scheiden oder anpassen müssen. Nichts. Alles war gerade und wie geplant. Also Erste neue Platte rauf, ausgerichtet und festgeschraubt. Der Plattenlieferant hatte auch gleich den passenden Kegelbohrer mitgeschickt (war auch bestellt), um die Wellplatten schonend zu bohren.Drei der bestellten fünf Platten waren leider beschädigt. Nachlieferung kommt am 21.Okt. Trotzdem haben wir erstmal alle Platten aufgebaut, um ein vollständiges Dach zu bekommen (wegen der nassen Füße :-)). Allerdings haben wir nur zwei der Wandanschlüsse angebaut (Foto) - über den intakten Platten. Die anderen werden verbaut sobald die neuen Platten da und aufgebaut sind. Endlich fast fertig. Fehlt nur noch die Dachrinne.Nachtrag 08.Nov: Die defekten Platten sind nun ausgewechselt und die restlichen Wandanschlüsse angebracht.

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Finale Grande

Als krönenden Abschluß mußte ich nun noch die Dachrinne anbauen. Einige Regentage hatten gezeigt, daß es bitternötig wurde. Um es passend zu machen, wählte ich eine 70er Kastenrinne in braun mit Fallrohr. Sieben Halter an den Sparren angebaut, so daß etwas Gefälle ist von links nach rechts zum Auslauf (und auch rechts nach links zum Auslauf). Dachrinne und Fallrohr mit Speier angebaut und fertig. (Fotos folgen noch) Jetzt kann Herbst und Winter zuschlagen. Einige Kleinigkeiten habe ich mir noch ausgedacht, um den Regeneinschlag von der rechten Seite einzudämmen.Nachtrag 08.Nov: Hierfür wurden nun wieder Reste verwendet um das "Dreieck" Dach-Wand transparent zu schließen. Für eine ebenfalls transparente (flexible) Seitenwand für diese Wetterseite habe ich schon einige Ideen, muß aber erst noch ermittelt was machbar ist. Die grauen Kabel habe ich mittels einens braunen Kabelkanals unsichtbar gemacht. FERTIG. (vorerst)


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