Monstertruck

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Die Vorlage bekam ich gestern per Mail von Steve Good (von wem auch sonst?). Mir hat die kleine und kurzweilige Bastelei gut gefallen und ich machte mich gleich ans Werk. Wohl auch, da ich mich noch etwas vor einer anstehenden Monsteraufgabe drücken wollte.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Bandsäge
  • Dekupiersäge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Tischbohrmaschine
  • Schleifgeräte, Schleifmittel
  • Diverse Klemmen
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Materialliste
  • 2 x Dreischicht, Sperrholz... | Restholz (ca. 24 x 8 cm, mind. 2 cm dick)
  • 2 x Reststücke | Restholz (ca. 24 x 8 x 0,8 cm)
  • 1 x Rundholz | Buche (35 x 0,6 cm)
  • 1 x Lasur, Beize oider Acryl | Farbe (nach Gusto und Bedarf)
  • 1 x Reststücke für kleinteile | Restholz (8mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitungen

Vorzubereiten gab es nicht sonderlich viel:
Erst einmal die benötigten Seiten der Anleitung/Vorlage ausdrucken. Dann geeignetes Holz zusammenklauben. Ich fand ein Stück Dreischichtplatte in der Stärke von 28mm. Im Orignal werden 19mm angegeben, aber es soll ja ein "Monster"truck werden.

Vom Reststück trennte ich zwei ausreichend große Teile ab (Bild 1). Die Flächen wurden geglättet (Bild 2). Eine Platte wurde mit Paketband beklebt und darauf die Vorlage angebracht. Dann wurden die beiden Platten zu einem Stapel zusammengenagelt (Bild 3). Jetzt ran an die Säge.

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Hauptteil sägen

Gesägt habe ich großteils mit der Bandsäge (nur die Innenschnitte machte ich mit der Deku).

Mit der Bandsäge sägte ich die Außenkonturen, gleich im Doppelpack (Bilder 1-3). An geeigneter Stelle setzte ich die Bohrung für den Innenschnitt, danach wurden die beiden Teile getrennt.

Mit der Dekupiersäge machte ich den ersten Innenschnitt. Das linke Teil (mit Fahrersitz) wurde gesägt (Bild 4). Die Innenkonturen wurden auf das zweite (rechte) Teil übertragen (Bild 5). Der Sitz wird ausgespart und einfach durch eine Linie verbunden (Bild 6). Jetzt kann auch dieser Innenschnitt gemacht werden (Bild 7). Kurze Passprobe der beiden Teile: alles im grünen Bereich (Bild 8).
Innen noch etwas schleifen, dann können die beiden Teile zusammengeleimt werden (Bild 9).

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Anbauteile fertigen

Zwei 8mm dicke Reststücke klebte ich mit Paketband zu einem Stapel zusammen. Oben drauf kam die Vorlage für die beiden Außenteile. Je zwei Bohrungen für die Innenschnitte (Bild 1) und die Achsen (Bild 2) auf der Tischbohrmaschine.

In die Achsbohrungen setzte ich 6mm Dübel um den Stapel zusätzlich passgenau zusammenzuhalten (Bild 3). Jetzt wurden die beiden Außenteile in einem Arbeitsgang gesägt und anschließend die Vorlagenreste entfernt (Bilder 4+5).

Aus dem Stapelrest sägte ich die restlichen Teile. Da ich breiteres Holz verwendete als in der ursprünglichen Vorlage angegeben musste ich die Breite der Stoßstangen entsprechend anpassen (Bild 6). Dann sägte ich die vordere Stoßstange (mit Lichtern) im Stapel aus und trennte bei einem Teil die Lichter ab. Schon hatte ich die hintere Stoßstange.

Die Halterungen für die Stoßstangen wurden auch im Doppel gesägt (Bild 7) und anschließend geschliffen. Lenkrad und Armaturenbrett brauchte ich nur einmal. Die Länge des Armaturenbrettes musste ich wieder anpassen.
Die beiden Teile waren schnell gesägt und mit einer 6mm Bohrung an passender Stelle versehen (Bild 8). Nach dem Glätten leimte ich die Teile zusammen. Als Verbindung diente ein passend abgelängter 6mm-Rundstab (Bild 9).

Die anderen Anbauteile wurden schwarz lasiert (Bild 10). Wärend die Farbe trocknete sägte ich die Radkästen (Bild 11). Diese wurden verschliffen und rot bemalt (Bild 12). Auch die Lichter bekamen etwas Farbe.

Vom 6mm-Rundstab trennte ich ein etwa 10cm langes Stück ab. Dieses wurde mittig schräg geteilt. Die beiden Teile wurden ebenfalls schwarz bemalt und werden später die Auspuffrohre.

