Stehlampe Papierwürfel

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Als der Wettbewerb für die Lampen aufgerufen wurde, hatte ich gleich eine Idee, welche Lampe ich bauen könnte.
Mit Papierwürfeln hatte ich vor einigen Jahren schon einmal eine ganz einfache Version mit einer Mini-Lichterkette gebastelt, die aber bei einem Umzug kaputt ging.

Diese Lampe habe ich daran angelehnt, aber wesentlich aufwändiger gebaut.

Der Fuß ist ein Stück Arbeitsplatte aus Buchenleimholz, das ich im Holzhandel mal als Reststück kostenlos ergattern konnte.
Die Stützen sind einfaches Aluminumrohr aus dem Baumarkt.
Die Streben zwischen den Stützen und die oberen Bogen sind komplett aus Buchensperrholz.
Die Lampenschirmchen sind einfach aus Kopierpapier geformt.
Zur Beleuchtung kommen 162 LED-Stripes von der Rolle zum Einsatz.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Tischbohrmaschine
  • Tellerschleifer
  • Lötkolben
  • Klebepistole
  • Dremel
  • Deltaschleifer
  • Oberfräse
  • Winkel und Lineale
  • Cuttermesser
  • Metallsäge
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Materialliste
  • Buchenleimholz | ca. 3cm (ca. 45cm x 45cm)
  • Buchensperrholz | 6mm
  • Aluminiumrohr | 20 mm (ca. 3m)
  • LED-Stripes | warmweiß
  • LED-Netzteil | 12V / 1A
  • Papier
  • Kabel | 2x 1,5 mm²
  • Danish Oil
  • Heißkleber
  • Bastelkleber
  • Lötzinn
  • Holzleim
  • Schleifpapier

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzteile - Die Streben

Die Streben
Um die Rohre von unten bis oben in einem gleichen Abstand zu halten, brauchte ich Verstrebungen.
Die Streben habe ich auch in CorelDraw konstruiert. Damit sie identisch sind, habe ich sie im Stapelschnitt geschnitten.
Der Forstnerbohrer würde die Vorlage wegreißen, deshalb habe ich zunächst die Bohrlöcher mit einer Ahle anmarkiert, dann die Löcher gebohrt. Danach die Vorlage passgenau aufgeklebt und mit der Dekupiersäge ausgesägt.
Auch diese Teile habe ich dann mit dem Tellerschleifer abgerundet.

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Holzteile - Bodenplatte

Die Bodenplatte
Für die Bodenplatte kam mir ein Rest eine Buchenleimholzplatte zurecht, die ich beim Holzhändler als Rest kostenlos ergattern konnte.
Die Maße der Dreiecks habe ich auf diese Platte angepasst.
Das Dreieck habe ich direkt auf dem Holz konstruiert. Ein gleichseitiges Dreieck ist ja einfache Geometrie. Auf der Tischkreissäge habe ich den Gehrungsanschlag auf 60° eingestellt und so war das Sägen auch einfach.
Für die Säulenlöcher musste ich zunächst den Mittelpunkt konstruieren und zeichnen. Damit das mit den Streben passt, habe ich hier direkt die Vorlage der Streben als Bohrschablone verwendet.

Durch die Alurohre, also die Säulen, führen ja später die Kabel nach unten und müssen dort verbunden werden.
Dazu habe ich mit einem größeren Forstnerbohrer mittig noch ein Loch gebohrt, dass die Säulenlöcher anschneidet. Die Tiefe dieses Loches ist nur ungefähr die Stärke des Forstnerbohrers. Ein bestimmtes Maß war nicht erforderlich, es musste nur die Kabelverbindung später aufnehmen.

Der Stromanschluss muss dann ja auch irgendie in die Mitte geführt werden. Ich entschied mich, dies auch "unter Putz" zu legen.
Dafür fräste ich zunächst einen 4mm Schlitz tief genug von der Mitte zum Rand. Um den Schlitz und das Kabelverbindungsloch abdecken zu können, schnitt ich aus einem Stück 3mm Pressspanplatte die passende Form aus und fräste eine flache Nut. Dieser Deckel ist so bemessen, dass er einfach durch Klemmung dort verweilt.

Die Bodenplatte sollte natürlich nicht so kantig bleiben sondern auch sanfte Rundungen bekommen.
Für die Rundung der Ecken nahm ich wieder die Streben als Schablonen, damit sich der Radius wiederholt. An der Dekupiersäge waren die Ecken gleich rund.
Mit der Oberfräse und einem Fräser mit relativ großem Radius rundete ich dann die Kanten der Platte ab.

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Holzteile - Schleifen und Ölen

Schleifen und Ölen
Die Bodenplatte habe ich zunächst mit 120er Schleifblatt und dem Deltaschleifer vorgeschliffen.
Dann, wie die anderen Holzteile auch, mit 240er Schleifpapier glatt geschliffen.
Damit sich die Holzfasern aufstellen, habe ich alle Teile feuch abgerieben und dann noch einmal geschliffen.
Schließlich wurden alle Teile mit Danish Oil eingeölt, damit die schöne Farbe und Maserung der Buche zum Vorschein kommt.
 

