Schiebeschlitten für PPS 7S

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Nach dem Kauf der PPS 7S habe ich schon bei den ersten Einsätzen einen Schiebeschlitten vermisst. Also im Internet gesucht... dabei auf das Projekt von Holzopa gestossen, der dasselbe Problem schon sehr schön gelöst hat. Mangels einer Fräse habe ichüber eine eigene Lösung nachgedacht. Im Baumarkt bei den Alu-Profilen kam mir dann die passende Idee. Dort fand ich ein U-Profil mit rechtwinkligen Flanken an den beiden Parallelseiten (siehe Bilder). Schnell war auch das passende Kunststoffprofil in U-Form gefunden, das exakt und ohne Spiel in das U des Alu-Profils passte. Kunststoff auf Alu gleitet sehr leicht (besser als Alu auf Alu), eine wichtige Voraussetzung für mein Vorhaben. Also diese 2 Alu-Profile und Kunststoffprofile gekauft (weniger als 15 €).

Sonstiges Material: 2 Dachlatten a 2m, einige Schrauben, alles vorrätig bei einem Heimwerker.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzrahmen für Sägetisch

Vorbem: die Sägetischerweiterung der PPS 7S bleibt an der rechten Tischseite montiert.

In zwei Dachlattenstücke je 70 cm werden links und rechts je eine Nut 23 mm breit und 22 mm tief angebracht. Die Nuten liegen symmetrisch zur Lattenmitte und haben einen Abstand der inneren Nutenseite von 60,5 cm, das ist genau die Sägetischbreite der PPS. Das Aluprofil sollte mit dem U genau und spielfrei  in die Nut passen. Wenn am Ende alles perfekt ausgerichtet ist, schraubt man in der Nut das Profil an die Latte. Darauf achten, dass die Schraube mittig sitzt, so dass sie den Kunststoffläufer nicht "behindert".

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Schiebebrett an Kunststoffprofile anschrauben

damit beim Schieben keine Verkantung auftreten kann und die beiden Kunststoffläufer stets parallel laufen, habe ich eine rechteckige Leimholzplatte im Folgenden "Schiebebrett" genannt (22mm stark) so mit den beiden Kunststoffläufern verschraubt, dass ihre Kante exakt rechtwinklig zum Sägeblatt verläuft.

Da die Aluprofile genau an den Längsseiten des Sägetisches anliegen und somit automatisch genau parallel verlaufen, bleibt die Rechtwinkligkeit der Schiebebrettkante zum Sägeblatt über den gesamten Schiebeweg erhalten. Das zu sägende Objekt wird vor dem Schiebebrett her zum Sägeblatt geschoben (liegt also nicht auf dem Schiebebrett auf!) Damit geht keine Schnitttiefe verloren (s.u.)

Aber auch nicht rechtwinklige Schnitte sind möglich. (siehe weiter unten)

Das Schiebebrett gleitet (sehr reibungsarm) nur auf den Flanken des Aluprofils und hat keine Berührung mit dem Sägetisch, was sehr von Vorteil für die Leichtgängigkeit ist.

Braucht man den Schiebeschlitten nicht, kann das Schiebebrett mit den angeschraubten Kunststoffläufern einfach herausgenommen werden, Die Alu-Führungsprofile verbleiben dabei am Sägetisch (wenn der Holzrahmen passgenau mit etwas Spannung konstruiert wurde.)

Aber auch die komplette Vorrichtung kann abgenommen werden (wenn man z.B. den Parallelanschlag montieren will)

PS: eine Flanke des Alu-Führungsprofils liegt auf dem Sägetisch auf. So gehen maximal 1,5  - 2mm an Schnitttiefe verloren.


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Queranschlag anbringen und weitere Hinweise

von Vorteil beim Ablängen vieler gleichlangen Teile.

Ein Stück Dachlatte, mit Schraube am Schiebebrett fixierbar. Dafür einen Winkel, so breit wie die Latte, genommen, einen Schenkel gekürzt auf Schiebrettdicke und ein M8-Gewinde reingeschnitten. (Bild1)

Zum Schluss noch zwei Stopper links und rechts an der Alu-Führungsschiene anbringen, die verhindern, dass das Schiebebrett beim Vorschieben versehentlich komplett durchgesägt wird. Die Stopper sind einzeln aus den Bohrungen herausnehmbar, so dass auch längere/breitere Werkstücke durchgeschoben werden können.

Die Schiebevorrichtung ist fertig.

Bemerkungen und Hinweise:

Zum Sägen nutzbarer Schiebeweg  ca. 50 cm, könnte noch vergrößert werden, indem die beiden Führungsschienen weiter nach hinten gesetzt werden.

Auch nicht rechtwinklige Schnitte gelingen ganz gut, indem man zwischen Schiebebrett und Werkstück passende Keile einsetzt bis die Schnittlinie mit dem Laser übereinstimmt. (siehe Bild)

Liegt ein zu sägendes Werkstück nur einseitig auf der Flanke der Führungsschiene auf, so ergibt sich ein minimales Gefälle zum Sägeblatt hin. Folge:

Die vertikale Schnittebene weicht dann um ca 0,5 Grad vom rechten Winkel zur Tischebene ab. In den meisten Fällen ist das tolerierbar. Wenn nicht, kann die Abweichung durch Neigung des Sägeblatts kompensiert werden oder man unterlegt das Werkstück in Sägeblattnähe mit einer Leiste so dick wie die Flanke des Führungsprofils.

Die Führungsprofile und die "Läufer" können natürlich so gekürzt werden, so dass sie nicht über die Säge hinausragen.

Zeitaufwand ca. 3 Stunden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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