Streichmaß "Spezial" als 3 in 1 (+ X)

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Ein Streichmaß, welches zusätzlich als Zirkel und auch als Mittefinder genutzt werden kann, sowie auch noch spezielle Anwendungen.

Meine Vorstellung war, ein Streichmaß für Metall und Holz zu haben, dito ein Zirkel welcher mit einem Bleistift, Kugelschreiber, Filzstift oder einem Stahlstift benutzt werden kann.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Tischbohrmaschine
  • Tischkreissäge
  • Bandschleifer
  • Winkelschleifer
  • Forstnerbohrer 25 mm
  • Gewindeschneider
  • Gewindebohrer
  • Hammer
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Materialliste
  • 1 x Multiplexreststück | Holz (70x55x25 mm)
  • 1 x Rundstab | Alu (8 x ca 250 mm)
  • 2 x Stahlnägel | Stahl (2 x 25 mm)
  • 1 x Schraube | Stahl (M6 x 50 mm)
  • 1 x Schraube | Stahl (M4 x 25 mm)
  • 3 x Unterlegscheiben | Eisen
  • 1 x Rampamuffe | Messing ( M6 )
  • 1 x Sägeblattrest | Metall (Bruchstück ca 25 mm)
  • 2 x Muttern | Eisen ( M8)
  • 1 x Kupferring | Kupfer (22 D. x 15mm)
  • 2 x Blech | Messing
  • 1 x Blech | Edelstahl
  • 2 K-Kleber (nach Situation)
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Schmirgelpapier
  • Politurmittel
  • 1 x Druckfeder

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangslage

Ein kleiner Rest einer Multiplexplatte, eine Alustange, eine Rampamuffe ein Sägeblatt-Bruchstück, Abdeckbleche, Unterlegscheiben, (symbolischer) Magnet und 2 Schrauben waren die Ausgangsmaterialien für mein Streichmaß, das schon lange geplant war.
Einige Plastikscheibchen kamen als "Sterngriff"-Material für die Feststellschraube zur Anwendung. (oben links) Die Silvester-Raketenspitzen mit verschiedenen Durchmessern kommen erst später alternativ zur Anwendung. Geduldet euch noch ein bischen.

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Führungsloch bohren, Stahlnagel einsetzen

Das Führungsloch wurde so gesetzt, daß ein Stahlnagel (2x20 mm) nur wenige Millimeter aus dem Holzklotz herrausragt. Die Feststellschraube ("Rändelschraube") mit einer Rampamuffe, liegt in der gleichen Linie wie der Stahlnagel durch das Führungsloch für den Alustange.
Damit es keine Druckstellen auf dem weichen Alu gibt, habe ich ein Nagelstückchen in einer Nute versenkt, die Schraube drückt dann über den gekürzten Nagel, auf den Stahlnagel (Zirkelspitze) und arretiert ihn gleichzeitig bei der Feststellung.

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Gewinde schneiden

Die Aluminiumstange wurde einseitig mit einem M8-Gewinde versehen.
Für die Aufnahme des "Reißzahnes" dient ein M4-Innengewinde auf der gegenüberliegenden Seite.
Um eine mittige Bohrung zu erhalten, habe ich ein Stückchen Abfalleisen mit 3 mm gebohrt und auf 8 mm erweiter, bis ca. zur Mitte aufgebohrt.
In diese 8 mm-Bohrung kommt das Alustabende und von der gegenüberliegenden Seite kann nun die 3 mm-Bohrung zentral gesetzt werden. Mit 3,2 mm wird die Bohrung für den Gewindebohrer aufgeweitet. Mit Gefühl wurde das M4-Innengewinde geschnitten.

Immer wieder Späne entfernen (z.B. mit einer alten Zahnbürste) sowie aus dem Bohrloch herauskippen.

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Stiftaufnehmer herstellen

Für die Aufnahme von Bleistift, Kuli, Filzschreiber oder Stahlnagel diente ein kleines Reststück von einem 22 mm Kupferrohr.
Das Kupferstück wurde über einen Stahlkeil gesteckt und länglich mit dem Schraubstock verformt/gepresst. Eine M8-Mutter für die Justierung wurde innenliegend durch eine Zange verpresst bzw. eingeklemmt. Die 8 mm Bohrung für die Schraube wurde auch nicht vergessen. Eine im rechten  Winkel durchgeführte 2 mm Bohrung dient zur Aufnahme eines Stahlnagels (2. Reißzahn bzw. Drehpunkt. (Zirkel!)

