Murmel-Labyrinth - ein Geschicklichkeits-Spiel

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Zu meiner Schulzeit war das Murmel-Labyrinth ein beliebtes Geschicklichkeits-Spiel.

Manch einer, welcher es damals besaß, brachte es voller Stolz mit in die Schule und wir durften uns in den Pausen daran versuchen...

Das Spiel mag heute wohl in Vergessenheit geraten sein, dennoch ist es immer noch zu kaufen...

OK... kaufen kann jeder... aber selber machen ??? 

Das war für mich schon eine Herausforderung... vor allen Dingen : wie geht das technisch zum steuern ???

Getreu meinem Motto : " Geht nit - gibt´s nit " ran ans Werk !

 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • deco-flex
  • Feilen, diverse
  • Bleistift, Zollstock, Radiergummi, Lineal, Geo-Dreieck, Winkel
  • Ponal Holzleim
  • PC / Excel zum planen
  • Nerven und Geduld
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Materialliste
  • 1 x Holzkiste | Holz (ca. 30 x 40 cm)
  • 2 x Leisten aus Kiefernholz | Kiefer (28 x 5 mm)
  • 2 x Leisten aus Kiefernholz | Kiefer (15 x 5 mm)
  • 1 x Platte | Birkensperrholz (25 x 35 cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Lochplatte selbst / Planung bzw. Entwurf

wie schon gesagt, bin ich Excel-Freak, so lag es nahe, die Lochplatte in Excel zu planen:

Ich hab hierzu eine Excel-Seite derart vom Gitternetz eingerichtet, dass ich ein gleichmäßiges 5 mm Raster darstellen konnte ( das kommt so nicht im realen Ausdruck... den mach ich später 1 : 1 auf Milimeterpapier ... es soll ja nur mal die Planung sein und in Excel lässt sich alles auch wieder gleich umbauen...

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Bohren der Löcher...

mit der PBD 40 und einem 20er Forstner-Bohrer wurden die Löcher gebohrt...

( ok... wenn das jemand nachbauen möchte, muss er eben den Loch-Durchmesser der Kugel anpassen... Meine Spielkugel hat 18 mm, somit Bohrloch 20 mm)

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Falsches Loch gebohrt !!! Panik !!!

bei aller Vorsicht hab ich Eifer des Gefechts mich von einem kleinen Ast-Auge im Holz irritieren lassen und ein falsches Loch gebohrt, eben da, wo keines hin gehört...

Und nun ???

...muss ich eben wieder verschließen...

Aus nem Reststück der gleichen Platte hab ich mir nen Kreis mit 20 mm Durchmesser angezeichnet und auf der Dekupiersäge ausgesägt... . Das "falsche Loch" hab ich von unten mit Tesa zugeklebt, Holzleim an die Scheibe und rein damit.

Das Tesa dient dazu, dass die Platte nicht an der Werkbank / Auflage verklebt... nach dem Antrocknen kann ich das leicht wegziehen...

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die Wege- "Leitplanken"

langsam sollten mal die Leitplanken, welche den Weg vorgeben, eingeleimt werden...

Wie man aus der Excel-Planung erkennen kann, gibt es eine Art "Raster-Maß" welches die Wege-Planung und Realisierung deutlich erleichtert...
( das muss man "frei-Schnautze planen... das ist von Platten- und Kugelgröße abhängig...)

Die Hölzchen / Leitplanken wurden aus 15 x 5 mm Kiefernleiste gesägt; ich hab die Maße immer vom Excel Plan abgelesen und am Schraubstock ( mit "Soft-Backen") abgesägt. wegen der Feinheit hab ich ne PUK-Säge mit Metall-Blatt verwendet...
Vor dem Aufleimen wurden am Schleifroller an der PBD 40 Sägekanten gebrochen bzw. gerundet...

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Einpassen des ersten Rahmens in die Kiste

der erste Rahmen trägt später den inneren Rahmen mit der Lochplatte. Aber egal... beide Rahmen müssen gut und leichtläufig kipp-bar / gelenkig sein...

Sodann werden die ersten Gelenk-Lager angezeichnet / gebohrt...
 Per Zufall kam mir eine Idee, die Lager mit Hilfe der Niet-Köpfe zu machen...

 

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Nietenköpfe als Gelenk-Lager...

wie gesagt : Idee, probiert, klappt und umgesetzt...
Die Nietenköpfe brauchen eine Bohrung von ca. 4 mm (weil sie nicht rund sind...)... damit sitzen sie aber noch locker...
Also hab ich sie von der anderen Seite mit nem Körner aufgeweitet und somit in der Bohrung verpresst...

Als Gelenk in Verbindung mit dem Stift wunderbar leichtgängig !

