Ronnys und Pedders Frauchen hat Geburtstag

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    120 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Nachdem das über die Grenzen von Baden-Württemberg bekannte Bauteam Ronny und Pedder in den letzten Wochen das schöne Wetter im Schwarzwald genoss und sich ihre Projekte auf den Außenbereich beschränkten, wurde in der vorletzten Woche doch ein Projekt im Inneren des Einfamilienhauses in Angriff genommen.

Frauchen hatte bereits im letzten Jahr davon geträumt, das Wohnzimmer etwas wohnlicher zu gestalten und den Wunsch geäußert, eine Ecke des Wohnzimmers mit Polygonalplatten verkleiden zu wollen. Die Platten waren bereits im letzten Jahr in der Bucht gekauft worden und warteten seitdem im Lagerraum auf die Verarbeitung.

Eine Woche vor Pedders geplanter Operation hatte es im schönen Sölden angefangen zu regnen. Ronny und Pedder waren nicht unbedingt glücklich darüber, denn es gab draußen noch so einiges zu tun. Beide saßen traurig in der Werkstatt vor dem Fenster und schauten den Regentropfen zu, wie sie von einer Pfütze wieder in die Höhe schnellten und gegen das Werkstattfenster prallten. Ein Hauch von Gemütlichkeit kam in ihnen hoch, denn obwohl es draußen kalt und ungemütlich war, hielten sie sich in der warmen und trockenen Werkstatt auf. Ronny saß auf der Werkbank und schmiegte sich ganz eng an sein Herrchen. Gestern hatte er noch mit seinem Freund Hugo in der Sonne gespielt, aber heute war leider weit und breit nichts von seinem besten Kumpel zu sehen. Die Beiden waren in Gedanken verloren, als es an der Haustür klingelte. Es war Theo der Postbote. Er hatte ein großes Paket in der Hand, das an Franziska adressiert war. Was hatte denn Frauchen jetzt schon wieder bestellt? Etwa schon wieder etwas von Zalando?

Nein, konnte nicht sein, denn Theo hat gar nicht geschrien. 

Ronny und Pedder sahen sich den Adressaufkleber an und fielen aus allen Wolken. Es war ein Paket von den Kindern und Enkelkindern aus Berlin und was darauf stand, stockte ihnen den Atem.

"An das Geburtstagskind Franziska," war darauf zu lesen.

Ronny und Pedder sahen sich erschrocken an. Vorbei war es mit der Gemütlichkeit. War denn wirklich schon wieder 1 Jahr vergangen? Hatten sie nicht erst vor ein paar Wochen noch über das Geschenk zu Frauchens .......Geburtstag nachgedacht? Jetzt mußten sie sich schon wieder Gedanken über ein sinnvolles Geschenk machen. Würde Franziska sich über einen neuen Kochtopf freuen? Wie wäre es mit neuen Staubsaugerbeuteln? 

"Ach du sch........ße, was schenken wir denn dieses Jahr?",

war aus Ronnys Augen abzulesen , aber eigentlich war den Beiden sofort klar, was zu tun war. Bei diesem Wetter könnte man doch endlich die Ecke im Wohnzimmer mit den Polygonalplatten bekleben und Frauchen damit den langersehnten Wunsch erfüllen.

Gedacht, getan. Was dabei heraus kam, könnt ihr in den nächsten Zeilen erfahren.

Ein Hinweis jedoch noch: Eigentlich war diese Arbeit nicht als Projekt geplant und es wurden auch keine Fotoaufnahmen von den Arbeiten gemacht, aber da das Endergebnis sich durchaus sehen lassen kann, möchten Ronny und Pedder es Euch nicht vorenthalten..

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Winkelschleifer
  • Zahnspachtel
  • Rührwerk
  • Mörteleimer
  • Fliesenlegewerkzeug (Spachtel, Zahnspachtel, Gummispachtel etc.)
  • Schwamm
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Materialliste
  • 1 x Polygonalplatten (5 Quadratmeter)
  • 1 x Sack Fliesenkleber für Polygonalplatten (1 Sack (30 kg))
  • 2 x Sack Fertigmörtel (a. 30 kg)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Platten waren bereits im letzten Jahr gekauft worden

Nach wochenlanger Recherche im Internet waren Ronny und Pedder in der Bucht auf einen Anbieter von Polygonalplatten gestoßen, der diese Platten als Naturprodukt mit unebener Oberfläche anbot. Die glatten Platten, die man in einigen Baumärkten im Angebot bekam, gefielen ihnen nicht so sehr, denn sie spiegelten den mediteranen Touch nicht unbedingt wieder. Es sollten schon Natursteinplatten sein, die von der Ansicht her wie große Felssteine wirken.

