Sockelleiste aus Douglasie

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    33 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Nachdem wir gestern das im Flur verlegte Laminat rausgeworfen hatten, mussten neue Fußleisten her. Also ab in den Baumarkt und mal geguckt, was es so gibt.

Die einfachen, folierten MDF-Leisten kosteten knapp 10 Euro und waren nur in 2 Meter Länge erhältlich. Die längeren und verzierten Leisten lagen preislich sogar noch höher.

Nachdem wir in der Nachbarabteilung gestöbert hatten, war klar, was es werden wird: Sockelleisten aus Douglasie.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PCM 8 ST  - Kapp- und Gehrungssäge, Paneelsäge
  • PEX 400 AE  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • POF 1400 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • Akku-Schrauber
  • Gliedermaßstab
  • Handfeger
  • Persönliche Schutzausrüstung (Gehörschutz, Atemschutzmaske)
  • Schleifklotz und Schleifpapier
  • Profilfräser
  • Schraubzwingen
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Materialliste
  • 6 x Kombiprofilbrett | Holz, Douglasie (12 x 2 x 300 cm)
  • div x Schrauben, Dübel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Materialvorbereitung

Die neuen Sockelleisten sollten mindestens 7 cm hoch sein, um mindestens die unschönen Klebereste der alten Leisten abzudecken.

Kombiprofilbrett, Douglasie
Da die Feder hier stört, kann sie mit einem geeigneten Werkzeug entfernt werden. Der Anlaufring des verwendeten Profilfräsers liegt praktischerweise unter der Feder auf. Dadurch kann in einem Arbeitsgang das Profil gefräst und die Feder entfernt werden. Die Hohlkehle an der Nut lässt die Leiste optisch schweben. Damit sind kleine Unebenheiten im Boden später "unsichtbar".

Erster Fräsgang
Die Bretter sind 3 Meter lang, da die längste, nicht unterbrochene Seite unseres Flurs 2,60 Meter lang ist. Ansonsten hätten es auch 2-Meter-Bretter getan, aber ich wollte nicht stückeln. Daher ist mein Werktisch zu klein und ich muss das Brett umsetzen.

Bleistiftmarkerung und Schleifen
Auf der Oberseite der Bretter waren noch (leichte) Hobelspuren zu sehen. Ausserdem sind die Bretter unterschiedlich nachgedunkelt, sodaß ich mit einem 240 Korn und dem Exzenterschleifer die Oberfläche bearbeitet habe. Die Bleistiftspuren helfen dabei, an den richtigen Stellen Material abzunehmen.

Da die Fräsung recht scharfkantig ist, wurden die Kanten anschließend mit einem Handschleifklotz und 240er Sandpapier gebrochen.

Risse im Brett
Leider hat sich beim Auspacken herausgestellt, daß nicht alle Bretter so schön waren. Trotzdem habe ich die Bretter auf ganzer Länge gefräst und geschliffen. Das hat den Vorteil, daß alle Bretter im selben Fertigungsstand sind.

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Messen und Sägen

Unsere Türrahmen sind aussen nicht im 90° Winkel, sondern laufen etwas auseinander. Daher mussten auch die ansonsten geraden Schnitte, mit etwa 1,5° ausgeführt werden. Dank der Kapp- und Gehrungssäge aber kein Problem.

Gehrungsschnitt
Ecken auf Gehrung schneiden ist ja immer so eine Sache. Meisstens ist am Ende dann doch irgendwo trotzdem ein Spalt (vorallem, wenn die Wände doch nicht im 90° Winkel zueinander stehen), auch wenn man die Innengehrung etwas unterschneidet. Da ich genug Reststücke hatte, habe ich mich Stück für Stück an den passenden Winkel "herangeschnitten". Das passende Gegenstück wird dann einfach umgedreht und im selben Winkel gesägt (siehe Bild). Ganz hilfreich ist das "Opferholz" hinter dem Brett. Verhindert vor allem das Ausreißen, wenn das Sägeblatt aus dem Brett schneidet. Ganz wichtig hierbei: mit einem Handfeger vorher Staub und Holzspäne beseitigen, denn sonst wird das mit dem Winkel nichts...

Da die Oberseite des Brettes bearbeitet wurde (da wo die Feder war), hilft es, wenn man das Sägeblatt (bei ausgeschalteter Säge) auf die Oberkante des Brettes stellt und darüber rollt. So sieht man schnell, ob der Schnitt gerade laufen wird.

Mir hat es geholfen, den Schnitt nicht in einem Zug auszuführen, sondern in zwei oder drei Schneidgängen über das Brett zu gehen. Dadurch hatte ich nahezu keinen Ausriß an der Sichtseite.

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Nur noch an die Wand bringen...

Der Strukturputz - so schön er auch sein mag - macht es ganz schön schwierig, die bearbeiteten Bretter plan an die Wand zu bekommen.

Da die Sockelleisten später nochmal nachbearbeitet werden, habe ich darauf versichtet, die Schraubenköpfe mit Holzdübeln oder Kappen verschwinden zu lassen.

Später bedeutet hier, daß da mal ein Holzfußboden oder Kork oder sowas hin kommen soll. Dann kann ich die Nut zurück schneiden und die selben Befestigungspunkte weiter verwenden.

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...und dann ist auch schon fertig.

Der Rest ist dann nach dem selben Schema schnell erledigt. Auch hier hat es geholfen, vorher an Reststücken den richtigen Winkel zu erproben, denn auch wenn es so aussieht: die Wände stehen doch nicht exakt im 90° Winkel zueinander.

Möglicherweise besorge ich mit für das nächste, ähnliche Projekt eine Schmiege, an der man den Winkel ablesen (und dann halbieren) kann.


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