Schleiftisch für den Bandschleifer PBS 75 AE

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Wie bereits bei dem „Produkttest Bandschleifer PBS 75 AE“
Projekt „Schilder für meine Holzmaskengruppe“ siehe:
http://www.1-2-do.com/de/produkt-test/testbericht/bandschleifer-pbs-75-ae/50/1642/
erwähnt, erfüllten die mit der PBS 75 AE gelieferten Anschläge meine Ansprüche an die Winkligkeit nicht.
Da ich gerade wieder einige Rohre und Flacheisen rechtwinklig zu bearbeiten habe - und feilen mühselig und langsam ist - nahm ich mir die Zeit den Schleiftisch endlich zu bauen.
 
Eigentlich war es nicht als Recycling-Projekt geplant, aber nach eingehender Betrachtung stellte ich fest, dass ich eine vorhandene Stichsägen-Platte „upcyclen“ könnte. Außerdem verwendete ich ein 4-Kant-Rohrstück (Reststück vom selbstgebautem Geländer –siehe Link:
http://www.1-2-do.com/de/projekt/Kranlaufkatze-fuer-T-Traeger-in-meiner-Garage/bauanleitung-zum-selber-bauen/10465/ - Bilder Kap. 6)
 
Die ALU-U-Schiene aus der ich die Anschläge gemacht habe, liegt schon seit zig Jahren in meinem „Fundus“. Ich weiß gar nicht mehr, woher die ursprünglich her stammt.
Auch die restlichen Schrauben und Stifte hatte ich im schon Bestand – warum also nicht beim Wettbewerb mitmachen?

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Bohrständer
  • Metall-Bohrer D 4.75; 5.0; 6.5
  • Gewindeschneider M6
  • Kegelreibahle D5 Steigung 1:50
  • Kegelsenker
  • Körner
  • Reißnadel
  • Anschlagwinkel
  • Wendeisen
  • Maßstab

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Grundplatte

Die vorhandene Aluminium-Grundplatte hat die Maße: 260 x 260 x 6 mm.
Bei einer Neuanfertigung wäre die optimale Breite ca. 500 mm.
Warum, das erkennt man später!
 
Unten sind zwei ALU-Leisten angeschraubt. Diese dienen zum Einspannen im Schraubstock.
 

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Halterung für die PBS 75 AE

Auf der Suche nach einer geeigneten Halterung probierte ich mehrere Flachreisen und Rohstücke aus meinem „Fundus“ aus. Ich suchte etwas annähernd zur Nut an der Maschine passendes, was ich dann noch nacharbeiten konnte. Dabei fiel mir ein 4-Kant-Rohr 30x30x3 in die Hand. Kaum zu glauben – es passt wie angegossen, vollkommen spielfrei! Auch die Länge (325 mm) war schon perfekt. Achtung – die richtige Wandstärke von 3 mm ist entscheidend! Ich habe auch ein Rohr 30x30x4 probiert, aber hier ist der Eckenradius größer, was zu viel Spiel führt!
Ich brauchte also nur noch eine Bohrung D 6.5, Abstand 25 mm vom Ende einbringen und das Rohr mittels 2 Senkschrauben M6 unten an der Grundplatte festschrauben (siehe Bilder). Eine alte Flügelschraube M6 x 45 verbindet den Bandschleifer mit der Halterung.
Eigentlich ist damit die Basis für den Schleiftisch fertig. Wer sich weniger Arbeit machen möchte, kann statt der bei mir verwendeten festen Anschläge auch Anschlagwinkel mit Schraubzwingen fixieren – siehe mein Test mit improvisiertem Anschlag im nächsten Arbeitsschritt!
 

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Die Anschläge

Warum eigentlich zwei Anschläge?
Von der Bandbreite von 75 mm bleiben abzüglich 5 mm Sicherheit von jeder Seite noch 65 mm Schleifbreite übrig. Wenn ich 30 mm 4-Kant-Rohre planschleifen will, kann ich so das Schleifband nahezu voll ausnutzen – abwechselnd links und rechts schleifen. Auch sind damit Kombinationen von 90° und 45° möglich, was rationelles arbeiten - siehe Bilder.
Auf verstellbare Winkel-Anschläge habe ich verzichtet, da ich das aktuell nicht brauche. Das ist aber nachrüstbar.

Ich habe die Anschläge mit je 2 Inbus-Schrauben M6 befestigt (in der 45°-Stellung nur eine Schraube).
Um die genaue Position der Anschläge reproduzierbar (wechselgenau) auszuführen, habe ich diese mit Kegelstiften (DIN1 Form B, 9S20K, 5x16) verstiftet. Jede Position (90° und 45°) hat zwei eigene Stiftbohrungen. Die jeweils nicht zur Lagefixierung benötigten Stifte werden in der Grundplatte mit D 6.5 freigebohrt.
 
Hinweis: Wer den Aufwand des versiften scheut, kann die Anschläge auch mit Senkschrauben befestigen. Die Genauigkeit leidet dadurch, wenn man nicht zusätzlich mittels eines Winkels nachkorrigiert!

Hier die Beschreibung des Arbeitsablaufes für die Befestigung eines Anschlags in einer Position:

  1. Schraubenbohrungen innen im Anschlagprofil anreißen.
  2. Schraubenbohrungen ankörnen, Bohren D 6.5, anfasen.
  3. Anschlag auf der Grundplatte ausrichten, mittels Schraubzwinge fixieren.
  4. Abbohren mit Bohrer D 6.5 (nur ca. 1 mm Tief, bis die Bohrerspitze abgebildet ist).
  5. Anschlag abnehmen.
  6. An der Grundplatte die abgebohrten Löcher mit D 5.0 (Kernbohrung für M6) durchbohren.
  7. Anfasen, Gewinde M6 schneiden.
  8. Anschlag mittels Inbus-Schrauben M6 x10 wieder montieren und feinausrichten.
  9. Stiftlöcher innen im Anschlagprofil anreißen.
  10. Stiftlöcher mit Bohrer D 4.75 durch den montierten Anschlag und Grundplatte bohren.
  11. Stiftlöcher mit Kegelreibahle (1:50) auf die erforderliche Tiefe (mit Stift kontrollieren) reiben.
  12. Demontieren, reinigen, anfasen, nachreiben - so dass sich der Anschlag mit leicht eingeschlagenem Stift spielfrei aber leicht aufsetzen lässt.

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Test des fertigen Schleiftisches

Fazit:
Die erzeugten Winkel passen perfekt.
Abtrag Eisen mit P80 O.K., ALU super. Feine Oberfläche.
Die Halterung ist sehr stabil, es sind kaum Schwingungen spürbar.
 
Hinweis: Es gibt von Bosch auch (blaue) Metall-Schleifbänder siehe:
Thread von Michael_ZZ Link:
http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p=%20327591#post327591
Ich habe diese allerdings noch nicht getestet!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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