• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    6 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Meine Werkstatt ist direkt unterhalb unseres Ess- und Wohnzimmerbereiches und verfügte ursprünglich über einen Lichtschacht. Da wir unser Wohnzimmer vergrößert haben wurde der Lichtschacht bis auf einen kleinen 10cm breiten Streifen überbaut und somit kommt leider auch kein Tageslicht mehr in meine Werkstatt. Nachdem ich beschlossen hatte meine Werkstatt komplett neu zu Sanieren, integrierte ich auch gleich den ungenützten Lichtschacht in meine Werkstattplanung mit ein und verkleidete ihn ebenfalls wie die restliche Werkstatt mit Holz. Somit hatte ich eine Nische die insgesamt 150 cm breit, 35 cm hoch und 80 cm tief war. Da meine Werkbank direkt vor dieser Wand steht nutzte ich die Nische bisher lediglich um irgend welche Sachen darin abzulegen. Meine Werkbank hat eine tiefe von 90 cm und somit war der Zugriff leider immer nur erschwert möglich. Teilweise kletterte ich hierzu auf meine Werkbank um in die Nische greifen zu können.
Da ich unzählig viele Bohrer, Fräser usw. habe, kam mir die Idee hier einen Auszug einzubauen um meine Kleinwerkzeuge darin zu verstauen. Somit hätten diese einen eigenen festen Ort und die Nische hätte endlich einen ordentlichen Zweck und würde somit nicht mehr nur als Abstellplatz für irgend welchen Unrat dienen. Ich habe / hatte seither meine Bohrer usw. auf Brettern gelagert und diese wurden immer von Ort zu Ort gestellt um nicht im Weg zu sein.
Nun aber genug des Vorgeplänkels, seht selbst wie ich das gemacht habe, viel Spaß beim durchlesen.

Hier findet ihr meine anderen Projekte!

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Planung und Vorarbeit

Bild 01: Die Ausgangssituation, die Nische diente lediglich zur Ablage verschiedenster Arbeitsmitteln oder Materialien. Kein schöner Anblick aber irgendwie auch immer wieder sehr praktisch. Nur das drankommen an das Abgelegte war immer sehr schwierig. 

Bild 02: Eigentlich wollte ich auf gut Glück loslegen, scheiterte aber schon bei der ersten Überlegung in welchem Winkel ich die Bohrer anbringen soll, oder ob ich hier einen Klappmechanismus einbauen sollte der die Bohrer beim Ausziehen herausklappt. Nach mehreren Stunden mit Sketchup verwarf ich den Klappmechnismus da ich hierzu deutlich mehr Platz in der Breite des Faches benötigt hätte als ohne. In der Bucht angelte ich mir vier Teleskopschienen (Vollauszug) mit einer Auszugslänge von 750mm und bis zu 60 Kg belastbar. Die vier schienen Kosteten mich 22,-€ somit vielen für dieses Projekt 5,50 € an. Da ich noch drei weitere Auszüge anfertigen möchte hab ich also nicht zu viele gekauft.

Bild 03: Nach erfolgreicher Planung gings wieder in die Werkstatt und die Nische wurde von allem Material freigeräumt. Schon sehr interessant was man da so findet, vor allem das was sich irgendwie nach hinten verschoben hatte und somit aus den Augen war.


Bild 04: Meine gesammelten Werke an Bohrern und Fräsern. Das nimmt so langsam wirklich überhand. Rechts im Bild seht ihr meine seitherige Bohrerablage, darin bewarte ich die Bohrer aufsteigend in 0,1mm Schritten von 1mm bis 13mm und in 0,5mm Schritten von 13,5 bis 22mm auf. Für meinen ersten Auszug sollten diese ein neues Zuhause finden zusätzlich möchte ich noch meine Holzbohrer von 3mm bis 16mm darin verstauen und meine überlangen Bohrer von 2,5mm bis 10mm.

