Niströhre für Steinkauz

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Der Steinkauz. Ein wahnsinnig nützlicher Vogel, jedoch stark gefährdet, einfach weil wir Menschen ihm das Leben schwer machen. Er liebt Streuobstwiesen, alte Bäume und Kopfweiden. Gibts alles kaum noch.
Mit etwa 22 cm Größe ist der Steinkauz nicht einmal ganz amselgroß. Er wiegt um die 200 Gramm und hat eine Flügelspannweite von 55- 60 cm. Diese kleine Eule lässt sich auch tagsüber beobachten, wenn sie in der Sonne sitzt und sich wärmt oder am späten Nachmittag jagt. Allerdings liegt auch die Hauptaktivität des Steinkauzes in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht.

Steinkäuze lieben offene und ebene Landschaften. Kulturlandschaften besiedeln sie vor allem, wenn Dauergrünland mit Baumreihen oder Baumgruppen vorhanden ist. Besonders hohle Kopfweiden und alte Obstbäume bieten dem Steinkauz gute Bedingungen zur Ansiedlung. Auch bei einzeln liegenden Bauernhöfen und am Dorfrand kommt er vor, wenn alte Gebäude wie Scheunen und Tennen mit ungestörten Schlupfwinkeln zur Verfügung stehen. Die Siedlungsdichte des Steinkauzes hängt vom Vorhandensein geeigneter Höhlen ab, die er sowohl als Brutplatz als auch als Tagesverstecke braucht. Daneben muss natürlich genügend Nahrung vorhanden sein.

Neben Feldmäusen, Ratten, anderen kleinen Säugern und Vögeln erbeuten Steinkäuze vor allem Käfer, Regenwürmer und größere Insekten. Strenge Winter machen dieser kleinen Eulenart sehr zu schaffen, ein Grund dafür, dass Steinkäuze vor allem in wintermilden Gegenden zu finden sind. 
Durch Anbringen künstlicher Nisthilfen bei Mangel an geeigneten Nisthöhlen und alten Gebäuden kann man den Steinkauzbestand gut stützen. 
Dafür wurden Brutröhren entwickelt von etwa 1 m Länge und 18 cm Durchmesser mit einem Einflugloch von 6,5 cm Durchmesser. In manchen Gebieten (wie z.B. im Kreis Coesfeld ) ist dadurch nicht nur der Bestandsrückgang gestoppt worden, sondern es wurden sogar Bestandszunahmen konstatiert.


Sowas soll es jetzt auch in Ostfriesland geben!

Los geht's - Schritt für Schritt

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Natürlicher Einflug

Ich hatte von einer alten gefällten Birke noch ein morsches Astloch. Das sind die natürlichen Bruthöhlen von Steinkauzen. Perfekt! 
Allerdings gibt es hinter dem Loch keine Nisthöhle, das schaffe ich jetzt künstlich.

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Einflugloch

Ein Einflugloch von 65mm wurde gebohrt. Das ist die perfekte Größe, wie ich bei NABU nachlesen konnte.

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Nisthöhle

Die Nisthöhle besteht auch Europäischer Lärche, natürlich unlackiert und nicht imprägniert. Am Boden sind viele 5mm- Löcher zur Belüftung und Entwässerung verteilt.
Die Nisthöhle ist 180mm breit und 950mmm lang. Daß so ein kleiner Vogel so viel Platz braucht.... Ist aber so, das Design dieser Nisthöhle ist an eine Nisthöhle von NABU angelehnt...

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Und fertig

Und schon fertig. Ein Miniprojekt.
Ich habe noch Streu aus trockenem Häckselheu und Moos reingelegt.
Muss jetzt nur noch aufgehangen werden. Im März werde ich eine Streuostwiese pflanzen (Mäuse lieben Fallobst, Kauze lieben Mäuse, Ich liebe Kauze ;), da wird der Nistkasten passend integriert.
Ich hoffe daß auch welche kommen....


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