Schützenpreise, neue Varianten

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wie schon bei meinem ersten Schützenpreis angekündigt, hatte ich Ideen für weitere solche Preise. Diese sollten den Wettbewerben angepasst gestaltet sein.

Den Preis für das Jagdschießen habe ich ja schon gemacht. Dazu kamen nun ein Preis für das Krampusschießen (Bild 1) und einer für das  Präzisionsschießen (Bild 2).

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Schliefmittel
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Materialliste
  • 1 x 18-20mm Leim- oder Vollholz | Holz (nach Vorlage)
  • 1 x 4mm Sperrholz | Pappel (nach Vorlage)
  • 6 x Ziernägel | Messing (2mm dick, Rundkopf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorarbeiten

Erst einmal überlegen. Wenn eine machbare Idee kommt diese mittels Computer und Inkscape in digitale Form bringen (Bild 1). Da sieht man schon mal, ob's was werden könnte.

Sind die Vorlagen im Maßstab 1:1 entworfen und den Vorstellungen entsprechend gestaltet können sie ausgedruckt werden. Für die Krampusscheibe entwarf ich einen etwas anderen Krampus, als der auf der Orioginalscheibe (Bild 2) war. Für das kleine Motiv brauchte ich einfach mehr Kontraste.
 Danach folgen die schon bekannten Schritte:

  • geeignetes Holz suchen (18mm Paulownia, 4mm Pappelsperrholz für die Ziele)
  • Fläche glätten
  • Paketband aufkleben
  • Vorlage anbringen

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Sägen

Zuerst sägte ich die beiden Ziele aus dem 4mm Pappelsperrholz (Bild 1).
Danach die "Körper" und Sockel aus Paulownia (Bild 1).

Anmerkung:
Mein erster Versuch mit diesem Holz (habe zum Testen eine Leimholzplatte vom Baumarkt geholt). Das Holz ist für diese Arbeit sehr gut geeignet. Es lässt sich leicht sägen, wiegt kaum was und ist trotzdem ausreichend fest um die feinen Stege nicht abzubrechen.

Sind alle Teile gesägt werden sie vorsichtig geschliffen.

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Bemalen

Präzisionsziel bemalen:
Die Ringe habe ich mit roter Abtönfarbe bemalt, die Visierlinien mit schwarzer Acrylfarbe (Bilder 1+2).

Allerdings hätte es gereicht einfach alles rot anzufärbeln, da man die Linien später sowieso nicht sieht (dienen nur zum besseren Ausrichten beim Anleimen). War halt eine Fleißaufgabe (und zum Üben der feinen Linien, die ich beim zweiten Motiv benötigte.

Ziel für Krampusschießen bemalen:
Das zweite Motiv war deutlich schwieriger zu bemalen. Ehe ich die Vorlagenreste entfernte, habe ich mit einem spitzen Stift die Konturen auf das weiche Pappelholz durchgedrückt (Bild 4).
Dann wurde das Motiv in mehreren Arbeitsgängen gemalt.

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Patronenhülsen einsetzen

Die Farbe muss trocknen. Diese Zeit wird genutzt um die Patronenhülsen einzusetzen. Ich verwendete dazu zwei unterschiedliche Kaliber. Entgegen dem Prototypen wurden die Hülsen diesmal nicht ganz durchgebohrt sondern nur eingesenkt!

Erst einmal werden die Hülsen auf das erforderliche Maß gekürzt. Dabei helfen meine Improklemmen, ein Schraubstock und eine Metallsäge (Bilder 1+2).
Die erste Hülse kühlt aus während die zweite abgelängt wird. Die Schnittkanten entgraten.

Ist der Hülsendurchmesser bestimmt wird eine entsprechende Bohrung eingesenkt (Bild 3). Die Hülsen werden mit leichten Hammerschlägen und einer Zualge eingeklopft.

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Ziele anbringen

Die Ziele werden an den Körper geleimt und mittels Klemmen in Position gehalten bis der Leim trocken ist (Bilder 1+2).

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Schilde fertigen

Wie in der Vorlage zu sehen (Bild 1), wird die Schrift spiegelverkehrt gedruckt. Die drei Schilder der Vorlage zurechtschneiden und auf ein Stück Pappelsperrholz (dieses zuvor ganz fein schleifen und entstauben) aufbügeln.

Nach dem Aufbügeln werden die drei Schildchen gesägt (knapp außerhalb der Linie) und mit dem Bandfschleifer auf Maß geschliffen. Mittels Holzlasuren habe ich versucht die Schilder entsprechend der darauf angegebenen Platzierung "gold", "silber" und "bronze" zu färben. Ist so halbwegs gelungen, kann aber mit etwas probieren noch besser werden.

Die Schildchen trocknen, das gibt uns Zeit Ziernägel für deren spätere Befestigung zu kürzen (Bild 3).

Die auf der Vorlage markierten Punkte werden gekörnt, die Schilder platziert und mit einem 2mm Bohrer vorgebohrt (Bild 4). Dann können die Schilder angebracht werden (Bild 1). Beim Nageln legte ich (anders als auf dem Foto - aber ich hab halt nur zwei Hände) natürlich ein Stück Abfallholz unter!

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Endfertigung

Wie schon beim ersten Schießpreis werden Bohrungen für 8mm-Dübel in die Grundplatte gesenkt, auf den Körper übertragen, dieser gebohrt, die Dübel eingesetzt und alles zusammen verleimt.
Zum Schluss eine Schicht Klarlack und fertig sind die neuen Preise (Bilder 1-4).

Anmerkungen:
Da mir die vorhandenen Ziernägel ausgegangen sind, musste ich neue besorgen. Dabei entdeckte ich welche, die meiner Meinung nach besser zu dieser Arbeit passen (und die noch dazu um einiges günstiger sind!). Sie sind beim Preis für den 2. Platz zu sehen und werden in Zukunft weiter Verwendung finden.

Nachtrag 21.01.2014
Mittlerweile sind drei komplette Sätze fertig. Jeweils für die ersten drei Plätze beim Präzisionsschießen, Krampusschießen und für den jagdlichen Bewerb (Bilder 5+6).


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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