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Zusammenbau

Der Truck wird bis auf die Räder (dazu mehr im nächsten Abschnitt) fertig gemacht.

Wenn die Farbe/Lasur trocken ist können die Teile verleimt werden. Zuerst leimte ich Armaturenbrett samt Lenkrad ein (Bild 1). Bei der Gelegenheit senkte ich zwei Bohrungen auf der Ladefläche an. Möglichst knapp am Führerhaus (Bild 2). Hier werden die beiden Auspuffrohre eingeleimt/gesteckt (Bild 3).

Die beiden Seitenteile werden angeklebt. Anschließend die Stoßstangen in die Halterungen geklemmt und an geeigneter Stelle an den Wagen geklebt (Bild 4).

Kleine Planänderung:
Da mein Truck deutlich breiter ausgefallen ist entschlöoss ich mich dazu, die Radaufhängungen dementsprechend anzupassen. Ich zeichnete die entsprechenden Konturen nach (Bild 5), sägte die Teile aus (Bild 6) und leimte sie nach dem Schleifen an der Innenseite an (Bild 7). Nach dem Trocknen des Leims wurden diese zusätzliche Teile auch schwarz bemalt.

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Anfertigen der Räder

Für die Räder verwendte ich ein Reststück 20mm dicken Buchensperrholzes. Darauf wurden die Vorlagen geklebt. Auf der Tischbohrmaschine wurden genau in der Radmitte 6mm-Bohrungen gesetzt.

Ein Stück Abfallplatte (muss so groß sein, dass man es problemlos an den Sägetisch klemmen kann) bekam eine 6mm-Bohrung in welche ich einen passenden Dübel steckte. Darauf ein grob ausgeschnittenes Rad. Genau an der Radkante erfolgte ein gerader Schnitte (bis auf Höhe der Dübelmitte). Die Platte wird am Tisch befestigt und schon ist eine Kreisschneidehilfe fertig (Bild 1).

Alle Räder bekommen einen Schnitt der genau an der Kante vorbeiführt. Nun können sie auf den Dübel gesetzt (Schnittkante am Sägeblatt) und ausgesägt werden (Bild 2). Das Kurzvideo zeigt den minutenschnell gebauten Kreissäger im Einsatz (Video).
Schnell sind die Außenkonturen der vier Räder gesägt.

Mit der Tischbohrmaschine und einem passenden Bohrer bekommt jedes Rad fünf Löcher für die Innenschnitte (Bild 4), ehe diese mit der Deku gesägt werden (Bild 5). Zwanzigmal umfädeln und schon sind die Innenschnitte geschafft (Bild 6) ;-)

Fehlt nur noch das grobstollige Profil. Dieses wird auf der Bandsäge gesägt. Dazu wird der Tisch in einen Winkel von etwa10° gebracht (Bild 7). Dann wird das Profil gesägt. Pro Rad 44 kleine Schnitte (Bilder 8-10).

Achtung:
Das Bandsägeblatt ist recht "giftig". Man muss sehr aufpassen dass es nicht "zuschnappt" und das Holz "frisst", da sonst die Schnitte schnell zu tief werden.

Jetzt können die Vorlagenreste abgezogen und die Innenflächen geschliffen werden (Bild 11).

Damit sich die Räder leichtgängig drehen habe ich die Achsbohrungen mit einem 6,5mm-Bohrer etwas aufgebohrt.
Zwei Achsen werden vom Rundholz abgetrennt. Die Länge ist so berechnet, dass sie an jeder Seite etwas aus dem Rad hervorstehen (Bild 12). Das erste Rad wird angeleimt (kleinen Überstand nicht vergessen). Dann kommt eine Beilagscheibe auf die Achse ehe diese durch die Achsführungen (Radaufhängung) gefädelt wird. Auf der Gegenseite erst eine Beilagscheibe, dann das zweite Rad. An der zweiten Achse das ganze nochmals.
Eine erste Fahrprobe zeigt, dass alles wie geschmiert läuft  (Video).

Der Truck ist nun fast fertig.
Abschließend bekommt er noch etwas Farbe (Front- und Rückscheibe) und eine Schicht Klarlack.

 Abends kam meine Enkeltochter vorbei. Schon hatte der Truck ein neues Zuhause ;-)

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Anregung

Natürlich lässt sich dieser Truck mit geringem Aufwand umgestalten.

So kann man etwa den hinteren Abschluss der Ladefläche dicker machen, abtrennen und mit zwei Zahnstocherdübeln als Klappe ausführen.

Oder man klebt dickere (1cm) Rundholzstücke an die Seiten und setzt die Auspuffrohre in diese "Auspufftöpfe" ein.

Man kann auch eine Lichterleiste aufs Dach setzen oder... oder... oder...
Ich bin schon gespannt auf eure Ideen.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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