Sanierung Dachgeschoss mit selbstgebauter Beleuchtung

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    3500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Wir haben ein Zimmer im Dachgeschoss saniert, was mit dunklen Holzpaneelen vertäfelt war (wie früher üblich).
Man hatte im Winter immer mitbekommen, dass es in diesem Zimmer immer recht kalt wird, wenn nicht dauerhaft die Heizung läuft. Als wir die Paneele runter hatten, wurde uns auch klar, warum es so war. Die Zwischensparrendämmung war nur 100mm stark.
Da wir alles saniert haben, musste auch etwas extravagantes in dieses Zimmer, was wir mit der Beleuchtung realisieren wollten, indem eine eigens gebaute Deckenleuchte und indirekte Beleuchtung in dieses Zimmer kommen sollte.

Du brauchst

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Materialliste
  • 12 x Rollen Zwischensparrendämmung Dämmerwert 0,32 | Dämmung (1200*6400)
  • 1 x Dampfsperre oder -bremse | Folie (25*4)
  • 200 x Direktabhänger | Befestigungsmaterial (60*120)
  • 1 x Dachflächenfenster | Fenster (1180*1180)
  • 1 x Dachflächenfenster | Fenster (1180*600)
  • 3 x Rollen Klebeband speziell für Dampfsperre | Befestigungsmaterial
  • 3 x Tuben Dischtmasse für Wandanschluss Dampfsperre | Befestigungsmaterial (310ml)
  • 30 x Gipskartonplatten weiß | Gips (1250*2000*12,5)
  • 2000 x Schrauben für Gipskarton-Platten | Befestigungsmaterial (3,5*25)
  • 1 x Dachbodenluke | Luke (1200*600)
  • 8 x Trennwanddämmung | Dämmung (675*1200)
  • 8 x Meter Kupferrohr 15 mm | Rohre (8m)
  • 8 x Meter Rohrdämmung | Dämmung (8m)
  • 2 x Steckdosen | Dosen
  • 25 x Einge Meter Kabel (3-Adrig / Installation) | Kabel (25m)
  • 24 x LED Spots | Lampen
  • 2,5 x Liter Farbe | Farbe
  • 6 x Rollen Rauhfaser | Tapete
  • 12 x Liter weiße Wandfarbe | Farbe
  • 27 x Meter UD-Profil | Profil (3m/stk)
  • 196 x Meter CD-Profil | Profil (4m/stk)
  • 20 x Meter UW-Profil | Profil (4m/stk)
  • 12 x Eckschutzschienen | Schiene (3m/stk)
  • 30 x Meter CW-Profil | Profil (3m/stk)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Demontage der Paneele

Als Erstes musste die alten Holzpaneele inklusive der Halterungen von den Sparren entfernt werden, um an die alte Dämmung zu gelangen.

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Dämmen

Als alles frei lag, haben wir „vermummt“ - mit Staubmaske, Mütze, Handschuhen zu empfehlen sind Gummihandschuhe und lange Kleidung - die alte Dämmung aus den Sparrenfeldern herausgenommen. Diese haben wir erstmal sorgfältig zusammen gerollt, da wir sie eigentlich auf die waagerechte Decke des Zimmers legen wollten. Nachdem diese blöde Arbeit erledigt war, kam die neue Dämmung zwischen die Sparren, da wir Winter hatten und keine Heizung mehr im Zimmer angeschlossen war, musste dies schnell gehen, damit uns nicht die Heizungsrohre einfrieren. Als Zwischensparrendämmung haben wir 160mm starke Dämmung von Isover mit einem Wärmedämmwert von 032 genommen. Überall, wo keine Dachflächenfenster eingebaut werden sollten, wurde also nun Dämmung gestopft. Nicht zu vergessen ist der Spalt zwischen Mauerwerk und dem ersten Sparren, also wurde auch dort gut gestopft.
Die Dämmung sollte immer 1-2 cm breiter geschnitten werden, als das Sparrenfeld ist, damit sie stecken bleibt. Zu beachten ist, dass gut gelüftet wird, Schutzkleidung zu tragen ist und vor allem danach erstmal mit KALTEM Wasser waschen, damit die Poren geschlossen sind!

