Rolladen sanieren (inkl. KEO-Test)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    120 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Im Zuge unseres Sanierungsprojektes mussten auch die Rolläden erneuert werden. Hier galt es eine Komplettsanierung durchzuführen - alte Rollopanzer, Wellen und Gurtantriebe raus und alles gegen "Neues" mit elektr. Antrieb zu tauschen.

Bevor ich losgelegt habe, habe ich mich ja hier im Forum ein wenig schlau gemacht. Da es zu dem von mir favorisierten Anbieter keine Erfahrungen gab, habe ich mich zu einem Versuch entschlossen und alle benötigten Teile bei www.jalousiescout.de bestellt.

Fazit: Der Laden ist absolut empfehlenswert!

Ich habe die Sanierungs-Sets für Altbau-Rollos und die Jarolift-Motoren verwendet - soll keine Werbung sein, die Information ist aber für den "Nachbau" vielleicht ganz hilfreich.

Die angegebenen Materialkosten sind überschlägig pro Fenster gerechnet und richten sich nach Fenstergröße, Art des Rollopanzers etc.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Bohrhammer
  • Akku-Schrauber
  • Handwerkzeug
  • Staubsauger
  • Wasserwaage
  • cutter
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Materialliste
  • 1 x Holzplatte | OSB3 (nach Bedarf)
  • 1 x Wellen-Lager-Set | --- (---)
  • 1 x Stahlwelle | Stal (SW 60 / SW 40)
  • 1 x Rollopanzer | Alu oder Kunststoff (nach Bedarf)
  • 1 x Rollokasten-Dämmset | Styropor (nach Bedarf)
  • 1 x Bauschaum | --- (---)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Rückbau der alten Rolläden

Im ersten Schritt müssen die alten Rolläden entfernt werden. Dazu wird zunächst der Kasten geöffnet. Wer Pech hat, trifft hier auch mal auf ungebetene Untermieter - meine waren zum Glück schon ausgezogen ;-)

Ganz wichtig: Schon jetzt die Stopper an der Endleiste des Panzers entfernen - sonst wird's nachher kompliziert.

Dann Rollo herunterlassen und Gurtwickler ausbauen. Achtung, das Teil steht unter (Feder-)Spannung! Die Stahlfedern, welche den Panzer mit der Welle verbinden, lösen und den Panzer nach oben hin weg ziehen. Wer hier nicht an die Demontage der Stopper gedacht hat, schaut jetzt blöd aus der Wäsche...

Beim Ausbau der Holzwelle stand ich an einigen Rollokästen vor dem Problem, dass die Welle mit der Gurtscheibe nicht durch die Öffnung des Kastens passte. Hier kam mir spontan der KEO aus dem akt. Produkttest zur Hilfe. Dank seiner kompakten Bauweise konnte ich ihn auch im Rollokasten einsetzen. Aber ACHTUNG: Am Rand der Welle befindet sich meist ein Metallkern im Holze, der die Welle bzw. das Lager am Holz fixiert... Hat mich ein Sägeblatt gekostet.

Letzter Schritt: Grundreinigung des Kastens von Innen mit dem Staubsauger.

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Wie man sich bettet... - Einbau der Lager

Nach dem Ausbau verbleiben nur noch zwei Lager im Kasten. Ein U-förmiges, welches das Walzenende hielt und ein O-förmiges, an dem die Gurtrolle auflag. Letzteres muss entfernt werden - wer hier einen kompakten Bohrhammer hat, darf sich glücklich schätzen...

Für das neue Lager wird aus einer OSB3-Platte ein entsprechend großes Stück zurecht geschnitten. Das neue Lager (liegt i. d. R. dem Motor bei) wird hier entsprechend befestigt. Ganz wichtig ist es hier, auf die richtigen Abstände zu achten, so dass die Welle später waagrecht und in der Tiefe nicht versetzt lagert.

Auf das verbleibende U-Lager wird ein spezielles Klemmlager aufgesetzt, welches später das Kugellager und die Welle aufnimmt. Dieses Klemmlager ist Bestandteil eines Altbau-Sanierungs-Sets.

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Die richtige Wellenlänge

Jetzt gilt es die Welle auf die richtige Länge zu kürzen. Ich habe Wellen mit der Schlüsselweite 60 verbaut. Diese lassen sich mit einer Metallsäge problemlos kürzen. Auch der KEO durfte sich hier (mit dem richtigen Sägeblatt) versuchen - dazu aber mehr im Produkttest...

Beim Maßnehmen sollte man bedenken, dass auf die Wellenlänge noch der Motor und die Walzenkapsel zur Länge addiert werden müssen. Wenn's mal etwas zu kurz wird - nicht schlimm. Indem man die Walzenkapsel ein wenig aus der Welle zieht, kann man dies wieder ausgleichen. Wenn alles passt nochmals Abstände und Ausrichtung prüfen. Dann kann die Walzenkapsel mit der Welle verschraubt werden.

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Es werde Licht!

Für den Elektroanschluss habe ich den Elektriker meines Vertrauens zu Rate gezogen. Da hier mit 230 Volt gearbeitet wird und in die Hauselektrik eingegriffen wird, habe ich nur auf Anweisung gearbeitet und werde dies auch nicht weiter beschreiben - denn Fehler können hier für Mensch und Maschine tödlich sein.

Einen ganz sinnvollen Tipp an dieser Stelle aber:Für die Verbindung zwischen Motor und Schalter habe ich ein flexibles Leerrohr gelegt, durch das ich die Anschlussleitung des Motors bis zum Schalter gelegt habe. Dies hat den Vorteil, dass man keine elektrischen Verbindungen (Lüsterklemmen etc.) im Kasten hat und den Motor später einmal (im Falle eines Defektes) problemlos tauschen kann.

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Vorhang auf - Einbau des Panzers

Nun kann der Panzer über die Welle in den Einlauf der Schienen geschoben werden. Hierbei ist ein weiteres Paar helfender Hände empfehlenswert. Noch bevor der Panzer mit der Welle verbunden wird, wird der Motor ganz nach unten gefahren. Erst dann werden die beiden Bauteile miteinander verbunden, indem die Stahlfedern des Panzers in die Welle eingehängt werden.Jetzt heißt es "Vorhang auf"! Der Motor stoppt nach kurzem Anlauf. Jetzt kann er mit Hilfe der Einstellschraube in die gewünschte Endposition gefahren werden.

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Zieh dich warm an - Dämmung des Kastens

Damit es in Zukunft nicht durch die Rollokästen pfeift und unnötig Wärme verloren geht habe ich die Kästen bei der Gelegenheit gleich gedämmt. Dazu habe ich ein Dämmset verwendet, welches aus zwei Komponenten besteht - einer Bodenplatte aus Styropor und einer flexiblen PU-Matte. Beide Teile werden mit einem scharfen Messer auf die richtige länge zurechtgeschnitten und mit Montage-Kleber im Kasten fixiert - hier ist es wichtig vorher ordentlich gesaugt zu haben, sonst haftet der Kleber nicht.

Den Raum zwischen der Seitenwand des Rollkastens und der OSB-Platte habe ich mit Bauschaum ausgeschäumt, so dass auch hier keine Kältebrücke bleibt.

Bevor der Deckel des Rollokastens wieder montiert wird, noch ein Testlauf um sicherzugehen, dass nichts schleift!

Deckel drauf, fertig!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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