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Anfertigen des ersten Einsatzes

Bild 05: Ich zeichnete auf eine 18mm Sperrholzplatte (90x20cm) welche von den Grundmassen noch nicht auf Maß zugesägt ist die ersten zwei Raster für die Bohreraufnahme. Vom rechten Rand bieb ich 20mm weit weg. Den zwischenabstand der einzelnen Bohrer wählte ich mit 15mm. In die unterste Reihe sollten Bohrer von 1,0mm bis 4.9mm ihren Platz finden und in der zweiten Reihe dann Bohrer von 5.0mm bis 8.9mm.


Bild 06: An den einzelnen Schnittpunkten körnte ich die jeweils zu bohrenden stellen mit einem kleinen Körner an. Übrigens ist der Körner aus einem alten abgebrochenen Gewindebohrer entstanden - ist ein super Teil und funktioniert prima.


Bild 07: Pro Reihe finden so 40 Bohrer ihren Platz. 40 Bohrer pro Reihe!!! omG, was für einen Bohrorgie!!! Das war wirklich der anstrengendste Teil da jedes Loch mit einem anderen Bohrer gebohrt werden musste. Für die kleineren Bohrer bis 5mm wählte ich jeweils einen Bohrer welcher 0,2mm größer war. Von 5 bis 10mm mit 0,3mm größer und ab 10mm ging ich auf 04mm größer über. Bei den großen Bohrern zum Schluss bohrte ich diese jeweils mit 0,5mm größer. Mir war es wichtig das die Bohrer sehr leichtgängig herausnehmbar und einsteckbar sind.


Bild 08: nachdem alle Löcher einer Reihe gebohrt waren nahm ich noch einen Senker und senkte diese an.


Bild 09: Nun zeichnete ich unterhalb der gebohrten Löcher zwei zusätzliche Führungslinien um die Bohrergröße sauber beschriften zu können.


Bild 10: Die Beschriftung wurde mittels 5mm Schlagzahlen vorgenommen. Hierbei setzte ich den Millimeter-Wert auf die obere Linie und den Komma-Wert auf die untere Linie. dazwischen setzte ich mit dem kleinen Körner noch einen Punkt.


Bild 11: Mit einem schwarzen Filzstift fuhr ich dann die eingeschlagenen Bohrer-Ø ab. Hier ist ein schwarzer Kugelschreiber wohl besser geeignet da das Sperrholz die Farbe aus dem Filzstift regelrecht heraussaugt! Hatte aber bereits so begonnen, also wird es auch fertig gemacht.

Bild 12: Nachdem alles beschriftet war wurde das Ganze noch mit Schmirgelleinwand abgezogen um die Bleistiftlinien zu entfernen und auch das Schriftbild der verlaufenen Farbe etwas zu verbessern. Soweit war ich dann zufrieden und es konnte weitergehen.

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Fertigstellung der ersten zwei Bohrerreihen

Bild 13: Im nächsten Schritt trenne ich die zweite Bohrerreihe (5,0mm bis 8,9mm) genau in der Mitte auf der Bandsäge auf.


Bild 14: Das so gewonnene zusätzliche Brett wird im nächsten Schritt weiterverwendet.


Bild 15: Ich drehe das abgeschnittene Stück um 180 Grad und verleime es mit der oberen Sichtplatte.


Bild 16: Anschließend wird alles mittels Zwingen zusammen fixiert und trocknen lassen.

Bild 17: Die beiden eben miteinander verleimten leisten werden wiederum auf eine weitere Sperrholzplatte aufgeleimt und mittes Zwingen verspannt.


Bild 18: Und das Ganze noch einmal mit einer weiteren Sperrholzleiste. Die Sperrholzplatten sind alle noch nicht zugesägt, dies wird erst später stattfinden. Ich habe hierzu einfach meine Sperrholzreste verwendet, die Hauptsache war, das diese lange genug waren.


Bild 19: Da die Bohrer alle nach steigender Größe unterschiedliche Längen aufweisen und ich alle Bohrer gleich weit aus den löchern herausschauen lassen wollte um an der Vorderseite eine klare Linie zu haben, habe ich die Löcher der einzelnen Bohrer unteren Reihe (1,0mm bis 4,9mm) nochmals mit unterschiedlicher tiefe nachgebohrt. Somit erhalte ich eine saubere sichtbare Linie.