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Dampfsperre befestigen

Da die waagerechte Decke von oben gedämmt werden sollte, haben wir erstmal die Dampfsperre dort angebracht. Ich hatte mich dafür entschieden, eine 25x4m Rolle zu kaufen, damit keine waagerechten Stöße entstehen an den Dachschrägen oder der Decke, außer an den Übergängen Decke – Dachschräge.
Die Ecke über der Türe haben wir noch runter hängen lassen, da dort noch der Zugang für den Spitzboden per Leiter war.
Nachdem dass alles erledigt war, wurde die Dampfsperre an der langen Dachschräge schon bis zum Sparren ab dem das große Fenster eingebaut werden sollte angetackert.
Zu beachten ist hier, dass man nach Möglichkeit keine Falten in die Folie bekommt durch schiefes anbringen und dass ein Überstand von ca. 10-20 cm sein muss, der die andere Folie überlappt. 

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Unterkonstruktion

Dann wurden schon die ersten Direktabhänger an die waagerechten Deckenbalken angebracht, an die die CD-Profile dann geschraubt wurden.
Hier ist zu beachten, dass die Abhänger 50cm auseinander sind, die Deckenprofile waagerecht verschraubt werden ohne durchzuhängen und man sollte auf seinen Kopf aufpassen.

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Dachflächenfenster

Als nächstes wurden die Dachflächenfenster vom Dachdecker aus der Familie und mir eingebaut. Wie es auch immer ist, kam pünktlich zur Dachaufnahme der Schnee. Also ging es nicht von außen aufs Dach, sondern wurde von innen sich der Weg nach draußen gebahnt.
Da das große Fenster breiter als ein Sparrenfeld gewesen war, musste ein Sparren weggeschnitten werden und mittels Wechsel der untere und obere Teil abgefangen werden.
Als alle überflüssigen Dachlatten entfernt waren, kam auch schon der Fensterrahmen in das große Loch im Dach und als er ausgerichtet und angeschraubt war musste das schwere Fenster eingehängt werden, was allerdings leichter ging, als beim kleinen Fenster, da wir mehr Platz hatten.
Als es dämmerte, waren alle Dachziegel wieder auf dem Dach und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Hier sollte man einen Fachmann das Fenster einbauen lassen, da der genau weiß, wie das ganze mit der Statik bzgl. des Wechsels und ähnlichem zu handhaben ist.

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Dämmen um das Fenster + Dampfsperre

Dann ging es wieder ans Dämmen. Diesmal wurde der Rest um das Fenster herum gedämmt, mit Dampfsperre versehen und das Fernster ausgeschnitten.
Hier sollte man darauf achten, dann man unter und über dem Fenster die Dämmung evtl. schon im richtigen Winkel wegschneidet.

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2. Dachfenster einbauen + Dämmen und Dampfsperre anbringen

Am darauffolgenden Tag kam das kleine Fenster auf der anderen Seite des Zimmers ran. Wieder das selbe Prozedere, also wieder von innen nach außen gearbeitet. Hier kam allerdings erschwerend dazu, dass die Gaube recht weit rüber kam. Am Abend war auch dieses Fenster inklusive aller Zusatzarbeiten eingebaut und es konnte auch hier der Rest gedämmt und die Dampfsperre angebracht werden.

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Dämmung waagerechte Decke

In der Zwischenzeit hatten wir uns doch entschieden, die Zimmerdecke mit der 160mm Dämmung zu dämmen und nicht das alte Zeug zu nutzen. Also wurden nochmals 5 Rollen Dämmung nachgekauft und die Decke von oben gedämmt.

