Sonnenuhr

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

es handelt sich um eine horizontale Sonnenuhr mit gebogenem Ziffernblatt.

Die Idee kam mir, als ich den Schirm (Blech, weiß lakiert) unserer früheren Küchenlampe in der Hand hatte und überlegte ob ich den entsorgen sollte oder für was er verwendbar wäre.


Los geht's - Schritt für Schritt

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Untergestell für Ziffernblatt

Bau des "Untergestells". Da das ganze ja im Freien stehen, also wetterfest sein muss, kam nur etwas aus Stein oder ähnlichem Material in Frage. Da der Schirm mittig eine kreisförmige Öffnung hat, war als Auflage dafür eine Kugel mit etwas größerem Radius geeignet, von der dann oben ein Teil aus dem Kreis herausragt und den Schattenstab ("Gnomon") aufnehmen kann.

In der Gartenabteilung eines Baumarktes wurde ich dann schnell fündig. Kugel passender Größe auf einem quadratischen Sockel. Da der nur 30 cm hoch war, das Ziffernblatt der Uhr jedoch auf ca. 1m Höhe sein sollte, wählte ich als "Unterbau" dafür einen quadratischen Blumentopf, der dann die gewünschte Höhe ermöglichte.

Diesen Blumentopf habe ich vor meiner Terasse im Rosenbeet einbetoniert, da die Uhr ja in unverrückbarer Position stehen muss. Den Sockel mit der Kugel habe ich mit Baukleber aus der Kartusche auf dem Blumentopf fixiert, ebenso den Schirm auf der Unterseite an der Kugel.

Zur Fixierung des Schattenstabes (Messingstab d= 5mm) bohrte ich ein passendes Loch in die Kugel. Achtung: hier ist genaues Arbeiten gefragt. Der Gnomon muss exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet sein, seine Spitze also zum Polarstern zeigen. Für meinen Wohnort (48,20 Grad Nord) bedeutet das auch 48,2 Grad Winkel zur Horizontalen und genau in Nord-Süd-Richtung (Wasserwaage mit Winkelmesseinrichtung und Kompass hilfreich)

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Ziffernblatt fotografiert um 15:45 Uhr

Nun sollte ein sonniger Tag abgewartet werden, an dem man Zeit hat, zu jeder vollen Stunde den Schatten auf dem Schirm zu markieren. (Wecker benutzen, dass man keinen Zeitpunkt verpasst..)

Mit Aufklebeziffern (die nötigen Ziffern und Symbole kann man per Internet in gewünschter Größe, Farbe und Schriftart besorgen) wird dem Ziffernblatt später sein endgültiges Aussehen verpasst. Zusätzlich habe ich die genaue Nordrichtung mit einem Pfeil markiert.

Somit ist das Ziffernblatt auf MESZ (mitteleuropäische Sommerzeit) "geeicht". An meinem Standort kann ich die Zeiten von ca. 9 Uhr bis ca 18 Uhr auf etwa 10 min genau ablesen. Da mein Wohnort auf ca. 9 Grad östlicher Länge liegt, ist der "wahre Mittag" (Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht) bei mir um ca. 13:20 Uhr, d.h.  der Schatten zeigt genau in Nordrichtung. Unsere "normalen" Uhren an meinem Wohnort gehen im Sommer also um etwa 80 min gegenüber der Sonnenzeit vor, entsprechend im Winter um ca. 20 min.

Da ich mich im Wesentlichen nur im Sommer auf der Terasse aufhalte, war es naheliegend, die Uhr auf Sommerzeit zu "eichen" (das geschah um den 21. Juni). Somit fallen Abweichungen durch die sog "Zeitgleichung", bedingt durch die elliptische Bahn der Erde um die Sonne und die Neigung der Erdachse zur Ekliptik, kaum ins Gewicht. (Diese Sonnenuhr geht dann gegenüber unseren gewohnten Uhren im Juli/August bis zu 6 Min. nach, im Oktober/November bis zu 16 Min. vor, im Februar/März wieder bis zu 14 Min nach. Die genaue Uhrzeit zeigt sie um den 20 Juni, den 1. September, den 20.Dez. und den 15. April.)  Bei MEZ im Winter müsste man halt immer eine Stunde vom angezeigten Wert abziehen.



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