So im Prinzip war das schon alles, ja wenn, wenn nicht noch mehr Ideen nach zusätzlichen Anwendungen gesprudelt hätten.

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Mittefinder und Magnet einbauen

Für eine zusätzliche Verwendung, den Mittefinder, wurden zwei Holzschrauben am Kopf etwas abgedreht. 
  • Um eine Parallelität zu erhalten mußten zwei 5 mm Messingröhrchen zum überstülpen mit einem Rohrschneider abgelängt werden. So ist es möglich die Schrauben zu versenken und bei Gebrauch einfach herauszudrehen.
  • Damit sich nun die Zusatzteile nicht ständig verabschieden, wurde ein Magnet (von einem alten Türschnapper) auf der Unterseite des Streichmaßes eingeklebt.
  • Dadurch werden die Unterlegscheibe beim Kegel und beim 3/4-Segment auf dem mittigen Drehpunkt/ Stahlnagel festgehalten und sind trotzdem noch im Kreis beweglich zu drehen.

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3/4-Kreis

hat man z.B. den Wunsch einen Radius von der Ecke eines Brettes/Bleches aus anzuzeichnen, dann fehlt ja wieder der Anschlagpunkt. Dies erreiche ich jetzt damit, daß ein 1/4 Segment aus der Plastikscheibe ausgesägt wurde. Mit einer aufgeklebten Unterlegscheibe, die am Stahlnagel anliegt, erreiche ich wieder einen festen Drehpunkt..

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Kegelspitze

Ihr habt euch wohl gefragt, was diese Rakentenspitzen sollen.
Nun hier die Auflösung: 

  • Wurde schon ein Loch gebohrt und es muß jetzt nochmals ein Kreis/Radius gezeichnet werden, dann fehlt ja die Mitte für die Zirkelspitze. Dies wird nun wieder erreicht indem der Kegel in der Bohrung die Mitte zentriert.
  • Die Raketenspitze wird an der offenen Unterseite mit einer Unterlegscheibe (25 mm) "verschlossen" (2K-Kleber geklebt) 
  • Die Mitte der Unterlegscheibe ist mit einer Kreuzschlitz-Senkschraube versehen, die in der Kopfmitte mit einer 2 mm-Bohrung versehen wurde. Diese Bohrung dient dann als Drehpunkt für das Zirkelzentrum.(mittiger Stahlnagel auf der Unterseite des Streichmaßes.)

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"Garagen" herstellen

Tja, und jetzt stellte sich die Frage, wo die Kleinteile aufbewahrt werden könnten, damit alles kompakt und wieder auffindbar zusammen bleiben. Da der Platz schon etwas beengt ist, war es doch eine Fummelei dieses hin zu bekommen.

  1. Mit einem Forstnerbohrer wurde die Tasche für das 3/4 Segment hergestellt. (2-seitige Ausführung) Anschließend wurden die beiden gegenüberliegenden Teile verleimt.
  2. Mit mehreren Senkern wurde eine spitze Tiefenbohrung für den "Zentrierkegel"erreicht .(weil die Spitze keine 90° hatte)
  3. Die "Nagelkammer" kam mit einem 2,5 mm Bohrer zustande.
  4. Für eine Bleistiftstummelkammer war das Klötzchen leider zu knapp bemessen. oder doch nicht? Schaut selbst.

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Die inneren Teile, in Tasche und Bohrungen.

So, jetzt ist es an der Zeit die Verstecke zu zeigen.

  1. oben links ist die "Tasche" für das 3/4 Segment,
  2. darunter ein angeklebter Bleistiftspitzer
  3. daneben eine 8 mm Bohrung für einen Stiftstummel
  4. Bohrung für den Reservestahlnagel bzw. Zirkelspitze
  5. Mittig die Rampamuffer für die Feststellschraube
  6. rechts Kegel (aus der Raketenspitze).mit der Unterlegscheibe 
Die zu versteckenden Einzelteile liegen davor und das Abdeckblech darunter.

