Projekt Dachboden

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    6000 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Anmerkung:
Der Ausbau liegt übrigens jetzt schon über 1 Jahr zurück und dies ist eigentlich auch mein erster richtiger Bericht zu meinem „Handwerkerleben“ – also möge man mir verzeihen, das es sicherlich an vielen Details und Angaben fehlt. Ich hab nicht mehr alle Zahlen im Kopf was Kosten und Material betrifft. Ich wollte einfach nur mein „Projekt“ vorstellen, weil ich stolz drauf bin auf das was wir geleistet haben. Nicht mehr und nicht weniger. Ich denke mal die Fotos stehen hierbei auch im Vordergrund.

Respekt für die vielen tollen detaillierten beschriebenen Projekte die man hier findet, so einen Bericht zu verfassen macht echt richtig viel Arbeit. Mir liegt das „Handwerken“ eindeutig besser, als das Schreiben. Ich hoffe dennoch, das es den ein oder anderen gibt, dem mein Bericht dennoch gefällt auch wenn es an vielen Details hapert ;-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Multischleifer
  • Winkelschleifer
  • Tacker
  • Brecheisen
  • Küchenmesser
  • Zollstock
  • cutter
  • Glätter

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planunng

Planung war es den Dachboden auszubauen, wir sind eine Patchwork Familie und haben uns nunmehr vergrößert, somit mussten wir mehr Wohnraum schaffen. Es galt 2 erwachsene Jungs unterzubringen, da bot es sich an hierzu den Dachboden auszubauen, aus einem großen Spitzboden sollten nunmehr 2 Zimmer, 1 Bad und ein Flur werden, ach ja eine Treppe nach oben sollte es natürlich auch geben.
Erwähnt werden sollte noch, das alle Versorgungsleitungen für Heizung und Wasser schon verlegt waren, das wohl schon vor vielen, vielen Jahren rein prophylaktisch.

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Entrümpelung

Erster Schritt waren natürlich die Ausräumen und Aufräumarbeiten über die Jahre (das Haus ist von 1974) hat sich hier verdammt viel Zeug angesammelt, ich kann nicht mehr zählen wieviel „Müll“ wir durch die Dachluke geschafft haben. Teilweise mit roher Gewalt und Brecheisen wurde alles was überflüssig schien entfernt und entsorgt.

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Dämmung

Jetzt galt es tonnenweise Dämmwolle raufzuwuchten. Mit vielen helfenden Händen und einer daraus resultierenden Menschenkette war das kein Problem.

Die Arbeit mit Dämmwolle ist nicht schwer aber ekelig, mit der doofen Maske kam ich überhaupt nicht zurecht, da ist mir der Schweiß echt durchs Gesicht gelaufen, ich kann damit einfach nicht atmen. Mein Lebensgefährte hat die Sparren ausgemessen und ich hab die Dämmwolle passend geschnitten. Während er die Dämmwolle eingesetzt hat, habe ich schon die nächsten Stücke geschnitten, so ging das Hand in Hand und relativ fluchs.

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Dampfsperre

Die Dampfsperre soll eine zu hohe Durchfeuchtung verhindern. Das Anbringen ist echt easy. Einer rollt die Bahnen und hält sie an, der andere darf tackern. Yes ! Endlich Werkzeug in den Händen. Mit den Handtacker geht das ratzifatzi. Anschließend und das war natürlich wieder mein Auftrag, wurden alle überlappenden Stellen und Löcher mit dem speziellen Klebeband verklebt, damit auch gar nirgendwo auch nur ein winzig bisschen Luft durchkommt.

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Verlattung

Auf geht’s zu den Dachlatten, die jetzt über die Folie vernagelt werden, damit da später die Rigipsplatten draufge-schraubt werden können. Hier muss man auf die Abstände achten, damit die Rigipsplatten auch wirklich auf die Latten geschraubt werden. Endlich wieder Werkzeug im Einsatz, Stichsäge, Säge, Handkreissäge. Akkuschrauber.
Rigipsplatten
Das schlimmste an den Rigipsplatten, war der Akt, diese auf den Dachboden zu bekommen. Das war schon echt ne Plackerei und für mich als Frau nicht immer die einfachste Arbeit, aber mit viel Hilfe von Familie und Freunden haben wir die gefühlten 1000 Platten nach oben geschleppt. Die Platten werden auf die Dachlatten geschraubt, hierfür haben wir spezielle Rigipsschrauben verwendet, da sich der Kopf relativ weit einzieht und man so keinen „Bubbel“ auf der Platte hat sondern eine halbwegs ebene Fläche.

