Schnaps/Likör-Butler

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Zum 60. Geburtstag meines Patenonkels wollte ich was besonders Ausgefallenes und vor allem Selbstgemachtes schenken. Nach längerem Überlegen fiel mir dann dieser Butler für Hochprozentiges ein, den ich mal bei einem anderen Geburtstag gesehen hatte. Trotz intensiver Suche im Internet konnte ich keine Anleitung finden und so musste ich in meinen alten Bildern kramen um ein passendes Foto zu finden. Die Maße habe ich dann mit Hilfe einer auf dem Bild befindlichen Flasche ermittelt, die ungefähr die Proportionen wider gab.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • POF 1200 AE  - Fräse (elektrisch)
  • ZW Step 90X
  • GSR Professional
  • 6317 DWDLE
  • MTB 350 B
  • FMM 250 Q
  • deco-flex
  • Schleifpapier 120 und 180er
  • Schleifpapier 240
  • Forstnerbohrer 20 mm
  • Dosenbohrer 42 mm
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Materialliste
  • 3 x 6er Holzdübel | Vollholz (6x30 mm)
  • 1 x Rundstab 20mm | Vollholz (20x40 mm)
  • 1 x Rundstab 35mm | Vollholz (35x250 mm)
  • 1 x Rundstab 50 mm | Vollholz (50x100 mm)
  • 1 x Sperrholz (alternativ Holzreste), | Pappelsperrholz (100x100 mm)
  • etwas x Beize Eiche Hell | Beize (50 ml)
  • etwas x Antikwachs | Wachs (50 ml)
  • 4 x Holzschrauben | Metall (3,5x35 mm)
  • etwas x Holzleim | Holzleim (etwas)
  • 1 x Kopfteil | Birke-Multiplex 12mm (150x200 mm)
  • 1 x Arme | Birke-Multiplex 12mm (100x200 mm)
  • 1 x Tablett | Birke-Multiplex 12mm (150x250 mm)
  • 1 x Grundplatte | Birke-Multiplex 12mm (160x220 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Schablonen erstellen und Formen auf Holz übertragen

Im ersten Arbeitschritt mußte ich mir zuerst mal Schablonen aus Pappe erstellen. Mit Zirkel, Maßband und Bleistift war dies schnell erledigt. Danach wurden die Formen auf das Holz übertragen und die Rundhölzer auf Maß geschnitten. Alle Multiplex-Teile haben eine Dicke von 12mm. Das Schneiden der Rundhölzer habe ich alles von Hand gemacht. Dann habe ich beim 35mm und 50mm Rundholz jeweils die Mitte der runden Fläche ermittelt und angezeichnet, sowie beim 50mm noch die Mitte in Längsrichtung.

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Ausschneiden der Multiplexplatten und Bearbeitung der Schnittkanten

Dann wurden die Multiplexplatten zurecht geschnitten. Das habe ich mit der Stichsäge und einem feinen "Kurvenblatt" gemacht. Um ein zu starkes Ausfasern der Schnittkannten zu vermeiden, habe ich noch klarem Klebestreifen über die Linien geklebt. Nach dem Ausschneiden der Formen für Kopf, Arme, Flaschenring und Grundplatte habe ich die Schnittflächen mit 80er Schleifpapier grob vorgeschliffen und danach alle Kanten mit der Oberfräse gerundet um keine scharfen Kanten stehen zu lassen

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Bohrungen erstellen und Passgenauigkeit prüfen

Im kommenden Arbeitschritt habe ich dann alle Bohrungen für die Verbindungen mit den Holzdübeln erstellt. In die Arme habe ich ca. 6mm tiefe Sacklöcher gebohrt, in das 50er Rundholz auf den beiden flachen Seiten ebenfalls 6mm etwa 30mm tief. In die Grundplatte wurde eine 35mm und etwa 6mm tiefe Aufnahme für den Rundstab gefräst und danach in der Mitte der Bohrung noch mal mit dem 6mm Bohrer durchgebohrt. Im 50er Rundholz habe ich dann in der Mitte mit dem 20er Forstner ein etwa 20mm tiefes Loch gebohrt und danach ebenfalls mit dem 6er Bohrer durchgebohrt. Im 35er Rundholz habe ich auf der einen flachen Seite ein 6mm Loch, etwa 30mm tief, gebohrt und auf der gegenüberliegenden Seite ein 20er Loch, etwa 20mm tief. In das Tablett habe ich dann noch mit dem Dosenbohrer noch vier Löcher für die Gläser geschnitten und die Kanten ebenfalls mit der Oberfräse gerundet. Am Kopf wurde in der Mitte des Halses auch noch ein 6er Loch, etwa 15mm tief, gebohrt. Danach habe ich mal alle Verbindungen zusammen gesteckt um zu überprüfen, ob auch alles passt.  

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Oberflächenbehandlung

Jetzt wurden alle Oberflächen und Kanten mit 240er Schleifpapier behandelt. Hierbei sollte man sehr sauber arbeiten um beim späteren Beizen und Wachsen ein sauberes Ergebnis zu erhalten. Danach habe ich alle Multiplex Teile mit Aqua Beize im Farbton Eiche hell behandelt. Der Ton ist natürlich frei wählbar, aber da ich wusste, welche Möbel bei meinem Patenonkel im Haus stehen, habe ich mich für diesen Farbton entschieden. Nach einer Trocknungszeit von etwa einer Stunde habe ich dann alle behandelten Flächen nochmals mit 240er Papier angeschliffen und danach mit Antikwachs behandelt. Die Rundhölzer habe ich nur gewachst und nicht gebeizt, um hier einen schönen Kontrast zu erhalten.

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Zusammenbau aller Teile

Jetzt habe ich alles zusammgebaut. Zuerst habe ich alle Holzdübel eingeklebt und danach den 35er Rundstab mit der Grundplatte verleimt. Dann habe ich den 20er Rundstab in den oberen Teil des 35er Rundstabs eingesetzt und darauf dann den 50er Rundstab und alles sauber und winklig ausgerichtet und verspannt. Jetzt kamen die Arme dran. Hierbei muss man besonders sorgfältig arbeiten, denn die beiden Arme tragen später das Tablett und das sollte schon waagerecht auf den Armen liegen. Zuerst wollte ich das Tablett dann nur aufleimen, aber aus Sicherheitsgründen habe ich dann von unten noch vier kleine Schrauben, je zwei pro Arm, durch die Arme von unten in das Tablett geschraubt. Bevor ich dann den Kopf aufgesetzt habe, habe ich aus einem Reststück Sperrholz noch Augen, Nase, Mund und Ohren mit der Dekupiersäge ausgeschnitten, alle Teile leicht geschliffen und mit Leim aufgeklebt. Die Sperrholzteile habe ich unbehandelt aufgeklebt. Danach konnte der Kopf mit dem Holzdübel auf das 50er Rundholz aufgesetzt werden.


Rechtlicher Hinweis

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