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Abdeckblech

Ein Messingblech "veredelt" und verdeckt gleichzeitig die "Garagen". Mit einer kleinen Feder wird das Messingblech zusätzlich unter der Feststellschraube auf das Streichmaß angepresst. Trotzdem läßt sich das Abdeckblech seitlich wegdrehen, um die versteckten "Innereien" der Geheim-Kammern frei zu legen.

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"Spieglein, Spieglein an der Wand."

Nachdem ich fast fertig war, wollte ich noch ein Stahlblech auf den Holzklotz kleben. Im Fundus lag noch ein altes Gehäuse, das mich angelacht hat. Kurz abgemessen, zugeschnitten gebogen, gebohrt und aufgeklebt. Mit etwas Politur war das der reinste Spiegel. Somit kann auch noch um die Ecke geschaut werden. !!!

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Anwendungsbeispiele

Und jetzt gehts in die Praxis.!

  • paralleles Anreißen mit "Sägeblatt-rest" auf Metall, Holz  
  • mit  Bleistift und Kugelschreiber, oder Reißzahn
  • Kreise und Radien zeichnen; 
  • dito, erweitern um eine Bohrung herum
  • dito von einer Ecke aus.
  • parallel anreißen an einer Kurve
  • Mittefinder- Anreißen
  • Tiefenmesser, wenn keine Schublehre vorhanden
  • Streifen- bzw. Riemenschneider
  • Spiegel? für um die Ecke schauen!

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Und noch ein, zwei Gags?

Weiter fragt sich vielleicht einer, wie man das richtige Maß einstellt. So kommt man nicht umhin einen Maßstab zur Hilfe zu nehmen, da ja keine Skala auf dem Alustab aufgezeichnet/eingraviert wurde.

Auch hierfür hätte ich eine Lösung gehabt. Ein alter gekürzter Rollmeter solle zusätzlich eingebaut werden. Mit Auszug dieses Rollmeters wäre es ein Einfaches gewesenden den richtigen Radius abzumessen, bzw. einzustellen.
Aus Platzgründen kürzte ich das Maßband bei ca 25 cm. Jedoch zeigte der Versuch, dass auch diese Länge (bei nur 25mm Spielraum =Klotztiefe!) zum Scheitern verurteilt war. Das Band wickelte sich nicht komplett auf, egal wieviel ich die Spannfeder spannte. Also nix wars, Idee unbrauchbar zumindest bei dieser Breite.

Dafür klappte es aber, das Streichmaß festgespannt als einen Streifenschneider zu verwenden.
Ein Cuttermesser (auch hier genügt das Reststück mit der Bohrung)  ist natürlich schön scharf, schärfer als mein verwendeter angeschliffenes Sägeblattstummel.

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Fazit

Das Projekt dauerte natürlich mehr als 2 Tage, die Gedanken kreisten ständig und wurden immer mehr. Es mußte mal wieder einiges Hirnschmalz umgewälzt werden, bis die endgültige Version entworfen und umgesetzt werden konnte. Weitere Möglichkeiten bzw. Verschönerungen sind natürlich nicht ausgeschlossen. Ein größerer Holzklotz als Grundmaterial wäre besser gewesen, Messingrändelschrauben bzw, -Muttern wären noch so was, das ausgetauscht werden könnte.
 Das Ergebnis jedoch dürfte keine offenen Punkte mehr haben..... oder doch ???

Danke fürs Lesen und Durchhalten.
Jetzt kommt ihr dran, macht's besser!

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Nachtrag

  • Auch an einen Winkelmesser hatte ich gedacht, jedoch war die Aluminiumstange im Weg, folglich schied die große (Spiegel-)Fläche schon mal aus. Was aber möglich wäre, ist das Abdeckblech mit einer Skala zu versehen, jedoch ist mir das viel zu mikrig gewesen und habe es deswegen verworfen.
  • Jedoch ein MP3-Player wäre auch anbaubar oder bei größem Klotz auch noch integrierbar.! (aber was soll das mit den Kabeln, die hindern bei der Arbeit) ergo weg damit.


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