Paarscheck, das etwas andere Geldgeschenk

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Ideen und Variationen für Geldgeschenke zur Hochzeit gibt es wie Sand am Meer. Da wurden schon Münzen in Eisblöche gefroren, in Beton gegossen, unter Sägemehl versteckt...

Wir überreichten einen Scheck. Aber keinen "normalen", sondern einen, der erst nach Lösung einer kleinen Aufgabe eingelöst werden kann. Da es für den Scheck Bargeld gab, und er vom Hochzeitspaar gemeinsam eingelöst werden musste, lag die Bezeichnung "Paarscheck" auf der Hand.

Der Scheck ist ein Puzzle aus Holz, die Teile liegen in einer kleinen Kiste, deren Deckel verziert ist. Nur das korrekt zusammengebaute Puzzle kann gegen die darauf ersichtliche Summe eingelöst werden.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Dekupiersäge
  • Brandmalgerät
  • Schleifgerät
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Materialliste
  • 1 x Sperrholz 8mm | Pappel (nach Motivgröße)
  • 1 x Sperholz 8mm | Pappel (nach Boxengröße)
  • 1 x Leim oder Sprühkleber | Kleber (nach Bedarf)
  • 1 x Eigenbau Holzwachs | Wachs (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorarbeiten

Aus dem Netz holte ich passende Grafiken und passte diese etwas an. Mit PhotoImpact fügte ich Kreise und Schrift ein (Bild 1). Als ich mit dem Ergebnis zufrieden war druckte ich die Vorlage aus. Per Hand zeichnete ich Puzzleteile ein (Bild 2).
Mit der grob zugeschnittenen Vorlage suchte ich ein passendes Stück Holz (Bild 3). Da die Vorlage in diesem Fall auf dem fertigen Werk verbleibt entschloss ich mich einmal zu einer etwas anderen Vorgangsweise der Anbringung.
 
Nachdem ich die Platte zurechtgeschnitten hatte trug ich mit einem Leimapplikator (Bild 4) flächig eine dünne Schicht normalen Holzleim auf (Bild 5). Jetzt konnte ich die Vorlage platzieren (Bild 6). Es war schon zu spät zum Sägen, so dass ich alles über Nacht trocknen ließ.

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Puzzle sägen

Am nächsten Tag sägte ich die Konturen des Puzzles aus. Dabei sägte ich knapp außerhalb der Linie (Bild 1). Mit dem Tellerschleifer bekam das Stück seine runde Form Bild 2). Nun folgte das Sägen der einzelnen Puzzleteile (Bild 3).
 
Ich säuberte einen weichen Radiergummi indem ich ihn mehrmals auf einer rauen aber sauberen Fläche hin und her bewegte (Bild 4). Dann entfernte ich Reste der gezeichneten Linien die nach dem Sägen noch zu sehen waren (Bilder 5+6). Der eigentliche „Scheck“ ist damit fertig.
 
Fehlt nur noch eine geeignete Aufbewahrungsbox für die Puzzleteile. Die bauen wir jetzt.

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Aufbewahrungsbox

Mit der TKS sägte ich aus einem Abfallstück eine Bodenplatte und vier Leisten für die Seitenwände (Bilder 1+2). Die Teile  wurden geschliffen (Bild 3).

Teile entstauben und stumpf zusammenleimen. Dabei auf eine winkelige Ausrichtung achten. Die Seitenteile werden auf die Bodenplatte geklebt (Bild 4).

Der Deckel wird nach den Außenmaßen der Box zugeschnitten. Dann bekommt er eine Fräsung. Um die Einstellungen des Fräsers zu testen erst ein Probestück fräsen (Bild 5). Als mich das Ergebnis zufriedenstellte fräste ich den Deckel (Bilder 6+7). Die Maße der Fräsung sind so gewählt dass der Deckel stramm in die Box passt (Bild 8).

Die Box wird nochmals geschliffen um alle Kanten bündig zu haben (Bild 9). Nicht vergessen, Probeliegen der Puzzleteile. Wäre schlecht wenn die Teile nicht alle Platz finden. Passt aber alles (Bild 10).

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Verschönerungsarbeiten

Zum Schluss bekommt der Deckel noch eine Verzierung. Diese zeichnete ich von Hand vor (Bilder 1+2). Ehe es ans Brennen ging ein Vortest um die richtige Einstellung des Brandmalkolbens zu finden (Bild 3). Als ich damit zufrieden wurde gebrannt.

Der Absaugschlauch des Staubsaugers sorgt dabei für eine giftfreie Atemluft (Bild 4). Der erste Durchgang ist geschafft (Bild 5). Mit dem Schleifer werden Bleistiftreste entfernt (Bild 6). Durch das Schleifen treten alle weniger gut gebrannten Stellen zutage (Bild 7). Diese werden nachgebrannt (Bild 8) bis das Motriv schön dunkel ist (Bild 9).

Zum Schluss wird die Box gewachst. Mein Eigenbauwachs  wurde mit einem weichen Tuch aufgetragen, mit dem Heißluftgebläse erwärmt (damit es tief in die Poren dringen kann) und nachpoliert (Bilder 10-11). Fertig ist das etwas andere Geldgeschenk (Bilder 12-14).
 
In die Box kommt noch ein Zettel mit der Erklärung, dass (nur) das richtig zusammengebaute Puzzle gegen den darauf aufscheinenden Betrag in echtem Geld getauscht werden kann.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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