Spielturm im Garten selbst aufgebaut

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    600 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Wir haben für unseren Sohn zum 2. Geburtstag einen Spielturm in den Garten gestellt.
Mit Schaukel, Rutsche, Klettermöglichkeit und vielem mehr.

Eigentlich wollten wir nur eine Schaukel, aber so ein kompletter Spielturm hat doch einiges an Mehrwert.

Mit 2 Personen kann man den Aufbau in 4 Tagen problemlos schaffen (2 Abende unter der Woche, 2 Samstage).
Der Spielwert ist enorm.

Ursprünglich wollte ich alles selbst konstruieren, aber bei den Bausätzen ist so viel dabei daß es sich finanziell nicht rechnet.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Wasserwaage
  • Leiter

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ein Spielturm im Garten - selbst aufgebaut

Unser Sohn ist im September 2011 2 Jahre alt geworden.Eigentlich wollten wir nur eine Schaukel für ihn in den Garten stellen, aber nach langer Suche haben wir uns dann für einen Wickey Spielturm entschieden - mit Rutsche, Klettergerüst und Doppelschaukel.Über eBay direkt beim Hersteller gekauft war das komplette Spielgerät kaum teurer als ein einfaches Schaukelgestell beim Händler vor Ort.Die Lieferung war natürlich nur Frei Bordstein, der Aufbau musste komplett in Eigenarbeit erledigt werden.Aber mit Hilfe meines Schwiegervaters und unsers Sohnes (!) war das überhaupt kein Problem. Anfangs hatten wir die Befürchtung daß es noch ein bisschen früh für so einen Spielturm wäre, aber unser Kind ist motorisch so fitt daß wir da mittlerweile überhaupt keine Bedenken mehr haben. Einige Teile (Kletter-Netz, etc.) haben wir aber bewußt noch weggelassen. Schaukeln und Rutschen sind aber kein Thema und er hat täglich Spass damit.

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Anlieferung

Die Anlieferung erfolgte per LKW ab Werk frei Bordstein, d.h. der Fahrer hat den kompletten Spielturm erst einmal in den Hof gestellt.Von dort habe ich sämtliche Teile einzeln in den Garten getragen und großzügig ausgebreitet und sortiert.Die Anleitung ist im allgemeinen gut verständlich, hat aber leider ein paar Fehler und teilweise doppeldeutige Bilder.Die Balken sind angeblich vorgebohrt, bei uns gab es aber trotzdem noch jede Menge fehlende Löcher.Daher habe ich am ersten Abend erst mal die Anleitung genau studiert.

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Aufbau - Spielturm

Wie baut man ein derart großes Teil am einfachsten auf.Laut Anleitung einfach alles zusammenschrauben, hinstellen und mit Bodenankern fixieren.Allerdings hätten dann die Pfosten direkten Erdkontakt. Das gefiel mir nicht, daher habe ich als erstes H-Anker und Beton im Baumarkt besorgt, Der Spielturm sollte anständig montiert werden. Die Bretter sind alle sägerau und kesseldruckimprägniert. Die Säge beim Hersteller sollte gelegentlich mal nachgeschliffen werden, die Sägekanten waren doch arg ausgefranst. Daher habe ich erst alle Oberflächen fein abgeschliffen und sämtliche Kanten entgratet. Es handelt sich immerhin um ein Spielzeug für Kinder. Wer möchte schon daß sein Kind Beulen und Spreissel bekommt und dadurch die Lust am Spiele verliert? Als nächstes haben wir den reinen Spielturm aufgebaut:Erst die eine Seite zusammengeschraubt, dann die gegenüberliegende und dann die Querverbindungen.Vielleicht bin ich etwas penibel, aber wenn die Bemaßung in mm angegeben wird ist es etwas ärgerlich wenn die Bauteiltoleranz im cm-Bereich liegt.Holz ist zwar ein natürlicher Rohstoff und hat immer etwas Schwund, Risse oder ist leicht verbogen, aber bei den gelieferten Hölzern ist das doch etwas grenzwertig. Anscheinend war das Holz vor der Verarbeitung nicht richtig abgelagert.Nach dem Zusammenschrauben des Grundelements des Spielturms haben wir diesen an die gewünschte Stelle im Garten gestellt und ausgerichtet.Danach einfach um alle 4 Pfosten das Gras eine Spatenbreite breit ausgestochen.Anschliessend haben wir den Spielturm wieder angehoben und seitlich abgelegt.Die markierten Bereiche haben wir ca. 60cm tief ausgehoben, kaum zu glauben was so kleine Löcher für eine Menge Arbeit bereiten.Nach dem Ausheben der Löcher haben wir die H-Anker an die Pfosten des Spielturms montiert und den Spielturm in die Löcher gestellt.Dabei muss man die H-Anker mit Hölzern unterlegen, denn die Pfosten sollen ja nicht in den Löchern verschwinden sondern das Holz soll knapp über dem Boden stehen damit es keinen Kontakt mit der Erde hat.Den Verzug in den Pfosten haben wir ausgeglichen mit genau abgemessenen Hölzern die wir zwischen die Pfosten geklemmt haben und einem Gurt mit dem wir die Konstruktion verzurrt haben.Nachdem der Turm genau ausgerichtet und ins Wasser gebracht war und nach mehrfachem Nachmessen und Überlegen ob alles richtig gemacht wurde mussten jetzt nur noch die Löcher mit Beton gefüllt werden - fast 1,5 Säcke Fertigbeton pro Loch - das sollte reichen.