Bild 20: An der zweiten Reihe (5,0mm bis 8,9mm) werden die unterschiedlichen tiefen auch nochmals nachgebohrt - eine heiden Arbeit!!!! Die halben Schalen habe ich eigentlich nur dazu angefertigt, dass die Bohrer beim einlegen leichter eingelegt bzw. entnommen werden können.

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Anpassen des Bohrereinsatzes und Fertigstellung der dritten Reihe

Bild 21: Nun wird auf der Bandsäge die Bodenfläche der Bohrreihen auf 10 Grad schräge abgesägt.


Bild 22: Somit steht die Bohreraufnahme schon mal sauber in einem 10 Grad schrägen Winkel.


Bild 23: Nachdem ich alle Bohrungen der zweiten Reihe angefertigt habe, wird die dritte Reihe angezeichnet und gekörnt. Hierin werden die Bohrer der Größen 9,0mm bis 12,9mm ihren Platz finden. Dahinter verleimte ich eine zusätzliche Platte da die Bohrer nun immer länger werden und ich für jeden Bohrer einen definierten Anschlag in der tiefe benötige. Somit wächst die Bohreraufnahmeplatte nach hinten immer weiter....


Bild 24: Da ich auch für die dritte Reihe Halbschalen benötige war das davorrige anzeichnen leider umsonst. Ich nahm dann eine weitere Sperrholzleiste und zeichnete diese nochmals an. Diese spannte ich dann auf die Bohreraufnahmeplatte und bohrte diese zusammen mit der umsonst angezeichneten Platte und der darunter verleimten Platte.


Bild 25: Die Lochreihe für die dritte Reihe ist soweit vorgebohrt.


Bild 26: Die lose Platte welche nur oberhalb verspannt war, wird wiederum auf der Bandsäge in der Mitte zerteilt. Danach verleime ich die beiden so gewonnenen Halbschalen miteinander.

Bild 27: Bevor ich die Halbschalen mit der Hauptplatte verleime, werden nach altbekanntem Muster die Beschriftungen eingebracht.

Bild 28: Nun kann die verleimte und beschriftete Halbschale auf die Bohrerplatte aufgeleimt werden. Das Ganze wird wiederum schön verspannt.

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Die vierte Reihe

Bild 29: Auch bei der vierten Reihe gehe ich gleich vor wie zuvor bei der dritten Reihe. Ich verspanne wiederum ein zusätzliches Brett und Leime an die Rückseite weitere zusätzlich Bretter um die notwendige Bohrtiefe zu erreichen.


Bild 30: Das Bohren mit den größeren Bohrerdurchmessern wird immer Anstrengender - Drehzahl runter damit das Sperrholz nicht beim eintritt des Bohrers ausbricht. Des weiteren Bohre ich absichtlich die Bohrungen nicht vor, da bei Sperrholz hier das Verlaufen des Bohrers wahrscheinlicher ist als ohne vorzubohren. Einzig die Ankörnung wird bei den größeren Bohrern sehr deutlich und tief ausgeführt.


Bild 31: Auch diese Bohrerreihe wurde dann irgend wann fertig. Nun wurde diese Lochreihe auf der Bandsäge wiederum in der Mitte aufgetrennt. Auch das aufgespannte Brett wurde in der Mitte zerteilt. Danach alles wieder schön zusammenleimen und beschriften.


Bild 32: Nun werden die drei verleimten Halbschalen mit der Bohrergrundplatte verleimt und verzwingt.


Bild 33: Danach können die Löcher nochmals auf ihre exakte Tiefe nachgebohrt werden. Hierzu habe ich nicht mehr die Ständerbohrmaschine verwendet, da ich teilweise bis zu 150mm tief bohren musste und meine Ständerbohrmaschine bei 80mm an ihre Grenzen kommt. Also das ganze ab in den Akkuschrauber und fertigbohren. Ein verlaufen oder schräg werden der Löcher ist so gut wie ausgeschlossen, da durch die Halbschalen und die vorgebohrten stellen eine sehr gute Führung gewährleistet ist.

