Strandkorb für mein Mäuschen

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    50 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Letztes Jahr im Sommerurlaub sind wir an Schaufenstern vorbei gekommen in denen kleine Strandkörbe standen. Die ideale Größe für Puppen. Natürlich hätte meine Kleine so einen gerne gehabt und ich bin in verschiedene Läden und habe danach gefragt.
Die Strandkörbe waren jedoch nur Schaufensterdeko und standen nicht zum Verkauf.

Nicht ahnend welche Arbeit darin steckt, habe ich meiner kleinen Maus kurzerhand versprochen: Papa baut dir einen....


Gesamtmaße: 36cm breit, 34cm tief und 50cm hoch

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Oberfräse
  • Akku-Schrauber
  • Bandschleifer
  • Kapp- und Gehrungssäge

Los geht's - Schritt für Schritt

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Details

Leider habe ich während der Bauphase keine Fotos gemacht. Ich hoffe man kann an Hand der Detailbilder Einiges erkennen.

Da der Korb oben eine runde Form bekommen sollte, war klar, es muss ein biegbares Holz sein. Dazu sind nicht sehr viele Holzarten geeignet. Ich habe im Baumarkt ein paar Biegeproben gemacht und mich für Kiefer-Sperrholz entschieden. Da das Holz aber recht dünn war, habe ich es zweichfach verwendet und verleimt.

Den inneren Teil habe ich etwas kleiner gemacht, so dass er als Anschlag für die Seitenwände benutzt wird.

Die Seitenwände habe ich zuvor zugesägt um ein Maß für die Biegung zu erhalten. Ich habe zunächst die Seitenteile zugesägt und dann die zu biegenden Hölzer drum gebogen und sofort verleimt. Viele Hände (also zwei und etwas schimpfen) und viel Zeug zum Verspannen, welches irgendwie nie reicht, wurde gebraucht.

Um die richtigen Maße zu bekommen, habe ich heimlich eine Puppe meiner Tochter entführt und ein paar Maße abgenommen. Zwischendurch musste sie auch mal Probesitzen und durfte ihre Meinung abgeben ;o)

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Der untere Teil

Der untere Teil musste etwas breiter werden, da der obere Teil hineinpassen sollte. Der obere Teil sollte außerden schwenkbar sein, damit er realistisch wirkt.

Hinten ist der untere Korpus etwas niedriger um Platz zum Kippen zu geben.
Der Boden auf dem die Puppe später sitzen sollte (unter dem Polster) wurde links und rechts in gefräste Nuten eingeschoben und verleimt.
Da die Puppen nicht wirklich eine verlängerte Fußablage brauchten (sie müssen erst noch wachsen), habe ich diese nur angedeutet und stattdessen Platz für Puppenkleider und notwendigen Strandbedarf gemacht.

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Die Kippfunktion

Die Kippfunktion ist relativ leicht. Zwei Bohrungen mit entsprechend abgelängten Schrauben, die einen großen Kopf haben und Hutmuttern, damit man sich daran nicht schrammen kann.
Der große Kopf der Schrauben ist notwendig, weil die Schraube sich nicht ins Holz einarbeiten soll, wenn das Oberteil bewegt wird. Ein Scheibe hätte hier nicht so hübsch ausgesehen.
Im inneren Bereich habe ich eine Scheibe und eine Hutmutter verwendet.
Zwischen den Hölzern, musste ein kleiner Abstandshalter her, damit das Holz nicht aneinander schabt und bald zerkratzt wird. Hier habe ich mit etwas Fummelei eine Scheibe zwischen geschoben.

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nochmal kurz zur Schublade

Ganz kurz zurück zur Schublade. Sie besteht im Prinzip nur aus fünf Seiten, die zusammengeleimt wurden. In der vorderen Seite habe ich zwei Rechtecke ausgesägt und wieder eingeleimt, damit es sie aussieht, als ob dort etwas zum Ausklappen für die Füße ist. Tatsächlich ist es aber ein Auszug, wie oben schon erwähnt. Das zweite Brett innen hinter den Knöpfen dient der Stabilität, weil die ausgesägten Elemente etwas Halt brauchten.

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Die Seiten

An den Seiten haben richtige Strandkörbe Griffe und etwas, damit er nicht so langweilig aussieht.
Da meiner nicht aus hübschem Geflecht, sondern aus Holz ist, habe ich im oberen Teil zwei Herzen ausgesägt. Der Obere Teil wurde aus Gründen der Stabilität sowieso doppelt beplankt, da war das ohne weiteres möglich. Unten bekam er die üblichen Tragegriffe. Dazu habe ich zwei kleine Hölzer zurecht gesägt und hinten ausgefäst. Das Seil habe ich in die Ausfräsungen gelegt und angetackert, sowie verklebt (doppelt hält besser). Dann wurden die Griffe angeleimt.

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Ecken und Kanten

Die Kanten wurden alle mit einem sehr kleinen Abrundfräser gerundet. Vorne allerdings sollte die Kante etwas hübscher werden. Da das mehrschichtige Holz an der Stirnseite nicht so hübsch wirkte, bakam der Stuhl kleine Winkelleisten aufgesetzt. Dadurch entstand auch ein Rahmen, der dem Strandkorb optisch gut tat.

Ganz zum Schluss wurde der Starndkorb in Einzelteilen zerlegt gestrichen. Er erhielt eine weiße Lasur und zwei Anstriche mit Klarlack. Zwischen allen Anstrichen wurde er angeschliffen. Bei der Lasur sollte immer mit der Maserung gestrichen werden, da das später sonst nicht so hübsch wird.

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Markise und Polster

Damit die Püppies schön weich sitzen (oder einfach, weil es schöner aussieht), musste ein Sitzpolster her.
Auf ein Brett, welches etwas kleiner war, wurde ein Schaumstoff aufgeklebt und dann umspannt. Der Stoff wurde unten verklebt und das Brett mit vier Senkschrauben von innen verschraubt.

Für die Markise wurde ein stabiler Draht gebogen und in zwei entsprechende Bohrungen geklemmt. Der Markisenstoff wurde von meiner rechten Hälfte vernäht, so dass die Stange eingefädelt werden konnte. An der anderen Seite wurde der Stoff einfach mit einer Leiste an das Oberteil verschraubt, so dass man es später kaum noch sehen kann.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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