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Anbauten

Der 2. Arbeits-Tag war erst eine Woche später, der Beton sollte ja sauber abbinden. Am 2. Arbeitstag ging es weiter. Der Turm wurde auf Standfestigkeit überprüft, alle Schrauben nachgezogen und der Spanngurt und die Hölzer entfernt.Anschliessend haben wir das "A" des Schaukelanbaus zusammengebaut (fehlerhafte Bemaßung in der Anleitung!), aufgestellt und den Querbalken provisorisch eingelegt.Der Arbeitsablauf war jetzt derselbe wie beim Spielturm:genaues Ausmessen und Ausrichten (das Seitenteil musste dabei natürlich immer festgehalten werden damit es nicht umkippt!), anschliessend Markieren am Boden und Ausheben der Löcher. Danach die A-Säule genau ausrichten, mit Hölzern und Gurten fixieren und die Löcher mit Beton ausfüllen.(Bild rechts: Unser Sohn überprüft ob das Loch tief genug ist). Die Zeit bis der Beton abgehärtet ist haben wir genutzt um den Spielturm weiter aufzubauen- Querhölzer anschrauben, die Löcher unter den Pfosten wieder mit Erde füllen, Rutsche anbauen.Der Schaukelbalken wird original übrigens nur mit einem 10er-Bolzen seitlich an einem Pfosten des Spielturms befestigt. Laut Hersteller reicht das vollkommen aus. Mir war das aber etwas zu wenig, daher habe ich noch einen Holzwinkel zurechtgesägt und den Schaukelbalken damit unterlegt und von unten gestützt. Schaden kann es jedenfalls nicht.Ausserdem ist es etwas verwunderlich, daß der Hersteller überwiegend nur 10er-Schrauben verwendet die sich mit der Zeit doch wieder lösen können. Durchgehende Bolzen mit selbstsichernden Muttern sollten hier doch kein großer Mehraufwand sein. Mit Minimalem Mehraufwand könnte hier einiges optimiert werden.Nach dem Aushärten des Betons haben wir das 2. A aufgebaut, die Schritte waren dieselben wie beim ersten. Ausser daß die Ausrichtung jetzt wesentlich einfacher war, konnte man das 2. A doch problemlos am ersten befestigen und ausrichten.Die beiden A-Teile bilden die Grundlage für ein Klettergerüst und als Basis für ein Kletter-Netz.Allerdings war uns das dann doch noch etwas zu früh für unseren Junior. Der wäre da zwar garantiert auch hochgeklettert, aber das ist für sein Alter dann doch zu gefährlich.Deswegen stehen die beiden Teile zur Zeit noch ohne die Kletter-Zusätze im Garten.Ist ja auch was schönes für den 4. oder 5. Geburtstag.Am letzten Tag haben wir noch das Dach des Spielturms zusammengebaut und aufgesetzt, leider war das etwas schwierig weil die Hölzer alle geschüsselt und die Holzteile insgesamt verzogen waren, aber mit einiger Energie ging das dann problemloser als gedacht.Nach dem Zusammenbau aller Holzteile habe ich das komplette Bauwerk noch mit Lasur verschönert (Offenporig, wasserbasiert, sprühbar mit Kompressor). Das ist zwar nicht nötig, schützt aber vor Vergrauen und sieht einfach schöner aus.Da es an diesem Tag recht warm war konnten abends noch die ganzen Kleinteile montiert werden. Schaukelhaken, Haltegriffe, Fernrohr, Lenkrad, usw.Und abends durfte unser Sohn bereits die ersten Rutsch- und Schaukelversuche durchführen.Sein 2. Geburtstag war zwar erst einen Monat später, aber sowas kann man einem Kind schlecht bis dahin verbieten wenn das Spielzeug fertig im Garten steht.

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Fertigstellung

An den fallgefährlichen Stellen haben wir noch Fallschutzmatten ausgelegt, das Haus hat mittlerweile eine Solarbeleuchtung, die Schrauben wurden eine Woche später nochmal alle nachgezogen und mit Schutzkappen versehen und unter den Pfosten wurde die Erde wieder aufgefüllt.Seither hat unser Junior (und viele seiner Freunde) viel Spass an seinem Spielturm. 4 Arbeitstage sollte man einrechnen (mit genug Zwischen-Zeit für das Aushärten des Betons).Mit 2 Personen kann man den Spielturm problemlos aufstellen, etwas Geduld und Geschick sollte man haben, wichtig ist eine korrekte Ausrichtung damit nichts krumm und schief wird, ansonsten ist das problemlos auch von Laien durchführbar. Das Aufstellen direkt auf der Erde wie vom Hersteller vorgesehen würde ich nicht empfehlen da die Pfosten trotz Kesseldruckimprägnierung sicher mit der Zeit faulen würden.Die Anleitung ist etwas knapp und teilweise mißverständlich, die Schnittkanten könnten sauberer und das Holz weniger verzogen sein.Insgesamt ist der Spielturm aber für den Preis ein tolles Spielzeug (wir haben weniger als den halben Listenpreis bezahlt). Die Mehrkosten für die H-Anker, den Beton und die Fallschutzmatten darf man aber nicht vergessen, das macht gleich nochmal 200-300 Euro aus! Fazit:Wer den Platz hat sollte seinem Nachwuchs so ein Spielgerät gönnen.Für die motorische Entwicklung ist das Teil ideal.Schon ab 2 Jahren können Kinder damit toll spielen - in dem Alter allerdings nur unter Aufsicht!Weitere Projekte gibts immer wenn ich Zeit habe hier unter meinem Namen oder sonst auf meiner Webseite.


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