Terasse aus Natursteinen...

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    1000 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung


Mit diesem Projekt gebe ich gleichzeitig auch einen kleinen Teil meines Lebens preis. Daher habe ich lange überlegt, ob ich es einstellen sollte. Ich denke aber, dass es sehr gemütlich geworden ist und möchte euch das nicht vorenthalten.

Dieser Teil meines Lebens ist schon ein paar Jahre her, daher ist die Bilderauswahl etwas beschränkt. Damals stand weniger das Projekt als vielmehr die Erinnerung beim Fotografieren im Vordergrund. Ich hoffe dennoch, dass ihr mit Hilfe der Beschreibung und der verbliebenen Fotos eine Vorstellung von der Arbeit bekommt, um es ggf. als Hilfestellung für eigene Projekte zu verwenden.

Hier also die Terasse aus Natursteinen....

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Betonmischer
  • Rüttelplatte

Los geht's - Schritt für Schritt

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...wie alles begann.

Dieses Projekt wurde nicht beim Essen geplant und später umgesetzt, es musste reifen.

Damals war ich jung (heute nur noch jung geblieben ☺ ) und hatte wenig Erfahrung in handwerklichen Dingen. Mit der Zeit wächst man aber mit seinen Aufgaben und Herausforderungen.
Die Terasse war, wie ihr euch bei den ersten Bildern vorstellen könnt, also zunächst nicht geplant. Als wir das Haus bezogen hatten, war der linke Teil eine Scheune, das Dach undicht, der Keller feucht....
Wenn ich heute so ein Gebäude sehen würde, würde ich einen großen Bogen darum machen, aber damals war ich voller Tatendrang.

Nach und nach wurde das eine und andere in Angriff genommen, so wurde der Keller von außen abgedichtet und gedämmt, der Fußboden im Keller herausgenommen (Klinkerboden), ausgehoben und mit Beton und Estrich versehen.

...Wo damals scheune war ist nun Wohnzimmer und Bad.

Das ganze zog sich über mehrere Jahre, weil ich das meiste selbt versuchte und wenig Geld zur Verfügung stand.

Der Aushub aus dem Keller und Abrissreste von anderen Projekten (Fensteröffnungen, Türöffnungen...) sammelte sich im Laufe der Jahre neben dem Eingang der Scheune.

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Die Terasse entsteht.

Nachdem die Planung zum Wohzimmer kam, wurde zunächst festgelegt, dass dort eine Terassentür notwendig ist. Die Öffnung wurde dann von einem Maurer gemacht. Als der Innenbereich, Verputzen, Fußboden etc. fertig war, wurde die Terassentür eingesetzt. Die Phase, nachdem alle Fenster eingesetzt waren und das Dach gedeckt war, ging, im Nachhineien betrachtet, dann sehr schnell. Das sind Arbeiten, an denen man ein Ergebnis erkennen kann. Alles was im Inneren des Hauses passiert, zieht sich irgendwie besonders lange hin...

Jetzt wurde die Außenfassade geplant und gleichzeitig die Terasse. Da das Dach an der Seite an die Fassade angepasst werden musste und die Fundamente der Ständer passen mussten, war das eine spannende Phase. Ich hatte aber einen sehr guten Zimmermann und einen sehr guten Maler (Dach und Fassade hatte ich machen lassen). Alles klappte prima.

Zu meiner Arbeit:
Ich hatte den Untergrund mehrfach mit einem Rüttler verdichten müssen. Dabei habe ich auch gleichzeitig den Boden geebnet und die Größe der Terasse in etwa festgelegt. Die Terasse sollte in etwa die gleiche Höhe wie der Fußboden des Wohnzimmers haben. Das ist auch der Grund für die Stufen zur Terasse.

Für die Terasse, alle Wege im Garten und die Stellfläche für die Fahrzeuge habe ich nun Steine gekauft. Anhand der Quadratmeter hatte ich errechnen lassen, wie viele ich brauche. Diese hatte ich dann liefern lassen...
...meine Güte, keiner konnte ahnen, dass es so viele sein würden. Der ganze Garten bestand aus Steinbergen. Ich hatte nicht geglaubt, dass ich die alle brauche.
Ich habe mit dem äußeren Bereich der Terasse angefangen. Ich habe ein Fundament gegraben, mit Beton verfüllt und dann mehere Tage Stein für Stein wild aufgetzt, so dass es für meine Augen gut aussah. Die Steine wurden mit einem Betongemisch verklebt und sofort mit Wasser gereinigt, damit kein Zementschleier anhaftet. Eine körperlich sehr schwere Arbeit, weil auch die Steine sehr groß waren.
Als die Höhe der Terasse in etwa erreicht war, begann ich mit der Bodenfläche. Da ich bis dahin noch nie so etwas gemacht hatte, habe hier sehr unprofessionell jeden Stein einzeln in ein Betonbett gelegt und vorsichtig verfugt.
Auch wenn die Arbeit durch einen Profi besser und schneller ausgeführt worden wäre, die Terasse steht nun schon mehr als 10 Jahre und hat noch keinen mir bekannten Mangel.
Auch die Treppe wurde Stufe für Stufe, Stein für Stein eingebettet. da der Beton immer wieder aushärten musste, konnten die Arbeiten, die in die Höhe gingen, nur über mehere Tage gehen.