Anschließend wurden alle Übergänge und Unebenheiten überspachtelt. Dann kam das ekeligste das Abschleifen, oh wie ich das hasse, dieser viele Staub und Dreck und Lärm. Stundenlang in kreisenden Bewegungen über die gesamte Fläche. *würg* - Aber wenn fertig, ist leider nicht fertig, die ganze Prozedur wurde ca. 3 x durchgeführt bis alles glatt war wie ein Babyarsch!!!

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Fußboden

Um den Fußboden zu Dämmen haben wir uns für eine Trockenschüttung entschieden. Dazu haben wir erst Dachlatten auf dem Boden verschraubt und mit der Wasserwage ausgerichtet. Die Schüttung wurde dann zwischen die „Sparren“ geschüttet. Durch die Schüttung lassen sich sämtliche Unebenheiten ausgleichen. Die Sparren dienten dazu, dass die Fläche „abgezogen“ werden kann und eine glatte Fläche entsteht. Anschließend werden die Verlegeplatten auf die Sparren geschraubt und jeweils an den Kanten verklebt. Das ergibt einen wunderbaren und gut isolierte Bodenbelag.

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Treppe

Die Treppe stellte zunächst das größte Problem dar. Der Platz zu der Luke hin ist sehr begrenzt, ein Fenster und der Eingang zu der darunter liegenden Wohnung hat das Problem noch vergrößert. Wir haben tagelang gesucht, welche Treppe für uns in Frage kommt. Am Ende haben wir uns dazu entschieden, das es gar keine passende Treppe gibt. Alles war zu eng zu ausladend und passte irgendwie nicht. Also selber bauen, warum auch nicht, auf das bisschen Holz kam es ohnehin nicht mehr an. Erst musste mal die Luke entfernt werden und die Luke vergrößert. Nachdem das Loch ausgeschnitten war, haben wir die Treppe gebaut.


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Fenster

Die vorhandenen Dachfenster waren ja schon ganz o.k. Uns aber dann doch zu klein, wir wollten den Raum mit mehr Licht durchfluten, also raus mit den alten Fenstern und mit Hilfe eines befreundeten Dachdeckers wurden Dachbalken zersägt und der Fensterausschnitt vergrößert. Neue Fenster rein und gut ist. Prima wenn man so gute Freunde hat, die einen bei solchen „Aufträgen“ unterstützen.

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Aufteilung

Aus 1 mach 3. Aus einem großen Raum sollten nunmehr 2 Schlafzimmer, 1 Bad und ein Flur werden. Also haben wir versucht den Raum für uns sinnvoll aufzuteilen Im hinteren Bereich ein Schlafzimmer mit Tür, das zweite Zimmer davor. Anders war es nicht möglich, soviel Platz, das ein Flur noch dazwischen gepasst hätte gab es nicht. Somit muss jetzt einer immer durch das Zimmer des Anderen wenn er in sein Reich will, aber die Jungs sind alt genug, verstehen sich sehr gut und haben kein Problem damit. Ohnehin sin die in ihrem Alter mehr unterwegs als alles andere, der eine Studiert, der andere macht eine Ausbildung.
Nach der theoretischen Aufteilung haben wir ein Ständerwerk verschraubt und wieder tonnenweise Rigipswände raufgeschleppt und angebracht.

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Finale

Endlich kommt es zu den "üblichen" Renovierungsarbeiten, Tapezieren, Streichen. Hübschmachen

 

Endbemerkung:

Baubeginn war Mitte November 2013. Beide Zimmer, die Treppe und der Flur sind fertiggestellt. Am 14.01.2014 hatte mein Lebensgefährte einen bösen Unfall, er ist von der Leiter gefallen (Beim Gartenrückschnitt) und hat sich einen komplizierten Trümmerbruch im Fußgelenk zugezogen. Somit: Baustopp

Was somit noch nicht fertiggestellt wurde, ist das Bad, die Jungs duschen unten bei uns in der Wohnung, was eigentlich kein Problem ist, aber nicht wirklich praktisch. Der Fuß in ist mittlerweile weitestgehend geheilt. Das Bad wird in den nächsten Wochen in den Angriff genommen und das werde ich dann als weiteres Projekt hier einstellen. Vlt. gelingt es mir ja dann auch mal alles ausführlicher zu beschreiben.


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