• Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    180 €
  • Dauer
    4 h
  • Wertung

Für meine Enkelin (2.5 Jahre) brauchten wir ein neues Bett, und schnell kam die Idee ein Spielbett selber zu bauen.
Nach einigen „Recherchen“ haben wir uns für ein Rahmengerüst in Hausform entschieden. In Sketchup gezeichnet, und nachdem die Außenmaße abgestimmt waren, habe ich losgelegt.
Um es gleich vorwegzunehmen: es ist das erste Mal, dass ich mich an solch ein Projekt rantraue, und muss im Nachhinein sagen, dass ich sehr viel gelernt habe (= sehr viele Fehler gemacht habe). Es hat aber auch den Wunsch nach mehr geweckt, und ich denke, dies wird nicht das letzte Projekt dieser Art gewesen sein, auch um die Erfahrungen die ich gesammelt habe, anzuwenden, und die Verbesserungen zu testen.
Der Aufbau ist mit Dachlatten (44x44mm) gemacht als Rahmenkonstruktion. Die Seitenteile sind über Holzdübel miteinander verbunden, und bei der Montage teilweise verleimt. Die Querstreben sind mit Hettich Verbindungsbeschlägen „Rastex 15“ mit den Seitenteilen verbunden, damit man das Bett zum Transport auseinanderbauen kann.
(Leider hat mein Handy in der Zwischenzeit das Zeitliche gesegnet, und einige der Fotos mit in die ewigen Jagdgründe genommen, deswegen sind nicht von allen Arbeitsschritten die Fotos vorhanden. Sorry)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Tischkreissäge
  • Tischbohrmaschine
  • Oberfräse
  • Deltaschleifer
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Materialliste
  • Kanthölzer | Fichte
  • Rundholz | Fichte/Buche
  • Hettich Möbelverbinder | Rastex 15
  • Holzdübel | Buche
  • Lattenrost | IKEA Luröy
  • Matraze | IKEA Underlig

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Konstruktion

Hier eine Liste der Leistenlängen für das Bett

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Der Rohbau

Die Qualität der Kanthölzer hat mich negativ überrascht (mangelnde Erfahrung): Die Hobelqualität ist „verbesserungsfähig“, die Maße sind nicht eingehalten, und die Latten selbst teilweise verdreht und verzogen. Da ich aber keine Lust und Zeit hatte, neues, besseres Holz zu kaufen (und auch nicht weiß wo), habe ich mich dazu entschlossen eine Vorrichtung für den Spindelschleifer vom 1-2-do Kollegen „allesohneKabel“ zu kopieren, um die Latten einigermaßen winklig und mit sauberer Oberfläche zu bekommen. Der Aufwand bei den über 21 laufenden Metern war doch schon sehr hoch, und ich bin am Überlegen, ob die nächste Investition nicht ein Abricht- und Dickenhobel werden soll… Aber das muss erst noch genehmigt werden, und mein Finanzminister ist absolut unsensibel was Return-on-Invest Rechnungen bei Werkzeugen angeht ….


Als erstes habe ich die Kanthölzer also mit der Tischkreissäge auf Länge gesägt, und die entsprechenden 45° Schnitte durchgeführt.
Danach habe ich die Stücke dann am Spindelschleifer qualitativ korrigiert, wobei ich aber nicht weiter auf das Dickenmaß geachtet habe, sondern nur die Sägemarken weggeschliffen habe. Die Rechnung hierfür habe ich dann bei der Montage bekommen, als ich die Dickenunterschiede mühsam mit dem Dreieckschleifer und Schmirgelpapier ausgleichen musste. Wieder etwas gelernt…
Die nichtlösbaren Verbindungen sollten über je zwei 8 mm Holzdübel mit Verschraubung verbunden werden, und die Lösbaren mit dem Verbindungsbeschlag, sowie zwei Dübeln.
Um die Montage einigermaßen sauber und winklig zu bekommen, habe ich mir als Erstes eine Vorrichtung gebastelt, mit der ich die Dübellöcher, sowie die Löcher für die Verbindungsbeschläge bohren kann.
Hiermit konnte ich die Bohrlöcher sauber ankörnen und sicherstellen, dass die Positionen der verschiedenen Bohrungen zueinander passen.

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Die Rundstäbe

Als nächstes habe ich die 18 mm Sackbohrungen für die Gitterstäbe gebohrt. Auch hierfür habe ich mir wieder eine Vorrichtung  gebastelt, damit die Löcher im regelmäßigen Abstand und gegenüber liegen, und so ganz nebenbei gelernt dass die „Flachfräsbohrer“ die ich habe große Sch***e sind, die Zahl die auf dem Bohrer steht ist entweder die Hausnummer des Herstellers, oder ein Vorschlag fürs Lottospielen. Ich wollte mir dann einen Forstnerbohrer in 18 mm aus dem Baumarkt holen, aber anscheinend werden 18 mm Forstnerbohrer hier in Frankreich von den Baumärkten aktuell boykottiert… Also habe ich mehr oder weniger gut meinen Flachfräsbohrer zurechtgeschliffen, damit ich ein 18 mm Loch bekomme. Hat letztendlich auch geklappt, aber mein Wunschzettel ist um einen guten Satz Forstnerbohrer angewachsen…

Um klarzustellen, für wen dieses Bett gedacht ist, habe ich noch den Namen meiner Enkelin in einen Querträger mit meiner CNC Fräse eingefräst.

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Zusammenbau

Jetzt habe ich damit begonnen, die Seitenteile zusammenzubauen. Hier habe ich dann festgestellt, dass die Dicken der Latten nicht identisch sind, und dass es aber doch besser gewesen wäre, wenn dies der Fall wäre. Eine weitere Herausforderung, da ich keine Lust hatte, mit meiner Spindelschleifmaschinenvorrichtung die Dicken anzugleichen. Also habe ich hier getrickst und vermittelt und von Hand und mit dem Dreieckschleifer „angeglichen“. (Den Lerneffekt dieses Projektes hatte ich glaube ich schon angesprochen ….)
Die scharfen Kanten habe ich mit der Oberfräse mit Radien versehen. Nach 80 m Radien gefräst habe ich jetzt langsam ein Gefühl für meine neue Oberfräse.
Um den Zusammenbau zu erleichtern, und auch sicherzustellen, dass nach einigen Jahren das Bett auseinandergebaut und wieder richtig zusammengebaut werden kann, habe ich die Verbindungen mit Buchstaben gekennzeichnet.
Ein Probezusammenbau gab schon mal eine Idee davon, wie es vielleicht mal aussehen wird.

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Das Malen

Danach ging es an die Vorbereitung fürs Malen. Da es fürs Kinderzimmer ist, habe ich Farbe nach EN71-03 ausgewählt. Schleifen, eine Grundierung, danach mit 320 er Papier anschleifen und dann zwei Deckanstriche.
Dies hat mich mal wieder in meiner Grundeinstellung zum Malen bestätigt: Ich mag nicht malen! Aber was macht man nicht alles für die Kleine, ein Lächeln und die Mühen sind vergessen.
Bei den Rundhölzern habe ich erst mit dem Pinsel gemalt, um in alle Kanten Farbe zu bekommen, und danach (die Farbe ist noch frisch) mit der Rolle die Stäbe nachgemalt: Damit habe ich eine wesentlich saubere Oberfläche auch an den Rundstäben hinbekommen.
Fertig:
Nach dem Trocknen habe ich das Ganze noch mal zusammengebaut um das Ergebnis beurteilen zu können.

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Das Ergebnis



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