Das Vordach wurde abgestützt und darunter die Fundamente gegossen, in die ich gleich die Steine eingearbeitet habe.

Auch an andere Dinge, wie Abwasser vom Dach, Abflüsse für Regenwasser auf der Terassenfläche, Strom für Licht und Steckdosen musste gedacht werden.

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Ein paar Details

Auf dem ersten Bild sieht man die Terasse von innen halb fertig. Ein paar Steinberge sind auch noch zu erkennen.

Auf dem zweiten Bild, sieht man eine Steckdose. Ich habe mit einer diamantbeschichteten Bohrkrone und viel Geduld mehere Steine für die Steckdosen aufgebohrt. Von hinten kam danach noch ein Loch hinein, um die Zuleitung verschwinden zu lassen. Die Steine für die Steckdosen mussten an der Vorderseite besonders glatt sein, damit kein Regenwasser hineingelangen kann. Zusätzlich habe ich die darüber befindlichen Steine so verlegt, dass sie ein kleines Vordach bilden.

Auf dem dritten Bild, sieht man links, dass die Leitungen in Leerrohr verlegt wurden. Das hat den Vorteil, dass später bei einem Defekt oder einer Änderung die Leitung ersetzt werden kann ohne alles aufzureißen.
Rechts im Bild, neben den Eimern ist der Auslauf einer Regenrinne erkennbar. Das Wasser versickert im Boden.
Über dem rechten Eimer kann man eine eingebaute Lampe erkennen. Sie strahlt einen Busch an, der dort geplant war.

Das vierte Bild zeigt eine weitere Steckdose. Rechts darunter ist eine Lücke in den Steinen. Dort kann Regenwasser von der Terasse abfließen, wenn es zu stark regnet. Die Lücke geht durch bis nach außen, wo das Wasser die Steine herunter fließt. Davon gibt es 3 Stück, zuätzlich kann auch über die Treppe Wasser abfließen. Das Wohnzimmer bleibt also trocken.

Das fünfte Bild zeigt einen Pfosten mit Regenrinne. Der Pfosten ist mittig geschlitzt und mit einem Metallfuß versehen, der in den Beton ragt. Eine optisch unauffällige und schöne Lösung.

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Die Treppe und Impressionen

Bild 1 und 2 zeigen die Treppe. Hier war es notwendig Steine zu finden, die eine Kante haben, damit man vernünftig laufen kann. Bei dem ersten Bild sieht man ganz gut, dass die Steine sehr "wild" vermauert wurden. Das gefällt vielleicht nicht jedem, gibt dem Ganzen aber den Eindruck 100 Jahre alt zu sein, erst recht jetzt, wo Moos, Laub und Efeu versuchen die Terasse zu erobern.
Die Steine auf den Wegen zu ebener Erde wurden in ein Kiesbett gelegt und verdichtet. Frauen mit Absatzschuhen fluchen zwar über diese Steine, aber ich finde, es gibt nichts gemütlicheres. Ich würde diese Steine wieder verlegen.

Bild 3 zeigt den Anschluss an die Hauswand und zur Terassentür. Die Steine direkt an der Tür musste ich in Scheiben schneiden. Sie sind nur ein paar Zentimeter dick und liegen in Mörtel. Zwischen ihnen und dem Rest der Terasse ist eine Dehnungsfuge (entlang der Hauswand).

Bild 4, ein Winterbild aus dem Warmen geschossen. Hinten, noch immer Steinberge. Da gibt es noch Wege und die Stellfläche für die Autos zu machen...


Bild 5, die Mauer und ein neugieriger Geselle.

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Vorher - Nachher

Nun noch ein paar Vorher - Nachher-Bilder.


Ich hoffe der kleine Ausflug in meine Vergangenheit hat euch gefallen.
Wenn noch Fragen sind, her damit. Ich habe über die Jahre sicher einiges vergessen zu erwähnen. Der Preis von 1000 EUR ist natürlich nicht wahr, aber ich weiß einfach nicht, was ich da angeben soll. Erstens ist es schon viele Jahre her und ich weiß es einfach nicht mehr, zweitens kann man das gar nicht so genau trennen. Es war sicherlich nicht preiswert....


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