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Herstellen der Exakten Länge der Bohrergrundplatte

Bild 34: Da ich keine TKS oder BS mit einer Sägehöhe von 230mm habe musste ich die Grundplatte mit der Japansäge auf Längenmaß absägen. Die Gesamtlänge legte ich auf 650mm fest.


Bild 35: Somit war die Bohrerplatte fürs erste fertig.

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Einbau der Seitenwände in den Lichtschacht

Bild 36: Nun säge ich mir zwei passende Platte für die Lichtschachtnische zu. Um die Platten darin zu befestigen dachte ich zuerst an verleimen. Dann viel mir das Kreg-Jig ein, welches sich für eine solche Montage bestens eignet. Da ich generell irgenwie alles selber mache ging ich an den PC um nach einem geeigneten Bohrer zu suchen, Kostenpunkt ca. 4,-€ aus China. Wartezeit > 1 Monat. Na wozu hat man Amazonien Prime, Also Kreg Jig mini bestellt und am nächsten Tag war's da. Kostete mich 20,-€ sicherlich nicht günstig, musste es aber haben! Die linke Platte wurde an vier Stellen mit dem Kreg-Jig gebohrt. Will jetzt hier keine Werbung machen, aber das Teil ist schon klasse!


Bild 37: Nach dem Bohren sieht die Innenwand nun so aus.


Bild 38: Die linke Innenwand wird nun einfach an den vorgebohrten Stellen in der Nische verschraubt. Hierzu legte ich unten einen Winkel an und verschraubte zuerst die unteren beiden Befestigungspunkte.


Bild 39: Anschließend einen Winkel um die 90 Grad in der Höhe zu gewährleisten und einfach verschrauben - fertig! Hält prima.


Bild 40: Da die rechte Seitenwand das Gewicht bzgl. der Auszugsschiene und des Auszugs tragen muss habe ich oben und unten mittels des Kreg-Jigs jeweils fünf Befestigungspunkte vorgebohrt. Das sollte halten.


Bild 41: Auch hierbei gleiches vorgehen wie auf der linken Seite, zuerst unten im rechten Winkel zur Vorderwand befestigen, danach oben Im rechten Winkel zum Boden. Hält Bombenfest! Auf die bekannten Lochverschlüsse für die kreg-Jig Bohrungen verzichte ich. Sieht man später eh nicht mehr.

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Anfertigen des Auszugs

Bild 42: Im nächsten Schritt säge ich mir die Grundplatte und die Seitenwand zu. Darauf wird dann später die Bohreraufnahmeplatte befestigt. Um die Seitenwand mit der Grundplatte zu verbinden setzte ich drei Lamellos und verleime das Ganze. Der Auszug hat die Ausmaße von 32cm Breite 35cm Höhe und 78 cm Tiefe.


Bild 43: Um noch mehr Stabilität zu erhalten wird am hinteren Ende noch eine zusätzliche Platte befestigt. 


Bild 44: Damit der Auszug schön gleiten kann und nicht das gesamte Gewicht auf der Teleskopschiene hängt, möchte ich noch Kunststoffgleitschienen einbringen. Hierfür Fräse ich eine 6mm Tiefe und 20mm Breite Nut auf beide Unterseiten des Auszugs.


Bild 45: Die Nut hat eine Länge von 450mm auf beiden Seiten und wird nur am hinteren Teil eingebracht.


Bild 46: Den vorderen Rest fräse ich 2mm tief ein. Die Kunststoffführung wird nur im hinteren Teil eingebracht.


Bild 47: Nun säge ich mir mit der TKS insgesamt 8 Streifen des Kunststoffes zu. Die Streifen haben eine Länge von ca. 450mm und eine Breite von 19mm. Die Dicke liegt bei 4mm.