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Unteres Steuerelement mit den Schnürchen

Wie bereits gesagt, kann man den ersten Rahmen direkt anfahren / steuern...
der innere Rahmen geht nur über Schnürchen...

Hierzu wurde eine "Welle" aus 12 mm Rundstab gesägt, darüber mittig ein kurzes Rundholz mit 35 mm Durchmesser aufgesteckt... Im Bild nochmal die Planung... klar die Funktion der unteren Welle...

Den Bindfaden hab ich mit nem Tacker am inneren Rahmen angebracht, 3 x um die Steuerwelle gewickelt und am anderen Ende ebenfalls wieder getackert / verknotet...

Jetzt noch die Steuerstäbe bissle kürzen und 

Ferdisch !!!

Puh... isch bin grad mal selbsch ferdisch...

Danke für `s zusehen... !
Fragen ???

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Planung... wie mach ich das ?

nachdem ich mir ettliche Gehirnwindungen bei der Konstruktions-Zeichnung  verbogen hatte, war klar : "...die Kiste, in die ich das einbauen will, steht mit Sicherheit fertig im Baumarkt !" Ich muss nicht noch ne Kiste bauen...

So war es dann auch und für 3,85 €  hatte ich ne Kiste... Ab nach Hause und Maß genommen... danach richtete sich meine Planzeichnung in Excel...

(jaja... ich weiß... Excel ist vielleicht für viele ein Buch mit 7 Siegeln... viele verwenden Sketch-Up und andere Programme... damit komm ich nicht klar, Ich bin Excel-Freak !)

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Erklärung zur Excel-Konstruktion

Man stelle sich das als " Drauf-Sicht" vor :
Der braune Rahmen sei die Holzkiste, der orange Rahmen der, welcher nach links und rechts kippen soll und der beige Rahmen derjenige, in welchen später das Loch-Brett kommt und nach vorne und nach hinten zu kippen sei...


Darunter die seitliche Ansicht :

den orangen Rahmen kann man direkt drehen ( siehe oben ) . Den inneren Rahmen  kann man nur mit kleinen Schnürchen steuern; mit einer direkt-Steuerung würde man mit dem orangen Rahmen kollidieren...

Man kann ja nicht durch den orangen Rahmen den beigen Rahmen anfahren...

Diese Schnürchen-Steuerung muss unter den beiden inneren Rahmen liegen, so dass sie beide genug Spielraum zum kippen / schwenken haben...

wie man sieht, ist die Schnur / Bindfaden ( rot dargestellt ) auf der unteren Steuerstange über eine Wickel-Spule an die innere Wippe gebunden.


 Macht euch bis dahin keinen Kopf... Ich musste auch erst 3x überlegen, bis ich mir klar war, wie ich das gelöst bekomm...!
 

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...los geht´s : die Rahmen

nachdem das Innenmaß der Kiste bekannt war, konnten die Rahmen angefertigt werden.

Hier galt es zu beachten, dass die inneren Rahmen genug Spiel zum Kippen und Schwenken haben. 

um dieses Spiel einzuhalten, hab ich zum Ausmessen Reststückchen gleicher Stärke verwendet...

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Herstellung der Rahmenhölzchen...

es kommt ja nun nicht viel Belastung auf den ersten / orangen Rahmen, dennoch war mir "stumpf verleimen" zu wenig... 

Eine größere Klebefläche und somit auch mechanisch besseren Halt versprach ich mir durch einfaches Zinken...

OK... hab ich noch nie gemacht ( bin ja Elektriker, da braucht man sowas nicht...), sollte aber auch mit meinen einfachen Mitteln zu schaffen sein...

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Verleimen der Rahmenhölzchen

nachdem die Rahmenhölzchen / Leisten auf Maß gesägt und mit ... hmmm ..., ich sag jetzt mal Zinken, versehen waren, mussten die natürlich verleimt werden...

hierfür hab ich so einfache Verleimhilfen in klein und groß, welche sehr dienlich waren...

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...kleiner Tipp am Rande : Markieren !!!

...sprichwörtlich der Tipp am Rande :

vor allen Arbeitsvorgängen, ob Sägen, nachfeilen usw.  :

Teile markieren ! 

Ihr könnt noch so präzise arbeiten wollen, hinterher passt nur zusammen, was zusammen gehört !

Markierungen lassen sich mit Bleistift leicht anbringen und merken... Ich verwende I, X, und O  (grins...) die vierte Ecke ist TAB ( leer...) 

Dass das ganze auch in der Kiste immer am gleichen Platz ist, wird auch eine Ecke der  Kiste markiert...

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Künftige Lochplatte anleimen

unter dem inneren, beigen Rahmen muss die künftige "Loch-Platte" angeleimt werden...

(...ob man die Löcher vorher oder nachher bohrt, ist m.E. egal...)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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