Rollschuhe für das Ferkel oder Fahrwerk für die Kapp-Zugsäge

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Meine Bosch 5312 Kapp-Zugsäge ist praktisch permanent auf einem stabilen DeWalt Metallbock montiert da ich sie sehr viel verwende. Durch ihre Größe und Gewicht ist das auch keine Maschine die man immer auf- und abbauen möchte.
Dank komplett nutzlosem Design in Bezug auf Absaugung ist sie aber mit riesigem Abstand das größte Ferkel in der Werkstatt. Nur die HKS ohne Absaugung und ohne Fangsack käme da in die Nähe….. Deshalb muß sie zur Verwendung immer strategisch so aufgestellt werden daß sie nicht alles einstaubt weshalb sie aber nicht immer dort stehen bleiben kann. Mit den starren Füßen ist sie aber leider nicht so richtig mobil.

Bei der Diskussion machte Woody den Vorschlag doch einfach auf einer Seite ein paar Schuhe mit Rädern zu montieren woraus es dann die „Rollschuhe für das Ferkel“ wurden. Die beiden starren Bockrollen waren schnell an 2 Beinen angebaut haben sich aber leider in der Praxis nicht sehr bewährt. Wenn man viel Platz hat ist es vielleicht OK aber immer einseitig anheben und vor und zurück fahren bis das Teil woanders steht war auch nicht der Bringer. Also mußte auch hier ein Einziehfahrwerk mit vier Lenkrollen her. Da ich vorne keine Stange haben wollte wurde die Konstruktion etwas aufwendiger als geplant.
Jetzt geht es dafür aber auch einfach. Hebel runter drücken, er rastet ein und die Säge kann in allen Richtungen verschoben werden. Zum Absetzen mit dem Fuß den Riegel seitlich wegdrücken und die Maschine absenken.

Da das ganze Teil um den Bock herum gebaut wurde gibt es keine Maßzeichnungen/CAD. Die Zuschnitte wurden einfach nach Bedarf gemacht.
Natürlich hätte ich auch einen Unterschrank mit Fahrwerk ähnlich dem für die Hobelmaschine bauen können aber mit dem Bock kann ich wenn es eng wird die KZS doch einmal herunter nehmen und alles wesentlich platzsparender verstauen.

PDF-Versionen zum herunterladen. Dies sind meine Projekt-Anleitungen mit Bildern in höherer Auflösung.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • PNTS 1500 B3
  • TD0101F
  • 41844, 120V/240W
  • HMS 2000
  • 3320 120V
  • 5312 (120V)
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Materialliste
  • x x siehe PDF

Los geht's - Schritt für Schritt

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Fußhalter („Schuhe“)

Die Füße des Bocks stehen auf kleinen 18mm OSB Stücken auf welche die Dachlattenstücke aufgeleimt und verschraubt wurden. Hier muß man aufpassen daß sich die Schrauben aus verschiedenen Richtungen nicht in die Quere kommen. Deshalb wurde zum Teil etwas von der Mitte versetzt vorgebohrt.

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Rahmen

Die Fußhalter wurden unter die Füße geschoben und die Rahmenteile aufgeleimt. Dies sind Dachlatten die einfach durch die Hobelmaschine geschoben wurden damit sie etwas schöner werden. Da kann man auch schleifen oder gleich gehobelte Ware nehmen.

An Stellen die zugänglich waren wurden auch noch Schrauben eingedreht (ebenfalls vorbohren!). Zur Verstärkung wurden auch an einigen Stellen noch 12mm OSB Reststücke (nicht in der Stückliste) aufgeleimt und verschraubt.

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Radhalter

Die Radhalter sind 18mm dicke OSB Streifen. Da diese hochklappen müssen und damit am inneren Längsträger anstehen würden mußte ein Ausschnitt für den Träger gemacht werden. Damit das Teil sich unter Last nicht zerlegt wurde hier unten eine Verstärkung aus Dachlattenresten aufgeleimt und verschraubt. Damit die Platte hoch genug gehen kann mußte der Ausschnitt auch in die Vertärkung eingelassen werden.

Die Rollen wurden auf der Innenseite mit M6 Schrauben/Beilagscheiben/Muttern befestigt. Außen wurden 4*16mm Spanplattenschrauben verwendet da diese nicht oben überstehen.

Jeder Radhalter ist mittels zweier kräftiger Scharniere seitlich am Rahmen befestigt. Die Platte geht unter den Rahmen wodurch die Belastung der Scharniere und deren Schrauben im aufgestellten Zustand geringer wird.

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Hebemechanismus

Der Hebemechanismus sind 2 Hebel. Einer mit voller Länge und Einer genau halb so lang. Diese sind mit Leim und Schrauben auf den Radhaltern befestigt. Zwei OSB Reste auf der Seitenfläche des „aufgestockten“ Hebels wurden zur Sicherheit auch noch angebracht. Der kürzere Hebel wurde oben abgerundet und auf beiden Seiten HDF Reststücke aufgeleimt (nicht in der Stückliste) damit er nicht seitlich abrutschen kann.

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Riegel

Der Riegel ist aus einem Reststück Multiplex gefertigt. Das Loch für die Schraube wurde mit etwas Übermaß gebohrt damit er sich leicht dreht. Eine Zugfeder oder Gummizug sorgt dafür daß er automatisch einrastet. Zu stark sollte das sowieso nicht ziehen sonst geht es zu schwer zu entriegeln. Oben ist er so geformt daß er vom Hebel weggedrückt werden kann und dann über den Hebel schnappt.

Damit er nicht zu sehr weg gezogen werden kann wurde einfach mit zwei Schrauben ein Anschlag generiert.

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Restarbeiten

Das ganze Teil wurde noch einmal von Rollen und Scharnieren befreit, sauber geschliffen und mit Hartlack lackiert. Unter die Füße wurden auch noch Antirutschmatten aufgeklebt damit das Ganze auch garantiert sicher steht.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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