Bild 48: Nun werden die Streifen mit doppelseitigem Klebeband in die ausgefräste 6mm tiefe Nut eingeklebt. Sowie an die jeweilige hintere Außenseite.


Bild 49: Nun fräse ich eine 8mm tiefe und 47mm breite Nut für die Aufnahme der Teleskopschiene in die Seitenwand.


Bild 50: Das sieht dann so aus. Hier liegt der Auszug auf dem Kopf die Teleskopschiene befindet sich später natürlich im oberen Teil. Für den Auszug verwende ich absichtlich nur eine einzige Teleskopschiene. durch die Hohe Steifigkeit verspreche ich mir, dass das auch reichen sollte - Hoffentlich!


Bild 51: Jetzt wird die Bohrerplatte in den Auszug geschraubt. Hierzu befestige ich diesen unten und an der Rückwand mit jeweils vier Schrauben.


Bild 52: Zu guter letzt wird noch die Teleskopschiene angeschraubt. 

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Auszug in der Nische befestigen

Bild 53: Nun werden auch in der Nische die Kunststoffgleiter mittels doppelseitigem Klebeband eingeklebt. Hier jedoch nur am vorderen Teil der Nische.


Bild 54. Die Kunstoffgleiter werden auf beiden Seiten als saubere Führung verwendet. Damit dich die Schublade sauber zentrieren kann und eine zusätzliche Auflage besitzt.


Bild 55: Nach einer kurzen Einschubprobe des Auszugs stellte ich fest das ich die Ausfräsung für die Teleskopschiene um 4mm zu tief angefertigt hatte. Ich habe die seitlich verklebte Kunstoffschiene am Auszug nicht mit berücksichtigt. Der Auszug hat eine gesamtbreite von 12mm und die beiden Kunststoffgleiter jeweils 4mm somit hätte ich anstatt den 8mm nur 4mm tief fräsen dürfen. Somit befestigte ich einen 4mm starken MDF Streifen an der Stelle wo ich das Gegenstück des Auszugs verschrauben muss. 

Um den Auszug in der richtigen Höhe zu befestigen, habe ich mir zwei Latten mit dem benötigten Höhenmaß zugesägt. Diese Stellte ich vorne und hinten in der Nische an die Wand und legte darauf den zu verschraubenden Teil der Teleskopschiene. Somit lies sich die Teleskopschiene sauber und rechtwinklig verschrauben.

Bild 56: Nun konnte der Auszug zum ersten mal eingeschoben werden. 


Bild 57: Ich bestückte den Auszug mit den ersten Bohrern um die Funktion zu überprüfen. Die Teleskopschiene hält und fast das gesamte Gewicht verlagert sich auf die untere rechte Seite. Der Auszug lässt sich durch die Teleskopschiene und die Kunststoffgleiter sehr angenehm und leicht verschieben.

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Anfertigen Befestigen des Schubladendeckels

Bild 58: Nun säge ich mir einen Schubladendeckel zu der die linke  Aussenwand vollständig überdeckt und die rechte Aussenwand nur zu 45%. Oben und unten lasse ich ca. 2mm Luft. Somit wird der Deckel 360mm Breit und 346mm Hoch. Zusätzlich verschraube ich einen Auszuggriff. Den Auszug versehe ich an der Fläche wo der Deckel draufkommt mit doppelseitigem Klebeband und presse den Deckel passend dagegen. Nun ziehe ich den Auszug vorsichtig heraus und bohre wiederum mittels des Kreg-Jigs zwei Stellen in die rechte Seitenwand des Auszugs und zwei Stellen in den Boden des Auszugs um daran dann den Deckel verschrauben zu können. Da der Bohrer des Kreg-Jigs ultra scharf ist und in Sperrholz wie Butter fährt ist dies eine leichte Übung.


Bild 59: Nach dem Bohren muss der Deckel nur noch verschraubt werden.


Bild 60: So sieht die Schublade nun im ersten Schritt mit dem neuen Deckel voll ausgezogen aus.


