Schließen eines Wanddurchbruchs

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Auch Wohngemeinschaften trennen sich irgendwann mal wieder. Darum war es an der Zeit unsere alte Wohnung mit WG-tauglichem Wand-Durchbruch zwischen zwei Zimmern, wieder zu verschließen. Der Durchbruch wurde einst von einem Vormieter durchgeführt und mit einer Gesamtöffnung von 150 x 255 x 14cm und einem Holzrahmen inklusive Blende vollendet.
Auf Wunsch der Nachmieter und zur Befriedigung des Vermieters ging es nun frisch ans Werk den Durchbruch ordentlich zu verschließen

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Glättkelle
  • Cuttermesser
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Hammer
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Materialliste
  • 9 x Dachlatten | Fichte (37x57x3000mm)
  • 12 x Winkel (40x40x40mm)
  • 100 x Spanplattenschrauben
  • 5 x Dämmstoff | Glaswolle (125x62,5x10cm)
  • 6 x Platten | Gipskarton (1-Mann-Platte)
  • Fugenspachtel
  • Rahmendübel
  • Schleifgitter

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung

Bevor wir starten konnten, musste zunächst einmal ordentlich Platz gemacht werden. Außerdem mussten wir noch alle Blenden abnehmen, die vom Vormieter rund um den Rahmen angebracht wurden und den Rahmen beurteilen, also prüfen ob wir das Ständerwerk daran befestigen können. Urteil: Ja! Der Holzrahmen wurde vom Vormieter ordentlich angebracht und wir konnten diesen als Befestigungsmedium nutzen, was uns natürlich einiges an Arbeit erspart hat.

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Zuschnitt der Balken / Löcher vorbohren

Als nächstes haben wir alle Balken abgemessen und mit einer Stichsäge auf die richtige Länge gebracht. Das Ergebnis waren: 4 Balken 2,55 m lang, 10 Querstreben 1,42m lang (Wir haben natürlich so gerechnet und eingekauft, dass wir später einen geringen Verschnitt zu verzeichnen hatten). Danach bohrten wir noch im Abstand von etwa 60cm bei allen vier Balken Löcher für die Schrauben vor, welche die Balken am Holzrahmen befestigen. 6 von 10 Querstreben wurden von uns auch gleich beidseitig mit Winkeln ausgestattet, um sie später einfach einsetzen und festschrauben zu können (Hier ist genaues und zuverlässiges Messen bei der Vorbereitung unabdingbar).

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Vorbohren / Messen am Rahmen

Nun zum bereits bestehenden Rahmen: Hier markierten wir, mit einer im Vorfeld angefertigten Schablone, den Abstand vom Balken zur Außenkante Rahmen (12,5mm). Denn in dieser Dicke kauften wir die Gips-Karton Platten, welche natürlich passgenau mit der Wand abschließen sollten.Auch hier wurden, wie vorher bei den Balken, die Löcher in den Rahmen tief genug vorgebohrt und mit Rahmendübeln versehen.

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Ständer-Rahmen einsetzen und befestigen

So. Jetzt konnten wir in aller Ruhe die Balken anhalten, von Hand die Schrauben hindurch stecken und bereits ein bis zwei Umdrehungen in den Dübel versenken, um zu gewährleisten, dass sie auch wirklich treffen und nicht versehentlich im Holzrahmen landen. Das weitere Eindrehen der Schrauben erfolgte dann mit einem Akku-Schrauber.

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Querstreben einsetzen

Im nächsten Schritt brachten wir oben und unten die vorher abgelängten Querbalken an und verschraubten sie mit Hilfe von Winkeln mit den Vertikal-Balken. Gleiches machten wir nun mit den sechs weiteren Querbalken, die zuvor schon mit Winkeln versehen wurden, auf jeder Seite und auch hier in regelmäßigen Abständen (etwa 60cm).

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Gipskartonplatten zuschneiden und anbringen / Dämmstoff einlegen

Nachdem das Ständerwerk fertig gestellt wurde, mussten die Gipskartonplatten zugeschnitten und angeschraubt werden. Dies ist eine relative leichte Arbeit. Die Platten (ursprünglich 260cm hoch und 60cm breit) wurden alle auf 255cm gekürzt, was ganz einfach mit einem Cutter-Messer machbar ist. Pro Seite, konnten wir genau 2 ½ Platten ansetzen und verschrauben. Wichtig dabei ist im Arbeitsfluss nicht zu vergessen, den Dämmstoff einzulegen.

Hinweis: Da das Material sehr unangenehm werden kann, wenn es in die Augen unter die Kleidung oder gar in die Atemwege gelangt, empfiehlt es sich auf jeden Fall entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wie z.B: Staubmaske, Schutzbrille, Handschuhe.

Die fünf Glaswolle Stücke sind komplett in dem Hohlraum verschwunden. Nach dem Einlegen wurden dann auch noch die letzten Platten angeschraubt und nach einer kurzen Pause ging es weiter zum nächsten Schritt.

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Spachteln und Begradigen

Damit sich die selbst gebaute Wand anschließend auch in das gesamte Wandbild mit einfügt, musste natürlich noch gespachtelt und begradigt werden. Mit dem richtigen Werkzeug (Glättkelle mit sauberer Kante) und ein wenig Übung ließ sich dies auch relativ schnell bewerkstelligen. Allerdings muss man nach dem ersten Spachteln einige Zeit warten, bis alles trocken ist, dann kann man die ersten groben Wellen abschleifen und anschließend ein zweites Mal die letzten Unebenheiten oder Rillen mit Spachtelmasse füllen bzw. ausgleichen. Zuletzt geht man noch einmal mit dem Schleifgitter darüber.

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Tapezieren und fertig

Bevor man nun die Wand tapezieren kann, sollte man rings um den Rahmen herum etwa 20 cm der alten Tapete entfernen. Sollte man nun feststellen, dass unter der alten Tapete auch noch grobe Unebenheiten vorhanden sind, muss man auch hier noch einmal Spachtelmasse anbringen und begradigen, um ein schlüssiges Endbild zu erhalten. Ansonsten wird wieder die gute alte Raufasertapete angebracht und nach Belieben später gestrichen.

Ein abschließender Geräuschtest ergab: absolut dicht! Wenn man etwas aus dem anderen Zimmer hörte, dann kam der Schall durch die Spalten unter den Türen, aber mit Sicherheit nicht durch die Wand :-)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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