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Untersparrendämmung + Gipskartonplatten befestigen

Nun konnte es im Zimmer weiter gehen. Wir wollten noch einen Untersparrendämmung zwischen die Decke und die Dampfsperre bringen, also wurde dafür die Trennwanddämmung 60mm genommen und zwischen die Profile geschoben und gleich im Anschluss darauf die Decke mit 12,5mm dicken Gipskartonplatten (GKP) beplankt. Da wir uns für die ganz normalen GKP (2,5m²/Platte) entschieden hatten, war die Decke im nu soweit zu, wie wir sie zumachen konnten, um dass die Dachbodenluke und der Elektriker später noch rein konnten.  Wir konnten an diesem Tag auch noch die Unterkonstruktion an die kurze Dachschräge anbringen, die Untersparrendämmung erledigen und einen Teil der Fläche beplanken. Als nächstes kam nun auch die Metallunterkonstruktion an die lange Seite ran, um auch diese Seite mit Dämmung  zu versehen und die Dampfsperre an die Dachflächenfenster anzubringen.
Zu beachten ist an den Fenstern, wenn dort die Dampfsperre angebracht wird, dass sie gut im Winkel geklebt wird, da es sonst zu eng beim beplanken der Leibungen wird und die Folie reißen kann.

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Dachlukeneinbau + Beplankung der Dachschräge und Fensterleibungen

Am darauffolgenden Wochenende wurde dann - nachdem erst eine vollkommen falsche Dachluke geliefert wurde - die richtige Luke eingebaut. Natürlich haben wir an diesem Tag auch noch die lange Dachschräge mit GKP beplankt und auch um das kleine Fenster die Fläche zugemacht, sowie eine Platte um die Dachluke angeschraubt. In der Zwischenzeit wurde auch die alte Tapete von den Wänden entfernt.
Nachdem dann auch endlich die Elektriker da waren, konnte auch endlich die Decke komplett zu geschraubt werden.
Die Fensterleibungen wurden nun auch Stück für Stück beplankt.
Danach wurde erstmal alles ordentlich verspachtelt. Wir hatten einen Sack von Rigips geholt, von dem ich nicht so begeistert war, da er kleine Klumpen in der Masse hatte. Es gelang mir nicht, die Masse klumpenfrei anzurühren. In die Fugen habe ich einen Glasfaserbewährungsstreifen eingespachtelt, damit die Fugen nicht reißen. Da die Decke nur gemalert werden sollte, musste dort besonders sauber gespachtelt werden, da man sonst alles sieht. Der Rest sollte nur mit Rauhfasertapete tapeziert werden.
Bei der Dachluke ist zu beachten, dass sie mittig so hinterfüttert wird, dass sich der Rahmen nicht auseinander biegt.

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Drempel bauen

Nachdem alles gespachtelt und fertig geschliffen war, wurde der Drempel angefertigt. Hierzu haben wir auch wieder Metallunterkonstruktion genommen. Auf dem Boden hinter der Wand und in die Metallkonstruktion haben wir die 60mm Trennwanddämmung gelegt.
Als dann endlich der Klempner da war, konnten wir auch alle Drempel komplett schließen, da vorher die Heizungen von dem Drempel standen und demzufolge auch die Rohre dort verlegt waren. Da jetzt alles korrekt gedämmt ist, haben wir uns in Absprache mit dem Klempner für nur noch einen Heizkörper entschieden, da wie vorher 2 mit knapp 2600 Watt/Stück Heizleistung hatten. Dieser Heizkörper sollte allerdings nicht mehr vor den Drempel, sondern an den Giebel unter das Fenster.