Bild 61: Und so von der linken Seite betrachtet, wenn die Schublade komplett geschlossen ist. Nebenbei bemerkt, links neben der Schublade sieht man meinen kleinen Abluftventilator. Dieser hat mir bei Geruchsintensiven Arbeiten in der Werkstatt schon sehr oft gute Dienste geleistet.


Bild 62: Hier einen kurzen Blick von der rechten Seite auf den geschlossenen Auszug.

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Eine zusätzliche Bohrerleiste entsteht

Bild 63: Im gleichen verfahren wie schon beschrieben, fertigte ich eine weitere Bohrerleiste an. Hierin sollen dann meine Holzbohrer und meine überlangen Bohrer ihr Zuhause finden. 


Bild 64: Die Leiste wird dann ebenfalls nach dem bekannten Muster beschriftet. Einzige Besonderheit, für meine überlangen Bohrer stemple ich noch zusätzlich zum Durchmesser die Bohrerlänge mit ein.


Bild 65: Die Leiste wird dann wiederum im vortaufenden Abstand verleimt.


Bild 66: Soweit so gut, die Schublade ist für's erste fertig und die Bohrer haben alle ihren Platz.


Bild 67: Innerhalb des Auszugs ist noch Platz für neues. Man weiß ja nie was noch so kommt. Ich habe noch zusätzlich auf die obere Ebene eine Leiste aufgeleimt. Somit kann ich dort noch dies oder das ablegen. In den hinteren Teil der Schublade wo noch eine größere freie Fläche ist (links neben den Bohrern) werde ich eine kleine Holzbox stellen, in der sich weitere Bohrer befinden die ich doppelt habe und bei Verschleiß eines der vorderen Bohrern einfach getauscht werden können.
 

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Schluss und Fazit

Bild 68: Der leere Raum rechts des neuen Auszugs wird noch drei weitere Auszüge erhalten. 
Der erste wird mit weiteren Bohrern, wie z.B. Forstnerbohrer Schälbohrer usw. ausgestattet. Sowie allen Werkzeugen zum herstellen von Gewinden.
Der zweite wird dann alle Fräser für die Oberfräse enthalten.
Und der dritte Auszug wird gefüllt mit sämtlichen Bits (kurz, lang) sowie aller andere mit dem Schrauber kompatiblen Werkzeugen.
Wenn euch dieses Projekt gefallen hat, werde ich die weiteren Auszüge auch noch zeigen, dann aber zusammen als ein Projekt, sonst wird's langweilig.

Bild 69: Durch das Anbringen nur eines Teleskopauszugs hatte ich schon ein wenig bedenken ob es zu wackelig wird, jedoch ist die Stabilität gegeben und ich werde die weiteren Auszüge genau nach dem gleichen Prinzip aufbauen.


Bild 70: Die Aufbewahrung der Bohrer ist für meine zwecke prima geworden. der Zugriff ist sehr gut, jedoch gibt es auch ein kleines Manko: Wenn man direkt davor steht braucht man einen gewissen knick in der Optik um den richtigen Bohrer zu erwischen, dies bedeutet, das ich hierzu ein wenig Übung benötige. gerade bei den hinteren Reihen erwische ich im ersten Zugriff meist den Bohrer mit einem Zehntel kleiner als den, den ich haben wollte. Wenn ich seitlich darauf schaue ist der Zugriff jedoch um ein vielfaches präziser.


Bild 71: Auf jeden Fall sieht es bei geschlossenem Auszug schon mal viel ordentlicher aus. Und niemand vermutet hinter dieser Schublade einen solch tiefen Auszug. Der tote Raum ist bei Fertigstellung der restlichen Auszüge hervorragend genutzt.


Bild 72: Mit Blick von meiner Ständerbohrmaschine auf den Auszug ist ein Arbeiten an der Bohrmaschine jetzt ein Genuss. Ich habe direkten Zugriff auf meine verschiedenen Bohrer und somit können weitere Projekte kommen! Für mich ist das Platzproblem mit dieser Lösung optimal gelöst!



Vielen Dank für's durchlesen 

Euer saberlod


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