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Die Papierwürfel

Die Papierwürfel - auch wieder in CorelDraw gezeichnet, habe ich auf normales Druckerpapier ausgedruckt.
Ich habe normales Papier verwendet, da es zusammen mit den LED einen schönen warmen Ton ergibt.

 Die Vorlagen werden sorgfältig ausgeschnitten und mit dem Rücken eines Cuttermessers die Kanten gefalzt.
Das Bild zeigt das Ausschneiden mit Schere, ich habe aber ein Cuttermesser und Stahllineal benutzt, das ging schneller.

Für das Stanzen der Löcher kam nun mein Papierlocher aus meinem letzten Projekt zum Einsatz.

Zum Kleben habe ich einen Bastelkleber benutz, der sehr schnell klebt. Um sauber zu arbeiten, habe ich einen alten Malkstenpinsel auf ca. 5 mm gekürzt und konnte so den Kleber gut auftragen.

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LED-Kette

Für die Beleuchtung der Würfel habe ich mich für LED-Stripes in Meterware entschieden.
Fertige Lichterketten habe ich nicht in passenden LED-Abständen gefunden. Und da dann ja immer nur eine LED im Abstand gewesen wäre, hätte das auch weniger Leuchtkraft gehabt.
So habe ich 6 LED pro Würfel. Das ergibt bei den 27 Würfeln 162 LED.

Konstruktionsbedingt habe ich den LED-Streifen in ein Schlauchstück gesteckt.
So ergaben sich 27 LED im Schlauch mit Kabelanschluss.
Diese habe ich dann zu 3 Ketten zu 11, 9 und 7 Elementen zusammen gelötet.

Um die LED-Streifen im Schlauch zu fixieren habe ich jeweils in die Enden einen Klecks Heißkleber gegeben.

 

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Aluminiumrohr

Die Aluminiumrohre habe ich mit der Metallsäge auf die gewünschte Länge geschnitten.
Die Länge ergab sich einmal aus der Größe der Papierwürfel und deren Abstand. Zum anderen aus der Tatsache, dass ich aus einer 2m-Stange 2 Säulen erhalten wollte, um nicht noch eine dritte Stange kaufen und zerschneiden zu müssen. Die Abstände der größten zur mittleren und der mittleren zu kleinsten sollten auch gleich sein.
Daraus ergaben sich dann die Längen 1320 mm, 1100 mm und 880 mm.

Die Sägegrate habe ich noch entfernt und am unteren Ende eine Nut eingefeilt, aus der das Kabel austreten kann.

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Montage

Damit bei leit unebenem Fußboden, oder wenn sich die Platte leicht verziehen sollte, die Lampe nicht schaukelt, bekam die Bodenplatte an jeder Ecke einen Filzgleiter.

Dann baute ich die Lampe von unten her auf.
Die Bodenplatte kam dahin, wo sie hin gehört: auf den Boden.
Die Stangen wurden mit den Streben verbunden und in die vorgesehenen Löcher gesteckt.
Nun konnten die Kabel eingefädelt werden.
Zum Verlöten der Kabel und Verbinden mit dem Anschlusskabel legte ich die Lampe auf die Seite.
Dann kam der Kabeldeckel unten drauf. Da die Rundung dieses Deckels auch leicht in die Löcher der Stangen hineinragt, wird so auch verhindert, dass die Stangen bis auf den Fußboden durchrutschen.

Schließlich wurden noch die Papierwürfel eingefädelt.

Und fertig war die Lampe.

 

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Vorbereitung und Testaufbau

Die Konstruktion der Lampe habe ich mir zunächst in CorelDraw gezeichnet.
Zunächst brauchte ich die Streben zwischen den Rohren.

Die Streben habe ich erst einmal zur Probe in einem Stück Pappelsperrholz geschnitten.
Für eine Testbodenplatte musste ein Stück OSB-Platte aus der Restekiste herhalten.
Die Vorlage für die Streben habe ich auch als Bohrschablone für die Bodenplatte verwendet.

Nachdem die Konstruktion so funktionierte, machte ich mich an den Bau der richtigen Teile.

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Holzteile - Die Bögen

Die Bögen
für meinen Entwurf stand ich vor der Herausforderung, am oberen Ende der Rohre die Kabel aus zuleiten und durch einen Bogen zu führen.

Meine Lösung besteht daraus, dass ich drei Lagen Buchensperrholz verwendete. Die äußeren Lagen sind durchgehend, für die innere Lage habe ich einen Mittelkanal herausgeschnitten und erhielt so einen Tunnel für das Kabel. Mit dem Tellerschleifer und Dremel habe ich dann zum einen den Zapfen geschliffen, um den Bogen in das Rohr zu stecken, und zum anderen dem Bogen die Kanten genommen, dass er eine gefällige und sanfte Form bekommt.

 


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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