Moderner Weihnachtsbaum aus Sperrholz zum Stecken

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    60 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Letztes Jahr habe ich in Helsinki in einem Schaufenster einen Holzweihnachtsbaum als Dekoration gesehen. Es waren sechs einfache Sperrholzplatten ineinander gesteckt. Die Formgebung war so stylisch und modern, dass selbst ich mich als Fast-Grinch dafür erwämen konnte. Also ein Foto gemacht und gemerkt.


Ich habe nun nach dem Foto versucht nachzuvollziehen, wie das Teil gebaut wurde und wie es im Detail aussieht. Ich habe mich wegen der natürlichen Farbe für Pappelholz entschieden und die Größe für mich auf 120cm in der Höhe und 60cm in der Breite festgelegt.

Alles weitere ist in den Arbeitsschritten beschrieben. Form, Größe und Farbe könnt Ihr beim Nachbau natürlich auch selbst festlegen, muss ja kein Weihnachtsbaum sein...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Stichsäge
  • Akku-Bohrschrauber
  • kleine Feilen (Schlüssel oder Nadelfeilen), nach Möglichkeit fein
  • Schleifpapier ca. 240er Körnung
  • Stichsägeblätter für Holz, 1,35mm Zahnabstand oder ähnlich, in beide Richtung schneidend
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Materialliste
  • 6 x Sperrholz-Platten 4mm | Pappel (120cm x 60 cm)
  • 1 x Packpapier | Papier (120cm x 60cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Schablone erstellen

Der Baum besteht aus sechs einzelnen Platten. Drei davon haben Form A und drei Form B. Ich habe mir dafür eine Schablone geschnitten, die in der linken Hälfte Form A und in der rechten Form B hat.


Der Vorteil nur eine Hälfte je Form zeichnen und schneiden zu müssen, zeigt sich später, denn dann werden beide Seiten schön gleich aussehen. Ich habe versucht an Hand des Fotos die Form nachzuvollziehen, Ihr könnt das ganz nach eigenem Wunsch gestalten. Wie man hier sieht, ergänzen sich die Äste zwischen den beiden Formen auf den verschiedenen Höhen gut um später ein gefälliges Gesamtbild abzugeben.

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Form übertragen

Auf je drei Sperrholzplatten habe ich Form A augezeichnet. Dazu habe ich erst die Mitte markiert, damit ich die Schablone einfach zur anderen Hälfte wenden kann und ein spiegel-symmetrisches Bild entsteht. 


Für Form B auf den drei weiteren Platten gilt die gleiche Vorgehensweise.

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Sägen

Um die Formen zu sägen habe ich mich für eine Akku-Stichsäge entschieden, es geht aber auch mit einer Dekupiersäge, einer Oberfräse oder einer Laubsäge.


Die Bosch-Akku-Stichsäge PST 18 Li finde ich praktisch, da ich mir bei diesen Freiform-Teilen das lästige Kabel erspare, ausserdem hatte ich den Akku schon vom Schlagbohrschrauber, so dass ich die Maschine günstig ohne Akku kaufen konnte. Allerdings lässt sich die Form in den Schmalen Details nur zu zweit vernünftig festhalten und sägen.

Als Sägeblatt habe ich ein ganz feines Holz-Kurvenschnittblatt genommen. Dieses hat Auf- und Abwärts-schneidende Zähne und liefert ein recht feines Schnittbild. Die Zähne haben einen Abstand von 1,35mm. 

Beim Holz gibt es allerdings je nach Qualität und Schnittrichtung trotzdem einige Ausreißer... deshalb Stichsäge auf jeden Fall auf 0-Pendelhub einstellen und sanft arbeiten.

Ich habe erst die groben Konturen geschnitten und dann haben wir zu zweit die Äste geschnitten. In den ganz engen Kurven habe ich Material stehen lassen und diese später gefeilt.

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Schlitze sägen

Der spannendste Teil sind die Schlitze, die dazu dienen, dass die Platten nachher ineinander passen.


Ich habe lange überlegt und probiert wie das Original wohl aufgebaut ist und bin zu folgendem sehr gut funktionierenden Schluss gekommen:

Die drei kleineren Formen werden zuerst in 60° zueinander zusammengesteckt. Die vierte Platte folgt rechtwinklig zur dritten, dann kommen die restlichen beiden. Jede Platte wird zum Schluss nur noch durch einen Steg von knapp 20cm Länge zusammengehalten. Für die sechs Höhenabschnitte sind für 4mm Materialdicke die notwendigen Schlitzbreiten angegeben.

           | Platte 1 | Platte 2 | Platte 3 | Platte 4 | Platte 5 | Platte 6 
Höhe 6 | 15mm   |   15mm |   15mm  |   7mm   |   7mm   |   Steg
Höhe 5 | 15mm   |   15mm |   15mm  |  7mm    |  Steg     |   15mm
Höhe 4 | 15mm   |  15mm  |   4mm    |   Steg   |   15mm  |   15mm
Höhe 3 | 7mm     |    7mm  |  Steg     |   15mm |  15mm  |   15mm
Höhe 2 |  7mm    |    Steg  |   7mm    |   15mm | 15mm   |   15mm
Höhe 1 |  Steg    |    7mm  |   7mm    |   15mm | 15mm   |    15mm

Da bleibt beim Sägen nicht mehr viel Material. Wir haben die Teile mit einzelnen Holzstäben stabiliesiert damit beim Sägen nicht alles hin und herschwingt. Zu Zweit an der Arbeitstischkante klappt das aber ganz gut. Die Enden der einzelnen Schlitzbreiten habe ich mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt und konnte die dann jeweils nach dem Sägen leicht herausbrechen.


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Feinarbeit

Nach dem Sägen habe ich alle engen Kurve mit einer feinen Rundfeile nachgearbeitet, alle Kanten kontrolliert und die Kanten nochmal mit Schleifpapier einmal vorsichtig abgeschliffen. 

An ein paar Stellen musste ich noch Bleistiftspuren von der form wegradieren.

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Stecken 1

Zuerst habe ich die drei kleineren Platten mit den Stegen auf Höhe 1, 2 und 3 in dieser Reihenfolge jeweils 60° versetzt zusammengesteckt. Dann steht der Baum schon mal.

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Stecken 2 und Schmücken

Platte 4 mit dem Steg auf Höhe 4 wird rechtwinklig zu Platte 3 gesteckt, das erklärt auch den einzigen Schlitz mit 4mm. Die anderen beiden Platten folgen nun jeweils um 60° nach links und rechts zu Platte 4.


Wenn Ihr bei den Schlitzen ordentlich gearbeitet habt, dann sollte der Baum sich selbst gut ausrichten und kann geschmückt werden. Frohe Weihnachten!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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