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Lichtkranz

Nachdem alles fertig gespachtelt war, ging es an die Beleuchtung und indirekte Beleuchtung. Wir hatten ein wenig im Internet nach indirekter Beleuchtung geschaut um uns Ideen zu holen, da wir nichts kaufen wollten, sondern selber individuell bauen wollten. Der Plan war, dort wo Wand bzw. Dachschräge und Decke sich berühren einen Kranz zu bauen, in dem circa alle Meter ein LED-Spot eingesetzt ist und oben drüber eine indirekte Beleuchtung mittels LED-Stripe zu realisieren.
Es wurde also ringsum eine Unterkonstruktion aus Metall gebaut, eine Steckdose für den LED-Stripetrafo eingebaut und diese beplankt.
Damit die indirekte Beleuchtung nicht zu weit in das Zimmer leuchtet, habe ich noch einen Plattenstreifen oben auf die überstehende Kante geklebt. Somit bildet die indirekte Beleuchtung einen Schatten und bleibt wirklich indirekt. Als Kantenschutz wurde eine normale Eckschutzschiene verwendet die mit einem Glasfaserbewährungsstreifen verspachtelt wurde, damit die Spachtelung gleich sauberer wird.

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Deckenleuchte

Als Deckenleuchte haben wir uns für eine Ellipse mit indirekter Beleuchtung entschieden, in die 5 LED-Spots verbaut werden sollten.
Also ging es ans Werk. Es wurden 2 gleich große Ellipsen aus einer GKP ausgeschnitten um erstmal einen Kasten für die Steckdose und die Trafos zu bauen. An der einen Platte wurden Reste von den Deckenprofilen genommen und angeschraubt für die Seitenverkleidung des Kastens.
Dann wurden in mühevoller Kleinarbeit Plattenreste alle 2 cm eingeschnitten und gebrochen für die Seitenverkleidung und mit den Profilen verschraubt.
Als alles fertig war, musste erstmal alles ringsum gespachtelt werden, damit die Fugen verschwunden sind. Also wurde die zweite Ellipse als Deckel eingesetzt, der Kasten auf die Seite gelegt und mit dem Glasfaserbewährungsstreifen erst die eine Seite und am nächsten Tag die andere Seite gespachtelt.
Nachdem alles 2x gespachtelt wurde, wurde der Deckel wieder entfernt und im Inneren die Steckdose für den Trafo des LED-Stripe zu montieren und das Loch für die Kabel auszusägen. Weiter wurden Profilstücken am oberen Rand für den Deckel befestigt, um den Deckel dann später festzuschrauben.
Als all das fertig war, wurde genau die Mitte an der Decke angezeichnet und der Kasten erstmal an die Decke geschraubt. Dann wurde ein großes Loch in den Deckel geschnitten um an das Innenleben ran zu kommen und dieser am Kasten festgeschraubt. Zum Schluss wurde alles im Kasten angeschlossen.
Um nun das große Loch abzudecken, wurde eine größere Ellipse zugeschnitten, die an jeder Seite rund 10 cm überstehen sollte, damit man den LED-Stripe nicht sieht. Dann wurde eine Eckschutzschiene genommen, die die Schnittkante abdeckt und alle 3-5 cm eingeschnitten, um die Rundung der Platte zu stabilisieren und die Schnittkante abzudecken. Diese wurde dann eingespachtelt und die Platte konnte befestigt werden.
Nun konnte alles tapeziert und gestrichen werden. Es sollte alles weiß gestrichen werden, bis ein befreundeter Maler meinte, dass wir die Lampe und den Kasten farbig absetzen sollten. Also wurden der Kasten und die Lampe blau gestrichen. Leider habe ich normales Malerkrebb genommen weshalb die blaue Farbe hinter das Klebeband lief, was nun noch mit einem kleinen Pinsel und weißer Farbe korrigiert werden musste.

Zum Schluss muss nur noch der Fußboden verlegt werden. Hier soll Parkett oder Laminat verlegt werden. Wir haben uns bisher noch nicht entschieden, bzw. noch nichts Passendes gefunden.
Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Sanierung des Zimmers geholfen haben und mit Rat und Tat zur Seite standen!!!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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