Der Quadratmeterpreis lag etwa bei 15,00 Euro und die Anlieferung war bei der Abnahme eines größeren Postens gar nicht mal so teuer. Da der unansehnliche Haussockel  ebenfalls mit diesen Platten beklebt werden sollte, wurden insgesamt 30 Quadratmeter von diesen Natursteinplatten bestellt. Die Anlieferung erfolgte auf Paletten.

Bei Interesse bitte ein PN an Ronny und Pedder.

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Platten kleben mit Fliesenkleber

Die Polygonalplatten wurden von Ronny und Pedder mit ganz normalem Fliesenkleber an die Wand gebracht. Vorarbeiten an der Wand waren nicht notwendig, denn bei dem Bau des Hauses wurde hier lediglich Rauhputz aufgebracht, der mit weißer Wandfarbe im Laufe der Jahre 1 - 2 Mal übergestrichen worden war.

Die Farbe und auch der Putz waren absolut fest, so dass problemlos auf die Wand geklebt werden konnte.

Der Fliesenkleber wurde mit einem Quirl und Bohrmaschine in einem Eimer nicht zu dünn angerührt, danach 5 - 10 Minuten gehen lassen und anschließend noch einmal durchgerührt.

Um die Platten an die Wand zu bringen, wurden sie von der Rückseite mit Fliesenkleber eingeschmiert. Hierbei war zu beachten, dass der Kleber nicht zu dünn aufgetragen wird, da die Platten doch sehr uneben waren. Anschließend leicht mit einem Gummihammer bearbeiten und die Platten sitzen nach dem Austrocknen bombenfest.

Ein kleiner Hinweis oder Trick noch am Rande:

Ronny und Pedder haben sich die Platten vorher auf den Boden gelegt und so einen Verlegeplan gemacht. Das hat den Vorteil, dass man in aller Ruhe die passenden Platten aussuchen und evtl auch noch auswechseln kann. Die Fugen sollten nicht mehr als 2 cm groß sein.
 

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Ausfugen und Reinigen der Platten

Nach etwa 24 Stunden war der Fliesenkleber trocken und Ronny und Pedder konnten mit dem Ausfugen beginnen. Als Fugenmörtel wurde ganz normaler Putz- und Maurermörtel mit einem Quirl und Bohrmaschine angerührt. Bevor dieser mit einem Gummispachtel in die Fugen eingebracht wurde. wurden die Platten noch einmal gut gewässert.

Ronny und Pedder hatten bisher noch keine Erfahrungen mit dem Ausfugen von Natursteinen mit Putzmörtel und aus diesem Grund wurde vorerst auch nur eine Fläche von etwa 1 m² mit dem Gummispachtel verfugt. Diese Vorgehensweise zeichnete sich aus, denn das anschließende Abwaschen der Platten war doch sehr zeitintensiv. Immer und immer wieder wurde der Schwamm im Wassereimer ausgewaschen und die Platten gereinigt, bis letztendlich nur noch ein Zementschleier zu erkennen war.

Nachdem diese Vorgehensweise auf der gesamten Fläche angewandt worden war und die Fugen getrocknet waren, wurden sie mit einem Zementschleierentferner nochmal gereinigt. Jetzt war die Arbeit fast fertig.

Um den geklebten Natursteinplatten noch etwas Farbauffrischung zu geben, wurden sie mit einem Pinsel mit Farbauffrischer eingestrichen. Hierbei handelt es sich um ein Produkt, dass es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Diese Lasur zieht in die Natursteinplatten ein und verleiht ihnen eine intensivere Farbe.

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Das Endergebnis kann sich sehen lassen

Obwohl das Bauteam Ronny und Pedder das erste Mal mit Natursteinplatten gearbeitet haben, kann sich das Endergebnis durchaus sehen lassen, zumindest war Frauchen zufrieden und hat sich sehr über das "neue Wohnzimmer" gefreut.

Das Geburtstagsgeschenk war gelungen und die beiden Unzertrennlichen waren zu recht stolz auf ihr Meisterwerk. Ronny war jedoch nicht ganz so zufrieden, denn er ließ durchblicken, dass ihm die Arbeit mit Holz sehr viel mehr Spass bereitet. Das ist auch auf dem letzten Foto deutlich zu erkennen.

Ronny und Pedder hoffen sehr, dass die Vollendung dieses Projektes auch ohne fotografische Dokumentation nachvollziehbar ist und sie eine gute Bewertung von Euch bekommen.


Rechtlicher Hinweis

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