Rustikales Bett französischer Art

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Nach 10 Jahre war es an der Zeit, das alte Bett auszumustern und durch ein neues zu ersetzen. Wie bei unserm Tisch haben wir nix gefunden, das uns zusagte, also wurde wieder selber gebaut.

Vorgaben waren:
Breite 180cm, Länge 200cm
Man sollte hoch liegen, mit hoher Matratze, ähnlich einem Boxspringbett
Material wie immer Massivholz
Optik möglichst rustikal und alt

Die Matratze und der Lattenrost kamen vom großen Schweden, das Holz habe ich als Blockware beim Holzhändler meines Vertrauens gekauft.

Die Bauanleitung wird diesmal nicht ganz so detailliert bebildert sein, wir haben im Eifer des Gefechts schlicht vergessen, ausreichend Bilder zu machen. Falls jemand noch Detailfotos oder Infos haben möchte, einfach melden.
 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • TS55 REBQ
  • 300 RSE
  • RT-RO 55
  • DF330DWE
  • Tischkreissäge
  • Hobel
  • Pockethole Jig
  • Handwerkzeug (Schraubendreher, Kombiwinkel, Meterstab etc)
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Materialliste
  • 4 x Bohle Kiefer | Holz (ca 5000 x 500 x 40 mm)
  • 2 x Bohle Buche | Holz (ca 4500 x 400 x 36 mm)
  • 4 x Zargenwinkel | Metall (75 x 80 mm)
  • 4 x Schrauben für Zargenwinkel | Metall (M10)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung und Konstruktion

Die Größe des Bettes war ja vorgegeben. Als Material hatte ich mir Buchenholz für die tragende Konstruktion und Kiefer für die Verschalung + Rückwand ausgesucht.

Die Konstruktion sieht dann wie folgt aus:
Ein Rahmen aus Buchenbrettern trägt die beiden Unterfederungen. Die Füße werden aus Buchenbrettern selbst verleimt und dann mit Zargenwinkeln an den Längs- und Querbrettern verschraubt. Damit die Lattenroste in der Mitte nicht durchhängen, wird ein selbstgebauter T-Träger aus Buche mit Vorspannung in der Mitte eingeschraubt.

An diese Unterkonstruktion werden dann Kiefernbohlen als Verschalung befestigt. Die Rückwand wird auch an die Unterkonstruktion geschraubt.

Winkel und Schrauben hatte ich noch im Fundus, auch eine Buchenbohle (Blockware) war noch vom Tischbau übrig. Beim Holzhändler habe ich dann 4 Bohlen Kiefer (Blockware) und eine Bohle Buche (Blockware) bestellt. Erstaunlicherweise ist diesmal kaum etwas übrig geblieben...

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Zuschnitt

Für die tragende Konstruktion musste zugesägt werden:
5 Bretter (Längs und Querträger) mit jeweils 100mm Breite
1 Brett mit 100 mm Breite und 1 Brett mit 80 mm für den T-Träger

Die Füße sollten 400mm lang sein und aus 3 einzelnen Brettern verleimt werden =>
12 Bretter 400 x 90 x 36 mm.

Für die Verschalung:
6 Bretter mit 150mm Breite (Längs- und Quer)

Für die Rückwand:
14 Bretter 1500 mm lang, Breite unterschiedlich, zwischen 120 und 170mm

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Aushobeln

Da das Holz ja Blockware war, und ich dann doch gerade und vor allem für die Beine komplett ebene Bretter benötigte, mussten die zugesägten Stücke abgerichtet werden.

Da ich selber nur einen Handhobel besitze, durfte ich an den ADH des Nachbarn meiner Schwiegereltern. 30 Jahre alter Metabo, 5kW Leistung, 500 mm Hobelbreite (eine Männermaschine,Hrhrhrhrhrh)…
Sehr geiles Gerät. 

Bei der Gelegenheit haben wir die Verschalungsbretter auch gleich auf 18mm ausgehobelt.

 

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T-Träger bauen und Füße verleimen

Die Einzelteile der Füße mussten dann nur noch zusammengeleimt werden. Gar nicht so einfach, 3 Teile passgenau aufeinander zu bekommen. Mit Hilfe von Zugaben, die die Bretter in Position halten, hat es dann aber gut funktioniert. Nach dem Trocknen wurden die Füße dann verputzt und geschliffen. Anschließend wurden die Ausklinkenden für die Zargenwinkel vorgenommen. Hierfür haben wir die Hilfsvorrichtung, die ich beim Tischbau erstellt haben, wiederverwendet.

Das Querbrett des T-Trägers haben wir nicht über die Abrichte geschoben, da es eine leichte Längswölbung hatte, die mir sehr entgegen kam. Also einfach eine Nut 10mm tief eingefräst und den anderen Balken eingeleimt.
Nach dem Trocknen auch hier sauber verputzen und schleifen.

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Holz Bürsten

Um dem Holz ein rustikales, "altes" Aussehen zu geben, habe ich es gebürstet. (Nur die Außenbretter, also Kiefer, nicht die tragende Konstruktion)

Dafür wurde einfach eine Messingbürste in die Bohrmaschine eingespannt und dann wurden die Bretter gebürstet. So werden die weichen Holzfasern rausgeschliffen und man bekommt diesen verwitterten Look.
Ein gut gemeinter Tip: Das ganze macht unheimlich viel Dreck. Ich habe danach 1 Stunde die Werkstatt und mich geputzt, also unbedingt in einem Raum machen, in dem Dreck und Staub keine Rolle spielt/Schäden anrichten kann.

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Probezusammenbau

Um Sicherzustellen, ob alles passt, haben wir das Bett dann das erste Mal zusammengebaut. Wichtig hierbei: Die Schrauben nicht fest anziehen, es soll nur gerade so halten.

Als erstes wurde die tragende Konstruktion aufgebaut, also Füße, Quer-  und Längsträger.
Dann wurde der T-Träger in der Mitte eingeschraubt.

Anschließend wurden die Verschalungsbretter mit einer Gehrung versehen, die mit Pocket Holes zusammengehalten wird. So habe ich eine schöne, verschlossene Gehrung und trotzte eine lösbare Verbindung.
Die Rückwand wurde als letztes Aufgebaut.

Alle Teile wurden von innen verschraubt, man sieht von außen keine Schrauben (bis auf die Rückwand)

Die Beine waren dann doch etwas hoch, also die großen Teile wieder demontiert, Beine um 6 cm gekürzt und anschließend die Oberfläche bearbeitet.

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Wachslasur auftragen

Wir wollten ein weisses Bett, bei dem man aber trotzdem noch die Holzstruktur sieht.
Ich mag den Griff von gewachstem Holz, also haben wir diesmal eine Bienenwachslasur genommen. Sie wurde eingefärbt (reinweiss) und zweimal aufgetragen. Anschließend mit feinem Schleifvlies und Polierpads aufpolieren und voila: Ein rustikales Bett mit wunderschöner Oberfläche.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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