Sägeblattklemmen-Halter - Ordnungshelfer für die Hegner-Dekupiersägen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Bei meiner Hegner Dekupiersäge geht der Sägeblattwechsel dank des  Sägeblattklemmsteinsystems (auch Kulissensteine genannt)sehr schnell. Da ich aber öfters an mehreren Werkstücken fast zeitgleich arbeite, spare ich mir die Zeit, das Sägeblatt jedesmal komplett auszuspannen um eine anderes zu nutzen, sondern lasse es im Kulissenstein (in der Sägeblattklemme) eingespannt und verwende einfach einen weiteren Sägeblattklemmstein. Aus diesem Grund habe ich eine ganze Sammlung von Sägeblattklemmsteinen - auch mit unterschiedlich starken Schlitzen. Auch meine Holzfeilen möchte ich nicht immer ausspannen und so lasse ich sie in den Sägeblattklemmsteinen stecken. Aber dann liegen diese Sägeblattklemmsteine in einem Kasterl und ich muß da immer extra hinlangen oder sie liegen auf der Tischplatte und da ich wenig Platz habe nervt das dann ganz schön. So habe ich mir überlegt, daß ich mir einen kleinen Aufbewahrungshelfer machen könnte, wo dann auch gleich noch die Schnellspannklemme für Innenschnitte und der Vierkantschlüssel mit aufbewahrt werden und das Ganze offen, damit man schnell Zugriff hat.
Ich weiß, daß man dieses Helferlein auch viel einfacher mit einer Fräse und dafür mit weniger Handarbeit herstellen könnte. Da ich aber sehr wenig Werkzeug habe, habe ich eben bis auf das Sägen alles handisch geschliffen und nicht gefräst.
Seht selbst was aus meiner Idee geworden ist.

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Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Multicut S2
  • Schleifpapier
  • Klarlack
  • Holzfeilen
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Materialliste
  • 1 x Rest | Multiplex (165x60x15)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Nachtrag - Erklärung Sägeblatt-Klemmsteine = Kulissensteine

Aufgrund mehrerer Anfragen für Nicht-Dekupiersägenbesitzer noch eine Erklärung:
Bei meiner Hegner kann man das Sägeblatt am oberen und unteren Ende in Klemmsteine (Kulissensteine) einsetzen und dann werden nur diese eingehängt. Dadurch ist der Blattwechsel sehr einfach und geht auch sehr schnell.  Durch das Arbeiten mit mehreren Klemmsteinen kann man dann die Sägeblätter eingesetzt lassen und es geht alles viel schneller. Andererseits kann man auch nur den oberen Stein lösen, wenn man Innenschnitte machen möchte und benutzt oben die Schnellspannklemme. Zum Lösen des Sägeblattes aus dem Klemmstein benutzt man einen Vierkantschlüssel.

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Vorlage

Zuerst habe ich am PC mir aufgezeichnet, wie ich in etwa mir die Aufbewahrung vorstelle. Dann habe ich mir ein Stück Restholz gesucht und auf die passende Größe zugeschnitten. Das Holz sollte so dick sein, daß es in etwa die gleiche Höhe hat wie die Grundplatte, auf der meine Säge verschraubt ist.

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Loch für Schnellspannklemme bohren

Um die Schnellspannklemme auch mit aufzubewahren, habe ich mit dem Forstnerbohrer ein Loch in der passenden Größe in mein Holz gebohrt. Dabei habe ich darauf geachtet, daß der Bohrer keinesfalls durch das Holz hindurch geht sondern ein Boden bestehen bleibt. Zum Bohren habe ich die PBD 40 genommen.

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Löcher für Innenschnitte bohren

Dann habe ich in die vorgezeichneten Kästchen die Löcher für die Innenschnitte gebohrt. Dabei ist mir aufgefallen, daß eine waagrechte Anordnung eigentlich besser wäre als eine senkrechte und so habe ich schnell die Kästchen noch umgezeichnet, sodaß jetzt die Sägeblattklemmsteine waagrecht drinstecken und das Sägeblatt nach oben wegschaut.

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Innenschnitte Kästchen aussägen

Mit der Dekupiersäge habe ich die rechteckigen Kästchen ausgesägt.

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Loch für Vierkantschlüssel bohren

Das Loch für den Vierkantschlüssel zum Öffnen/Schließen der Kulissensteine habe ich nicht gesägt. Der Einfachheit halber habe ich hierfür einen 10er Bohrer genommen.

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Schrägen für die Feststellmuttern feilen

Mit einer Halbrundfeile habe ich die Schrägen für die Feststellmutter der Sägeblattklemmsteine gefeilt. Da ich keine Fräseinrichtung habe, mit der man das ganze Kästchen komplett fräsen hätte können, mußte ich mir hier handisch helfen und habe deshalb die Schräge gefeilt.

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Schleifen

Anschließend habe ich noch mit einem Schleifklotz mit feinem Schleifpapier alles schön geglättet.

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Planänderung

Ursprünglich wollte ich nach dem Sägen und Schleifen noch ein dünnes Brettchen als Boden unter den Halter kleben. Doch dann dachte ich, daß es eigentlich viel besser wäre, wenn der Staub und an den Sägeblattklemmsteinen fein haftende Sägespäne direkt nach unten wegfallen können. Die Steine selbst können ja nicht nicht unten durchfallen, da die Feststellschraube sie in der Halterung hält.

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Lackieren

Da so ein Helferchen ja viel mit Staub in Berührung kommt, sein Dasein in einer Werkstatt fristet, und ich ja auch nicht immer komplett saubere Hände habe, habe ich das Holz noch mit Klarlack überzogen und nicht geölt. So sieht es länger sauberer aus.

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Endkontrolle

Nachdem der Lack getrocknet war, habe ich nochmals eine Paßkontrolle gemacht und es paßte alles wunderbar.
Nun nutze ich diese Halterung schon seit über einem halben Jahr und bin sehr zufrieden. Ein Griff hin und schon hat man das passende Sägeblatt oder die Feile und gerade bei Innenschnitten muß ich dann nur noch schnell oben einspannen und schon fertig.
Alles liegt schön praktisch beisammen - und es ist ordentlich - genau so wie ich es mag.
Mittlerweile habe ich mir schon eine Halterung für 12 Steine gebaut, das Prinzip blieb aber gleich, da es sich bewährt hatte.

Ich hoffe, Euch gefällt mein kleines Projekt.


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